Stadt Luzern: Lieber ohne WLAN

Roger

Stadt Luzern: Lieber ohne WLAN

Beitrag von Roger » 30. August 2007 18:36

Luzerner Zeitung Forum
30.8.07

Stadt Luzern: Lieber ohne WLAN

«Gratis WLAN für alle Luzerner Quartiere», Ausgabe vom 17. August

Sicher gibt es viele Touristen, welche auf der Seebrücke ein dringendes Bedürfnis haben, mit der Heimat in Verbindung zu treten; und viele Einheimische, welche sich eine kostenlose Vernetzung einer kostenpflichtigen, dafür unbedenklichen Kabelverbindung verführen lassen.

Mit dem WLAN erfolgt aber eine weitere hochfrequentige elektromagnetische Bestrahlung. Diese permanente und flächendeckende Strahlung erfolgt auf Höchstleistung und innerhalb eines dichten Netzes von Hot Spots. Die Hochfrequenz an sich ist nicht das Problem, die Intensität der Strahlung liegt sowieso unter den Fantasiegrenzwerten, sondern die Pulsung der Signale. Bei WLAN beträgt die Pulsung 10 bis 15 Hertz. Das entspricht exakt der Frequenz der Alphawellen unseres Gehirns. Diese Ähnlichkeit zu körpereigenen Resonanzfrequenzen kann zu den bekannten gesundheitlichen Störungen führen (Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Übelkeit, Depressionen, Tinnitus oder Herzrhythmusstörungen).

Aufgrund der mittlerweile erkannten Probleme (die deutsche Bundesregierung hat erst vor kurzem von der Benutzung dieser Technologie gewarnt) sollten doch die elektromagnetischen Expositionen minimiert und nicht noch gefördert werden.

Allein die Tatsache, dass die Diskussion (zumindest ausserhalb von Luzern) kontrovers geführt wird, sollte den Umgang mit dem WLAN vorsichtiger werden lassen. Wenn denn unsere Spassgesellschaft tatsächlich permanent online sein soll, dann bitte ich die EWL, mindestens unsere umliegenden Wohnquartiere damit zu verschonen! Vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten, attraktiv zu sein.

Bruno Hermann, Architekt, Luzern

open mind
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Beitrag von open mind » 5. September 2007 14:00

Hallo Roger,

ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Leserbrief, denn die Seuche und der fiese Trick mit den Gratis-WLANs in Schweizer Städten ist nich zu unterschätzen.

Eigentlich müssten den privaten Initianten sofort mit Haftungsklagen gedroht werden.

Diese von der Industrie gesponserten "Vereine" sind sich überhaupt nicht bewusst, welche Risiken sie finanziell mit ihrem Engagement eingehen. So auch die E-Werke, die im Besitz der Steuerzahler sind.


Haben Sie meinen Beitrag vom 2. Mai 2007 schon gefunden/gelesen? Hier der Link:

viewtopic.php?t=3920&highlight=luzern

Vielleicht sind dies für einen Luzerner zu deutliche Worte, aber es war notwendig.


Liebe Grüsse
+open mind+
NISV-Grenzwerte = Nicht einklagensfähige, Straf-freie VERSTRAHLUNGS-Zulassungswerte.

WAIDS = Wireless Aired Immune Deficiency Syndrome.

Der Weltrekord im Handy-Weitwurf hat aktuell der Finne Tommi Huotari inne mit 89,62 Metern.

Markus

Beitrag von Markus » 7. September 2007 21:38

Ich wohne an einem Hotspot. Was mal gebaut und in Betrieb ist wird nie und nimmer abgebaut. Leserbriefe nützen nichts. Da schreiben sofort Befürworter Unbedenklichkeitsbriefe.

Zum Glück spüre ich nichts seit dieser Hotspot in Betrieb ist. Eine Natelantenne sagte mir ein Freund ist schlimmer.

Andy

Beitrag von Andy » 8. September 2007 00:29

Der Mobilfunkbetreiber Swisscom Mobile hat ein bilaterales Roaming-Abkommen mit dem WLAN-Hotspot-Betreiber Trustive unterzeichnet. Dadurch erhalten die Mobilfunkkunden von Swisscom Mobile den Zugang zum globalen Netzwerk von Trustive, das zurzeit nach Angaben des Betreibers 25'000 WLAN-Hotspots umfasst. Weitere 7'000 Hotspots sollen in den kommenden vier Wochen aktiviert werden.
Für den Zugang zum erweiterten Hotspot-Angebot müssen sich die Kunden von Swisscom Mobile online durch die Eingabe ihrer Mobiltelefonnummer und des über SMS-Mitteilung zugesandten Passworts einloggen, bezahlt wird für die Nutzung des Hotspots über die Mobilfunkrechnung. Swisscom Mobile selbst unterhält schweizweit über 1'000 Hotspots.


Einen Kommentar erübrigt sich. WLAN wird genau so wachsen wie GSM und UMTS

Ich

Re: Stadt Luzern: Lieber ohne WLAN

Beitrag von Ich » 8. September 2007 19:01

Roger hat geschrieben:Diese Ähnlichkeit zu körpereigenen Resonanzfrequenzen kann zu den bekannten gesundheitlichen Störungen führen (Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Übelkeit, Depressionen, Tinnitus oder Herzrhythmusstörungen).

(...)

Aufgrund der mittlerweile erkannten Probleme (die deutsche Bundesregierung hat erst vor kurzem von der Benutzung dieser Technologie gewarnt) sollten doch die elektromagnetischen Expositionen minimiert und nicht noch gefördert werden.
Ich finde es unsachlich, wenn man in einem Leserbrief Behauptungen aufstellt, die so einfach nicht stimmen.
Die deutsche Regierung hat _nicht_ behauptet, dass elektromagnetische Felder schädlich sind, sondern nur empfohlen, eher restriktiv mit Funktechnologien umzugehen, solange man noch nicht ganz die Schädlichkeit ausschliessen kann.
Ebensowenig konnten bisher die oben genannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen wissenschaftlich klar bestätigt werden.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass Gesundheitsschädigungen durch elektromagnetische Felder ganz und gar unmöglich sind, aber auch die Falschinformation, dass man bisher mit wissenschaftlichen Methoden die Schädlichkeit dieser Felder eindeutig bestätigen konnte, ist in einem Leserbrief, der mehrere tausend LeserInnen erreicht, einfach unangebracht.

mfg ich

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