Jeden Tag eine neue Teufelei (Fortsetzung)

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Re: Geduld und Langmut

von Andreas » 24. September 2006 21:09

Schön, dass mein letzter Beitrag doch noch veröffentlicht werden konnte. Hierzu noch eine Ergänzung:

Im abstract des Vortrags in Leipzig:

Mobilfunkbasisstationen und gesundheitliche Besorgnis in der Bevölkerung -- erste Ergebnisse der bundesweiten Querschnittstudie -- QUEBEB
[Abstract] http://www.gmds2006.de/Abstracts/247.pdf
G. Berg, J. Breckenkamp, S. Schmiedel, M. Blettner(Mainz), B. Schlehofer (Heidelberg), U. Reis (München), J. Schüz (Kopenhagen, Dänemark), B. Kowall (Bielefeld)

wird auch auf die von sunset angeforderte Überprüfung mit Hilfe der Distanz hingewiesen. Ergebnis:

"Die subjektiv berichteten Sorgen und Beeinträchtigungen wegen Mobilfunksendeanlagen sind kaum durch die objektiv vorhandenen Mobilfunkbasisstationen erklärbar, sondern eher durch die subjektive Wahrnehmung von Mobilfunkstationen durch die Befragten.
Die Verwendung des Abstandes zwischen Haushalt und Sendeanlage im 500m-Bereich ist jedoch nicht für eine Expositionsabschätzung geeignet."

Re: Geduld und Langmut

von Gigaherz-Forum » 20. September 2006 08:16

@Andreas
Trotz Code veröffentlicht das Gigaherz-Forum Ihre letzte Zuschrift nicht. . Da sich diese in der Hauptsache an sunset richtet, werden Sie gebeten, sich damit direkt an sunset zu wenden. Forumsteilnehmer (einige darunter waren sogar Studienteilnehmer) würden es nicht hinnehmen, wenn die mit zu Recht als Manipulation bezeichnete TNO-Replikationsstudie hier schöngeredet wird und sie sich deshalb in einem Befürworter-Forum wähnen. Sie hatten bisher genug Gelegenheit, Ihre Sicht zu erörtern.

Gigaherz-Forum

Re: Geduld und Langmut

von Andreas » 19. September 2006 23:35

sunset wrote:
" Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen. "

Wer es noch nicht bemerkt hat: es handelt sich um einen Zwischenbericht, dazu später mehr.

"Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war."

Wie kommen sie denn bitte darauf? Nun hängt vielleicht davon ab wie man "mehrheitlich richtig" so definiert. Von den ca. 15 000 Betroffenen, also Befragte deren Haushalte innerhalb der 500m lagen, konnten das exakt 3651 richtig einschätzen. Wie auch ausdrücklich im Bericht erwähnt macht das gerade mal rund 25% der betroffenen Haushalte aus! Hingegen sagten 7168 Befragte, irrtümlicherweise dass sie weiter weg wohnen bzw. 5278 wussten es schlichtweg nicht.

Auf der anderen Seite wussten ca. 60% der Befragten, dass sie weiter als 500m entferrnt wohnen und dies traf auch tatsächlich zu.

Bezogen auf die Gesamtheit der Stichprobe muss man diese Prozentzahlen natürlich nochmal halbieren, dann haben wir also 42% Treffer und 58% Nieten (exakte Werte aus Tabelle 9, S. 29) Lotto würde ich mit dieser Verteilung gerne spielen, Russisches-Roulette dann doch eher weniger ;-)

Damit wollen Sie also "die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten." ???
Mehr als gewagt würde ich mal sagen, zumal dann ja gerade die Leute im Nahfeld sogar eine höhere Trefferquote erzielen müssten.

"Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal;"

Na wunderbar, warum stellen sie dann trotzdem unhaltbare Prämissen (Nr. 4) auf?
Und genau dieser von Ihnen ja offenbar erkannte banale Fakt erklärt auch warum diese Distanzen bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Sie lassen schlichtweg keine zuverlässigen Schlüsse zu! Und genau deshalb wird ja in der noch verbleibenden 3. Projektphase eine exakte Bestimmung der Exposition von 3000 Haushalten vorgenommen.

Dann, und erst dann(!) lassen sich nämlich die wirklich interessanten und von ihnen auch zu Recht aufgeworfenen Fragen adäquat beantworten.
Dies steht auch klipp und klar so im Ausblickskapitel des Zwischenberichts (S. 34)

1. Gibt es eine Assoziation zwischen der objektivierbaren HF-Exposition durch Mobilfunkbasisstationen
und berichteten subjektiven Beschwerden?
2. Gibt es eine Assoziation zwischen der Besorgnis um mögliche negative gesundheitliche
Auswirkungen der hochfrequenten Felder von Mobilfunkbasisstationen und berichteten
subjektiven Beschwerden?

Warten wir also den End(!)-Bericht der Studie ab - Geduld und Langmut hiess doch hier das Thema...

Davor lässt sich Ihre These auch beim besten Willen nicht mit den Zwischenergebnissen dieser Studie untermauern.

Re: Geduld und Langmut

von sunset » 19. September 2006 11:51

@ Andreas:

Vorab zusammengefasst: Wenn die 2. Prämisse dahingestellt bleibt, dann kann nicht aus dem Vergleich der beiden Studien ein Zusammenhang von Distanz und gesundheitlichen Beschwerden abgeleitet werden, sondern bereits aus der QUEBEB Studie allein.

Bei der QUEBEB Studie wurde von jedem Befragten erfasst, ob er sich von der Strahlung gesundheitlich beeinträchtigt fühle, was jeder zehnte bejahte. Es wurde weiterhin zu jedem Befragten erfasst, ob er den Abstand zur nächsten Basisstation subjektiv als nahe oder fern einschätzte, und es wurde zu jedem Befragten erfasst, wie der tatsächliche Abstand zur nächsten Basisstation ist.

Im Bericht 2, Seite 24 zur QUEBEB Studie wurde angegeben, dass diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, vermehrt vermuten, sie wohnten auch nahe einer Basisstation. Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen.

Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war. Die Übereinstimmung von mehrheitlich richtiger Einschätzung der Distanz aller Befragten und mit mehrheitlich naher Einschätzung der Distanz durch die Personen mit gesundheitlichen Beschwerden ist geeignet, die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten. Den Beweis, nämlich die Verbindung zwischen gesundheitlichen Beschwerden und wirklicher Distanz zur nächsten Basisstation besitzen die Forscher und behalten ihn für sich.

Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal; nur durch Messung in der Wohnung selbst können Faktoren wie die Ausrichtung der Wohnung, Abdeckung durch andere Elemente im Gelände und Bauweise berücksichtigt werden; die Distanz ist aber der gemeinsame Faktor. Dass aber die gesundheitlichen Beschwerden nicht mit der (den Forschern bekannten) wahren Distanz zur nächsten Basisstation, sondern nur mit der von den Befragten vermuteten Distanz in Verbindung gebracht wurden, muss suspekt erscheinen. Denn es ist nicht nachvollziehbar, weshalb gerade dieser Zusammenhang nicht veröffentlicht wird, der eigentlich interessiert, selbst wenn die Wohnungen der Befragten nicht ausgemessen sind. Es ist höchstens nachvollziehbar, wenn unterstellt wird, dass die Forscher befürchten, die Erkenntnisse von Santini und andere könnten bestätigt werden.

Re: Geduld und Langmut

von Andreas » 18. September 2006 20:51

Hallo sunset,

sunset wrote:

"jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten."

ach ein netter Umgangston in dem hier diskutiert wird....

"2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)"

Haben sie eigentlich das verlinkte pdf gelesen, oder nur dieses kurze Interview in der FZ?
Die Stichprobenauswahl wird deutlich in Kapitel 5 auf S. 14 erläutert. Demnach wurden 30 047 Fragebögen ausgewertet und zwar völlig unabhängig davon ob die Personen 10, 20, 500 oder 5000m von der nächsten Station wohnen.

Ihre ominösen 10% finden sich dann auf Seite 23:
"In der Umfrage fühlt sich rund jeder sechste Teilnehmer besorgt, jeder zehnte Teilnehmer der
Befragung fühlt sich durch die Felder von Mobilfunksendeanlagen gesundheitlich beeinträchtigt."

Das sind aber 10% _aller_ Befragten, _unabhängig_ davon wo sie jetzt wohnen. Es wurden also _beide_ Hälften befragt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der 500m Radien.

Damit wäre also ihre 2. Prämisse hinfällig und hiermit auch alle Schlussfolgerungen daraus.

"Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)"

Kann man ja anhand der Berichte überprüfen, mit viel gutem Willen sind die Fragebögen vlt. vergleichbar, da ja in beiden die typischen Beschwerden abgefragt wurden.

"Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)"

Genau diese Prämisse wurde ja bereits im Zwischenbericht widerlegt.

Zitat: "Allerdings gilt nicht, dass Wohnungen, die näher als 500m an einer Mobilfunksendeanlage liegen, immer einen höheren Wert aufweisen. Nach den vorliegenden
Messungen im Forschungsprojekt „Bestimmung der Expositionen von Personengruppen im
Rahmen des Projektes QUEBEB“ weisen diese Wohnungen auch noch zu mehr als 50 %
Werte auf, die als Summe der Mittelwerte aus GSM900 und GSM1800 0,01 mW/m² nicht
übersteigen. Es zeigte sich, dass das reine Abstandsmaß zur Expositionsabschätzung gerade
bei Wohnungen, die in der Nähe einer Mobilfunkbasisstation liegen, kaum aussagekräftige
Ergebnisse bietet. Wichtige Einflussfaktoren, die hierbei eine Rolle spielen, sind dagegen die
Sichtbarkeit der Mobilfunksendeanlage, die Art und der Umfang der Umgebungsbebauung
und die Ausrichtung der Mobilfunkbasisstation zu der jeweiligen Wohnung (Neitzke et al.
2005)." S. 31

Also aus diesen Berichten lässt sich die Aussage:
"dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen"
keinesfalls belegen. Auch mit noch soviel selbstständigen Denkem nicht, es sei denn ich verschließe die Augen vor allen dort publizierten Daten und Ergebnissen.

@ Fr. Buchs und Hr. Claessen: zumindestens von mir mir haben sie definitiv keine e-Cards erhalten - derartiges wäre mir dann doch zu albern und meine Zeit hierfür zu schade. Ich gehe davon aus der Inhalt der besagten Karten hatte auch mit der Diskussion in diesem Thread hier nicht wirklich etwas zu tun und kann daher getrost ignoriert werden.

Re: Geduld und Langmut

von sunset » 18. September 2006 19:03

@ "Andreas"

Diese Schlussfolgerung steht weder im einen noch im anderen Bericht. Voraussetzung ist selbständiges Denken, die Schlussfolgerung kann jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten. Also:

In Deutschland wurden zwei repräsentative Befragungen im selben Jahr 2004 gemacht, mit folgenden Ergebnissen:

1. Befragung: Von der G e s a m t bevölkerung Deutschlands führen 6 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück. (ist gleichzeitig Prämisse 1)

2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)

Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)

Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)

Wenn alle vier Prämissen als wahr angenommen werden, dann ist die richtige Folgerung, dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen, und dass mithin diese Basisstationen mit grosser Wahrscheinlichkeit ursächlich für die gesundheitlichen Beschwerden sind.

Re: Geduld und Langmut

von Evi » 18. September 2006 18:19

Um es mit dem bekannten Münchner Original Karl Valentin zu sagen:

"Gar net amal ignorier'n!

Arme Tröpfe, die sonst nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als andere Leute mit so einfältigen Aktionen zu belästigen. Scheucht sie weg, wie eine lästige Fliege!
Evi

Re: Geduld und Langmut

von Elisabeth Buchs » 18. September 2006 18:00

Nach zwei Greeting-Cards, eine unter dem Mail-Namen von Herrn Jakob von "Andreas", wie auch Herr Claessens wie erwähnt eine erhalten hat, habe ich ein direktes Mail an "Andreas" unter der angegebenen Adresse forummobil geschrieben. Ich habe eine Antwort von Herrn Hidber mit Kopie an Frau Bietenhard erhalten, bei ihnen arbeite kein Andreas oder Andy und dass sämtliche E-Mail mit dieser Endung auf dem dortigen Postserver landen und dass nicht jeder, der mit Forum Mobil unterschreibe, dies zwangsläufig in ihrem Sinn tue. Auf den zweiten Teil meines Mails wollte er nicht eingehen, da seine Meinung zu diesem Thema von meiner doch ein wenig abweiche...

Jedenfalls ist zur Zeit die Gegenseite, wer auch immer, sehr aktiv und "Andreas" scheint über einige Kenntnisse der bekannten Befürworter-Einwände zu verfügen.

Zuviel Raum sollten meiner Meinung nach solche Personen in diesem Forum nicht erhalten. Die Meinungen sind zu unvereinbar und es könnten Geschädigte dadurch abgehalten werden, hier zu schreiben, ausserdem die bekannten Ablenkungsmanöver von den entscheidenden Grundaussagen.

Elisabeth Buchs

Re: Geduld und Langmut

von Gigaherz » 18. September 2006 17:06

Zumindestens eines ist inzwischen klar geworden. Der falsche Andreas ist entlarvt (hat sich selbst durch einen falschen Code und seine E-Mail-Adresse geoutet)

Deshalb soll Andreas, der Echte, die Chance haben, hier weiter zu posten. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass Gigaherz völlig eingleisig fährt und keine Gegenmeinungen zulässt. Es soll weiterhin Rede und Gegenrede geben, aber es muss dennoch klar sein, dass sich Forumteilnehmer nicht von der Pro-Seite in die Ecke von Sekten, Psychopathen und Spinnern stellen lassen. Darüber wird Gigaherz auch weiterhin wachen und wenn nötig, einschreiten. Denn irgendwie hat auch hier die Langmut ein Ende.

Gigaherz

Re: Geduld und Langmut

von charles claessens » 18. September 2006 14:45

Hallo,

auf das Posting von Elisabeth Buchs kan ich folgendes antworten.

Schwedische Forscher haben geschrieben:
A Curious Year in Sweden; O. Hallberg en O. Johansson, Eur. Journal of Cancer Prevention 2004, Vol. 13: 535-538 http://home.swipnet.se/~w-78067/

Interessanterweise haben die festgestellt dass seit 1997 viele Krankheiten in Schweden zugenommen haben.

@andreas
Sie können mir viele e-cards schicken. Das ändert überhaupt nicht meine Meinung. Nicht über die Foren bei Gigaherz.ch, und auch nicht über das bestimmte deutsche Mobilfunkerforum.

Es gibt kein einiger Zweifel dass es viele Elektrosensible gibt, die unter Elektrosmog zu leiden haben.
Ich muss dabei stellen, dass wenn man in der Lage ist der Körper gesundheitlich zu verbessern (z.B. durch Ausleiten von Giftstoffe und Schwermetalle) man die Empfindlichkeit gut mindern zu können.
Vorraussetzung ist natürlich eine strahlungsarme Wohnumgebung!

Tatsache ist auch dass 25 % der Menschen gesundheitliche Beschwerden von Elektrosmog empfinden.
Tatsache ist eben auch, dass 75 % der Menschen anscheind bis jetzt diese Beschwerden noch nicht empfinden.
Sehr bedauernd ist dass diese 75 % sich nicht vorstellen können oder wollen, dass es die leidende Minderheit von 25 % gibt.
Das ist das wirkliche Problem.

Charles Claessens

Re: Geduld und Langmut

von Andreas » 18. September 2006 13:24

sunset wrote:
"In der QUEBEB-Studie (http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... ZwB_02.pdf), die nur Personen im exakt gemessenen und nicht etwa nur im geschätzten Abstand von 500 Metern zur nächsten Basisstation befragte, wurden hingegen 10 % gefunden. Wenn alles andere vergleichbar ist, speziell die Befragung, dann ist dieses ein starker Hinweis darauf, dass nahe gelegene Basisstationen die Gesundheit tatsächlich und nicht nur theoretisch beeinträchtigen und schädigen.

Geduld und Langmut werden belohnt werden, denn die Zeit arbeitete schon immer für die Wahrheit."

Um bei der Wahrheit zu bleiben würde ich doch gerne wissen, wo sie diese Schlussfolgerung in dem verlinkten Bericht finden können?
Es handelt sich hierbei um einen Zwischenbericht, der eigentlich interessante Teil, die Abgleichung mit dosimetrischen Erhebungen steht noch aus. Was in diesem Bericht aber klipp und klar erläutert wird ist die Tatsache, dass ich eben aus der geschätzten Entfernung zum nächsten Mast keinesfalls auf eine hohe oder niedrige Exposition schließen kann. Wenn gerade mal 20% korrekt einschätzen können ob sie jetzt in einem Umkreis von 500m eine Antenne haben oder nicht wird jeder Versuch daraus verschiedene Gruppen abzuleiten zur Makkulatur. Daher auch die Kritik an Arbeiten wie von Santini etc.

Auch deutlich hingewiesen wird darauf, dass eine Wohung innerhalb dieser 500m Radien nicht automatisch eine höhere Belastung haben muss.
Befragt wurde übrigens eine repräsentative Stichprobe, egal wo sie jetzt wohnen, alles andere wäre auch sinnlos, da es sonst keine allgemein gültige Aussage zuließe. Im Unterschied zu früheren Studien wurden diesmal aber eben die Angaben auch überprüft, im ersten Schritt durch die Geokoordinaten, im zweiten Schritt sogar duch dosimetrische Bestimmung der tatsächlichen Exposition durch HF-EMF.
Und die gefundenen 10% besagen eben genau das: 10% der Menschen, der befragten Personen führen diese Beschwerden selber(!) auf die Antenne zurück. (S.23)
Die wirklich interessante Frage wer von diesen Personen nun auch unter erhöhter Exposition mit EMF steht wird wohl erst im Abschlussbericht beantwortet werden.
Solange müssen wir uns wohl wirklich in Geduld üben und nicht versuchen die Wahrheit in unserem Sinne zurechtzubiegen.

Geduld und Langmut

von sunset » 18. September 2006 11:36

Die Geduld und Langmut von Gigaherz sind zu bewundern. "Andreas" wollte wohl von Anfang an nur seine Beschimpfung von Gigaherz als Sekte anbringen.

Hier nur kurz zum ersten was "Andreas" bringt, nämlich zur Problematik aller Statistik. Wenn die Zunahme bestimmter Krankheitsbilder der Zunahme einer bestimmten Immission, hier konkret elektromagnetischer Strahlung, gegenüber gestellt wird, dann ist dieses vollkommen legitim, wenn ein Kausalzusammenhang erst vermutet wird, auch wenn er noch nicht nachgewiesen ist. Denn jedes gesunde Denken, jede seriöse Forschung geht von Beobachtungen von Ereignissen aus, die zeitlich zusammenhängen, und stellt die Frage, ob es auch einen kausalen Zusammenhang gibt. Nun wird bekanntlich mit Millionaufwand der mögliche Zusammenhang zwischen Strahlung und menschlicher Gesundheit erforscht. Das wirtschaftliche Interesse der industriellen Forschungssponsoren an dieser Forschung ist die noch möglichst lange dauernde Verneinung eines Zusammenhangs. Das Interesse der Geschädigten wäre der Nachweis eines Zusammenhangs. Nur haben die Geschädigten - auch weil die Gesundheitsschädigung deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt - keine Mittel für eigene Forschung zur Verfügung. In dieser Situation ist die Haltung von "Andreas", auf kleinen Fehlern herumzuhacken, eine billige.

Ein Nebeneffekt der industriellen Forschung zu elektromagnetischer Strahlung, die im Übrigen immer mehr an die Forschungsskandale der Tabakindustrie erinnert, sind einige veröffentlichte Resultate, die man nur entsprechend auszuwerten braucht. In der Studie "Ergänzende Informationen über Elektrosensible" (http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... 025_AB.pdf) wurden in einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt in Deutschland 6 % gefunden, welche Gesundheitsbeschwerden auf Elektrosmog zurückführen. In der QUEBEB-Studie (http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... ZwB_02.pdf), die nur Personen im exakt gemessenen und nicht etwa nur im geschätzten Abstand von 500 Metern zur nächsten Basisstation befragte, wurden hingegen 10 % gefunden. Wenn alles andere vergleichbar ist, speziell die Befragung, dann ist dieses ein starker Hinweis darauf, dass nahe gelegene Basisstationen die Gesundheit tatsächlich und nicht nur theoretisch beeinträchtigen und schädigen.

Geduld und Langmut werden belohnt werden, denn die Zeit arbeitete schon immer für die Wahrheit.

Re: Jeden Tag eine neue Teufelei (Fortsetzung) an Andreas

von Elisabeth Buchs » 18. September 2006 10:55

Hallo Andreas zwei (der Befürworter)

Wo wollen Sie einen unbestreitbaren Fehler im Ursprungspost ausgemacht haben? Ich habe bewusst "Verdacht auf Schädigung der Volksgesundheit" geschrieben und im zweiten Posting mit Beispielen untermauert.

Zu den Leuten Ihres Schlages: die braune Liesel kenn ich am Geläut, ist bei uns ein Sprichwort. Ich sehe auch immer deutlicher, dass die Diskussion mit solchen kaum Sinn macht, eine gewisse Nachdenklichkeit sollte da sein.

Zu den Minderheiten: Wenn ethnische Minderheiten ein Recht auf besonderen Schutz haben, sollten auch durch den Elektrosmog gesundheitlich Geschädigte geschützt werden z.B. durch Entflechtung.

Das Modell war ein Acer Travelmate 2304. Ausbauen bedeutet Entfernen des W-Lan-Moduls. Wir haben alles deaktiviert, was möglich war, das aggressive Signal alle paar Sekunden blieb, bzw. verschwand erst nach dem Ausbauen des Moduls. Denken Sie wirklich, ich sei so blöd und hätte als Elektrosmog-Geschädigte einen W-Lan-Acess-Point? Ich habe auch kein Handy und würde mir nicht einmal für eine Million ein DECT und einen W-Lan-Acess-Point ins Haus stellen.

Elisabeth Buchs

Re: Jeden Tag eine neue Teufelei (Fortsetzung) an Andreas

von Andreas (der echte) » 18. September 2006 10:22

Habe diesen Code nicht. Können Sie mir zusenden an andy@forummobil.ch

Antwort von Gigaherz:

Falls es sich dabei wirklich um den echten Andreas handelt, brauchen Sie keinen zugesandten Code. Bezahlte Leute vom Forummobil haben hier nichts verloren.

Es könnte aber sein, dass auch dies ein Trittbrettfahrer ist, denn mit gleicher Post hat uns Andreas (ebenfalls der echte) einen von ihm gewählten Code zugesandt.

Überbieten sich nun die Echten gegenseitig? Diese Vermutung liegt nahe.

Darum die Konsequenz: Diskussionen mit Andreas, echt oder unecht sind definitiv beendet. Trittbrettfahrer und Falschposter schalten wir konsequent aus. Gigaherz hat andere Aufgaben, als sich mit Störenfrieden, die offenbar auch tagsüber sehr viel Zeit zum Unruhe- und Unfriedenstiften haben, abzugeben. Allein die Tatsache, dass sich solche immer wieder einzuschleichen versuchen, zeigt hinlänglich die Denk- und Vorgangsweise. Es stellt sich dabei die Frage, welch andere Motivation sie haben, als eben gezielte Störaktionen. Hilfe oder Rat ist dabei kaum auszumachen.

Gigaherz.

Re: Jeden Tag eine neue Teufelei (Fortsetzung) an Andreas

von Gigaherz » 18. September 2006 10:02

Auch diese Zuschrift veröffentlichen wir hier. Falls es ein Falschposter war, dann kennzeichnen Sie Ihre Postings mit einem dreistelligen Code, der nur Ihnen und der Forumsaminstration bekannt ist und vor der Veröffentlichung gelöscht wird.

Gigaherz

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