Um es mit dem bekannten Münchner Original Karl Valentin zu sagen:
"Gar net amal ignorier'n!
Arme Tröpfe, die sonst nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als andere Leute mit so einfältigen Aktionen zu belästigen. Scheucht sie weg, wie eine lästige Fliege!
Evi
Jeden Tag eine neue Teufelei (Fortsetzung)
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sunset
Re: Geduld und Langmut
@ "Andreas"
Diese Schlussfolgerung steht weder im einen noch im anderen Bericht. Voraussetzung ist selbständiges Denken, die Schlussfolgerung kann jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten. Also:
In Deutschland wurden zwei repräsentative Befragungen im selben Jahr 2004 gemacht, mit folgenden Ergebnissen:
1. Befragung: Von der G e s a m t bevölkerung Deutschlands führen 6 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück. (ist gleichzeitig Prämisse 1)
2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)
Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)
Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)
Wenn alle vier Prämissen als wahr angenommen werden, dann ist die richtige Folgerung, dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen, und dass mithin diese Basisstationen mit grosser Wahrscheinlichkeit ursächlich für die gesundheitlichen Beschwerden sind.
Diese Schlussfolgerung steht weder im einen noch im anderen Bericht. Voraussetzung ist selbständiges Denken, die Schlussfolgerung kann jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten. Also:
In Deutschland wurden zwei repräsentative Befragungen im selben Jahr 2004 gemacht, mit folgenden Ergebnissen:
1. Befragung: Von der G e s a m t bevölkerung Deutschlands führen 6 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück. (ist gleichzeitig Prämisse 1)
2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)
Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)
Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)
Wenn alle vier Prämissen als wahr angenommen werden, dann ist die richtige Folgerung, dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen, und dass mithin diese Basisstationen mit grosser Wahrscheinlichkeit ursächlich für die gesundheitlichen Beschwerden sind.
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Andreas
Re: Geduld und Langmut
Hallo sunset,
sunset wrote:
"jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten."
ach ein netter Umgangston in dem hier diskutiert wird....
"2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)"
Haben sie eigentlich das verlinkte pdf gelesen, oder nur dieses kurze Interview in der FZ?
Die Stichprobenauswahl wird deutlich in Kapitel 5 auf S. 14 erläutert. Demnach wurden 30 047 Fragebögen ausgewertet und zwar völlig unabhängig davon ob die Personen 10, 20, 500 oder 5000m von der nächsten Station wohnen.
Ihre ominösen 10% finden sich dann auf Seite 23:
"In der Umfrage fühlt sich rund jeder sechste Teilnehmer besorgt, jeder zehnte Teilnehmer der
Befragung fühlt sich durch die Felder von Mobilfunksendeanlagen gesundheitlich beeinträchtigt."
Das sind aber 10% _aller_ Befragten, _unabhängig_ davon wo sie jetzt wohnen. Es wurden also _beide_ Hälften befragt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der 500m Radien.
Damit wäre also ihre 2. Prämisse hinfällig und hiermit auch alle Schlussfolgerungen daraus.
"Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)"
Kann man ja anhand der Berichte überprüfen, mit viel gutem Willen sind die Fragebögen vlt. vergleichbar, da ja in beiden die typischen Beschwerden abgefragt wurden.
"Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)"
Genau diese Prämisse wurde ja bereits im Zwischenbericht widerlegt.
Zitat: "Allerdings gilt nicht, dass Wohnungen, die näher als 500m an einer Mobilfunksendeanlage liegen, immer einen höheren Wert aufweisen. Nach den vorliegenden
Messungen im Forschungsprojekt „Bestimmung der Expositionen von Personengruppen im
Rahmen des Projektes QUEBEB“ weisen diese Wohnungen auch noch zu mehr als 50 %
Werte auf, die als Summe der Mittelwerte aus GSM900 und GSM1800 0,01 mW/m² nicht
übersteigen. Es zeigte sich, dass das reine Abstandsmaß zur Expositionsabschätzung gerade
bei Wohnungen, die in der Nähe einer Mobilfunkbasisstation liegen, kaum aussagekräftige
Ergebnisse bietet. Wichtige Einflussfaktoren, die hierbei eine Rolle spielen, sind dagegen die
Sichtbarkeit der Mobilfunksendeanlage, die Art und der Umfang der Umgebungsbebauung
und die Ausrichtung der Mobilfunkbasisstation zu der jeweiligen Wohnung (Neitzke et al.
2005)." S. 31
Also aus diesen Berichten lässt sich die Aussage:
"dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen"
keinesfalls belegen. Auch mit noch soviel selbstständigen Denkem nicht, es sei denn ich verschließe die Augen vor allen dort publizierten Daten und Ergebnissen.
@ Fr. Buchs und Hr. Claessen: zumindestens von mir mir haben sie definitiv keine e-Cards erhalten - derartiges wäre mir dann doch zu albern und meine Zeit hierfür zu schade. Ich gehe davon aus der Inhalt der besagten Karten hatte auch mit der Diskussion in diesem Thread hier nicht wirklich etwas zu tun und kann daher getrost ignoriert werden.
sunset wrote:
"jedermann durch Selbstdenken ziehen, auch Sie könnten, wenn Sie nicht auf Verkündigung von Dogmen ex cathedra der von der Mobilfunkindustrie gesponserten Wissenschafter warten wollten."
ach ein netter Umgangston in dem hier diskutiert wird....
"2. Befragung: Von derjenigen H ä l f t e der Gesamtbevölkerung, die näher als 500 bei einer Basisstation wohnen, führen 10 % gesundheitliche Beschwerden auf Bestrahlung zurück, die andere Hälfte wurde hier nicht befragt. (ist gleichzeitig Prämisse 2)"
Haben sie eigentlich das verlinkte pdf gelesen, oder nur dieses kurze Interview in der FZ?
Die Stichprobenauswahl wird deutlich in Kapitel 5 auf S. 14 erläutert. Demnach wurden 30 047 Fragebögen ausgewertet und zwar völlig unabhängig davon ob die Personen 10, 20, 500 oder 5000m von der nächsten Station wohnen.
Ihre ominösen 10% finden sich dann auf Seite 23:
"In der Umfrage fühlt sich rund jeder sechste Teilnehmer besorgt, jeder zehnte Teilnehmer der
Befragung fühlt sich durch die Felder von Mobilfunksendeanlagen gesundheitlich beeinträchtigt."
Das sind aber 10% _aller_ Befragten, _unabhängig_ davon wo sie jetzt wohnen. Es wurden also _beide_ Hälften befragt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der 500m Radien.
Damit wäre also ihre 2. Prämisse hinfällig und hiermit auch alle Schlussfolgerungen daraus.
"Annahme: Die gesundheitsbezogenen Fragen waren vergleichbar. (Prämisse 3)"
Kann man ja anhand der Berichte überprüfen, mit viel gutem Willen sind die Fragebögen vlt. vergleichbar, da ja in beiden die typischen Beschwerden abgefragt wurden.
"Annahme: Die Exposition ist von der Distanz abhängig. (Prämisse 4)"
Genau diese Prämisse wurde ja bereits im Zwischenbericht widerlegt.
Zitat: "Allerdings gilt nicht, dass Wohnungen, die näher als 500m an einer Mobilfunksendeanlage liegen, immer einen höheren Wert aufweisen. Nach den vorliegenden
Messungen im Forschungsprojekt „Bestimmung der Expositionen von Personengruppen im
Rahmen des Projektes QUEBEB“ weisen diese Wohnungen auch noch zu mehr als 50 %
Werte auf, die als Summe der Mittelwerte aus GSM900 und GSM1800 0,01 mW/m² nicht
übersteigen. Es zeigte sich, dass das reine Abstandsmaß zur Expositionsabschätzung gerade
bei Wohnungen, die in der Nähe einer Mobilfunkbasisstation liegen, kaum aussagekräftige
Ergebnisse bietet. Wichtige Einflussfaktoren, die hierbei eine Rolle spielen, sind dagegen die
Sichtbarkeit der Mobilfunksendeanlage, die Art und der Umfang der Umgebungsbebauung
und die Ausrichtung der Mobilfunkbasisstation zu der jeweiligen Wohnung (Neitzke et al.
2005)." S. 31
Also aus diesen Berichten lässt sich die Aussage:
"dass in naher Distanz zur Basisstation ein grosser Teil der von den Befragten mitgeteilten gesundheitlichen Symptome mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Basisstationen stehen"
keinesfalls belegen. Auch mit noch soviel selbstständigen Denkem nicht, es sei denn ich verschließe die Augen vor allen dort publizierten Daten und Ergebnissen.
@ Fr. Buchs und Hr. Claessen: zumindestens von mir mir haben sie definitiv keine e-Cards erhalten - derartiges wäre mir dann doch zu albern und meine Zeit hierfür zu schade. Ich gehe davon aus der Inhalt der besagten Karten hatte auch mit der Diskussion in diesem Thread hier nicht wirklich etwas zu tun und kann daher getrost ignoriert werden.
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sunset
Re: Geduld und Langmut
@ Andreas:
Vorab zusammengefasst: Wenn die 2. Prämisse dahingestellt bleibt, dann kann nicht aus dem Vergleich der beiden Studien ein Zusammenhang von Distanz und gesundheitlichen Beschwerden abgeleitet werden, sondern bereits aus der QUEBEB Studie allein.
Bei der QUEBEB Studie wurde von jedem Befragten erfasst, ob er sich von der Strahlung gesundheitlich beeinträchtigt fühle, was jeder zehnte bejahte. Es wurde weiterhin zu jedem Befragten erfasst, ob er den Abstand zur nächsten Basisstation subjektiv als nahe oder fern einschätzte, und es wurde zu jedem Befragten erfasst, wie der tatsächliche Abstand zur nächsten Basisstation ist.
Im Bericht 2, Seite 24 zur QUEBEB Studie wurde angegeben, dass diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, vermehrt vermuten, sie wohnten auch nahe einer Basisstation. Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen.
Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war. Die Übereinstimmung von mehrheitlich richtiger Einschätzung der Distanz aller Befragten und mit mehrheitlich naher Einschätzung der Distanz durch die Personen mit gesundheitlichen Beschwerden ist geeignet, die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten. Den Beweis, nämlich die Verbindung zwischen gesundheitlichen Beschwerden und wirklicher Distanz zur nächsten Basisstation besitzen die Forscher und behalten ihn für sich.
Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal; nur durch Messung in der Wohnung selbst können Faktoren wie die Ausrichtung der Wohnung, Abdeckung durch andere Elemente im Gelände und Bauweise berücksichtigt werden; die Distanz ist aber der gemeinsame Faktor. Dass aber die gesundheitlichen Beschwerden nicht mit der (den Forschern bekannten) wahren Distanz zur nächsten Basisstation, sondern nur mit der von den Befragten vermuteten Distanz in Verbindung gebracht wurden, muss suspekt erscheinen. Denn es ist nicht nachvollziehbar, weshalb gerade dieser Zusammenhang nicht veröffentlicht wird, der eigentlich interessiert, selbst wenn die Wohnungen der Befragten nicht ausgemessen sind. Es ist höchstens nachvollziehbar, wenn unterstellt wird, dass die Forscher befürchten, die Erkenntnisse von Santini und andere könnten bestätigt werden.
Vorab zusammengefasst: Wenn die 2. Prämisse dahingestellt bleibt, dann kann nicht aus dem Vergleich der beiden Studien ein Zusammenhang von Distanz und gesundheitlichen Beschwerden abgeleitet werden, sondern bereits aus der QUEBEB Studie allein.
Bei der QUEBEB Studie wurde von jedem Befragten erfasst, ob er sich von der Strahlung gesundheitlich beeinträchtigt fühle, was jeder zehnte bejahte. Es wurde weiterhin zu jedem Befragten erfasst, ob er den Abstand zur nächsten Basisstation subjektiv als nahe oder fern einschätzte, und es wurde zu jedem Befragten erfasst, wie der tatsächliche Abstand zur nächsten Basisstation ist.
Im Bericht 2, Seite 24 zur QUEBEB Studie wurde angegeben, dass diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, vermehrt vermuten, sie wohnten auch nahe einer Basisstation. Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen.
Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war. Die Übereinstimmung von mehrheitlich richtiger Einschätzung der Distanz aller Befragten und mit mehrheitlich naher Einschätzung der Distanz durch die Personen mit gesundheitlichen Beschwerden ist geeignet, die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten. Den Beweis, nämlich die Verbindung zwischen gesundheitlichen Beschwerden und wirklicher Distanz zur nächsten Basisstation besitzen die Forscher und behalten ihn für sich.
Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal; nur durch Messung in der Wohnung selbst können Faktoren wie die Ausrichtung der Wohnung, Abdeckung durch andere Elemente im Gelände und Bauweise berücksichtigt werden; die Distanz ist aber der gemeinsame Faktor. Dass aber die gesundheitlichen Beschwerden nicht mit der (den Forschern bekannten) wahren Distanz zur nächsten Basisstation, sondern nur mit der von den Befragten vermuteten Distanz in Verbindung gebracht wurden, muss suspekt erscheinen. Denn es ist nicht nachvollziehbar, weshalb gerade dieser Zusammenhang nicht veröffentlicht wird, der eigentlich interessiert, selbst wenn die Wohnungen der Befragten nicht ausgemessen sind. Es ist höchstens nachvollziehbar, wenn unterstellt wird, dass die Forscher befürchten, die Erkenntnisse von Santini und andere könnten bestätigt werden.
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Andreas
Re: Geduld und Langmut
sunset wrote:
" Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen. "
Wer es noch nicht bemerkt hat: es handelt sich um einen Zwischenbericht, dazu später mehr.
"Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war."
Wie kommen sie denn bitte darauf? Nun hängt vielleicht davon ab wie man "mehrheitlich richtig" so definiert. Von den ca. 15 000 Betroffenen, also Befragte deren Haushalte innerhalb der 500m lagen, konnten das exakt 3651 richtig einschätzen. Wie auch ausdrücklich im Bericht erwähnt macht das gerade mal rund 25% der betroffenen Haushalte aus! Hingegen sagten 7168 Befragte, irrtümlicherweise dass sie weiter weg wohnen bzw. 5278 wussten es schlichtweg nicht.
Auf der anderen Seite wussten ca. 60% der Befragten, dass sie weiter als 500m entferrnt wohnen und dies traf auch tatsächlich zu.
Bezogen auf die Gesamtheit der Stichprobe muss man diese Prozentzahlen natürlich nochmal halbieren, dann haben wir also 42% Treffer und 58% Nieten (exakte Werte aus Tabelle 9, S. 29) Lotto würde ich mit dieser Verteilung gerne spielen, Russisches-Roulette dann doch eher weniger
Damit wollen Sie also "die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten." ???
Mehr als gewagt würde ich mal sagen, zumal dann ja gerade die Leute im Nahfeld sogar eine höhere Trefferquote erzielen müssten.
"Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal;"
Na wunderbar, warum stellen sie dann trotzdem unhaltbare Prämissen (Nr. 4) auf?
Und genau dieser von Ihnen ja offenbar erkannte banale Fakt erklärt auch warum diese Distanzen bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Sie lassen schlichtweg keine zuverlässigen Schlüsse zu! Und genau deshalb wird ja in der noch verbleibenden 3. Projektphase eine exakte Bestimmung der Exposition von 3000 Haushalten vorgenommen.
Dann, und erst dann(!) lassen sich nämlich die wirklich interessanten und von ihnen auch zu Recht aufgeworfenen Fragen adäquat beantworten.
Dies steht auch klipp und klar so im Ausblickskapitel des Zwischenberichts (S. 34)
1. Gibt es eine Assoziation zwischen der objektivierbaren HF-Exposition durch Mobilfunkbasisstationen
und berichteten subjektiven Beschwerden?
2. Gibt es eine Assoziation zwischen der Besorgnis um mögliche negative gesundheitliche
Auswirkungen der hochfrequenten Felder von Mobilfunkbasisstationen und berichteten
subjektiven Beschwerden?
Warten wir also den End(!)-Bericht der Studie ab - Geduld und Langmut hiess doch hier das Thema...
Davor lässt sich Ihre These auch beim besten Willen nicht mit den Zwischenergebnissen dieser Studie untermauern.
" Obwohl die wirkliche Distanz jedes einzelnen Befragten zur nächsten Basisstation erfasst wurde und den Studienverfassern genau bekannt ist, wurde im Bericht aber nicht angegeben, ob diejenigen, die sich beeinträchtigt fühlen, auch tatsächlich und nicht nur vermutlich in der Nähe einer Basisstation wohnen. "
Wer es noch nicht bemerkt hat: es handelt sich um einen Zwischenbericht, dazu später mehr.
"Im Bericht 2 wurde auf Seite 29 ausgewertet, dass die Vermutung der Befragten über die Distanz zur nächsten Basisstation - wenn 500 Meter als Grenze zwischen Nähe und Ferne angenommen werden – mehrheitlich richtig war."
Wie kommen sie denn bitte darauf? Nun hängt vielleicht davon ab wie man "mehrheitlich richtig" so definiert. Von den ca. 15 000 Betroffenen, also Befragte deren Haushalte innerhalb der 500m lagen, konnten das exakt 3651 richtig einschätzen. Wie auch ausdrücklich im Bericht erwähnt macht das gerade mal rund 25% der betroffenen Haushalte aus! Hingegen sagten 7168 Befragte, irrtümlicherweise dass sie weiter weg wohnen bzw. 5278 wussten es schlichtweg nicht.
Auf der anderen Seite wussten ca. 60% der Befragten, dass sie weiter als 500m entferrnt wohnen und dies traf auch tatsächlich zu.
Bezogen auf die Gesamtheit der Stichprobe muss man diese Prozentzahlen natürlich nochmal halbieren, dann haben wir also 42% Treffer und 58% Nieten (exakte Werte aus Tabelle 9, S. 29) Lotto würde ich mit dieser Verteilung gerne spielen, Russisches-Roulette dann doch eher weniger
Damit wollen Sie also "die Vermutung zu bestätigen, dass die Beschwerden häufiger in der Nähe als in der Ferne von Basisstationen auftreten." ???
Mehr als gewagt würde ich mal sagen, zumal dann ja gerade die Leute im Nahfeld sogar eine höhere Trefferquote erzielen müssten.
"Dass die Distanz nicht der alleinige Faktor für die Leistungsflussdichte in einer Wohnung ist, ist banal;"
Na wunderbar, warum stellen sie dann trotzdem unhaltbare Prämissen (Nr. 4) auf?
Und genau dieser von Ihnen ja offenbar erkannte banale Fakt erklärt auch warum diese Distanzen bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Sie lassen schlichtweg keine zuverlässigen Schlüsse zu! Und genau deshalb wird ja in der noch verbleibenden 3. Projektphase eine exakte Bestimmung der Exposition von 3000 Haushalten vorgenommen.
Dann, und erst dann(!) lassen sich nämlich die wirklich interessanten und von ihnen auch zu Recht aufgeworfenen Fragen adäquat beantworten.
Dies steht auch klipp und klar so im Ausblickskapitel des Zwischenberichts (S. 34)
1. Gibt es eine Assoziation zwischen der objektivierbaren HF-Exposition durch Mobilfunkbasisstationen
und berichteten subjektiven Beschwerden?
2. Gibt es eine Assoziation zwischen der Besorgnis um mögliche negative gesundheitliche
Auswirkungen der hochfrequenten Felder von Mobilfunkbasisstationen und berichteten
subjektiven Beschwerden?
Warten wir also den End(!)-Bericht der Studie ab - Geduld und Langmut hiess doch hier das Thema...
Davor lässt sich Ihre These auch beim besten Willen nicht mit den Zwischenergebnissen dieser Studie untermauern.
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Gigaherz-Forum
Re: Geduld und Langmut
@Andreas
Trotz Code veröffentlicht das Gigaherz-Forum Ihre letzte Zuschrift nicht. . Da sich diese in der Hauptsache an sunset richtet, werden Sie gebeten, sich damit direkt an sunset zu wenden. Forumsteilnehmer (einige darunter waren sogar Studienteilnehmer) würden es nicht hinnehmen, wenn die mit zu Recht als Manipulation bezeichnete TNO-Replikationsstudie hier schöngeredet wird und sie sich deshalb in einem Befürworter-Forum wähnen. Sie hatten bisher genug Gelegenheit, Ihre Sicht zu erörtern.
Gigaherz-Forum
Trotz Code veröffentlicht das Gigaherz-Forum Ihre letzte Zuschrift nicht. . Da sich diese in der Hauptsache an sunset richtet, werden Sie gebeten, sich damit direkt an sunset zu wenden. Forumsteilnehmer (einige darunter waren sogar Studienteilnehmer) würden es nicht hinnehmen, wenn die mit zu Recht als Manipulation bezeichnete TNO-Replikationsstudie hier schöngeredet wird und sie sich deshalb in einem Befürworter-Forum wähnen. Sie hatten bisher genug Gelegenheit, Ihre Sicht zu erörtern.
Gigaherz-Forum
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Andreas
Re: Geduld und Langmut
Schön, dass mein letzter Beitrag doch noch veröffentlicht werden konnte. Hierzu noch eine Ergänzung:
Im abstract des Vortrags in Leipzig:
Mobilfunkbasisstationen und gesundheitliche Besorgnis in der Bevölkerung -- erste Ergebnisse der bundesweiten Querschnittstudie -- QUEBEB
[Abstract] http://www.gmds2006.de/Abstracts/247.pdf
G. Berg, J. Breckenkamp, S. Schmiedel, M. Blettner(Mainz), B. Schlehofer (Heidelberg), U. Reis (München), J. Schüz (Kopenhagen, Dänemark), B. Kowall (Bielefeld)
wird auch auf die von sunset angeforderte Überprüfung mit Hilfe der Distanz hingewiesen. Ergebnis:
"Die subjektiv berichteten Sorgen und Beeinträchtigungen wegen Mobilfunksendeanlagen sind kaum durch die objektiv vorhandenen Mobilfunkbasisstationen erklärbar, sondern eher durch die subjektive Wahrnehmung von Mobilfunkstationen durch die Befragten.
Die Verwendung des Abstandes zwischen Haushalt und Sendeanlage im 500m-Bereich ist jedoch nicht für eine Expositionsabschätzung geeignet."
Im abstract des Vortrags in Leipzig:
Mobilfunkbasisstationen und gesundheitliche Besorgnis in der Bevölkerung -- erste Ergebnisse der bundesweiten Querschnittstudie -- QUEBEB
[Abstract] http://www.gmds2006.de/Abstracts/247.pdf
G. Berg, J. Breckenkamp, S. Schmiedel, M. Blettner(Mainz), B. Schlehofer (Heidelberg), U. Reis (München), J. Schüz (Kopenhagen, Dänemark), B. Kowall (Bielefeld)
wird auch auf die von sunset angeforderte Überprüfung mit Hilfe der Distanz hingewiesen. Ergebnis:
"Die subjektiv berichteten Sorgen und Beeinträchtigungen wegen Mobilfunksendeanlagen sind kaum durch die objektiv vorhandenen Mobilfunkbasisstationen erklärbar, sondern eher durch die subjektive Wahrnehmung von Mobilfunkstationen durch die Befragten.
Die Verwendung des Abstandes zwischen Haushalt und Sendeanlage im 500m-Bereich ist jedoch nicht für eine Expositionsabschätzung geeignet."