siehe
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Ich will die Möglichkeit eines Effektes von Handystrahlung auf das
Pflanzenwachstums keineswegs abstreiten. Aber falls die Experimente wirklich
wie beschrieben ausgeführt wurden sind solche Schlussfolgerungen höchst
unsicher.
Zwei Töpfe mit Dill, wie können wir sicher sein, dass die
Wachstumsbedingungen in beiden Töpfen exakt dieselben waren? Mögliche Gründe
für Unterschiede gibts es genügend (Unterschiede in Feuchtigkeit, Topferde,
Licht, etc.). Daher wenn wir in zwei Töpfen das Pflanzenwachstum betrachten
ist es ziemlich wahrscheinlich dass in einem die Pflänzchen schlechter
spriessen als im anderen. Mit 50% (1/2) Wahrscheinlichkeit ist dies der Topf
mit dem Handy.
Dasselbe Argument kann auch auf den langen Kasten mit dem Handy an einem
Ende angewandt werden. Es ist gut möglich dass in einem langen Kasten die
Wachstumsbedingungen an einem Ende schlechter sind als am anderen (z.B. ein
Ende kriegt weniger Licht). Wieder mit 50% (1/2) Wahrscheinlichkeit ist dies
das Ende mit dem Handy.
Wenn wir beide Experimente kombinieren heisst dies: 50% mal 50% (50% von
50%) ist 25%. Daher falls die Handystrahlung keinen Einfluss gehabt hat dann
wäre gleichwohl mit einer Wahrscheinlichkeit von ¼ diese Experimente so
ausgefallen. Das heisst rein zufällig mit einem Viertel Wahrscheinlichkeit
(ohne Handystrahlungseffekt) erhalten wir das beschriebene Resultat.
Um den Handystrahlungseffekt sicherer nachzuweisen müsste das Experiment mit
Wiederhohlungen ausgeführt werden. Zum Beispiel 10 Töpfe je mit Handy und 10
Töpfe ohne Handy. Die 20 Töpfe müssten zufällig (z. B. in einem Gewächshaus
mit möglichst gleichmässigen Bedingungen (Temperatur, Licht etc. )
angeordnet werden. Eigentlich ein einfaches Experiment welches aber genügend
Material (10 Handies) und Platz (fuer 20 Toepfe) erfordert. Wer verfügt über
die notwendigen Resourcen um es durchzuführen. Ich stelle mich gerne für
Ratschläge zur Verfügung.
Gruss
Heinrich