von Hanspeter W. in Th. » 26. Oktober 2003 22:01
Für die Ablehnung von Einsprachen durch die Gemeinde- und Baubehörden gibt es einige mögliche Gründe:
Sie wissen, dass die Netzbetreiber alle Möglichkeiten für Rekurse ausschöpfen, scheuen diese Konfrontation, wollen sich nicht mit Gerichten anlegen, scheuen auch die Kosten.
Es ist für sie, zumindestens momentan, viel einfacher, erboste Bürger zurück zu weisen, als sich mit den Mobilfunkbetreiber-Gesellschaften anzulegen. Diese haben nämlich freie Hand von der Politik bekommen und spielen diesen Vorteil rücksichts- und erbarmungslos aus.
Von verschiedenen Seiten ist durchgesickert, dass Mobilfunkgesellschaften sehr grosszügig beim Verschenken von Handys und erklecklichen Freibeträgen für Gespräche sind. Ein wenig vornehmer ausgedrückt: es wird geschmiert. Die so Gekauften werden es natürlich nicht zugeben, die Betreiber auch nicht und die Beweisführung ist für den betrogenen Bürger schwierig.
Die Suppe, die sich Behördemitglieder heute einbrocken, werden sie selbst in den seltensten Fällen auslöffeln müssen, denn bis sie Konsequenzen für ihr kurzsichtiges Tun tragen müssten, sind sie wahrscheinlich längst nicht mehr im Amt. Die Nachfolger können sich freuen und sich mit den Folgen herumschlagen.
Aber der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Die ersten Antennen sind schon herunter geschossen oder demontiert worden. Der Sturm auf die Bastille, der die französische Revolution eingeleitet hat, kam auch erst zustande, als das Volk genug hatte. Und irgendwann kommt auch in diesem Fall der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. – Ironie des Schicksals: In Paris haben Bürger an 5 verschiedenen Orten den Antennenbauplatz besetzt, so dass die Bauequippen unverrichteter Dinge abziehen mussten.
Es gäbe aber auch friedlichere und subtilere Methoden, wenn die Menschen nur ein wenig solidarischer und mutiger wären, z. B.
Könnten Eltern sich geschlossen weigern, ihre Kinder zur Schule zu schicken, wenn sie dort von einer Antenne bestrahlt werden,
könnten ganze Quartiere ihre Zeitung abbestellen, wenn sie Leserbriefe entweder nicht druckt oder unzulässig kürzt,
könnten Bürger Standortgeber boykottieren, wenn diese ein Geschäft, eine Firma besitzen,
könnten Mieter ihre Miete auf ein Sperrkonto einzahlen, bis der Vermieter sich bereit erklärt, Schritte zu unternehmen.
Dasselbe ginge auch mit den Steuern, natürlich nur, wenn genug Einigkeit unter den Betroffenen besteht.
Da würde es für die Herren (und Damen) Gemeinderäte wohl bald einmal ungemütlich werden und sie würden vielleicht die Schwierigkeiten gegeneinander abwägen, die sie bei der Abweisung von Einsprachen im Vergleich zu ihren sonstigen Umtrieben haben.
Leider ist dies alles ein frommer Wunsch, solange sich die Menschen ducken, sich nicht zusammentun und sich nicht wehren.
Hanspeter
Für die Ablehnung von Einsprachen durch die Gemeinde- und Baubehörden gibt es einige mögliche Gründe:
Sie wissen, dass die Netzbetreiber alle Möglichkeiten für Rekurse ausschöpfen, scheuen diese Konfrontation, wollen sich nicht mit Gerichten anlegen, scheuen auch die Kosten.
Es ist für sie, zumindestens momentan, viel einfacher, erboste Bürger zurück zu weisen, als sich mit den Mobilfunkbetreiber-Gesellschaften anzulegen. Diese haben nämlich freie Hand von der Politik bekommen und spielen diesen Vorteil rücksichts- und erbarmungslos aus.
Von verschiedenen Seiten ist durchgesickert, dass Mobilfunkgesellschaften sehr grosszügig beim Verschenken von Handys und erklecklichen Freibeträgen für Gespräche sind. Ein wenig vornehmer ausgedrückt: es wird geschmiert. Die so Gekauften werden es natürlich nicht zugeben, die Betreiber auch nicht und die Beweisführung ist für den betrogenen Bürger schwierig.
Die Suppe, die sich Behördemitglieder heute einbrocken, werden sie selbst in den seltensten Fällen auslöffeln müssen, denn bis sie Konsequenzen für ihr kurzsichtiges Tun tragen müssten, sind sie wahrscheinlich längst nicht mehr im Amt. Die Nachfolger können sich freuen und sich mit den Folgen herumschlagen.
Aber der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Die ersten Antennen sind schon herunter geschossen oder demontiert worden. Der Sturm auf die Bastille, der die französische Revolution eingeleitet hat, kam auch erst zustande, als das Volk genug hatte. Und irgendwann kommt auch in diesem Fall der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. – Ironie des Schicksals: In Paris haben Bürger an 5 verschiedenen Orten den Antennenbauplatz besetzt, so dass die Bauequippen unverrichteter Dinge abziehen mussten.
Es gäbe aber auch friedlichere und subtilere Methoden, wenn die Menschen nur ein wenig solidarischer und mutiger wären, z. B.
Könnten Eltern sich geschlossen weigern, ihre Kinder zur Schule zu schicken, wenn sie dort von einer Antenne bestrahlt werden,
könnten ganze Quartiere ihre Zeitung abbestellen, wenn sie Leserbriefe entweder nicht druckt oder unzulässig kürzt,
könnten Bürger Standortgeber boykottieren, wenn diese ein Geschäft, eine Firma besitzen,
könnten Mieter ihre Miete auf ein Sperrkonto einzahlen, bis der Vermieter sich bereit erklärt, Schritte zu unternehmen.
Dasselbe ginge auch mit den Steuern, natürlich nur, wenn genug Einigkeit unter den Betroffenen besteht.
Da würde es für die Herren (und Damen) Gemeinderäte wohl bald einmal ungemütlich werden und sie würden vielleicht die Schwierigkeiten gegeneinander abwägen, die sie bei der Abweisung von Einsprachen im Vergleich zu ihren sonstigen Umtrieben haben.
Leider ist dies alles ein frommer Wunsch, solange sich die Menschen ducken, sich nicht zusammentun und sich nicht wehren.
Hanspeter