LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
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OSTERWALDER
LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
Wo bleiben Mut und Zukunftsorientierung?
«Gemeinderat verzichtet auf Rekurs» («Wiler Zeitung» vom 11. September 2003)
Die Gemeinde Oberuzwil rühmt sich gerne, wenn es um Verwaltungs-Quality-Management oder Bürgerzufriedenheit und -nähe geht. Doch hinter die tatsächliche, praxisbezogene Bürgernähe wage ich nun ein Fragezeichen zu setzen.
Wenn es darum geht, mit theoretischen Phrasen ernst zu machen und konkret etwas für gute Wohn- und Lebensqualität der Bürger zu tun, versagt der politische Geist Oberuzwils. Es bleibt bei leeren Worten, dem Verstecken hinter vermeintlichen Paragraphen, ist man geneigt zu denken, wenn man sich den Einspracheentscheid der Gemeinde bezüglich «Orange-Mobilfunk-Antenne » an der Talstrasse (mitten in einem dicht besiedelten Quartier) zu Gemüte führt. Annähernd 400 (!) Einsprachen besorgter Bürger reichen in Oberuzwil offenbar nicht aus, dass man sich eingehend Gedanken zum Thema Funkabstrahlung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier macht. Kürzlich hat die Gemeinde Au den «nur» 80 Einsprachen besorgter Bürger Rechnung getragen und eine Mobilfunkantenne abgelehnt. Verschiedene Gemeinden in der Nachbarschaft Oberuzwils haben ebenfalls bekanntgegeben, es würden keine Antennen mehr bewilligt. Wo bleibt der Mut der Oberuzwiler Gemeindebehörden? Antennen werden am «Laufmeter» bewilligt - es haben sich schon andere Bürgergruppen vergeblich gewehrt und vor dem finanziellen Druck kapitulieren müssen. Wie stark soll die Bestrahlung in Oberuzwil denn noch werden? Wieviel Strahlung vertragen wir noch, wieviel die Kinder in der Gemeinde? Zugegeben, die Antwort wissen wir noch nicht. Wir wissen sie dann, wenn es zu spät ist. Es ist dauernd von Grenzwerten die Rede, deren Heraufsetzung Fachleute längst vehement fordern. Warum? Weil andernorts bereits Erfahrungen gesammelt wurden. Weil Studien dazu bestehen. Vielleicht würde es sich lohnen, wenn sich die Gemeinde eingehend, nicht nur über Studien, zur «Ungefährlichkeit» von Mobilfunk-Strahlung, sondern auch über deren gesundheitlichen Risiken informieren würde. Es gibt dazu verschiedene Institute und wissenschaftliche Stellen, die Material liefern könnten - wollte man sich wirklich ein objektives Bild verschaffen. Oder kann es sein, dass dies gar nicht gewünscht wird? Sollen kurzfristige Profite einmal mehr eine langfristige Strategie verhindern? In zehn Jahren wird man sich mit Sicherheit der effektiven Risiken bewusster sein. Dannzumal könnte sich die Gemeinde tatsächlich auf die Schulter klopfen und sich als weitsichtig und bürgernah bezeichnen. So, wie sie jetzt entschieden hat, drückt sie sich nichts weiter als vor ihrer Verantwortung dem Bürger und Steuerzahler gegenüber. Mutige und zukunftsorientierte Entscheide zum Wohl der Gemeinschaft sind jetzt gefragt und nicht Paragraphenreiterei!
«Gemeinderat verzichtet auf Rekurs» («Wiler Zeitung» vom 11. September 2003)
Die Gemeinde Oberuzwil rühmt sich gerne, wenn es um Verwaltungs-Quality-Management oder Bürgerzufriedenheit und -nähe geht. Doch hinter die tatsächliche, praxisbezogene Bürgernähe wage ich nun ein Fragezeichen zu setzen.
Wenn es darum geht, mit theoretischen Phrasen ernst zu machen und konkret etwas für gute Wohn- und Lebensqualität der Bürger zu tun, versagt der politische Geist Oberuzwils. Es bleibt bei leeren Worten, dem Verstecken hinter vermeintlichen Paragraphen, ist man geneigt zu denken, wenn man sich den Einspracheentscheid der Gemeinde bezüglich «Orange-Mobilfunk-Antenne » an der Talstrasse (mitten in einem dicht besiedelten Quartier) zu Gemüte führt. Annähernd 400 (!) Einsprachen besorgter Bürger reichen in Oberuzwil offenbar nicht aus, dass man sich eingehend Gedanken zum Thema Funkabstrahlung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier macht. Kürzlich hat die Gemeinde Au den «nur» 80 Einsprachen besorgter Bürger Rechnung getragen und eine Mobilfunkantenne abgelehnt. Verschiedene Gemeinden in der Nachbarschaft Oberuzwils haben ebenfalls bekanntgegeben, es würden keine Antennen mehr bewilligt. Wo bleibt der Mut der Oberuzwiler Gemeindebehörden? Antennen werden am «Laufmeter» bewilligt - es haben sich schon andere Bürgergruppen vergeblich gewehrt und vor dem finanziellen Druck kapitulieren müssen. Wie stark soll die Bestrahlung in Oberuzwil denn noch werden? Wieviel Strahlung vertragen wir noch, wieviel die Kinder in der Gemeinde? Zugegeben, die Antwort wissen wir noch nicht. Wir wissen sie dann, wenn es zu spät ist. Es ist dauernd von Grenzwerten die Rede, deren Heraufsetzung Fachleute längst vehement fordern. Warum? Weil andernorts bereits Erfahrungen gesammelt wurden. Weil Studien dazu bestehen. Vielleicht würde es sich lohnen, wenn sich die Gemeinde eingehend, nicht nur über Studien, zur «Ungefährlichkeit» von Mobilfunk-Strahlung, sondern auch über deren gesundheitlichen Risiken informieren würde. Es gibt dazu verschiedene Institute und wissenschaftliche Stellen, die Material liefern könnten - wollte man sich wirklich ein objektives Bild verschaffen. Oder kann es sein, dass dies gar nicht gewünscht wird? Sollen kurzfristige Profite einmal mehr eine langfristige Strategie verhindern? In zehn Jahren wird man sich mit Sicherheit der effektiven Risiken bewusster sein. Dannzumal könnte sich die Gemeinde tatsächlich auf die Schulter klopfen und sich als weitsichtig und bürgernah bezeichnen. So, wie sie jetzt entschieden hat, drückt sie sich nichts weiter als vor ihrer Verantwortung dem Bürger und Steuerzahler gegenüber. Mutige und zukunftsorientierte Entscheide zum Wohl der Gemeinschaft sind jetzt gefragt und nicht Paragraphenreiterei!
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Hanspeter W. in Th.
Re: LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
Für die Ablehnung von Einsprachen durch die Gemeinde- und Baubehörden gibt es einige mögliche Gründe:
Sie wissen, dass die Netzbetreiber alle Möglichkeiten für Rekurse ausschöpfen, scheuen diese Konfrontation, wollen sich nicht mit Gerichten anlegen, scheuen auch die Kosten.
Es ist für sie, zumindestens momentan, viel einfacher, erboste Bürger zurück zu weisen, als sich mit den Mobilfunkbetreiber-Gesellschaften anzulegen. Diese haben nämlich freie Hand von der Politik bekommen und spielen diesen Vorteil rücksichts- und erbarmungslos aus.
Von verschiedenen Seiten ist durchgesickert, dass Mobilfunkgesellschaften sehr grosszügig beim Verschenken von Handys und erklecklichen Freibeträgen für Gespräche sind. Ein wenig vornehmer ausgedrückt: es wird geschmiert. Die so Gekauften werden es natürlich nicht zugeben, die Betreiber auch nicht und die Beweisführung ist für den betrogenen Bürger schwierig.
Die Suppe, die sich Behördemitglieder heute einbrocken, werden sie selbst in den seltensten Fällen auslöffeln müssen, denn bis sie Konsequenzen für ihr kurzsichtiges Tun tragen müssten, sind sie wahrscheinlich längst nicht mehr im Amt. Die Nachfolger können sich freuen und sich mit den Folgen herumschlagen.
Aber der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Die ersten Antennen sind schon herunter geschossen oder demontiert worden. Der Sturm auf die Bastille, der die französische Revolution eingeleitet hat, kam auch erst zustande, als das Volk genug hatte. Und irgendwann kommt auch in diesem Fall der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. – Ironie des Schicksals: In Paris haben Bürger an 5 verschiedenen Orten den Antennenbauplatz besetzt, so dass die Bauequippen unverrichteter Dinge abziehen mussten.
Es gäbe aber auch friedlichere und subtilere Methoden, wenn die Menschen nur ein wenig solidarischer und mutiger wären, z. B.
Könnten Eltern sich geschlossen weigern, ihre Kinder zur Schule zu schicken, wenn sie dort von einer Antenne bestrahlt werden,
könnten ganze Quartiere ihre Zeitung abbestellen, wenn sie Leserbriefe entweder nicht druckt oder unzulässig kürzt,
könnten Bürger Standortgeber boykottieren, wenn diese ein Geschäft, eine Firma besitzen,
könnten Mieter ihre Miete auf ein Sperrkonto einzahlen, bis der Vermieter sich bereit erklärt, Schritte zu unternehmen.
Dasselbe ginge auch mit den Steuern, natürlich nur, wenn genug Einigkeit unter den Betroffenen besteht.
Da würde es für die Herren (und Damen) Gemeinderäte wohl bald einmal ungemütlich werden und sie würden vielleicht die Schwierigkeiten gegeneinander abwägen, die sie bei der Abweisung von Einsprachen im Vergleich zu ihren sonstigen Umtrieben haben.
Leider ist dies alles ein frommer Wunsch, solange sich die Menschen ducken, sich nicht zusammentun und sich nicht wehren.
Hanspeter
Sie wissen, dass die Netzbetreiber alle Möglichkeiten für Rekurse ausschöpfen, scheuen diese Konfrontation, wollen sich nicht mit Gerichten anlegen, scheuen auch die Kosten.
Es ist für sie, zumindestens momentan, viel einfacher, erboste Bürger zurück zu weisen, als sich mit den Mobilfunkbetreiber-Gesellschaften anzulegen. Diese haben nämlich freie Hand von der Politik bekommen und spielen diesen Vorteil rücksichts- und erbarmungslos aus.
Von verschiedenen Seiten ist durchgesickert, dass Mobilfunkgesellschaften sehr grosszügig beim Verschenken von Handys und erklecklichen Freibeträgen für Gespräche sind. Ein wenig vornehmer ausgedrückt: es wird geschmiert. Die so Gekauften werden es natürlich nicht zugeben, die Betreiber auch nicht und die Beweisführung ist für den betrogenen Bürger schwierig.
Die Suppe, die sich Behördemitglieder heute einbrocken, werden sie selbst in den seltensten Fällen auslöffeln müssen, denn bis sie Konsequenzen für ihr kurzsichtiges Tun tragen müssten, sind sie wahrscheinlich längst nicht mehr im Amt. Die Nachfolger können sich freuen und sich mit den Folgen herumschlagen.
Aber der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Die ersten Antennen sind schon herunter geschossen oder demontiert worden. Der Sturm auf die Bastille, der die französische Revolution eingeleitet hat, kam auch erst zustande, als das Volk genug hatte. Und irgendwann kommt auch in diesem Fall der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. – Ironie des Schicksals: In Paris haben Bürger an 5 verschiedenen Orten den Antennenbauplatz besetzt, so dass die Bauequippen unverrichteter Dinge abziehen mussten.
Es gäbe aber auch friedlichere und subtilere Methoden, wenn die Menschen nur ein wenig solidarischer und mutiger wären, z. B.
Könnten Eltern sich geschlossen weigern, ihre Kinder zur Schule zu schicken, wenn sie dort von einer Antenne bestrahlt werden,
könnten ganze Quartiere ihre Zeitung abbestellen, wenn sie Leserbriefe entweder nicht druckt oder unzulässig kürzt,
könnten Bürger Standortgeber boykottieren, wenn diese ein Geschäft, eine Firma besitzen,
könnten Mieter ihre Miete auf ein Sperrkonto einzahlen, bis der Vermieter sich bereit erklärt, Schritte zu unternehmen.
Dasselbe ginge auch mit den Steuern, natürlich nur, wenn genug Einigkeit unter den Betroffenen besteht.
Da würde es für die Herren (und Damen) Gemeinderäte wohl bald einmal ungemütlich werden und sie würden vielleicht die Schwierigkeiten gegeneinander abwägen, die sie bei der Abweisung von Einsprachen im Vergleich zu ihren sonstigen Umtrieben haben.
Leider ist dies alles ein frommer Wunsch, solange sich die Menschen ducken, sich nicht zusammentun und sich nicht wehren.
Hanspeter
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OSTERWALDER
Re: LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
Die Gemeinde behauptet aber, dass sie keine juristische Mittel hat um die Bewilligung zu verweigern. (Das hat uns auch unser Anwalt gesagt)
Gibt es Anwälte die das anderes sehen? Kann man nur verzögern, oder auch verhindern? Uns wurde gesagt, dass wir mit einer Verzögerung des Verfahrens erreichen könnten, dass Orange das Interesse oder das Geld ausgeht.
Gab es schon Fälle, wo die Orange "kapituliert" hat?
Wenn ja, dann ziehen wir die Sache bis nach Bern hinauf!
Gibt es Anwälte die das anderes sehen? Kann man nur verzögern, oder auch verhindern? Uns wurde gesagt, dass wir mit einer Verzögerung des Verfahrens erreichen könnten, dass Orange das Interesse oder das Geld ausgeht.
Gab es schon Fälle, wo die Orange "kapituliert" hat?
Wenn ja, dann ziehen wir die Sache bis nach Bern hinauf!
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A. Weber
Re: LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
Sehr geehrte Frau Osterwalder
Ich kann Ihnen da Mut machen, es gibt tatsächlich Antennen, welche nicht gebaut wurden, weil es "zu viel Lärm" gab. Leider ist es faktisch irrelevant, ob ihre Gemeinde bewilligt oder verweigert, denn die Mobilfunkbetreiber ziehen jeden Entscheid weiter. Es ist nur eine Schande, dass Ihrem Gemeinderat die Zivilcourage gefehlt hat, sich hinter die Bürger zu stellen.
In der jetzigen Wirtschaftslage kömmen es sich die Firmen zwar noch leisten, mit Armeen von Anwälten, den Bürgern und Behörden zu demonstrieren, dass sie die stärksten sind, aber die jahrelangen Verfahren führen oft dazu, dass die Firmen das Interesse an einem Antennenplatz verlieren.
Hier im Kanton Zürich gibt es verschiedenen Fälle, die bis vor Bundesgericht gezogen wurden, und wo dann doch nicht gebaut wurde.
Offensichtlich reicht das Geld um uns Angst zu machen, aber es reicht nicht immer um die Drohung dann auch wahr zu machen. Das letzte Beispiel bei uns wird wohl Uetikon a.S. sein. Der Druck der Bevölkerung ist das einzige, was die Geldgier der Handymafia stoppen kann. Darum empfehle ich Ihnen, kämpfen sie weiter, denn auch diese "Armee der Skrupellosen" wird verlieren, wenn die Fronten zu weit und zu viele werden.
Ein kleiner Trost am Rande, wenn Sie "Ihre" Antenne nicht verhindern können (was ich nicht hoffe) dann tragen Sie wenigstens dazu bei, dass die Handyanwälte nicht zur Ruhe kommen, und dass das Thema nicht aus den Medien verdrängt wird. Vielleicht hilft Ihr Kampf, damit eine "andere" Antenne irgendwo in der Schweiz nicht gebaut wird. Lassen Sie sich nicht entmutigen, weder von feigen Behörden noch von "Mitstreitern", welche mit dem Handy am Ohr zur Sitzung der IG erscheinen.
Viele Köche verderben den Brei!!!
Und den Brei der Antennen-Mafia müssen wir verderben.
Mit freundlichen Grüssen
A. Weber
Ich kann Ihnen da Mut machen, es gibt tatsächlich Antennen, welche nicht gebaut wurden, weil es "zu viel Lärm" gab. Leider ist es faktisch irrelevant, ob ihre Gemeinde bewilligt oder verweigert, denn die Mobilfunkbetreiber ziehen jeden Entscheid weiter. Es ist nur eine Schande, dass Ihrem Gemeinderat die Zivilcourage gefehlt hat, sich hinter die Bürger zu stellen.
In der jetzigen Wirtschaftslage kömmen es sich die Firmen zwar noch leisten, mit Armeen von Anwälten, den Bürgern und Behörden zu demonstrieren, dass sie die stärksten sind, aber die jahrelangen Verfahren führen oft dazu, dass die Firmen das Interesse an einem Antennenplatz verlieren.
Hier im Kanton Zürich gibt es verschiedenen Fälle, die bis vor Bundesgericht gezogen wurden, und wo dann doch nicht gebaut wurde.
Offensichtlich reicht das Geld um uns Angst zu machen, aber es reicht nicht immer um die Drohung dann auch wahr zu machen. Das letzte Beispiel bei uns wird wohl Uetikon a.S. sein. Der Druck der Bevölkerung ist das einzige, was die Geldgier der Handymafia stoppen kann. Darum empfehle ich Ihnen, kämpfen sie weiter, denn auch diese "Armee der Skrupellosen" wird verlieren, wenn die Fronten zu weit und zu viele werden.
Ein kleiner Trost am Rande, wenn Sie "Ihre" Antenne nicht verhindern können (was ich nicht hoffe) dann tragen Sie wenigstens dazu bei, dass die Handyanwälte nicht zur Ruhe kommen, und dass das Thema nicht aus den Medien verdrängt wird. Vielleicht hilft Ihr Kampf, damit eine "andere" Antenne irgendwo in der Schweiz nicht gebaut wird. Lassen Sie sich nicht entmutigen, weder von feigen Behörden noch von "Mitstreitern", welche mit dem Handy am Ohr zur Sitzung der IG erscheinen.
Viele Köche verderben den Brei!!!
Und den Brei der Antennen-Mafia müssen wir verderben.
Mit freundlichen Grüssen
A. Weber
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Not funny
Re: LESERBRIEF AN TAGBLATT (überraschenderweise publiziert)
In der ganzen Schweiz, ja in ganz Europa werden die Leute aufstehen und sich wehren, wenn nötig werden wir die Masten "fällen", denn wir verzichten nicht auf unser Recht zur Notwehr.
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Arthur Wegman
Gewalt gegen Sachen kann legitim sein, gegen Personen nicht
Sehr geehrter Herr Not Funny
Ich gehe mit Ihnen einig, dass es erfreulich ist, wenn sich immer mehr Menschen gegen Antennen wehren. Es kann Ihnen niemand das Recht nehmen, eine Antenne, die Ihre Gesundheit gefährdet "abzuschalten" Obwohl es die Mobilfunk-Presse verheimlicht, nehmen solche Notwehrmassnahmen zu (es sind wohl Dutzende pro Woche).
Was meiner Meinung nach zu weit geht, ist Gewalt gegen die Techniker und Angestellten der Mobilfunkfirmen. Man müsste diese Leute eher aufklären, Ihnen sagen, dass sie Menschen gefährden. Ich haben nun leider einige Vertreter von Sunrise und Orange kennenlernen dürfen. Die Leute haben eine Gehirnwäsche hinter sich und sehen die Tatsachen nicht mehr.
Natürlich ist es schrecklich, wenn sich wieder Menschen hinter der Aussage vestecken "wir haben nur Befehle ausgeführt", aber mit Gewalt gegen diese Leute begeben Sie sich auf deren Niveau. Und das will wohl keiner!
Die Opfer dürfen nicht zu Tätern werden und im Übrigen schadet es den Mobilfunkbossen mehr, wenn eine Antenne kaputgeht, als wenn ihre Mitarbeiter im Spital landen.
Also seine wir vernünftig und bewahren wir kühlen Kopf, trotz der Erwärmung durch Mikrowellen.
Mit freundlichen Grüssen
Arthur Wegmann
Ich gehe mit Ihnen einig, dass es erfreulich ist, wenn sich immer mehr Menschen gegen Antennen wehren. Es kann Ihnen niemand das Recht nehmen, eine Antenne, die Ihre Gesundheit gefährdet "abzuschalten" Obwohl es die Mobilfunk-Presse verheimlicht, nehmen solche Notwehrmassnahmen zu (es sind wohl Dutzende pro Woche).
Was meiner Meinung nach zu weit geht, ist Gewalt gegen die Techniker und Angestellten der Mobilfunkfirmen. Man müsste diese Leute eher aufklären, Ihnen sagen, dass sie Menschen gefährden. Ich haben nun leider einige Vertreter von Sunrise und Orange kennenlernen dürfen. Die Leute haben eine Gehirnwäsche hinter sich und sehen die Tatsachen nicht mehr.
Natürlich ist es schrecklich, wenn sich wieder Menschen hinter der Aussage vestecken "wir haben nur Befehle ausgeführt", aber mit Gewalt gegen diese Leute begeben Sie sich auf deren Niveau. Und das will wohl keiner!
Die Opfer dürfen nicht zu Tätern werden und im Übrigen schadet es den Mobilfunkbossen mehr, wenn eine Antenne kaputgeht, als wenn ihre Mitarbeiter im Spital landen.
Also seine wir vernünftig und bewahren wir kühlen Kopf, trotz der Erwärmung durch Mikrowellen.
Mit freundlichen Grüssen
Arthur Wegmann
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Hanspeter W. in Th.
Re: Gewalt gegen Sachen kann legitim sein, gegen Personen ni
Lieber Herr Wegman
Hat hier irgendwer dazu aufgerufen, sich an Menschen zu vergreifen? Meines Wissens nein. Ich habe jedenfalls nichts dergleichen gelesen und ich wäre auch strikte dagegen.
Aber es ist klar: Irgendwann verlieren die Leute die Geduld und dann kann schon einmal so ein Mast zu Boden gehen.
Die Leute, die infolge Gehirnwäsche - wie Sie sagen - nur ihre Pflicht tun, müssten sich überlegen, ob sich die Pflicht mit der Schädigung von Menschen vereinbaren lässt. Es wird ja auch keiner dazu gezwungen, sich als Scharfrichter zu verdingen und Menschen zu köpfen oder aufzuhängen. Das tut er immerhin auch freiwillig.
Gruss
Hanspeter
Hat hier irgendwer dazu aufgerufen, sich an Menschen zu vergreifen? Meines Wissens nein. Ich habe jedenfalls nichts dergleichen gelesen und ich wäre auch strikte dagegen.
Aber es ist klar: Irgendwann verlieren die Leute die Geduld und dann kann schon einmal so ein Mast zu Boden gehen.
Die Leute, die infolge Gehirnwäsche - wie Sie sagen - nur ihre Pflicht tun, müssten sich überlegen, ob sich die Pflicht mit der Schädigung von Menschen vereinbaren lässt. Es wird ja auch keiner dazu gezwungen, sich als Scharfrichter zu verdingen und Menschen zu köpfen oder aufzuhängen. Das tut er immerhin auch freiwillig.
Gruss
Hanspeter
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Arthur Wegman
Re: Gewalt gegen Sachen kann legitim sein, gegen Personen ni
Sehr geehrter Hanspeter
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Mir ist jeder zerstörte Mast und jede sabbotierte Antenne recht. Da wird auch niemand etwas dagegen haben. Ich hatte nur das Gefühl, dass Herr "not funny" beim Schreiben seines Eintrags (wohl zu Recht) sehr gereitzt war. Ich kenne die Umstände nicht und wollte ihm nur mein Verständnis ausdrücken. Ich habe die Erfahrung leider selber genug oft gemacht, das man sich in Sachen Antennen machtlos fühlt und denkt, das man in Notwehr Gleiches mit Gleichem vergelten will. Leider (oder zum Glück) sind wir aber zivilisierter als die Mobilfunklobby, und das ist gut so.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Mir ist jeder zerstörte Mast und jede sabbotierte Antenne recht. Da wird auch niemand etwas dagegen haben. Ich hatte nur das Gefühl, dass Herr "not funny" beim Schreiben seines Eintrags (wohl zu Recht) sehr gereitzt war. Ich kenne die Umstände nicht und wollte ihm nur mein Verständnis ausdrücken. Ich habe die Erfahrung leider selber genug oft gemacht, das man sich in Sachen Antennen machtlos fühlt und denkt, das man in Notwehr Gleiches mit Gleichem vergelten will. Leider (oder zum Glück) sind wir aber zivilisierter als die Mobilfunklobby, und das ist gut so.