Anonymous hat geschrieben:Sunset hat geschrieben:
Es kommt halt drauf an was Sie wollen. Wenn sie wissenschaftlich einwandfreie Ergebnisse erzielen wollen, dann müssen Sie mögliche Stör- oder Drittstrahlung eliminieren.
Wieso? Wenn ich einen Störfaktor von den vielen ausschalte, und es ändern sich die Werte im Blutbild, dann ist es doch klar, daß es daran gelegen hat, ganz egal, ob es noch andere Strahlung an dem Ort gibt.
Wird diese Logik von der Wissenschaft nicht akzeptiert?
Ausschlussprinzip stimmt wohl nicht. Darunter steht im Wiki was anderes.
Es gibt zwei Phasen:
- den Ausschluss bzw. die Bestimmung der schädlichen Immission unter den zahlreichen Immissionsquellen
- sowie den Nachweis der Wirkung dieser Immissionsquelle.
Wenn Sie für den Ausschluss so vorgehen wie Sie vorschlagen, dann erhalten Sie Hinweise, aber noch keine Beweise. Da die Strahlung Wände durchdringt und weite Strecken überwindet, müssten Sie für einen beweiskräftigen Ausschluss entweder abschirmen oder auf allen Frequenzen messen.
Wenn Sie für den Nachweis der Wirkung der ausgewählten Immissionsquelle solche Beweise wollen, welche nicht nur Ihnen selbst sondern auch Dritten gegenüber gelten sollen, dann brauchen Sie vertrauenswürdige Hilfspersonen, wie Ärzte, Wissenschafter etc. Und wenn Sie andere elektromagnetische Einflüsse ausschliessen wollen, dann kommen Sie um eine Abschirmung nicht herum. Und als Beweis reicht ein einziger Versuch nicht aus, sondern Sie brauchen Sie etliche Wiederholungen, denn es ist nicht zu erwarten, dass jede einzelne Reaktion auf jedes Einschalten genau gleich sein wie die andere. Und bis die Reaktion abgeklungen ist, kann es unter Umständen Stunden dauern, bis Sie den nächsten Versuch beginnen können.
Sie müssen es allein wissen und bestimmen, wie glaubwürdig Ihre Aussagen zum Einfluss einer bestimmten Immissionsquelle auf Ihren Körper sein soll.
Anonymous hat geschrieben:Wozu braucht man eine Rund-um-die -Uhr-Bewachung? Allein schon die Anwesenheit von anderen Leuten oder überhaupt Veränderungen im normalen Umfeld könnten das Ergebnis verfälschen.
Da haben Sie recht. Darum muss ein glaubwürdiger Versuch mindestens so lange dauern, bis der Patient oder Proband sich daran gewöhnt hat, und sich nichts mehr aus den Umständen macht, auch nicht aus der Krankenschwester, die das Blut abholt.
Anonymous hat geschrieben:Das dürfte nicht so teuer sein.
Das müßte fast die Krankenkasse übernehmen. Es liegt ja auch im öffentlichen Interesse. Es gibt viele Leute, die sich krank in ihren Wohnungen fühlen. Wenn sie dann zum Arzt gehen, ist der Störfaktor weg und der Arzt findet nichts.
Es wird kaum eine Krankenkasse geben, die das zahlt. Es müsste ein Patient viel Geld oder ein Arzt viel Zeit opfern.
Anonymous hat geschrieben:"Hausärzte" gibts praktisch überhaupt nicht mehr. Die sitzen alle in ihren Praxen und lassen die Patienten zu sich kommen. Kein Wunder, daß die nichts finden.
So ist es.
Anonymous hat geschrieben:Ja, aber im abgeschirmten Labor kann man nicht das Zusammenwirken aller dieser Störemissionen realistisch nachbauen. Dann suchen sie sich eine von den vielen raus und dann wars doch die falsche oder eine Kombination dieser mit anderen.
Darum muss die Störimmission in einer frühen Phase sorgfältig und sicher bestimmt werden, weil sonst die Gefahr von sehr kostspieligem Leerlauf besteht.
Anonymous hat geschrieben:Ich geb zu mir würd es auch nicht passen, aber man könnte es auch Big-Brother-mäßig aufziehen

- mit Kamera-Überwachung rund um die Uhr. Da fragt auch keiner, was das kostet.
Gleich mehrere ES zusammen in einer Wohnung mit einem DECT und WLan etc.und draussen eine Mobilfunk-Antenne
Es gäbe bestimmt genug Zuschauer, die das sehen wollten.
Und es gäbe eine aufgeregte Stimmung, die vom normalen Leben völlig abweicht, und wo möglicherweise aus diesem Grund keine messbaren Veränderungen körperlicher Funktionen festgestellt werden.
Es ist nicht einfach, einen Beweis zu führen. Man müsste das Schritt für Schritt unternehmen, und nach jedem Schritt neu überlegen und planen:
- Vorläufige Identifikation der Störimmission
- Genaue Identifikation der Störimmission
- Vorläufige Messungen und Versuche, allein und/oder mit Hilfspersonen
- Genaue Messung, unter abgeschirmten Verhältnissen, mit genügend Zeitkredit (vielleicht doch mehrere Tage)