von Elisabeth Buchs » 2. September 2007 07:51
Hans hat geschrieben:
Natürlich ist es Blödsinn was im Mobilsektor im Moment läuft. Aber wie viele haben sich früher über den Monopolisten PTT und Radio DRS aufgeregt und sind froh dass sie heute wählen können? Glaubt ihr das telefonieren im Festnetz für ein paar Rappen pro Minute wäre heute möglich wenn wir Planwirtschaft und somit nur eine staatliche Telefongesellschaft hätten? Wir können wählen mit welchem Festnetzanbieter wir telefonieren wollen. Genauso können wir wählen ob wir im Coop, Migros, Volg, Spar oder sonstwo einkaufen. Gleiche Auswahl beim Benzin, Radio, Zeitschriften und den Fernsehsendern. All das kann hinterfragt werden, denn alles erzeugt Doppelspurigkeiten bis zum abwinken. Macht es einen Sinn wenn LKW-Müller halbvoll den Volg in Hintertupfingen beliefert währen LKW-Meier ebenso halbvoll den Spar in Vordertupfingen beliefert? Wären beides staatlich Volksläden würde eine gut gefüllte LKW-Fahrt genügen. Macht es Sinn das diverse TV-Stationen ihre Reporter durch die Schweiz hetzen wenn irgendwo mal was passiert ist? Nö, macht es nicht. Ein TV-Sender, ein Radiokanal, ein Telecomanbieter, eine Benzingesellschaft und auch eine Ladenkette genügen, oder? Dass wir dann aber denen auf Gedeih und Verderb den Monopolisten ausgeliefert sind, muss man auch hinnehmen können. Und ob eine PTT, wenn sie allein das Handynetz betreiben würde, sorgfältiger mit uns umgehen würde? Ich glaube kaum.
Ich möchte noch mal betonen: Auch ich finde es einen Blödsinn was im Mobilsektor läuft. Nur haben wir Konsumenten es in der Hand ob wir alle diese Spiele mitmachen oder nicht. MMS ist eine Totgeburt, das gleiche kann mit Handy-TV und UMTS passieren wenn wir uns einig sind und uns dieser Technologie verweigern. Aber mit Gewalt werden wir nirgends hinkommen (ausser in den Knast). Zum Ziel führen hartnäckige Kleinarbeit. Sehr ermüdend und vermutlich auch frustrierend. Wir haben die Freiheit der Wahl, wir haben aber auch das Instrument der Einsprachen und der Initiativen und dies vom kleinen Dorf bis rauf zu nationalen Sachen.
Zum Thema Mehr Antennen - weniger Elektrosmogbelastung???: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mehrere Kleinantennen oder Microzellen die Gesamtbelastung senken können. Dies vor allem in städtischen Gebieten. Ländliche Gebiete sollen, wie von Elisabeth vorgeschlagen, durch einen geschickt gewählten dezentralen Standort versorgt werden. Die Anbieter müssen per Gesetz gezwungen werden, in Sachen Antennenstandorte zusammenzuarbeiten.
Gruss Hans
Dass mehrere Kleinantennen (Mikrozellenversorgung) in städtischen Gebieten die Gesamtbelastung senken könnten, kann schon sein. Für Unlogik halte ich die generelle Behauptung "mehr Antennen - weniger Elektrosmog". Denn die Realität zeigt das Gegenteil. Es werden mehr und stärkere Antennen aufgestellt und das gibt mehr Elektrosmog.
Der Vergleich mit den Ladengeschäften erscheint mir nicht ganz vergleichbar, bei der Versorgung mit Antennen sollten eher Vergleiche mit dem Strassenbau und der Stromversorgung herangezogen werden.
Aufgrund des riesigen Werbeaufwands und dass man kaum mehr ein Handy findet ohne UMTS, auch nicht für diejenigen, die darauf verzichten möchten, reicht es nicht aus, solche schwerwiegenden und folgenreichen Entscheidungen nur dem freien Markt zu überlassen, denn sonst bleiben die schwächeren auf der Strecke wie in diesem Fall die Elektrosensiblen und die ärmeren, die in den strahlenbelasteten Gegenden wohnen müssen, weil sie sich kein Haus weg von den Antennen leisten können. Bei den Einsprachen nützen Gesundheitsargumente nichts, obwohl es deutliche Hinweise der wissenschaftlichen Forschung gibt und gut dokumentierte Fälle von Beschwerden aufgrund dieser Technologien, müssen sich die Einsprecher auf baurechtliche und landschaftsschützerische u.ä. Argumente abstützen und die Regierung lässt gegen Geld ständig neue Geschäftsideen zu. Das Telefonieren war vor allem vorher teurer, weil der Telekom-Bereich den Post-Bereich gestützt hat, dies hätte man auch so lösen können, ohne die drei Gesellschaften mit der entsprechend starken Bestrahlung.
Elisabeth Buchs
[quote="Hans"]
Natürlich ist es Blödsinn was im Mobilsektor im Moment läuft. Aber wie viele haben sich früher über den Monopolisten PTT und Radio DRS aufgeregt und sind froh dass sie heute wählen können? Glaubt ihr das telefonieren im Festnetz für ein paar Rappen pro Minute wäre heute möglich wenn wir Planwirtschaft und somit nur eine staatliche Telefongesellschaft hätten? Wir können wählen mit welchem Festnetzanbieter wir telefonieren wollen. Genauso können wir wählen ob wir im Coop, Migros, Volg, Spar oder sonstwo einkaufen. Gleiche Auswahl beim Benzin, Radio, Zeitschriften und den Fernsehsendern. All das kann hinterfragt werden, denn alles erzeugt Doppelspurigkeiten bis zum abwinken. Macht es einen Sinn wenn LKW-Müller halbvoll den Volg in Hintertupfingen beliefert währen LKW-Meier ebenso halbvoll den Spar in Vordertupfingen beliefert? Wären beides staatlich Volksläden würde eine gut gefüllte LKW-Fahrt genügen. Macht es Sinn das diverse TV-Stationen ihre Reporter durch die Schweiz hetzen wenn irgendwo mal was passiert ist? Nö, macht es nicht. Ein TV-Sender, ein Radiokanal, ein Telecomanbieter, eine Benzingesellschaft und auch eine Ladenkette genügen, oder? Dass wir dann aber denen auf Gedeih und Verderb den Monopolisten ausgeliefert sind, muss man auch hinnehmen können. Und ob eine PTT, wenn sie allein das Handynetz betreiben würde, sorgfältiger mit uns umgehen würde? Ich glaube kaum.
Ich möchte noch mal betonen: Auch ich finde es einen Blödsinn was im Mobilsektor läuft. Nur haben wir Konsumenten es in der Hand ob wir alle diese Spiele mitmachen oder nicht. MMS ist eine Totgeburt, das gleiche kann mit Handy-TV und UMTS passieren wenn wir uns einig sind und uns dieser Technologie verweigern. Aber mit Gewalt werden wir nirgends hinkommen (ausser in den Knast). Zum Ziel führen hartnäckige Kleinarbeit. Sehr ermüdend und vermutlich auch frustrierend. Wir haben die Freiheit der Wahl, wir haben aber auch das Instrument der Einsprachen und der Initiativen und dies vom kleinen Dorf bis rauf zu nationalen Sachen.
Zum Thema Mehr Antennen - weniger Elektrosmogbelastung???: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mehrere Kleinantennen oder Microzellen die Gesamtbelastung senken können. Dies vor allem in städtischen Gebieten. Ländliche Gebiete sollen, wie von Elisabeth vorgeschlagen, durch einen geschickt gewählten dezentralen Standort versorgt werden. Die Anbieter müssen per Gesetz gezwungen werden, in Sachen Antennenstandorte zusammenzuarbeiten.
Gruss Hans[/quote]
Dass mehrere Kleinantennen (Mikrozellenversorgung) in städtischen Gebieten die Gesamtbelastung senken könnten, kann schon sein. Für Unlogik halte ich die generelle Behauptung "mehr Antennen - weniger Elektrosmog". Denn die Realität zeigt das Gegenteil. Es werden mehr und stärkere Antennen aufgestellt und das gibt mehr Elektrosmog.
Der Vergleich mit den Ladengeschäften erscheint mir nicht ganz vergleichbar, bei der Versorgung mit Antennen sollten eher Vergleiche mit dem Strassenbau und der Stromversorgung herangezogen werden.
Aufgrund des riesigen Werbeaufwands und dass man kaum mehr ein Handy findet ohne UMTS, auch nicht für diejenigen, die darauf verzichten möchten, reicht es nicht aus, solche schwerwiegenden und folgenreichen Entscheidungen nur dem freien Markt zu überlassen, denn sonst bleiben die schwächeren auf der Strecke wie in diesem Fall die Elektrosensiblen und die ärmeren, die in den strahlenbelasteten Gegenden wohnen müssen, weil sie sich kein Haus weg von den Antennen leisten können. Bei den Einsprachen nützen Gesundheitsargumente nichts, obwohl es deutliche Hinweise der wissenschaftlichen Forschung gibt und gut dokumentierte Fälle von Beschwerden aufgrund dieser Technologien, müssen sich die Einsprecher auf baurechtliche und landschaftsschützerische u.ä. Argumente abstützen und die Regierung lässt gegen Geld ständig neue Geschäftsideen zu. Das Telefonieren war vor allem vorher teurer, weil der Telekom-Bereich den Post-Bereich gestützt hat, dies hätte man auch so lösen können, ohne die drei Gesellschaften mit der entsprechend starken Bestrahlung.
Elisabeth Buchs