Wie können wir neue Antennenanlagen verhindern ?

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Re: Widerstand lohnt sich

von Gesuana als Gast » 29. Dezember 2007 16:58

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk habe ich noch erhalten: Der Widerstand gegen die geplante UMTS-Antenne in unserem Dorf ist ausgezeichnet in Gang gekommen: Sehr gute Einsprache, super gutes Flugblatt mit Fotomontage der projektierten Antenne als Einladung für die geplante Info-Veranstaltung mit Herrn Jakob, powerige Haupt-Einsprecher und die grösste Freude, dass zusätzlich zu den zahlreichen Einzel- und Sammeleinsprechern auch die Gemeinde selbst Einsprache gemacht hat, so ist mir zumindest zur Zeit eine Bürde weniger vorhanden, dass die Gemeinde eigene Gebäude und Grundstücke für Antennen geben würde.

Elisabeth Buchs

Super , das ist ein schönes Geschenk. gesuana

Widerstand lohnt sich

von Elisabeth Buchs » 29. Dezember 2007 13:21

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk habe ich noch erhalten: Der Widerstand gegen die geplante UMTS-Antenne in unserem Dorf ist ausgezeichnet in Gang gekommen: Sehr gute Einsprache, super gutes Flugblatt mit Fotomontage der projektierten Antenne als Einladung für die geplante Info-Veranstaltung mit Herrn Jakob, powerige Haupt-Einsprecher und die grösste Freude, dass zusätzlich zu den zahlreichen Einzel- und Sammeleinsprechern auch die Gemeinde selbst Einsprache gemacht hat, so ist mir zumindest zur Zeit eine Bürde weniger vorhanden, dass die Gemeinde eigene Gebäude und Grundstücke für Antennen geben würde.

Elisabeth Buchs

Ideenvorschläge "neue Ideen braucht das Land"?

von Jakob Stierli » 4. November 2007 22:28

Grüezi Frau Buchs

Eine Idee wäre zum Beispiel, dass die Mobilfunkbetreiber für jeden Standort eine Haftpflichtversicherung für Schäden, hervorgerufen durch überhöhte Sendeleistungen infolge eines defektes oder Fehlmanipulation abschliessen müssen.
Über die Höhe der zu versichernden Summe würde sich einiges steuern oder beeinflussen lassen.
Ohne nachweis der Haftpflichtversicherung wird keine Baubewilligung erteilt.
Das ganze muss natürlich noch genau definiert werden.
Das Bundesgericht wird sicher ein paar Tips und Tricks dazu liefern, gemäss Herrn Jakob.

Grüsse
Jakob Stierli

Re: wegweisende Bundesgerichtsurteile

von Hans-U. Jakob » 4. November 2007 11:16

Jakob Stierli hat geschrieben:Grüezi Herr Jakob

Also etwas verstehe ich nicht ganz, wenn ich vor Bundesgericht einen Prozess gewonnen habe, musste ich bis Heute als gewinnende Partei nichts bezahlen.
Warum hat den der gang zum Bundesgericht in Ihrem Fall Fr. 1500.- gekostet?

Güsse
Jakob Stierli
Das ist ganz einfach. Auch wenn wir verlieren, ist das Bundesgericht immer so nett, uns haarklein zu sagen, was wir falsch gemacht haben und wie wir beim nächsten Mal die Sache anpacken sollen. Solche "Gebrauchsanweisungen" sind für uns Gold wert. Denn damit hat sich das Bundesgericht für die nächsten Urteile bereits festgelegt und wir wissen, welche Taktik wir anwenden müssen.
Hans-U. Jakob

wegweisende Bundesgerichtsurteile

von Jakob Stierli » 3. November 2007 23:57

Grüezi Herr Jakob

Also etwas verstehe ich nicht ganz, wenn ich vor Bundesgericht einen Prozess gewonnen habe, musste ich bis Heute als gewinnende Partei nichts bezahlen.
Warum hat den der gang zum Bundesgericht in Ihrem Fall Fr. 1500.- gekostet?

Güsse
Jakob Stierli

Re: Flerdermaus und Naturschutz

von Hans-U. Jakob » 3. November 2007 17:08

Anonymous hat geschrieben:Hallo,

habe vor kurzem eine sendung gesehen, die mich auf eine Idee brachte.

Legale Wege Antennen aus gesundheitsgründen zu verhindern sind ja dünn gesät.
Aber es gibt doch bestimmte Fledermaussorten, die unter naturschutz stehen.
Was ist denn damit . Könnte man hier nicht angreifen und dieses argument hernaziehen, vorausgesetzt diese Arten sind in den entsprechenden gebieten bedroht.?!

Wer weiss dazu näheres? leben in der Stadt auch artgeschützte Fledermäuse?

LG
ES
Das geht, wenn die Antenne in einem Kirchturm geplant ist, in welchem eine Fledermauskolonie haust.
Wird die Antenne lediglich in der Nähe des Kirchturms geplant, verhält dieses Argument leider nicht. Probieren sollte man es auf jeden Fall nochmals. Manchmal lässt sich auch das Bundesgericht umstimmen. Man darf halt nicht beim ersten Gegenwind schon aufgeben. Fest steht einzig, dass man die Sache gerichtlich ausfechten muss. Schöne, liebe Worte Harmoniebedürftiger helfen da leider gar nichts.
Hans-U. Jakob

Re: nicht alles glauben, was in der Zeitung steht

von Hans-U. Jakob » 3. November 2007 16:58

Jakob Stierli hat geschrieben:http://www.wiesendangen.ch/news/index.p ... 8b31091895

Steht nicht nur in der Zeitung !
Da steht unter anderm:
Der Initiant hat in einem zusätzlichen Initiativtext die Änderung der Bauordnung für den ausdrücklichen Ausschluss wesentlicher Wohngebiete verlangt und will zudem eine Änderung der Bauverfahrensvorschriften. Der Gemeinderat hat diese Teile der Initiative als ungültig erklärt, weil sie gegen Bundesrecht und gegen kantonale Vorschriften verstossen.

Wenn ein Gemeinderat eine Initiative für ungültig erklärt, ist noch lange nicht gesagt, dass diese auch ungültig ist. Gemeinderäte sind in der Regel keine Fachleute oder Spezialisten auf diesem Gebiet, sondern ganz einfache Laien oder "Bastler". Oefters auch verd. Lügner. Manchmal plappern sie einfach alles einem mobilfunk-angefressenen kantonalen Beamten nach.
Jeder Gemeinderatsbeschluss ist anfechtbar und kann bis vor Bundesgericht gezerrt werden. Das ist nicht einmal so teuer wie meist geglaubt wird. Wenn ein solcher Rechtsstreit von öffentlichem Interesse ist, arbeitet das Bundesgericht manchmal sogar gratis. Gigaherz hat schon wegweisende Bundesgerichtsurteile erwirkt, die "nur" 1500 Franken gekostet haben.
Hans-U. Jakob

Flerdermaus und Naturschutz

von Gast » 3. November 2007 13:57

Hallo,

habe vor kurzem eine sendung gesehen, die mich auf eine Idee brachte.

Legale Wege Antennen aus gesundheitsgründen zu verhindern sind ja dünn gesät.
Aber es gibt doch bestimmte Fledermaussorten, die unter naturschutz stehen.
Was ist denn damit . Könnte man hier nicht angreifen und dieses argument hernaziehen, vorausgesetzt diese Arten sind in den entsprechenden gebieten bedroht.?!

Wer weiss dazu näheres? leben in der Stadt auch artgeschützte Fledermäuse?

LG
ES

nicht alles glauben, was in der Zeitung steht

von Jakob Stierli » 3. November 2007 11:04

Re: Zeitungsausschnitt "Wiesendangen"

von Hans-U. Jakob » 3. November 2007 08:55

Jakob Stierli hat geschrieben:Grüezi Herr Jakob

Bitte veröffentlichen Sie hier den Zeitungsauschnitt den ich Ihnen per Mail gesandt habe.
Es würde mich auch Ihr Komentar zu diesem Artikel, in Bezug auf die Abschwächung des "Fallensteller Prinzip" ineressieren.

Grüsse
Jakob Stierli
Lieber Herr Stierli,
Sie müssen nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Wir haben mehrere Bundesgerichtsurteile, welche den Entzug der aufschiebenden Wirkung bei Mobilfunkfällen verbieten. Es kommt immer wieder vor, dass sich lokale und kantonale Instanzen in Verbrüderung mit den Mobilfunkern über dieses Verbot hinwegzusetzen versuchen.
Der Entzug der aufschiebenden Wirkung muss mit einer Verfügung erlassen werden, die von den Einsprechern angfochten werden kann. Wiederum bis vor Bundesgericht. Aber wer weiss das schon?
Wenn in einem Gemeinderat die Handyaner über eine Mehrheit verfügen, wird halt mit allen Mitteln versucht, die Bevölkerung auszutricksen. Ahnungslose oder eingeseifte Journalisten sind ein probates Mittel zu diesem Zweck. Das Gegenmittel heisst: Gigaherz anrufen. Tel 031 731 04 31
Hans-U. Jakob

Zeitungsausschnitt "Wiesendangen"

von Jakob Stierli » 2. November 2007 21:52

Grüezi Herr Jakob

Bitte veröffentlichen Sie hier den Zeitungsauschnitt den ich Ihnen per Mail gesandt habe.
Es würde mich auch Ihr Komentar zu diesem Artikel, in Bezug auf die Abschwächung des "Fallensteller Prinzip" ineressieren.

Grüsse
Jakob Stierli

Re: Auch das stimmt nicht.

von Elisabeth Buchs » 31. Oktober 2007 22:35

Jakob Stierli hat geschrieben:Besten Dank für Ihre Antwort.

Bitte geben Sie mir ein Beispiel einer verhinderten Antennenanlage durch gigaherz.ch, an dem ich Ihre Aussagen überprüfen kann.

Ich habe leider die Erfahrung gemacht das der Antennen-Wald prächtig gedeiht, da die Pflanze "Antenne" sehr anpassungsfähig ist.

Verhindern heisst bei mir nicht das die Anlage einfach 300 Meter weiter aufgebaut wird, oder ein Formfehler in der Bauausschreibung gefunden wurde der vom Antennenbetreiber nachträglich korrigiert wurde und die Antenne später trotzdem gebaut wurde.

Jakob Stierli
Hallo Herr Stierli

Haben Sie sich eigentlich überlegt, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass sich Herr Jakob mit seiner ganzen Zeit und Kraft für die durch Antennen bedrohten hilfesuchenden Menschen einsetzt. Ich wünschte mir viel mehr engagierte Mitstreiter im ganzen Land, dass die Regierung nicht mehr anders könnte, als dieses masslose Aufrüsten einzudämmen.

In der Landwirtschaftszone kriegt man die Antennen fast immer weg (sollte eigentlich umgekehrt sein, dass Land-Antennen nur ausserhalb stehen sollten), bei gemeindeeigenen Gebäuden lassen sie sich durch eine Gemeindeinitiative bekämpfen, mit Heimatschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz lässt sich auch oft etwas erreichen, ebenfalls mit der erwähnten Planungszone, all dies zusammen bewirkt, dass das Antennenstellen erschwert wird, ausserdem kennt Herr Jakob die Tricks und Kniffs der Standortdatenblätter wie kein zweiter. Was mich interessieren würde, gibt es Beispiele, wo man erreichen konnte, dass die Sendeleistung reduziert werden musste? Denn es ist im Fall der geplanten Antenne in unserem Dorf ein wesentlicher Unterschied, ob ein einziger Betreiber einen Standort voll ausschöpft mit max. knapp eingehaltenen Grenzwerten in den nächsten Häusern und die allfälligen zwei weiteren Betreiber bei zwei weiteren Standorten das selbe tun, bis das ganze Dorf verstrahlt und für Betroffene unbewohnbar wird. Im Unterschied zu städtischem Gebiet mit oftmals zum Teil höheren Gebäuden, welche Strahlung abhalten können, brettert sie bei den niedrigeren Häusern eines Dorfes oft ungehindert voll rein.

Noch eine Frage zum Schluss: was wären Ihre Ideenvorschläge "neue Ideen braucht das Land"?

Bei uns formiert sich der Widerstand, auch wenn einige schlafen, lauwarm sind und noch nicht wissen, was es heissen würde, Tag und Nacht von einer solchen Antenne bestrahlt zu werden. Am besten ist es, die Leute direkt zu kontaktieren zusätzlich zu den Flugblättern, am besten sind solche, die man schon kennt oder wo man gemeinsame Bekannte hat, diese sagen es wiederum ihren dortigen Bekannten und Nachbarn, günstig ist es Aerzte und Lehrer auf seiner Seite zu haben und vor allem auch solche, die bereit sind, für das Weiterziehen einen Finanzbeitrag zu leisten.

Elisabeth Buchs

Auch das stimmt nicht.

von Jakob Stierli » 31. Oktober 2007 21:33

Besten Dank für Ihre Antwort.

Bitte geben Sie mir ein Beispiel einer verhinderten Antennenanlage durch gigaherz.ch, an dem ich Ihre Aussagen überprüfen kann.

Ich habe leider die Erfahrung gemacht das der Antennen-Wald prächtig gedeiht, da die Pflanze "Antenne" sehr anpassungsfähig ist.

Verhindern heisst bei mir nicht das die Anlage einfach 300 Meter weiter aufgebaut wird, oder ein Formfehler in der Bauausschreibung gefunden wurde der vom Antennenbetreiber nachträglich korrigiert wurde und die Antenne später trotzdem gebaut wurde.

Jakob Stierli

Re: Das stimmt so überhaupt nicht.

von Hans-U. Jakob » 31. Oktober 2007 15:30

Jakob Stierli hat geschrieben:Lieber Herr Jakob

Wenn das so einfach wäre würden nicht täglich neue Anlagen bewilligt und gebaut. Es ist nähmlich für den Anlagenbauer kein Problem die Antennen praktisch unsichtbar zu montieren und das würde ja dan dem Heimatschutz oder so genügen. Die technisch einzuhaltenden Normen sind ja bereits gegeben (NIS-Verordnung), da lässt sich auch per Bundesgericht nichts ändern.
Fazit:
Die Anlagen werden gebaut, mit oder ohne Planungszone, dass ist leider die Tatsache mit der wir uns befassen müssen.

Grüsse
Jakob Stierli
Auch das stimmt nicht. Wir haben in den letzten 5 Jahren mindestens 20 Antennen auf Grund von Bestimmungen im Gemeinde-Baureglement verhindert.
Wenn in einer Gemeinde der politische Wille da ist, das Gemeinde-Baureglement entsprechend anzupassen, kommt das Antennen-Waldsterben. Ich sage WENN dieser Wille da ist. Dort wo sich dazu keine Mehrheiten finden lassen, gedeiht der Antennenwald prächtig.
Auf http://www.gigaherz.ch/1218 steht explizit wie ein solches Baureglement angepasst werden muss. Wer es nicht glaubt ist selber schuld. Dem kan ich auch nicht helfen.
Hans-U. Jakob

Das stimmt so überhaupt nicht.

von Jakob Stierli » 30. Oktober 2007 22:42

Lieber Herr Jakob

Wenn das so einfach wäre würden nicht täglich neue Anlagen bewilligt und gebaut. Es ist nähmlich für den Anlagenbauer kein Problem die Antennen praktisch unsichtbar zu montieren und das würde ja dan dem Heimatschutz oder so genügen. Die technisch einzuhaltenden Normen sind ja bereits gegeben (NIS-Verordnung), da lässt sich auch per Bundesgericht nichts ändern.
Fazit:
Die Anlagen werden gebaut, mit oder ohne Planungszone, dass ist leider die Tatsache mit der wir uns befassen müssen.

Grüsse
Jakob Stierli

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