von Elisabeth Buchs » 10. September 2007 20:49
http://www.salzburg.gv.at/handystrahlung
Abschlussbericht
Gesprächsprotokoll
Kurzbericht
Burgstaller: Noch zahlreiche offene Fragen in der Bewertung Raus: Studien fließen in österreichweite Strategie ein
Salzburger Landeskorrespondenz, 10.09.2007
(LK) Die Wissenschaft ist sich offensichtlich uneins darüber, ob und wie sich die Strahlung von Handymasten gesundheitsschädlich auf den Menschen auswirkt, fasst Landeshauptfrau Gabi Burgstaller heute, Montag, 10. September, das Ergebnis einer mehr als halbjährigen Debatte zusammen. Die Landeshauptfrau hatte ein Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hacker und Primar Univ.-Prof. Dr. Gernot Pauser aus Salzburg gefördert, das diese Auswirkungen untersuchte. Die Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass solche Auswirkungen möglich seien. Aufgrund der Brisanz der Ergebnisse hatte Burgstaller in Abstimmung mit den beiden Autoren die Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Begutachtung vorgelegt. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass dieser Nachweis durch die Studie nicht gegeben sei. Auch ein von der Landeshauptfrau initiiertes Gespräch der beiden Salzburger Wissenschafter mit einem hochrangigen Akademie-Experten Ende Juni hat keine Einigung erbracht. Die Akademie hält am Urteil der Gutachter fest, dass die Studie keine gültigen Schlüsse über die Auswirkungen der GSM-Anlagen auf den Menschen erlaube.
"Das Land kann nicht Schiedsrichter in einer wissenschaftlichen Streitfrage sein. Die Debatte hat gezeigt, dass es noch zahlreiche offene Fragen und Uneinigkeit in der Bewertung gibt", so Burgstaller. Für das Land heißt das, wie bisher mit Augenmaß, aber ohne Scheuklappen vorzugehen. In sensiblen Bereichen, etwa in der Umgebung von Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen sei besondere Vorsicht geboten. Im Sinne einer offenen und objektiven Information für alle Interessierten werden sowohl die Studie als auch das Protokoll des Expertengesprächs unter
www.salzburg.gv.at/handystrahlung auf den Internetseiten des Landes zugänglich gemacht. Die beiden Salzburger Wissenschafter haben ihre Forschungen weitergeführt und stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung.
Der für die Umweltmedizin zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus hat bereits mit Infrastrukturminister Werner Faymann akkordiert, dass die Studien in Wien in die Entwicklung der österreichweiten Strategie einfließen. Faymann hat Raus zugesagt, die Studien dem Wissenschaftlichen Beirat Funk und dem Obersten Sanitätsrat zuzuweisen. Diese doppelte Zuweisung stellt sicher, dass Experten mit verschiedenen Ansätzen die Studien zur Verfügung gestellt bekommen. L191-22
Quelle:
http://www.salzburg.gv.at:80/lkorr-meld ... hrid=39276
Kommentar: Das habe ich mir schon gedacht, dass die Ergebnisse dieser Studie nicht allen zusagen und Relativierungsversuche gemacht werden. Dazu passt auch, dass das Betreiben der begonnenen Forschungen bzw. die Studie publikatorisch weiter zu verarbeiten, nicht mehr im Rahmen der Förderung durch das Wissenschaftsressort des Landes Salzburg erfolgen soll.
Die Studie bietet Zündstoff:
Langzeitexposition könnte zu chronischen Stressbelastungen führen, die in der Lage wären, nachhaltig gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schäden hervorzurufen. Andere Umweltbelastungen und die unterschiedliche Konstitution und Regulationsfähigkeit der Menschen führen zu individuell unterschiedlich stark ausgeprägten Reaktionen. Folgendes Szenario wäre naheliegen: Der "Gesunde" kann möglicherweise für längere Zeit viele Belastungen ausregulieren, die Betreffenden sind "symptomfrei". Bei anhaltender Ueberforderung des Organismus kann die Situation kippen, und es kommt zu akuten körperlichen und/oder psychischen Störungen.
Fazit: Der "alte" Salzburger-Vorsorgewert" von 1 mW/m2 aus dem Jahr 1998 erscheint absolut gerechtfertigt, er liegt eher zu hoch als zu niedrig, denn Veränderungen sind schon bei der Hälfte erkennbar. Auch die Absenkung im Jahr 2002 erscheint damit auch auf Basis der vorliegenden Ergebnisse nachvollziehbar.
Elisabeth Buchs
http://www.salzburg.gv.at/handystrahlung
Abschlussbericht
Gesprächsprotokoll
Kurzbericht
Burgstaller: Noch zahlreiche offene Fragen in der Bewertung Raus: Studien fließen in österreichweite Strategie ein
Salzburger Landeskorrespondenz, 10.09.2007
(LK) Die Wissenschaft ist sich offensichtlich uneins darüber, ob und wie sich die Strahlung von Handymasten gesundheitsschädlich auf den Menschen auswirkt, fasst Landeshauptfrau Gabi Burgstaller heute, Montag, 10. September, das Ergebnis einer mehr als halbjährigen Debatte zusammen. Die Landeshauptfrau hatte ein Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hacker und Primar Univ.-Prof. Dr. Gernot Pauser aus Salzburg gefördert, das diese Auswirkungen untersuchte. Die Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass solche Auswirkungen möglich seien. Aufgrund der Brisanz der Ergebnisse hatte Burgstaller in Abstimmung mit den beiden Autoren die Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Begutachtung vorgelegt. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass dieser Nachweis durch die Studie nicht gegeben sei. Auch ein von der Landeshauptfrau initiiertes Gespräch der beiden Salzburger Wissenschafter mit einem hochrangigen Akademie-Experten Ende Juni hat keine Einigung erbracht. Die Akademie hält am Urteil der Gutachter fest, dass die Studie keine gültigen Schlüsse über die Auswirkungen der GSM-Anlagen auf den Menschen erlaube.
"Das Land kann nicht Schiedsrichter in einer wissenschaftlichen Streitfrage sein. Die Debatte hat gezeigt, dass es noch zahlreiche offene Fragen und Uneinigkeit in der Bewertung gibt", so Burgstaller. Für das Land heißt das, wie bisher mit Augenmaß, aber ohne Scheuklappen vorzugehen. In sensiblen Bereichen, etwa in der Umgebung von Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen sei besondere Vorsicht geboten. Im Sinne einer offenen und objektiven Information für alle Interessierten werden sowohl die Studie als auch das Protokoll des Expertengesprächs unter www.salzburg.gv.at/handystrahlung auf den Internetseiten des Landes zugänglich gemacht. Die beiden Salzburger Wissenschafter haben ihre Forschungen weitergeführt und stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung.
Der für die Umweltmedizin zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus hat bereits mit Infrastrukturminister Werner Faymann akkordiert, dass die Studien in Wien in die Entwicklung der österreichweiten Strategie einfließen. Faymann hat Raus zugesagt, die Studien dem Wissenschaftlichen Beirat Funk und dem Obersten Sanitätsrat zuzuweisen. Diese doppelte Zuweisung stellt sicher, dass Experten mit verschiedenen Ansätzen die Studien zur Verfügung gestellt bekommen. L191-22
Quelle: http://www.salzburg.gv.at:80/lkorr-meldung?nachrid=39276
Kommentar: Das habe ich mir schon gedacht, dass die Ergebnisse dieser Studie nicht allen zusagen und Relativierungsversuche gemacht werden. Dazu passt auch, dass das Betreiben der begonnenen Forschungen bzw. die Studie publikatorisch weiter zu verarbeiten, nicht mehr im Rahmen der Förderung durch das Wissenschaftsressort des Landes Salzburg erfolgen soll.
Die Studie bietet Zündstoff:
[b]Langzeitexposition könnte zu chronischen Stressbelastungen führen, die in der Lage wären, nachhaltig gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schäden hervorzurufen. Andere Umweltbelastungen und die unterschiedliche Konstitution und Regulationsfähigkeit der Menschen führen zu individuell unterschiedlich stark ausgeprägten Reaktionen. Folgendes Szenario wäre naheliegen: Der "Gesunde" kann möglicherweise für längere Zeit viele Belastungen ausregulieren, die Betreffenden sind "symptomfrei". Bei anhaltender Ueberforderung des Organismus kann die Situation kippen, und es kommt zu akuten körperlichen und/oder psychischen Störungen.
Fazit: Der "alte" Salzburger-Vorsorgewert" von 1 mW/m2 aus dem Jahr 1998 erscheint absolut gerechtfertigt, er liegt eher zu hoch als zu niedrig, denn Veränderungen sind schon bei der Hälfte erkennbar. Auch die Absenkung im Jahr 2002 erscheint damit auch auf Basis der vorliegenden Ergebnisse nachvollziehbar. [/b]
Elisabeth Buchs