Helmut Breunig zitiert aus Unterlagen zur Mainzer Studie:
Helmut Breunig hat geschrieben:
Herr Dahmen und seine Mitarbeiter/innen berichten ... Aufgabe des Vorhabens ist es, nach Begleiterkrankungen der Elektrosensibilität zu suchen. Zu diesem Zweck sollen signifikante Unterschiede zwischen einem Elektrosensiblen-Kollektiv und einer Kontrollgruppe in folgenden Bereichen ermittelt werden: allgemeiner Gesundheitszustand, Lebensqualität, Lebenszufriedenheit, Belastung durch Allergien, Schwermetalle, Chemikalien. Gleichzeitig sollen Gemeinsamkeiten in der Gruppe der Elektrosensiblen erfasst werden.
Genau wie Fricks Regensburger Studie wird hier nach Merkmalen gesucht, wie ein beliebiger Arzt die
so genannten Elektrosensiblen sicher erkennen kann. Warum so genannt? Das zeigt sich gleich:
Helmut Breunig hat geschrieben:
Da es bisher keine eindeutigen Diagnosekriterien und keine charakteristische Häufung bestimmter Symptome bei den Betroffenen gibt, kann die Auswahl der Probanden nur aufgrund deren eigener Charakterisierung erfolgen. Untersuchungen im Hinblick auf einen möglichen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und den Feldern des Mobilfunks oder sonstigen elektromagnetischen Feldern sind nicht Gegenstand dieses Vorhabens.
Es interessierte Dahmen und seine Mainzer also überhaupt nicht, ob die Symptome der "ES" von Feldern stammen. Wie generell bei Bioelectromagnetics Forschung wird ein Zusammenhang zwischen Feldern und Symptomen nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, und deshalb auch nicht erforscht.
Man geht davon aus, dass die so genannten „ES“ sich den Zusammenhang bloss einbilden, da er nicht nachgewiesen wurde, weil nicht danach gesucht wurde, bilden sich die so genannten „ES“ den Zusammenhang bloss ein, da er nicht nachgewiesen wurde, weil nicht ….
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[Endlosschlaufe]
Helmut Breunig hat geschrieben:
Die Personen der Kontrollgruppe wurden ... wurden nach Altersverteilung und Geschlecht an die elektrosensiblen Probanden angepasst. Signifikant mehr Kontrollpersonen als Elektrosensible sind erwerbstätig.
(Es fehlt hier die Erklärung, weshalb die Kontrollgruppe in dieser Hinsicht nicht angepasst wurde.)
Helmut Breunig hat geschrieben:
Über die Hälfte der untersuchten Elektrosensiblen hat an mehr als 5 Tagen pro Woche Beschwerden aufgrund elektromagnetischer Felder, Beschwerden an 1 bis 5 Tagen pro Woche haben weitere 35 %. Knapp 90 % fühlen sich in ihrer Lebensqualität durch elektromagnetische Felder eher stark bis sehr stark beeinträchtigt. Bei etwa 90 % bestehen die Beschwerden seit mehr als zwei Jahren, bei mehr als einem Drittel sogar schon seit mehr als 10 Jahren.
Das sieht nach krank machendem Dauerstress aus.
Helmut Breunig hat geschrieben:
Etwa 97 % der befragten Elektrosensiblen geben an, dass die Belastung vor allem am Schlafplatz auftritt. ….
Unter den genannten unspezifischen Beschwerden standen Schlafstörungen und Mattigkeit bei den Elektrosensiblen an der Spitze. …
Die befragten Elektrosensiblen leiden häufiger unter Kopfschmerzen und beurteilen ihre Schlafqualität deutlich schlechter, insbesondere gaben sie eine längere Einschlafzeit und eine kürzere Schlafdauer an.
Da die „ES“ oft über Schlafbeschwerden klagen, nehmen sie ihr Leiden gehäuft am Schlafplatz wahr. Stress baut sich nur über Stunden ab. Die verursachende Befeldung kann daher auch vor dem Aufsuchen des Schlafplatzes stattgefunden haben.
Helmut Breunig hat geschrieben:
Bei den Elektrosensiblen zeigte sich eine gegenüber den Personen der Kontrollgruppe höhere Depressivität …, was aber vom Forschungsnehmer vor allem auf Schlafstörungen, teilweise Arbeitsunfähigkeit und soziale Isolierung sowie auf die Besorgnis um die eigene Gesundheit zurückgeführt wird.
Das könnte auch eine Stressfolgeerscheinung sein.
Helmut Breunig hat geschrieben:
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität war aber bei den Elektrosensiblen vermindert, wobei die Unterschiede bei den körperbezogenen Werten ausgeprägter waren als bei den psychischen Werten.
Folgerung: Elektrostress wirkt sich in körperlichen Stressfolgerkrankungen aus. Die „ES“ sind ausser bezüglich Depression, welche auch eine Stressfolgeerkrankung ist, psychisch normal.
Helmut Breunig hat geschrieben:
Der ausstehende Abschluss der Laborerhebungen verhindert einstweilen den Abschluß des Gesamtprojekts. Inwieweit dies eine Nichtberücksichtigung der psychologischen Untersuchungsergebnisse der Mainzer Studie in die von Moser rapportierte Bewertung rechtfertigt und damit die weitgehende Alleinstellung der Frickschen Interpretationslinie bedingt bleibt hier offen.
Was die Mainzer gefunden haben, eignete sich wohl weniger zur Stigmatisierung der „ES“ durch Fehlinterpretation als einige Ergebnisse aus Regensburg.