von Elisabeth Buchs » 6. Februar 2005 10:12
Hallo Karl
Eine Kollegin von mir war aufgrund eines nahen Mobilfunksenders an ihrem früheren Arbeitsplatz elektrosensibel geworden und konnte in der Folge auch nicht mehr in ihrem Haus übernachten (in diesem Haus waren relativ hohe Werte für Niederfrequenz, ich habe dort gemessen und fühlte mich bei längeren Besuchen unwohl, bekam eine Unruhe, ein inneres Kribbeln, verbunden mit dem Wunsch, baldmöglichst verschwinden zu können). Meine Kollegin bekam immer wieder schubweise starke Kopfschmerzen, wenn sie irgendwo zuviel Elektrosmog abbekam und irgendwie auch noch zusammenhängend mit Luftfeuchtigkeit.
Sie fand nun für sich die Lösung, und zwar jahrelang, am Abend jeweils mit einem Camper in den Wald zu fahren, weit ab von elektrischen Leitungen und Mobilfunkantennen, dies übrigens auch bei eisiger Kälte, ohne Heizung, eingehüllt in einen Polarschlafsack, es entstand Kondenswasser, das wenn es sehr kalt war, zufror, einmal fiel ihr ein Eiszapfen aufs Gesicht. So etwas würde sicher niemand freiwillig machen, ohne wirklich verzweifelt zu sein. Sie nahm kein Messgerät mit, wir Elektrosensiblen sind in gewissem Sinn selber lebende Messgeräte. Es kam jedoch einige Male vor, dass sie merkte, dass es an einem Plätzchen im Wald nicht gut war für sie und sie mitten in der Nacht den Standort wechseln musste. Einige Male wurde sie von der Polizei aufgesucht, gab ihnen jeweils Kopien zum Thema Elektrosmog, mit der Zeit kannten sie sie und liessen sie in Ruhe. Sie konnte dadurch, dass sie in der Nacht während der Regenerationsphase aus dem Elektrosmog raus war, ihre gesundheitlichen Beschwerden erträglich halten. Nun ist sie übrigens umgezogen, kann wieder zuhause übernachten und hat ihre Empfindlichkeit, sie sagt, auch durch Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, reduzieren können.
Ich fand die Idee meiner Kollegin das einzig erfolgsversprechende, denn ab einer gewissen Empfindlichkeit verringert sich die Möglichkeit durch Umzug beschwerdefrei leben zu können, überall kann etwas sein oder dann später hinzukommen. Ich testete diese Art von Uebernachten im Wald ebenfalls, denn wenn die Elektrozäune in der Nacht nicht in Betrieb sind, vertrage ich sie am Tag. Eine sehr unerfreuliche Erfahrung, ich vertrug, auch wenn ich mich an den besten Plätzchen aufhielt, das Eisenblech des Campers nicht, vermutlich wegen der Magnetfeldverzerrung, nachprüfbar mit einem Kompass. Vielleicht wäre es besser mit einem Wohnmobil oder einem Wohnwagen aus Alu. Ich habe letzten Sommer zehn Campingplätze ausgemessen und fand überall "einen Haken". In einem ungeschützen Zelt im Wald mit entsprechender Feuchtigkeit ist ebenfalls alles andere als optimal.
Ich denke manchmal, wenn Elektroresistente nur während eines Monats einmal erleben würden, was für Elektrosensible Alltag bedeutet, würden sie manches anders sehen.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Hallo Karl
Eine Kollegin von mir war aufgrund eines nahen Mobilfunksenders an ihrem früheren Arbeitsplatz elektrosensibel geworden und konnte in der Folge auch nicht mehr in ihrem Haus übernachten (in diesem Haus waren relativ hohe Werte für Niederfrequenz, ich habe dort gemessen und fühlte mich bei längeren Besuchen unwohl, bekam eine Unruhe, ein inneres Kribbeln, verbunden mit dem Wunsch, baldmöglichst verschwinden zu können). Meine Kollegin bekam immer wieder schubweise starke Kopfschmerzen, wenn sie irgendwo zuviel Elektrosmog abbekam und irgendwie auch noch zusammenhängend mit Luftfeuchtigkeit.
Sie fand nun für sich die Lösung, und zwar jahrelang, am Abend jeweils mit einem Camper in den Wald zu fahren, weit ab von elektrischen Leitungen und Mobilfunkantennen, dies übrigens auch bei eisiger Kälte, ohne Heizung, eingehüllt in einen Polarschlafsack, es entstand Kondenswasser, das wenn es sehr kalt war, zufror, einmal fiel ihr ein Eiszapfen aufs Gesicht. So etwas würde sicher niemand freiwillig machen, ohne wirklich verzweifelt zu sein. Sie nahm kein Messgerät mit, wir Elektrosensiblen sind in gewissem Sinn selber lebende Messgeräte. Es kam jedoch einige Male vor, dass sie merkte, dass es an einem Plätzchen im Wald nicht gut war für sie und sie mitten in der Nacht den Standort wechseln musste. Einige Male wurde sie von der Polizei aufgesucht, gab ihnen jeweils Kopien zum Thema Elektrosmog, mit der Zeit kannten sie sie und liessen sie in Ruhe. Sie konnte dadurch, dass sie in der Nacht während der Regenerationsphase aus dem Elektrosmog raus war, ihre gesundheitlichen Beschwerden erträglich halten. Nun ist sie übrigens umgezogen, kann wieder zuhause übernachten und hat ihre Empfindlichkeit, sie sagt, auch durch Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, reduzieren können.
Ich fand die Idee meiner Kollegin das einzig erfolgsversprechende, denn ab einer gewissen Empfindlichkeit verringert sich die Möglichkeit durch Umzug beschwerdefrei leben zu können, überall kann etwas sein oder dann später hinzukommen. Ich testete diese Art von Uebernachten im Wald ebenfalls, denn wenn die Elektrozäune in der Nacht nicht in Betrieb sind, vertrage ich sie am Tag. Eine sehr unerfreuliche Erfahrung, ich vertrug, auch wenn ich mich an den besten Plätzchen aufhielt, das Eisenblech des Campers nicht, vermutlich wegen der Magnetfeldverzerrung, nachprüfbar mit einem Kompass. Vielleicht wäre es besser mit einem Wohnmobil oder einem Wohnwagen aus Alu. Ich habe letzten Sommer zehn Campingplätze ausgemessen und fand überall "einen Haken". In einem ungeschützen Zelt im Wald mit entsprechender Feuchtigkeit ist ebenfalls alles andere als optimal.
Ich denke manchmal, wenn Elektroresistente nur während eines Monats einmal erleben würden, was für Elektrosensible Alltag bedeutet, würden sie manches anders sehen.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs