Manipulationen in Studien des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms
(Auszug)
„Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramms (DMF), vom Bundesamt für Strahlenschutz aufgestellt und durchgeführt, vom Staat und Industrie je zur Hälfte finanziert wird seit seinem Abschluss im Sommer 2008 immer wieder für Entwarnungen genutzt. Doch die Berechtigung solcher Entwarnungen ist längst von vielen Seiten bestritten worden. So hat Dr. H. Peter Neitzke, Leiter des Ecolog-Instituts, dem Programm vorgeworfen, dass „neue (z. T. sehr deutliche) Befunde“ außer Acht gelassen wurden. Und zumal der besonders ausgiebig an dem DMF beteiligte Prof. Alexander Lerchl habe außerdem jedes der übernommenen Projekte für pseudowissenschaftlich begründete Entwarnungen und Grenzwertbestätigungen genutzt.
Prof. Franz Adlkofer hat drei zentrale Beiträge Lerchls zum DMF näher untersucht. Mit Experimenten an Zwerghamstern und einer bestimmten Spezies von Mäusen glaubt Lerchl bestätigt zu haben, dass nichts für schädigende Wirkungen elektromagnetischer Strahlung auf die Melatoninproduktion oder für eine Begünstigung von Krebs spricht. Die Tiere hätten sich unter der Wirkung der Strahlung oft sogar erkennbar besonders wohl gefühlt und gut entwickelt.
Schon der erwähnte Beitrag von H. Peter Neitzke beurteilt es als Spitzenleistung der Verharmlosung, wenn Lerchl sogar positive Effekte der Strahlung suggeriere. Adlkofer kann in seinen detaillierten Analysen zeigen, dass die vermeintlichen Erkenntnisse bester Strahlenverträglichkeit in Wahrheit auf eine Kombination von wissenschaftlichem Dilettantismus und industriegefälliger Manipulation zurückgehen.
Er sieht mit solchen Forschungen die „Grenze zum Betrug“ überschritten.
[siehe Franz Adlkofer: Wissenschaftliche Fehlleistungen im Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm, in: Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft S.32-43; das Zitat
S. 38 im Titel –
http://www.info.diagnose-funk.org/asset ... -5_web.pdf ]
Seine Beobachtungen widerlegen die stereotype Behauptung, dass mit dem DMF ein Gewinn an Sicherheit für die deutsche Bevölkerung verbunden war. Mit den nachweislichen Manipulationen waren die untersuchten Studien richtiger ein Beitrag zur Täuschung der politischen Entscheidungsträger, damit aber auch ein wirksamer Beitrag zur Gefährdung von Bevölkerung und Umwelt.“
Kommentar:
Die zu vorigen Ausführungen wurden der aktuellen KOI- Broschüre Heft Nr.8
„Was ist von Strahlenschutz-Auftrag geblieben?“ siehe Punkt II Seite 7 Artikel
„Beispiele gezielter Verharmlosung und manipulativer Schutz-Begrenzung“
entnommen.
In der Fortsetzung wird auch die Verharmlosung des Kinderschutzes, die Langzeitwirkung von E-Smog, die Dementierung von Risiken für Tiere und Pflanzen, die dubiosen Grenzwerte sowie der versäumte technologische Fortschritt thematisiert.
Insgesamt gesehen kommt man zu der Erkenntnis, dass das vielgepriesene DMF als Feigenblatt der Unbedenklichkeit herangezogen wird und der Täuschung von Entscheidungsträgern dient.
Es empfiehlt sich die Broschüre als Dokument in Printform zuzulegen.
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