von conviva » 9. März 2018 17:12
Das Gegeninterview zu Spitzer noch am selben Tag auf DLF.
http://www.deutschlandfunk.de/digitalis ... _id=412543
Digitalisierung an Schulen"
Jede Schwarz- oder Weißmalerei ist da fehl am Platz"
"Computer und Tablets haben sehr wohl etwas im Unterricht zu suchen - aber es kommt eben drauf an, was man damit macht", so der Medienwissenschaftler Markus Appel im Dlf. Die Frage nach deren Einfluss im Klassenzimmer dürfe nicht einseitig beantwortet werden - das verschleiere die Herausforderungen.
Markus Appel im Gespräch mit Arndt Reuning
Es lohnt sich den Text zu lesen! Prof. Appel erforscht u.a., welche Auswirkungen es haben kann, was die Leute sich erzählen ("das Narrativ"). (Mehr ist dazu zu finden auf
http://www.mcm.uni-wuerzburg.de/arbeits ... kus-appel/)
Da war er die richtige Auswahl für ein Gegeninterview zu Spitzer. Auch die Sprachfertigkeit des akademischen Medienpsychologen lässt aufhorchen.
Zuerest noch entwickelt der Moderator aus den aus wissenschaftlichen Befunden abgeleiteten Interviewantworten von Spitze sehr konkrete Fragen an Appel. Dessen Antworten bleiben im erzählenden Ungefähren und kommen doch zugleich mit einer Selbstsicherheit daher, die sich auf die Gewissheit stützt, dass er damit im - vorgeblichen - Mainstream schwimmt.
Reuning: Halten Sie denn vor diesem Hintergrund die Argumentationslinie von Manfred Spitzer überhaupt für seriös?
Der Moderator unterstellt unvermittelt, dass das zuvor von Appel Angeführte ein Maßstab sein könnte, mit dem die wissenschaftliche Seriosität von Spitzers Aussagen zu bemessen wäre. Dieser Dreh des Moderators scheint wie gerufen zu kommen. Appel dreht im Erzählstil rhetorisch auf, ohne jedoch in der Sache Butter bei die Fische bringen zu können:
Appel: Eine solche Argumentationslinie ist weit ab vom wissenschaftlichen Mainstream, würde ich sagen. Also die ist ganz extrem, und in dieser Nichtausgewogenheit spiegelt die in keinem Fall den wissenschaftlichen Forschungsstand wider. Das heißt, solche Sachen hört man auch nicht auf Fachkonferenzen, so was hört man und liest man auch nicht in Fachartikeln, sondern das ist typischerweise sehr ausgewogen, die Suche nach Chancen, aber auch das Berücksichtigen von Risiken, und mit dieser Schwarz-Weiß-Malerei fährt das vollkommen weg.
Konsens mit dem Mainstream wird daher gebracht als Massstab dafür, dass Befunde und ihre Bewertungen wissenschaftlich begründet sind. Erzählung als Bewertung von Wissenschaft. Die Umkehrung von Repacholis Strategie.
Man muss da wirklich sachlich anschauen,... wo denn die sachlichen Begründungen für die Behauptungen des Medienpsychologen im Interview enthalten sind. Mit exakten Zahlen hat er es nicht, denn exakte Zahlen sind ganz generell in den Sozialwisssenschaften mit Vorsicht zu genießen. Dagegen scheint dem Medienpsychologen eines Sicherheit zu vermitteln, das Wissen, dass der Mainstream eine ungefähre, aber gaaaanz große Zahl ist.
Wie war nochmal die konkrete Frage?
Moderator: Wie stellt sich denn die Studienlage im Moment dar? Was weiß man über den Einfluss, den digitale Medien auf den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen haben, positiv oder eben negativ?
Spitzer wurde dies Frage so vom Medienvertreter nicht gestellt. Brauchte sie auch nicht. Denn der stellte sie selbst und hat klare Antworten gefunden. Aber heazsgekommen sind seine abwegigen Gruselgeschichten. Die bringen die Leute doch nur zum ... aahh, da ist jetzt doch wieder Repacholis Strategie.
Wie nun? Von Strahlung war nirgends die Rede. Und dieser Beitrag ist nur die Skizze zu einer Erzählung.

Das Gegeninterview zu Spitzer noch am selben Tag auf DLF.
http://www.deutschlandfunk.de/digitalisierung-an-schulen-jede-schwarz-oder-weissmalerei.676.de.html?dram:article_id=412543
[i][b]Digitalisierung an Schulen"
Jede Schwarz- oder Weißmalerei ist da fehl am Platz"[/b]
"Computer und Tablets haben sehr wohl etwas im Unterricht zu suchen - aber es kommt eben drauf an, was man damit macht", so der Medienwissenschaftler Markus Appel im Dlf. Die Frage nach deren Einfluss im Klassenzimmer dürfe nicht einseitig beantwortet werden - das verschleiere die Herausforderungen.
Markus Appel im Gespräch mit Arndt Reuning[/i]
Es lohnt sich den Text zu lesen! Prof. Appel erforscht u.a., welche Auswirkungen es haben kann, was die Leute sich erzählen ("das Narrativ"). (Mehr ist dazu zu finden auf http://www.mcm.uni-wuerzburg.de/arbeitsbereiche/medienkommunikation/personen/prof-dr-markus-appel/)
Da war er die richtige Auswahl für ein Gegeninterview zu Spitzer. Auch die Sprachfertigkeit des akademischen Medienpsychologen lässt aufhorchen.
Zuerest noch entwickelt der Moderator aus den aus wissenschaftlichen Befunden abgeleiteten Interviewantworten von Spitze sehr konkrete Fragen an Appel. Dessen Antworten bleiben im erzählenden Ungefähren und kommen doch zugleich mit einer Selbstsicherheit daher, die sich auf die Gewissheit stützt, dass er damit im - vorgeblichen - Mainstream schwimmt.
[i][b]Reuning: [/b]Halten Sie denn vor diesem Hintergrund die Argumentationslinie von Manfred Spitzer überhaupt für seriös?[/i]
Der Moderator unterstellt unvermittelt, dass das zuvor von Appel Angeführte ein Maßstab sein könnte, mit dem die wissenschaftliche Seriosität von Spitzers Aussagen zu bemessen wäre. Dieser Dreh des Moderators scheint wie gerufen zu kommen. Appel dreht im Erzählstil rhetorisch auf, ohne jedoch in der Sache Butter bei die Fische bringen zu können:
[i][b]Appel[/b]: Eine solche Argumentationslinie ist weit ab vom wissenschaftlichen Mainstream, würde ich sagen. Also die ist ganz extrem, und in dieser Nichtausgewogenheit spiegelt die in keinem Fall den wissenschaftlichen Forschungsstand wider. Das heißt, solche Sachen hört man auch nicht auf Fachkonferenzen, so was hört man und liest man auch nicht in Fachartikeln, sondern das ist typischerweise sehr ausgewogen, die Suche nach Chancen, aber auch das Berücksichtigen von Risiken, und mit dieser Schwarz-Weiß-Malerei fährt das vollkommen weg.[/i]
Konsens mit dem Mainstream wird daher gebracht als Massstab dafür, dass Befunde und ihre Bewertungen wissenschaftlich begründet sind. Erzählung als Bewertung von Wissenschaft. Die Umkehrung von Repacholis Strategie. :mrgreen:
[i]Man muss da wirklich sachlich anschauen,...[/i] wo denn die sachlichen Begründungen für die Behauptungen des Medienpsychologen im Interview enthalten sind. Mit exakten Zahlen hat er es nicht, denn exakte Zahlen sind ganz generell in den Sozialwisssenschaften mit Vorsicht zu genießen. Dagegen scheint dem Medienpsychologen eines Sicherheit zu vermitteln, das Wissen, dass der Mainstream eine ungefähre, aber gaaaanz große Zahl ist.
Wie war nochmal die konkrete Frage?
[i][b]Moderator: [/b]Wie stellt sich denn die Studienlage im Moment dar? Was weiß man über den Einfluss, den digitale Medien auf den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen haben, positiv oder eben negativ?[/i]
Spitzer wurde dies Frage so vom Medienvertreter nicht gestellt. Brauchte sie auch nicht. Denn der stellte sie selbst und hat klare Antworten gefunden. Aber heazsgekommen sind seine abwegigen Gruselgeschichten. Die bringen die Leute doch nur zum ... aahh, da ist jetzt doch wieder Repacholis Strategie.
Wie nun? Von Strahlung war nirgends die Rede. Und dieser Beitrag ist nur die Skizze zu einer Erzählung. :wink: