Peter Hensinger:
Eltern für eine gute Volksschule
Wie lebendig kann «digitalisierte Schule» sein?
Auf dem Weg zu einer Schule ohne Lehrer?
Über einige Folgen der Googlification des Erziehungswesens
http://starkevolksschulesg.ch/wp-conten ... 180127.pdf
Judith Barben:
Kinder im Netz globaler Konzerne
Der Lehrplan 21 als Manipulationsinstrument
Für eine verantwortungsvolleund ehrliche Diskussion über die Aufgabe unserer Volksschule
http://starkevolksschulesg.ch/wp-conten ... m-netz.pdf
"Digitalisierte Bildung"
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conviva
Re: "Digitalisierte Bildung"
Die Australier haben 2008 Computer eingeführt und 2016 wieder weggeräumt, weil sie so schlecht geworden sind in der Pisa-Studie.
Manfred Spitzer am 8.3.2018 im Interview des Deutschlandfunks.
http://www.deutschlandfunk.de/digitales ... _id=412480
Das soll nun in Deutschland, der Schweiz und anderswo flächendeckend verbreitet werden?
Das Bildungsböckchen springt über das digitale Stöckchen.
Es heißt, dass in einer Schafherde die nachfolgenden Schafe an der Stelle noch ein Sprüngchen vollführen, wo das vorausgehende Leittier über ein Hindernis gesprungen ist, auch wenn das Hindernis nicht mehr da ist, bis sie an die selbe Stelle gekommen sind.
Armbrüster: Aber diese Geräte gehören zu unserem Alltag. Sie gehören dazu, sie sind nicht mehr wegzukriegen.
Spitzer: Moment! Das Argument, das akzeptiere ich gar nicht. Es hat immer bei jeder neuen Technik eine Technik-Folgenabschätzung gegeben. Irgendwann hat man radioaktive Strahlen erfunden und dann hat man überlegt, was machen wir mit denen und wie gehen wir vernünftig damit um. Als die Röntgen-Strahlen erfunden wurden, haben die sich in Berlin 1895 gegenseitig geröntgt. Heute greifen wir uns an den Kopf, was die sich alles für Schaden zugefügt haben. In den Kinderabteilungen der Schuhgeschäfte gab es tausende von Durchleuchtungsgeräten. Das ist das strahlenintensivste Verfahren in der Medizin, und die waren in den Kinderabteilungen bis in die 70er-Jahre, bis sie langsam ausgeführt wurden. Man hat zum Beispiel auch Asbest in den Häusern nicht einfach hingenommen und man sagt ja auch nicht, das ist halt da, wir gehen weniger rein. Nein, wir reißen die Häuser ab.
WLan im Klassenzimmer macht die Leistung um 18 Prozent schlechter, weil die Kinder mehr abgelenkt sind.
Beschränkungen kognitiver Funktionen durch Strahlung wurden auch schon belegt?
Wie viel Verstand muss eine Generation haben, um bemerken zu können, wodurch sie der nachfolgenden Generation schadet?
Die wollen das gar nicht hören. Die wollen das einfach nicht hören. Das ist kriminell!
Könnte es auch sein, dass Strahlung starrsinnig macht?
Manfred Spitzer am 8.3.2018 im Interview des Deutschlandfunks.
http://www.deutschlandfunk.de/digitales ... _id=412480
Das soll nun in Deutschland, der Schweiz und anderswo flächendeckend verbreitet werden?
Das Bildungsböckchen springt über das digitale Stöckchen.
Es heißt, dass in einer Schafherde die nachfolgenden Schafe an der Stelle noch ein Sprüngchen vollführen, wo das vorausgehende Leittier über ein Hindernis gesprungen ist, auch wenn das Hindernis nicht mehr da ist, bis sie an die selbe Stelle gekommen sind.
Armbrüster: Aber diese Geräte gehören zu unserem Alltag. Sie gehören dazu, sie sind nicht mehr wegzukriegen.
Spitzer: Moment! Das Argument, das akzeptiere ich gar nicht. Es hat immer bei jeder neuen Technik eine Technik-Folgenabschätzung gegeben. Irgendwann hat man radioaktive Strahlen erfunden und dann hat man überlegt, was machen wir mit denen und wie gehen wir vernünftig damit um. Als die Röntgen-Strahlen erfunden wurden, haben die sich in Berlin 1895 gegenseitig geröntgt. Heute greifen wir uns an den Kopf, was die sich alles für Schaden zugefügt haben. In den Kinderabteilungen der Schuhgeschäfte gab es tausende von Durchleuchtungsgeräten. Das ist das strahlenintensivste Verfahren in der Medizin, und die waren in den Kinderabteilungen bis in die 70er-Jahre, bis sie langsam ausgeführt wurden. Man hat zum Beispiel auch Asbest in den Häusern nicht einfach hingenommen und man sagt ja auch nicht, das ist halt da, wir gehen weniger rein. Nein, wir reißen die Häuser ab.
WLan im Klassenzimmer macht die Leistung um 18 Prozent schlechter, weil die Kinder mehr abgelenkt sind.
Beschränkungen kognitiver Funktionen durch Strahlung wurden auch schon belegt?
Wie viel Verstand muss eine Generation haben, um bemerken zu können, wodurch sie der nachfolgenden Generation schadet?
Die wollen das gar nicht hören. Die wollen das einfach nicht hören. Das ist kriminell!
Könnte es auch sein, dass Strahlung starrsinnig macht?
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conviva
Re: "Digitalisierte Bildung"
Das Gegeninterview zu Spitzer noch am selben Tag auf DLF.
http://www.deutschlandfunk.de/digitalis ... _id=412543
Digitalisierung an Schulen"
Jede Schwarz- oder Weißmalerei ist da fehl am Platz"
"Computer und Tablets haben sehr wohl etwas im Unterricht zu suchen - aber es kommt eben drauf an, was man damit macht", so der Medienwissenschaftler Markus Appel im Dlf. Die Frage nach deren Einfluss im Klassenzimmer dürfe nicht einseitig beantwortet werden - das verschleiere die Herausforderungen.
Markus Appel im Gespräch mit Arndt Reuning
Es lohnt sich den Text zu lesen! Prof. Appel erforscht u.a., welche Auswirkungen es haben kann, was die Leute sich erzählen ("das Narrativ"). (Mehr ist dazu zu finden auf http://www.mcm.uni-wuerzburg.de/arbeits ... kus-appel/)
Da war er die richtige Auswahl für ein Gegeninterview zu Spitzer. Auch die Sprachfertigkeit des akademischen Medienpsychologen lässt aufhorchen.
Zuerest noch entwickelt der Moderator aus den aus wissenschaftlichen Befunden abgeleiteten Interviewantworten von Spitze sehr konkrete Fragen an Appel. Dessen Antworten bleiben im erzählenden Ungefähren und kommen doch zugleich mit einer Selbstsicherheit daher, die sich auf die Gewissheit stützt, dass er damit im - vorgeblichen - Mainstream schwimmt.
Reuning: Halten Sie denn vor diesem Hintergrund die Argumentationslinie von Manfred Spitzer überhaupt für seriös?
Der Moderator unterstellt unvermittelt, dass das zuvor von Appel Angeführte ein Maßstab sein könnte, mit dem die wissenschaftliche Seriosität von Spitzers Aussagen zu bemessen wäre. Dieser Dreh des Moderators scheint wie gerufen zu kommen. Appel dreht im Erzählstil rhetorisch auf, ohne jedoch in der Sache Butter bei die Fische bringen zu können:
Appel: Eine solche Argumentationslinie ist weit ab vom wissenschaftlichen Mainstream, würde ich sagen. Also die ist ganz extrem, und in dieser Nichtausgewogenheit spiegelt die in keinem Fall den wissenschaftlichen Forschungsstand wider. Das heißt, solche Sachen hört man auch nicht auf Fachkonferenzen, so was hört man und liest man auch nicht in Fachartikeln, sondern das ist typischerweise sehr ausgewogen, die Suche nach Chancen, aber auch das Berücksichtigen von Risiken, und mit dieser Schwarz-Weiß-Malerei fährt das vollkommen weg.
Konsens mit dem Mainstream wird daher gebracht als Massstab dafür, dass Befunde und ihre Bewertungen wissenschaftlich begründet sind. Erzählung als Bewertung von Wissenschaft. Die Umkehrung von Repacholis Strategie.
Man muss da wirklich sachlich anschauen,... wo denn die sachlichen Begründungen für die Behauptungen des Medienpsychologen im Interview enthalten sind. Mit exakten Zahlen hat er es nicht, denn exakte Zahlen sind ganz generell in den Sozialwisssenschaften mit Vorsicht zu genießen. Dagegen scheint dem Medienpsychologen eines Sicherheit zu vermitteln, das Wissen, dass der Mainstream eine ungefähre, aber gaaaanz große Zahl ist.
Wie war nochmal die konkrete Frage?
Moderator: Wie stellt sich denn die Studienlage im Moment dar? Was weiß man über den Einfluss, den digitale Medien auf den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen haben, positiv oder eben negativ?
Spitzer wurde dies Frage so vom Medienvertreter nicht gestellt. Brauchte sie auch nicht. Denn der stellte sie selbst und hat klare Antworten gefunden. Aber heazsgekommen sind seine abwegigen Gruselgeschichten. Die bringen die Leute doch nur zum ... aahh, da ist jetzt doch wieder Repacholis Strategie.
Wie nun? Von Strahlung war nirgends die Rede. Und dieser Beitrag ist nur die Skizze zu einer Erzählung.
http://www.deutschlandfunk.de/digitalis ... _id=412543
Digitalisierung an Schulen"
Jede Schwarz- oder Weißmalerei ist da fehl am Platz"
"Computer und Tablets haben sehr wohl etwas im Unterricht zu suchen - aber es kommt eben drauf an, was man damit macht", so der Medienwissenschaftler Markus Appel im Dlf. Die Frage nach deren Einfluss im Klassenzimmer dürfe nicht einseitig beantwortet werden - das verschleiere die Herausforderungen.
Markus Appel im Gespräch mit Arndt Reuning
Es lohnt sich den Text zu lesen! Prof. Appel erforscht u.a., welche Auswirkungen es haben kann, was die Leute sich erzählen ("das Narrativ"). (Mehr ist dazu zu finden auf http://www.mcm.uni-wuerzburg.de/arbeits ... kus-appel/)
Da war er die richtige Auswahl für ein Gegeninterview zu Spitzer. Auch die Sprachfertigkeit des akademischen Medienpsychologen lässt aufhorchen.
Zuerest noch entwickelt der Moderator aus den aus wissenschaftlichen Befunden abgeleiteten Interviewantworten von Spitze sehr konkrete Fragen an Appel. Dessen Antworten bleiben im erzählenden Ungefähren und kommen doch zugleich mit einer Selbstsicherheit daher, die sich auf die Gewissheit stützt, dass er damit im - vorgeblichen - Mainstream schwimmt.
Reuning: Halten Sie denn vor diesem Hintergrund die Argumentationslinie von Manfred Spitzer überhaupt für seriös?
Der Moderator unterstellt unvermittelt, dass das zuvor von Appel Angeführte ein Maßstab sein könnte, mit dem die wissenschaftliche Seriosität von Spitzers Aussagen zu bemessen wäre. Dieser Dreh des Moderators scheint wie gerufen zu kommen. Appel dreht im Erzählstil rhetorisch auf, ohne jedoch in der Sache Butter bei die Fische bringen zu können:
Appel: Eine solche Argumentationslinie ist weit ab vom wissenschaftlichen Mainstream, würde ich sagen. Also die ist ganz extrem, und in dieser Nichtausgewogenheit spiegelt die in keinem Fall den wissenschaftlichen Forschungsstand wider. Das heißt, solche Sachen hört man auch nicht auf Fachkonferenzen, so was hört man und liest man auch nicht in Fachartikeln, sondern das ist typischerweise sehr ausgewogen, die Suche nach Chancen, aber auch das Berücksichtigen von Risiken, und mit dieser Schwarz-Weiß-Malerei fährt das vollkommen weg.
Konsens mit dem Mainstream wird daher gebracht als Massstab dafür, dass Befunde und ihre Bewertungen wissenschaftlich begründet sind. Erzählung als Bewertung von Wissenschaft. Die Umkehrung von Repacholis Strategie.
Man muss da wirklich sachlich anschauen,... wo denn die sachlichen Begründungen für die Behauptungen des Medienpsychologen im Interview enthalten sind. Mit exakten Zahlen hat er es nicht, denn exakte Zahlen sind ganz generell in den Sozialwisssenschaften mit Vorsicht zu genießen. Dagegen scheint dem Medienpsychologen eines Sicherheit zu vermitteln, das Wissen, dass der Mainstream eine ungefähre, aber gaaaanz große Zahl ist.
Wie war nochmal die konkrete Frage?
Moderator: Wie stellt sich denn die Studienlage im Moment dar? Was weiß man über den Einfluss, den digitale Medien auf den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen haben, positiv oder eben negativ?
Spitzer wurde dies Frage so vom Medienvertreter nicht gestellt. Brauchte sie auch nicht. Denn der stellte sie selbst und hat klare Antworten gefunden. Aber heazsgekommen sind seine abwegigen Gruselgeschichten. Die bringen die Leute doch nur zum ... aahh, da ist jetzt doch wieder Repacholis Strategie.
Wie nun? Von Strahlung war nirgends die Rede. Und dieser Beitrag ist nur die Skizze zu einer Erzählung.
-
conviva
Re: "Digitalisierte Bildung"
Spitz gegen Spitzer
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 97453.html
Bestsellerautor über Einsamkeit - Die Methode Spitzer
Manfred Spitzer, der mit der "Digitalen Demenz", hat ein neues Buch geschrieben. Diesmal geht es um Einsamkeit, aber auch an der ist wieder irgendwie das Internet schuld. Warum kaufen die Leute sowas eigentlich?
Eine Kolumne von Christian Stöcker
Kaum hat Spitzer im DLF einen "Rundumschlag" (neutraler O-Ton DLF) vollführt, kommt der SPIEGEL daher, um ihm den Spiegel vorzuhalten und dabei schnell mal wieder all jene unbedarften Gemüter vor Alarmismus zu schützen, die noch nicht in der Redaktion zum Kuscheln waren.
Irgendwie scheint der Spiegel zum Verwalter des Index der säkularisierten Inquisition zu verkommen. Da muss man liberal daher kommen. A la: "Wie kann man denn so etwas lesen? Sind die Leute denn doof?"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 97453.html
Bestsellerautor über Einsamkeit - Die Methode Spitzer
Manfred Spitzer, der mit der "Digitalen Demenz", hat ein neues Buch geschrieben. Diesmal geht es um Einsamkeit, aber auch an der ist wieder irgendwie das Internet schuld. Warum kaufen die Leute sowas eigentlich?
Eine Kolumne von Christian Stöcker
Kaum hat Spitzer im DLF einen "Rundumschlag" (neutraler O-Ton DLF) vollführt, kommt der SPIEGEL daher, um ihm den Spiegel vorzuhalten und dabei schnell mal wieder all jene unbedarften Gemüter vor Alarmismus zu schützen, die noch nicht in der Redaktion zum Kuscheln waren.
Irgendwie scheint der Spiegel zum Verwalter des Index der säkularisierten Inquisition zu verkommen. Da muss man liberal daher kommen. A la: "Wie kann man denn so etwas lesen? Sind die Leute denn doof?"