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Rattenhirne und 3G Exposition

Verfasst: 4. Dezember 2013 09:29
von Eva Weber
http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&aid=23361

Die Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld, emittiert von einem 3G-Mobiltelefon, könnte eine schädliche Wirkung auf das Gehirn von jungen Ratten haben.


Kommentar:

Nachdem nun den Schulkindern Smartphones und Tablets sogar geschenkt werden und sie diese dann verwenden müssen, um gescheiter zu werden, sind die Folgen absehbar - falls sie nicht wieder auf etwas anderes geschoben werden. Da die jungen Ratten relativ selten telefonieren und Ergebnisse von Tierstudien mWn noch nie zu etwas anderem führten, als zu weiteren Tierstudien, kann man getrost auf die Kinder warten und das Geschäft weiter forcieren.

Eva Weber

Verfasst: 4. Dezember 2013 16:28
von Chefkoch
Dies wird Sie aber auch nicht weiterbringen denn leider ist sogar Wuff der Meinung, dass Tierversuche ich Sachen EMF nicht sinnvoll sind und nicht so ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden können. Schreibt er doch hier (viewtopic.php?p=62560#62560): Es gibt sinnvolle Tierversuche, diese sind aber in der EMF-Forschung selten, so spontan fällt mir keiner ein
Für den Zwoten Teil deiner Aussage fehlt mir leider der entsprechende Link. Sollte ich den noch finden werde ich ihn nachreichen. Ich bin jedoch der Meinung, dass Wuff sich schon dahingehend geäussert hat.

Wobei durchaus noch Hoffnung besteht, hat er hier (viewtopic.php?p=64777#64777) doch angekündigt: Fortsetzung folgt zur Frage, ob Tierversuche hier überhaupt aussagefähig für Kinder sind.
Vielleicht kommt ja noch was. Oder habe ich es ganz einfach übersehen? Auch möglich.

Verfasst: 5. Dezember 2013 00:04
von Eva Weber
@Chefkoch. Da könnten Sie doch gleich mal Prof. Lerchl nach seiner Rattenstudie fragen für die er mWn 500.000 Euro bekommen hat. Sie kriegen bestimmt Antwort!

Meiner Ansicht nach werden Tierstudien so genommen, wie man sie eben gerade braucht. Bei EMF braucht man sie anscheinend auf keinen Fall, denn, sollten sie positive Ergebnisse bringen, werden sie eben nicht berücksichtigt.

Wenn ich an die Rinderstudie erinnere, die mWn im Endeffekt anders veröffentlicht war, als die ursprünglichen Ergebisse und die wiederholt werden sollte, was aber dann immer wieder abgelehnt wurde, so war es doch da auch so, dass die Studie gar nicht interessierte - aus immer welchem Grunde.

Die Koniferen-Studie et al. ist bis heute nicht wiederholt, obwohl Herr Prof. Lerchl am Ball bleiben wollte, lieber macht man die weiß wievielte Ratten-. Mäuse-, Hamsterstudie, die dann wieder nicht auf den Menschen anwendbar ist.

Bei Contergan war es das Gegenteil. Ca. 7500 missgebildete Kinder, aber das Medikament war es noch lange Zeit nicht, da die Mäusestudien negativ waren. So ist das eben!

Eva Weber

Verfasst: 5. Dezember 2013 12:27
von Chefkoch
Chefkoch hat geschrieben:Für den Zwoten Teil deiner Aussage fehlt mir leider der entsprechende Link
Ich Du Er, Wir Sie Es. Dein mein unser. oder wie ging das schon wieder? Auf jeden Fall meinte ich "Im zwoten Teil meiner Aussage… (das von wegen nicht auf den Menschen übertragbar).
Und warum ausgerechnet ich von Dr. Lerchl eine Antwort erhalten soll, wissen wohl auch nur Sie. Fragen Sie ihn doch selber. Ich bin sicher dass Sie, wenn Sie anständig sowie kurz und bündig fragen, eine Antwort bekommen werden.

Jungtiere als Modell für Kinder?

Verfasst: 5. Dezember 2013 14:53
von Wuff
Jungtiere als Modell für Kinder?
Chefkoch hat geschrieben:Dies wird Sie aber auch nicht weiterbringen denn leider ist sogar Wuff der Meinung, dass Tierversuche ich Sachen EMF nicht sinnvoll sind und nicht so ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden können. Schreibt er doch hier (viewtopic.php?p=62560#62560): Es gibt sinnvolle Tierversuche, diese sind aber in der EMF-Forschung selten, so spontan fällt mir keiner ein
Für den Zwoten Teil deiner Aussage fehlt mir leider der entsprechende Link. Sollte ich den noch finden werde ich ihn nachreichen. Ich bin jedoch der Meinung, dass Wuff sich schon dahingehend geäussert hat.

Wobei durchaus noch Hoffnung besteht, hat er hier (viewtopic.php?p=64777#64777) doch angekündigt: Fortsetzung folgt zur Frage, ob Tierversuche hier überhaupt aussagefähig für Kinder sind.
Vielleicht kommt ja noch was. Oder habe ich es ganz einfach übersehen? Auch möglich.
Auf Einzelheiten Ihres Postings kann ich nicht eingehen, denn die von Ihnen gebrachten Widersprüchlichkeiten sind nur dann solche, wenn die Zitate ausserhalb des ursprünglichen Zusammenhangs verwendet werden, und diese Nachweis, wenn er im Detail geführt würde, würde mich und andere bloss langweilen.

Das von Ihnen angesprochene Problem ist jedoch interessant: Kann aus möglichen Besonderheiten in der biologischen Reaktion juveniler Ratten auf Exposition zu EMF im Vergleich zur Reaktion ad ulter Ratten auf möglichen Unterschiede zwischen Kindern und erwachsenen Menschen geschlossen werden? Hier hängt es von der konkreten Fragestellung des Experiments ab, und zwar erstens, ob der untersuchte Teil des Systems "Ratte" ähnlich genug der Entsprechung beim Menschen sei, um von Rattenkindern auf Menschenkinder zu schliessen, und zweitens, ob sich die juvenilen Ratten von den adu lten Ratten in dieser Hinsicht in gleicher Weise unterscheiden, wie sich Kinder von Erwachsenen unterscheiden.

Diese Bedingungen sind kaum je mit solcher Gewissheit erfüllt, dass von Versuchen mit juvenilen Ratten direkt auf besonderen und konkreten Vorsorgebedarf bei Kindern geschlossen werden kann.

Bei der verlinkten Studie wurde kein Vergleich zwischen juvenilien und adul ten Tieren durchgeführt. Die Ergebnisse sind aber unabhängig vom Alter der Versuchstiere interessant, und verdienen eine Verifikation und gegebenenfalls eine Vertiefung.

Es wurde auch noch kein Vergleich der 3G-Strahlung mit UMTS und GSM gemacht. Darum können wir nur vermuten und nicht wissen, ob die Verhinderung von 3G Mobilfunk ein richtiger Beitrag zur Vorsorge ist.

Sind 3G-Telefone das ideale Kindergeschenk?

Verfasst: 7. Dezember 2013 17:19
von Wuff
Sind 3G-Telefone das ideale Kindergeschenk?


Wir haben einmal das Abstract der Studie, die in EMF-Portal aufgenommen wurde, mit gekürztem Titel und sonstiger geringer Kürzung übersetzt:


Kurztitel: Athermische Aktivierung einer Stressachse durch 3G Mobiltelefon bei Ratten

Die biologischen Effekte von Handy- Strahlung sind gegenwärtig Gegenstand von Debatten. Mit dieser Studie wurde die Wirkung der Exposition zu 3G-Mobiltelefonen [...] auf das 45 Tage alte [...] Rattengehirn untersucht. Die Tiere wurden während 60 Tagen täglich 2 Stunden lang exponiert. [...]Unmittelbar nach den 60 Tagen Exposition wurden die Tiere getötet und eine Anzahl Parameter (DNA-Doppelstrangbruch, Mikrokerne, Caspase 3, Apoptose, DNA-Fragmentierung, Expression von stressreaktiven Genen) wurde untersucht. Vom 3G-Mobiltelefon emittierte Mikrowellenstrahlung verursachte signifikant DNA- Strangbrüche in Gehirn. In der exponierten Gruppe wurde auch ein signifikanter (P <0,05) Anstieg bei Mikrokernen, Caspase 3 und Apoptose beobachtet. Die 3G-Mobilfunk-Exposition führte zu einem vorübergehenden Anstieg der Phosphorylierung von Hsp27, Hsp70 und p38 Mitogen-aktivierter Protein-Kinase (p38MAPK), die zu einer mitochondrial dysfunktional vermittelten Freisetzung von Cytochrom c und zur anschließenden Aktivierung von Caspasen führt, die am Prozess des strahlungsinduzierten apoptotischen Zelltodes beteiligt ist. Die Studie zeigt, dass der oxidative Stress als Hauptfaktor eine Vielzahl von zellulären Signalwegen aktiviert; dabei ist der hsp27/p38MAPK der Hauptpfad der Stressreaktion. In den Resultaten ist der Schluss, dass 3G-Mobiltelefonstrahlung die Gehirnfunktionen beeinflusst und mehrere neurologische Erkrankungen verursacht. [Auszeichnungen von Wuff]


Das ist eine Studie mit ganz bedenklichen Ergebnissen, die einen vor dem Kauf eines 3G Mobiltelefons zurückschrecken lassen. Warum wird die Studie nicht weiter beachtet, jedenfalls auch nicht im Desinfoblog des izgmf.de?

Das von den EMF-emittierenden Branchen gesponserte EMF-Portal übersetzt den Text („Results conclude that 3G mobile phone radiations affect the brain function and cause several neurological disorders“ [Auszeichnung von Wuff]) in http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&aid=23361 auf seine etwas besondere, bekannte Weise:

„Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld, emittiert von einem 3G-Mobiltelefon, eine schädliche Wirkung auf das Gehirn von jungen Ratten haben könnte.“ [Auszeichnung von Wuff]

Wäre diese verharmlosende Übersetzung ein Einzelfall, dann könnte man darüber hinwegsehen. Es steckt aber ein bestimmtes System dahinter, das wir bereits früher kritisiert haben. In dankenswerter Fleiss- und Schweissarbeit hat Spatenpauli die wichtigsten Kritikpunkte am EMF-Portal zusammengefasst und zu den Originalquellen verlinkt, siehe http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=55389 . Das neue Elaborat des EMF-Portals bestätigt die Kritik, nämlich dass das EMF-Portal die Verdünnungsstrategie erst so richtig zum Wirken kommen lässt. Die neue Rattenstudie wird zwar gebracht, samt Resultaten, diese werden aber im Sinne der Sponsoren stark abgemildert, und die die Studie geht somit unter in der unglaublichen Masse von EMF-Studien („Aktueller Status: 18572 erfasste Publikationen. (Stand: 07. Dez 2013)“), www.emf-portal.de .

Auch wenn die Studie „nur“ aus Indien stammt, eher wenig Versuchstiere umfasst, nur ein Tierversuch ist, und die Strahlung möglicherweise unrealistisch ist, und wenn die Studie nur durch die Autoren selbst und erst zwei Mal wiederholt und nicht unabhängig repliziert wurde, sollten die Ergebnisse jeden mit Vernunft begabten Menschen tatsächlich zögern lassen, Kindern, Enkeln, Neffen etc. 3G-Telefone zu verschenken.

Re:[..]tiere als Modell für Kinder? Lerchl als Kronzeuge

Verfasst: 9. Dezember 2013 13:42
von Wuff
[...]tiere als Modell für Kinder? Lerchl als Kronzeuge
Wuff hat geschrieben:
Das von Ihnen angesprochene Problem ist jedoch interessant: Kann aus möglichen Besonderheiten in der biologischen Reaktion juveniler Ratten auf Exposition zu EMF im Vergleich zur Reaktion ad ulter Ratten auf möglichen Unterschiede zwischen Kindern und erwachsenen Menschen geschlossen werden? Hier hängt es von der konkreten Fragestellung des Experiments ab, und zwar erstens, ob der untersuchte Teil des Systems "Ratte" ähnlich genug der Entsprechung beim Menschen sei, um von Rattenkindern auf Menschenkinder zu schliessen, und zweitens, ob sich die juvenilen Ratten von den adu lten Ratten in dieser Hinsicht in gleicher Weise unterscheiden, wie sich Kinder von Erwachsenen unterscheiden.
Lerchl selbst hat aus einer eigenen Nagetierstudie beondere Vorsorge für Kinder gefordert, Zitat aus http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/ ... hn_vi.html :

"Angesichts der vernichtenden Ergebnisse dieser Studienkritik wäre es interessant zu erfahren, wessen Idee das doch etwas sehr spezielle, ins Esoterische reichende Studiendesign mit den isolierten Pinealorganen war, ob sie von Lerchl, von König oder sogar vom WHO-EMF-Forschungskoordinator Repacholi kam. Die Studie war jedenfalls wie alle analogen Studien bis 2006 mit Repacholi koordiniert, worauf wir unten zurückkommen.

Nur in der englischsprachigen Version versteckt finden sich praktisch anwendbare Folgerungen speziell aus der Nebenerkenntnis, dass Kinder besonders exponiert sind, wie:
  • Kinder sollen vom nicht zwingenden Gebrauch von Mobiltelefonen abgehalten werden („strengthen the precautionary advice that children should be discouraged from using mobile phones for nonessential calls”)
  • Die Sendeleistung von Mobiltelefonen solle reduziert werden (“The data also imply that lowered output power of mobile phones is desirable and can be achieved …)
  • Eine solche Reduktion könne durch ein dichteres Netz von Basisstationen erreicht werden („ … for example, by installation of more base stations e.g. micro and picocells”)
  • Höhere Frequenzen seien vorzuziehen (“Another logical recommendation, based on the results presented here, is to use mobile phones with higher frequencies [e.g. in the 1800 MHz or Universal Mobile Telecommunication System (UMTS; approximately 2000 MHz) range] as it is known that the absorption of RF-EMF by biologic tissue at these frequencies is much lower when compared with 835 or 900 MHz.”)

Die nahe liegende Möglichkeit, den maximalen Output der Mobiltelefone zu drosseln bzw. den Grenzwert zu senken, vielleicht auch speziell oder nur für Kindertelefone, erwähnt Lerchl nicht.

In der deutschen Version findet man die konkreten Empfehlungen für Maßnahmen zur Vorsorge nicht, Lerchl lobt dort jedoch eine (nur angebliche existierende) Vorsorgepolitik seines zahlenden Auftraggebers: „Wichtig ist, dass nach dieser Veröffentlichung die höchsten SAR-Werte bei kleinen Kindern auftreten. Die Vorsorgepolitik des BfS wird daher durch diese Ergebnisse und die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung unterstützt.“ Wer hat irgendwo eine Kampagne wahrgenommen, mit der das BfS dringend vom Gebrauch von Kinderhandys abrät?"


Heute tingelt Lerchl auf dem flachen Lande herum, und munkelt in seiner esoterischen Amulettshow davon, dass Händystrahlung vor Krebs bewahre, viewtopic.php?p=64596#64596 . Wer einmal so und das andere Mal diametral gegenteilig argumentiert, erscheint uns besonders verlässlich als Experte.

Lerchl, der oberste aller Superexperten

Verfasst: 15. Dezember 2013 13:13
von Wuff
Lerchl, der oberste aller Superexperten
Wuff hat geschrieben: Heute tingelt Lerchl auf dem flachen Lande herum, und munkelt in seiner esoterischen Amulettshow davon, dass Händystrahlung vor Krebs bewahre, viewtopic.php?p=64596#64596 . Wer einmal so und das andere Mal diametral gegenteilig argumentiert, erscheint uns besonders verlässlich als Experte.
Anscheinend beflügelt von diesem Kompliment, gab es Lerchl umgehend weiter, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=55609 .

Lerchls Liste wissenschaftlicher Missgriffe und Fehler ist lang. Hier seien nur wenige erwähnt:
  • Er kann nicht einmal die verwendeten Versuchstiere zählen, einmal kommt er auf 500, ein andermal auf 320, beides für dasselbe von ihm veranstaltete Experiment ( http://www.hese-project.org/Forum/wisse ... .php?id=88 ), im Rahmen des DMF, auch bekannt als Deutsche Meta-Füsik ( http://www.hese-project.org/Forum/allg/ ... hp?id=5530 ).
  • In einem Experiment über die Anfälligkeit des Melatonisystems auf EMF amputierte er die gesamte Steuerung und Lenkung, und verwendete nur die beim Menschen vor EMF geschützte Hormonproduktionsdrüse ( http://www.hese-project.org/Forum/wisse ... .php?id=48 ). Diese Fehlkonstruktion fand ebenfalls Eingang ins DMF, das er immer wieder als Beweis für die Unschädlichkeit der Mobilfunksender anführt.
  • In einem Krebsmäuseexperiment hat er die Experimentalgruppe mit Wärmestrahlung "kontaminiert" ( viewtopic.php?p=60758#60758 ), und behauptet genau in diesem Zusammenhang vor Ärzten und argloser Bevölkerung, er hätte eine Schutzwirkung von Mobiltelefonstrahlung gegen Krebs entdeckt ( viewtopic.php?p=64596#64596 ).
  • Von seinem neuesten Rattenexperiment hört man auffällig nichts. Wurde es stillschweigend beerdigt?
Der oberste aller Superexperten, der selbst allen Grund hätte, mehrere eigene Studien zu retrahieren, fordert dasselbe mit Beharrlichkeit von anderen.