Heute ist in der Berner Zeitung ein umfangreicherer Artikel über die veröffentlichte Schwarzenburg-Studie erschienen, siehe http://www.espace.ch/artikel_200117.html
Schlafstörungen nahmen zu, je stärker die untersuchte Person den Strahlen ausgesetzt war.
Die Melatonin-Produktion der untersuchten Menschen stieg nach der Abschaltung des Senders an.
Ekkehardt Altpeter sagt: es gab nie ein gesundheitliches Risiko.
Wieder einmal die bekannte Ausrede, biologische Wirkungen müssten sich nicht gesundheitlich auswirken.
Doch in Schwarzenburg haben sie sich ausgewirkt. Schlafstörungen und Schlaflosigkeit wirken sich extrem auf die Lebensqualität aus, das kann jeder, der das Gegenteil behauptet, selber testen, wie er sich nach ein paar schlaflosen Nächten fühlt. Schlafentzug gilt als Folter.
Der Melatonin-Gehalt wirkt sich nicht nur auf den Schlaf aus, sondern auch auf das Immunsystem und als Antioxidans als Schutzfaktor gegen Krebs.
Was so gut ist an der Schwarzenburg-Studie: Die Menschen im damaligem Schwarzenburg hatten ausser diesem Sender noch kaum Elektrosmog-Belastung. Was ebenfalls gut ist, dass die Melatonin-Werte der gleichen Personengruppen vor Abschaltung und nach Abschaltung des Senders genommen wurden. Z.B. bei der Leitgeb-Studie wurde nur einzelne Nächte abgeschirmt und nicht abgeschaltet und ohne Ueberprüfung des Melatonins. Dabei wäre es interessant, ob sich Abschirmungen überhaupt genügend bezüglich Melatonin-Gehalt auswirken oder ob die Abschirmwirkung bei diesen stark exponierten Personen gar nicht ausreichend war oder der Erfahrung, dass sich für viele Betroffene ein abgeschirmter Raum nicht gleich gut auswirkt wie ein unabgeschirmter mit den gleichen Werten
Ich hoffe, dass die Betroffenen trotz der knappen Zeit eine Klage einreichen, denn das könnte auch allen Mobilfunkgeschädigten helfen.
Elisabeth Buchs
Studie acht Jahre unter Verschluss
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MichaelMeienhofer
Re: Studie acht Jahre unter Verschluss
Dass die Studie auch noch just nach den Grossrats- und Regierungsratswahlen BE erscheinen, verwundert mich nicht. Gewisse Politiker wären daher nicht in der Lage gewesen, ihren Wählerinnen und Wählern reinen Wein einzuschenken. Fazit: kantonale & kommunale Politiker müssen müssen endlich von der Bevölkerung mehr unter Druck gesetzt werden. (siehe Moratorien der Gemeinden & Kantone gegen Mobilfunkantenne UMTS). Unsere Volksvetreter haben die Pflicht, die Bevölkerung vor Langzeitschäden zu schützen, und wir tun gut daran, dies nicht zu vergessen!