Zeitabhängige Beschwerden

Jeck

Zeitabhängige Beschwerden

Beitrag von Jeck » 10. Mai 2006 20:01

In dem Haus in dem ich im 3. OG.wohne sind Kabelfernsehen und vipe, eine Erdung für den Kabelanschluß wurde in diesem Jahr installiert,mit dem Gasrohr verbunden.
Über das Haus läuft eine Richtfunkstrecke (Haus in der Nachbarstraße, vielleicht 100m Luftlinie), in der Nachbarstraße hinter einer Hausreihe auf dem Dach eine Mobilfunkantenne.

Ich habe seit langem eine Sensivität für Elektrosmog. Ein und ausgeschaltete Geräte sind direkt spürbar, auch Röntgengeräte , manche Netzteile sind schlimm. Computer führen zur Ermüdung.

Die in der Wohnung gemessenen Feldstärken nehmen i.d.R. beim abschalten des Wohnungsstromes zu, außer in der Nähe eines Schränkchens mit Glasflaschen etc im Bad. Dort liegen die Werte bei 300 v/m, gehen beim abschalten des Wohnungsstromes zurück.

In der Küche am Kachelofen bei 60 V/m. Seitlich an der Bettstelle zum Nachbarn je nach Wandnähe 70 bis 130 V/m. Sonst in der Wohnung in Raummitte bei ca. 30 V/m.
Alles gemessen mit einem Meßgerät für Hausinstallationen bis 100 khz Meßbereich (Me 3839b)

Mit einem mehreren Jahre alten Meßgerät für 50 HZ Magnetfelder wurden während eines unangenehmen Zeitraumes nachts (-da ist etwas, was ist das?) als Zufallsmessung Werte bis in den 100-er Bereich gemessen , zu einem anderen Zeitpunkt 30-er Werte. Direkt am Hauptgasrohr für das Haus. An den angeschlossenen Gasrohren in der Wohnung keine Reaktion. Im Keller noch 20-er Werte. Das Meßgerät besitzt keinen Erdungsanschluß. Sonst liegen die Werte im 0. - 1er Bereich im Raum.

Vor dem Haus läuft ein Kabelschacht mit der Hausversorgung. Ein Amateurfunker hatte sich gewundert daß er genau über diesem Schacht Funk aus Nachbarregionen übermäßig stark bekomme, sein Gerät sogar bei abgeschraubter Antenne gut empfange. Nur an dieser Stelle, nicht vor den Nachbarhäusern.(ich kann es nicht werten). Die davor liegende Erdgeschoßwohnung ist unbewohnt, wurde als Eigentumswohnung vor eineinhalb Jahren verkauft und wird seit dieser Zeit renoviert, meine ist noch nicht verkauft.

Soweit das was mir bekannt ist.

Mein Problem ist nun folgendes.
Jeden Tag zur gleichen Zeit merke ich plötzlich ein unangenehmes einschalten von irgendetwas. Man könnte es beschreiben mit dem wie ich ein eigeschaltetes Röntgengerät spüre und gleichzeitig dem unangenehmen eines Schaltnetzgerätes.
Es bleibt absolut gleich bis Nachmittags ca 16-17.00.
Was hilft sind Wasserflaschen auf den Körper gelegt, Rettungsdecken oder metallische Sonnenschutzscheiben fürs Auto oder Fliegengitterdraht- ich habe welchen aus Alu. Beim letzterem stark zurückgehende Meßwerte , wenn ich ihn mit der Hand festhalte, beim davorlegen wenig Reaktion.
(Nachmittags bringt eine aufgelegte Rettungsdecke keine Erleichterung mehr, subjektiv eine Verstärkung)

Das Problem ist nun daß dies zu einer Ermüdung in nie gekanntem Ausmaß führt, es macht einfach fertig, ich gar nicht mehr viel tun.
Irgendwann liegt man einfach nur noch auf dem Bett.
Als es das erste mal geschah war ich fix und fertig- anderst kann man das nicht bezeichnen. Ich bin gegenüber ins Restaurant, habe einen Salat nur halb gegessen, mehr ging nicht.
Dann war ich drei Tage außerhalb - War meines Schlüsselbundes verlustig- Nach homöopatischen Medikamenten aus der Hand eines kinesiologisch arbeitenden Schulmediziners geht es jetzt etwas besser, aber weiterhin kann ich nicht viel tun. Sobald ich die Wohnung verlasse ist es besser. Diesen Brief schreibe ich aus einem Internetcafe, zuhause ginge das nicht.

Ich habe lange Zeit in einem Gebäude gearbeitet mit vielen Mobilfunkantennen mit stärkerer Sendeleistung und Fluchtwegen aus Metallstegen um das Gebäude herum. Das hat ermüdet. Aber so etwas habe ich boch nicht erlebt
Es haut einem einfach um.

Daher. wenn jemand irgendwelche Hinweise hat was das sein kann, was man tun kann und wie man weiter dahinterkommen kann was das sein kann bitte ich herzlich um Hinweise. (ich habe leider keine Ausweichmöglichkeit und Menschen die mit so etwas konfrontiert werden sagen schnell etwas von Krankheit)

Mit der Sensibilität zu leben ist schon nicht einfach , aber -wie gesagt- das haut mich einfach um.

Ich habe nicht die Mittel auf der Hand um einfach ein Labor für viel Geld zu beauftragen (Ist der Richtfunk überhaupt erfaßbar? ich wohne im obersten Stockwerk)

Neben dem absolut konstanten sprechen auch die Zeiten für etwas technisches:
Vor der Zeitumstellung 20 vor 9. nach der Zeitumstellung 20 vor 10, ab Mai ab 9.00 morgens.

Wenn jemand etwas weiß was hilft - auch zum ausprobieren - das wäre gut.

Danke
der Mannheimer

Hans-U. Jakob

Re: Zeitabhängige Beschwerden

Beitrag von Hans-U. Jakob » 11. Mai 2006 08:05

Die Messwertw die Sie da angeben, können unmöglich stimmen.
Bitte ziehen Sie einen Fachmann oder eine Fachfrau bei.
Denken Sie daran: Es gibt keine Messgeräte, mit welchen Sie alle Arten von EM-Feldern im selben Aufwasch messen können. Dazu braucht es mindestens 3 grundverschiedene Geräte.
Hans-U. Jakob

A. Masson

Re: Zeitabhängige Beschwerden

Beitrag von A. Masson » 11. Mai 2006 17:24

Das sind offensichtlich elektrische Feldstärken bei NIEDERfrequenz, und die können schon stimmen. Solche Werte zeigt ein Gigahertz-Gerät (nicht von Gigaherz) bei mir in der Wohnung auch an, ich muss dazu allerdings bis auf 5 cm nahe zu den Lichtschaltern, Leitungen oder Elektrogeräten hinzugehen. Wahrscheinlich ist das in jeder Wohnung so.

Einen Fachmann allerdings braucht es, um diese Werte zu interpretieren. Ev. heben sich die elektr. Feldstärken der Nachbarwohnung irgendwie auf mit den Feldern der eigenen Wohnung (gegensätzliche Richtung, per Zufall) ? Dann hätte man eine Zunahme des Wertes, wenn man in der Wohnung alles abstellt, die Sicherungen ausschraubt.

A.Masson

A. Masson

Re: Elektrofelder und abgeschirmte Kabel

Beitrag von A. Masson » 11. Mai 2006 18:34

Hier noch ein Nachtrag zu den elektrischen Feldern. Gerade heute konnte ich an einer 5-Meter-Teststrecke erstmals ein Bio-Kabel ausmessen: alle drei Phasen 230 V plus null plus Erdung, aussen herum dann eine Plasticfolie, innen mit Alu beschichtet, innen an der sehr dünnen Aluschicht liegen drei blanke Kupferdrähte, welche guten Kontakt mit der Folie gewährleisten. Alles dann nochmals in doppelter Gummischicht, das Kabel wird dick und ziemlich steif.

Klares Resultat: Wird die Abschirmung nicht geerdet, so nützt sie überhaupt nichts! Wird sie sauber geerdet (egal an welcher Seite), so bricht das elektrische Feld vollständig zusammen.

Die Magnetfelder (bei eingeschalteter Last) sind gleich gross mit oder ohne Erdung der Folie, wahrscheinlich gleich gross wie ganz ohne Abschirmfolie (in Tat und Wahrheit gab das abgeschirmte Kabel leicht höhere Magnetfelder, aber ich habe gemerkt, dass die Messung unbrauchbar ist: je nach Verdrillung des Kabels um seine Längsachse ergaben sich unterschiedliche Magnetfelder!).

Aber wer wird schon alle Elektrokabel in der Wohnung ersetzen ? Doch lieber Netzfreischalter!

A. Masson

charles claessens

Re: Zeitabhängige Beschwerden

Beitrag von charles claessens » 11. Mai 2006 20:05

Aus der Ferne betrachtet könnte es ein, das Sie eine hochfrequente Belastung auf Ihr Netz haben.
Diese liegen meistens zwischen 5 kHz bis 150 kHz, allgemein rund die 30 kHz.

Elektrosensible können darauf reagieren.

Charles Claessens

mips

Re: Zeitabhängige Beschwerden

Beitrag von mips » 11. Mai 2006 22:37

Eine Alu- oder Kupferabschirmung nütz nichts gegen die Ausbreitung des Magnetfeldes. Mit Verdrillen kann das Magnetfeld bis auf 60% reduziert werden. Ein Biokabel sollte deshalb verdrillt sein. Auch der Netzfreischalter reduziert die Magnetfeldbelastung nicht, weil Magnetfelder nur entstehen wenn ein Strom fliesst.

Eine weitere Möglichkeit elektrische Felder zu reduzieren ist die Wand mit einer Abschimfarbe zu streichen, ein Kohlefaser- oder ein Metallgewebe unter den Putz einzubringen. Aber diese Flächen müssen dann auch geerdet werden.

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