Kupfer am Dach

Mike

Kupfer am Dach

Beitrag von Mike » 28. Mai 2006 14:41

Wie sieht es aus, wenn man am Hausdach Kupferteile hat?

Kamin mit Kupfer verkleidet
Rohre von Blitzschutzanlage aus Kupfer
Ortladen mit Kupfer verkleidet?

Wie wirkt sich Antennenstrahlung aus? Wird die ins Haus geleitet. Blitzschutzanlage ist geerdet.

Danke für die Auskunft.

Mike

Hans-U. Jakob

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Hans-U. Jakob » 29. Mai 2006 09:06

Das sind alles wunderbare Sekundärstrahler. (Strahlungs-Verstärker)
Messtechnisch sehr schön erfassbar.
Rechnerisch nicht quantifizierbar.
Erdung bringt NICHTS, messtechnisch beweisbar.
Hans-U. Jakob

sibylle.gabriel

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von sibylle.gabriel » 29. Mai 2006 11:41

Hallo,

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Norweger und Schweden von irgend einer Organisation mit Delegation ihr Gebäude in Deutschland von Kupferblechen abschirmen liessen. Darauf habe ich zwei Biophysikern nach dem Sinn gefragt, beide sagten sinnlos als Schutz gegen elektromagnetische pulsierte Strahlung.

Falls Sie mehr wissen wollen, kann ich nach dem Detail fragen.

Sibylle

Kurt

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Kurt » 29. Mai 2006 14:38

Hallo Hans-U,

wieso ist eine Metallplatte ein Strahlungs-Verstärker? Wo kommt die zur Verstärkung notwendige Energie her? Bündelung könnte ich mir ja noch vorstellen, wenn die Ausrichtung aller beteiligten Metallflächen wie ein Hohlspiegel auf einen Brennpunkt zeigt, aber Verstärkung...

Hallo Sibylle,

wieso sollte ein Blech wirkungslos gegen EM-Felder sein? Man kann mit einem Blechkasten EM-Felder abschirmen -- auch mit einem Drahtnetz. Es werden ja sogar sog. "Strahlenschutzäune" gebaut. Und das soll auf einmal alles sinnlos sein??
Und weshalb die Unterscheidung in elektromagnetisch "pulsierende" Strahlung? Lässt sich diese "schwerer" abschirmen, als nicht pulsierende?

das alles fragt ...

... Kurt

thron

Verblödungs-Sauger Kupfer…

Beitrag von thron » 29. Mai 2006 21:06

…kupfer dürfte ruhig die eigenschaft haben -- analog einem staubsauger -- exzessive verdummung abzusaugen !

insbesondere wenn man ans bundeshaus-dach denkt…

Hans-U. Jakob

Re: Verblödungs-Sauger Kupfer…

Beitrag von Hans-U. Jakob » 30. Mai 2006 08:52

Hallo Hans-U,

wieso ist eine Metallplatte ein Strahlungs-Verstärker? Wo kommt die zur Verstärkung notwendige Energie her? Bündelung könnte ich mir ja noch vorstellen, wenn die Ausrichtung aller beteiligten Metallflächen wie ein Hohlspiegel auf einen Brennpunkt zeigt, aber Verstärkung...

Lieber Kurt,
Messen statt Sprüche klopfen!
Jegliches Blech reflektiert hochfrequente EM-Strahlung wie ein Spiegel das Licht. Und woher kommt die Energie dann wohl hier?
Auch ein Spiegel muss nicht ein Hohlspiegel sein.
Beim Spiegel muss man nicht einmal messen, höchstens blinzeln. Schauen Sie einmal nachts in den Spiegel (da wo sie normalerweise brünzeln) und leuchten mit der Taschenlampe hinein. Nicht da wo sie hineinbrünzeln, sondern in den Spiegel. Sie werden staunen welch heller Kopf Sie plötzlich geworden sind.
Hans-U. Jakob

Elisabeth Buchs

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Elisabeth Buchs » 30. Mai 2006 09:45

Hallo Kurt

Ballade oder Parabel vom Ertrinkenden

Gewisse Befürworter kommen wie vor wie der Passant bei dieser Ballade oder Parabel: Ein Ertrinkender ruft in der Mitte des Sees um Hilfe. Ein Retter springt rein und holt ihn raus. Ein Passant kommt vorbei und sagt, der Retter wisse nicht einmal, wie dieser See heisse, dabei hätte er das am Wegweiser erkennen können. Auch die Angaben zur Wassertiefe seien falsch. Ausserdem sei noch nicht erwiesen, dass eindeutig der See die Ursache der Probleme mit dem Ertrinken gewesen sei. So jemand dürfe sich deshalb nicht als Retter betätigen. Der Ertrinkende habe die Badehose verkehrt herum angezogen, einer der solche Fehler mache, mache sicher auch andere und deshalb dürfe man ihm nicht glauben, dass er am Ertrinken sei.

Und Sie Kurt, was tun Sie für die Ertrinkenden, in diesem Fall die Elektrosensiblen. Berichtigen ist schön und gut und recht und nützlich. Handeln und Helfen wo Not ist - das Entscheidende.

Nachtrag an Kurt: vielleicht gefällt Ihnen statt Verstärkung die Bezeichnung Reflektion besser, siehe z.B. Mikrowellenresonator beim Haus von Dr. Volker Schorpp, wobei kleinere metallische Teile vermutlich diesen Effekt weniger haben als grössere wie z.B. eine Antenne und die metallische Fassade bei einem benachbarten Industriegebäude beim Haus meiner elektrosensiblen Kollegin, die dann umziehen musste (hätte sie vermutlich auch ohne diese metallische Fassade machen müssen).

Erfahrungstatsache ist, dass manchen Betroffenen metallisch reflektierende Abschirmungen nicht genügend helfen oder schlecht vertragen werden. Ein Elektrosmog-Spezialist sagte mir, dass eine unregelmässig Struktur der Metallfäden die Wirkung einer Abschirmung verbessern könnte. Es gibt auch die Theorie, dass bei gepulster Strahlung der niederfrequente magnetische Anteil nicht (genügend) abgeschirmt werden kann. Es sind viele Fragen offen - wo das Fragen aufhört, beginnen Vermutungen Tatsachen zu werden.

Elisabeth Buchs

Kurt

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Kurt » 1. Juni 2006 07:34

Hallo Hans-U.,

was sollen denn diese Spitzfindigkeiten! Dass ein Blech EM-Wellen reflektiert weiss ich selbst! Dabei entsteht aber keine Energie. Oben hiess es aber: "Das sind alles wunderbare Sekundärstrahler. (Strahlungs-Verstärker)".
Wo, frage ich nochmals, wird etwas verstärkt? Die Antwort lautet: Nirgends.
Als nächstes würde mich mal interessieren, was dieser sinnfreie Spruch von "messen statt Sprücheklopfen" heissen soll? Ein Blech ist völlig passiv. Da brauch ich nicht zu messen um zu der Aussage zu gelangen, dass dabei nichts verstärkt wird!


Hallo Elisabeth,

ich habe eine klare Frage gestellt, hier nochmal zur Wiederholung: Warum sollte Blech nicht abschirmend wirken? Die bisherige Antwort könnte nicht substanzloser sein...

Von einer Theorie, dass gepulste HF einen niederfrequenten magnetischen Anteil haben soll habe ich noch nie etwas gehört. Wer sowas behauptet zeigt, dass er offensichtlich keine Ahnung hat.

stellt koppfschüttelnd
Kurt
fest

Hans-U. Jakob

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Hans-U. Jakob » 1. Juni 2006 18:01

Lieber Kurt,
Sie werden nicht darum herum kommen VOR dem Blech zu messen. Sie sehen dann ganz von selber, dass ich kein Blech erzähle.

Auch mit dem niederfrequenten Anteil von Elisabeth werden Sie nicht darum herum kommen, ein Messgerät, möglichst eines mit einem Lautsprecher in die Hand zu nehmen und einzuschalten.

Schütteln Sie Ihr ehrenwertes Haupt nicht zu stark, sonst wird es noch substanzloser als unsere Antworten.

Gruss vom HU.

Kurt

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Kurt » 2. Juni 2006 08:20

Aber Hans-U, warum den schon wieder so persönlich?

Vor einem Blech wird man möglicherweise eine erhöhte Feldstärke aufgrund der Reflexion messen. Könnte aber auch sein, dass man aufgrund von Interferenz (Stehende Welle) an bestimmten Stellen eine niedrigere Feldstärke misst. Das hat aber alles nichts damit zu tun, dass ein Blech kein Verstärker ist. Genau das war die Eingangs gemachte Aussage und die ist nun mal falsch!

Die ursprünngliche Frage von mike ging nach meinem Verständnis in die Richtung, ob Blech EM-Strahlen ins Haus leitet. Ich würde sagen: Kann sein, wenn das Blech die richtige Form hat (Antenne, Leitung). Ob ein zu anderen Zwecken (also hier: Zum Verkleiden eines Kamins) eingebautes Blech zufälligerweise einen Antenneffekt im Sinne von mike hat wäre (und da stimme ich zu) jeweils messtechnisch zu klären. Will man Antenneneffekte sicher vermeiden, muss man klarerweise auf Metallteile verzichten.
Ob das im Einzelfall jedoch wirklich angebracht ist steht auf einem ganz anderen Blatt.

Das Thema "Abschirmung niederfrequenter Magnetfelder" ist ein ganz anderes. Elisabeth sagt, dass gepulste EM-Felder niederfrequente Magnetfelder enthalten. Wie man weiss ist es sehr schwierig niederfrequente Magnetfelder abzuschirmen (Stichwort: µ-Metall, teuer!). Es ist aber eindeutig falsch, dass ein gepulstes HF-Feld niederfrequente Anteile enthält. Deshalb stellt sich die Frage nach deren Abschirmung im Zusammenhang mit Mobilfunk nicht.
Mir ist auch nicht klar, was man da mit einem Lautsprecher "messen" soll? Was man ggf hört ist die Frequenz der Einhüllenden (z. B. 217 Hz bei GSM). Dieser niederfrequente Ton ist aber keineswegs ein Beweis für niederfrequente Anteile im HF-Feld. Vielleicht ist dieses Missverständnis der Grund für Elisabeths falsche Behauptung oder genauer: Für ihr Zitat der falschen Begauptung.

Um Sachlichkeit bemüht grüsst

Kurt

Elisabeth Buchs

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Elisabeth Buchs » 4. Juni 2006 18:57

Hallo Kurt

Ich habe gerade erst gesehen, dass Sie mir noch eine Antwort haben zukommen lassen. Dann schreiben Sie mir bitte etwas Substanzvolles, weshalb vielen Betroffenen die Abschirmungen zuwenig helfen oder schlecht vertragen werden. Die Beantwortung meiner Frage nach Ihrer Haltung gegenüber den Elektrosensiblen können Sie auch noch gleich anführen.

Elisabeth Buchs

Kurt

Re: Kupfer am Dach

Beitrag von Kurt » 4. Juni 2006 22:35

Hallo Elisabeth,

wenn die Abschirmung zuwenig hilft liegt es möglicherweise daran, dass
* die Abschirmqualität zu schlecht ist (= zuwenig Dämpfung)
* durch die Abschirmmaßnahmen andere, möglicherweise negative Effekte
bewirkt werden.

wenn die Abschirmung schlecht vertragen wird liegt es ebenso daran, dass die Maßnahme andere negative Effekte hat.

Mit Sicherheit liegt es nicht daran, dass die Abschirmung Einfluss auf das EM-"Klima" hat. Damit wären wir auch bei der Frage nach meiner Haltung gegenüber Elektrosensiblen: Ich kann mir mit Mühe vorstellen, dass es Menschen geben soll, die z.B. eine DECT-Basisstation oder ein Handy am Kopf, das sendet, spüren. Wovon aber mit Sicherheit niemand auf der Welt etwas merkt ist das Vorhandensein einer Mobilfunkbasistation, die mehr als einige 10 m entfernt steht. Die davon hervorgerufenen Feldstärken sind um mehrere Zehnerpotenzen niedriger, als wenn man ein Händy an den Kopf hält. Sie sind allerdings in der gleichen Größenordnung wie z. B. von TV und Rundfunk. Das hat noch nie jemanden gestört. Beantwortet das die Frage?

Kurt

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