Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Mark

Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Mark » 25. Juni 2006 16:30

Gelesen in der heutigen SonntagsZeitung, unter GOOD NEWS:

Digitale Technologien sind Wachstumsmotor

"Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers soll der weltweite Umsatz der Unterhaltungs- und Medienindustrie bis 2010 auf rund 1,8 Billionen Dollar ansteigen. Die fortschreitende Digitalisierung ( Handy- und Breitbandpenetration) wird dabei der stärkste Wachstumsmotor sein."


Allerdings ist nicht ganz klar, ob das Wachstum der Krankenkassen-Prämien damit meinen........

sibylle.gabriel

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von sibylle.gabriel » 26. Juni 2006 08:00

Hallo,

Unterhaltung hält vom Denken fern und das gilt es ja einzuschläfern.
Deshalb müssen wir unbedingt informieren und endlich die Schülbehörden dazu bringen, die Eltern und Kinder zu informieren und das ganze öffentlich zu thematisieren. denn die Chance etwas das Volk aufzuwecken, wird mit jedem neuen "Medien- oder Speil-Gadget" kleiner.
Ich kenne leute, die fühlen sich nicht ganz ohne ihr Handy! Es wird immer schlimmer und manche sind nun im Besitz von 2 Handys. Wozu ist mir ein Rätsel.

An alle Lehrer: Spricht frei über die Gefahren dieser Technologie mit euren Schülern. Das Schuljahrende ist ideal dazu, auch wenn es nur in einzelnen persönlichen Gesprächen ist.


Sibylle

Mark

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Mark » 27. Juni 2006 13:58

Was will ein Lehrer da noch machen? So einer wird doch von den Schülern nur ausgelacht und als altmödisch hin gestellt.

Besser man hat keine Kinder mehr. So oder so gehen wir düsteren Zeiten entgegen. Ein Anhalten ist so gut wie unmöglich

Elisabeth Buchs

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Elisabeth Buchs » 27. Juni 2006 19:20

Hallo Mark

So negativ sollte man das nicht sehen, da kann man ja gleich aufhören. Soviel ich weiss konnten Eltern von der Bürgerinitiative "Mobilfunk mit Mass" in Erlenbach ZH die Lehrer und Schulkommission veranlassen, dass Herr Schlegel von der Bürgerwelle Schweiz mit den Schülern das Thema Mobilfunk behandelte. Auch Herr Weiner soll Vorträge an Schulen halten. Auch wenn vielleicht nicht eine Maximallösung rausschaut, gibt es durchaus Themen, wo es möglich sein sollte, die/einige Schüler zum Nachdenken über das Ausmass des Mobiltelefonierens zu bewegen. Z.B. Themen wie Schuldenfalle, Gewalt auf dem Handy, Auswirkungen auf die Fertilität durch Handys im Hosensack, Antennenproblematik, Nachfragen nach Kopfschmerzen, "heissen" Ohren bei den Schülern usw. Was besonders gut wäre, wenn man Unterlagen zu diesen Themen gestalten könnte, Bildmaterial, Plakate, Film, Musik, Arbeitsblätter. (Die Mobilfunker geben Unterlagen aus ihrer Sicht heraus). Lehrer haben auch über Elternabende eine Möglichkeit dieses Thema zu besprechen. An mehreren Schulen gibt es bereits Handyverbote. Vor kurzem habe ich ein selbstgemachtes Heft einer 12-jährigen Schülerin gesehen, bei deren Elternhaus eine starke GSM und UMTS-Antenne aufgestellt werden soll, sie hat eine Zeichung gemacht und geschrieben: Unser Maibaum tut strahlen (UMTS) und aus dem Internet Bilder von verschiedenen Antennen zusammengestellt.

Elisabeth Buchs

gesuana

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von gesuana » 28. Juni 2006 12:25

Ich bin noch immer der Ueberzeugung , dass sich die Sache von selber erledigen wird.-
Sie haben jetzt eine kindische Freude an all den "Spielzeugen" . Später wird sich die Aufregung darüber legen und es wird neue Marktzweige geben, die in gesundheitsverträglichere Funktechnik investieren und immer mehr Leute , die zur Einsicht kommen , dass "weniger mehr ist".
gesuana

Elisabeth Buchs

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Elisabeth Buchs » 28. Juni 2006 20:56

Für uns entscheidend ist die biologische Verträglichkeit und es zeigt sich, dass analoge Dienste wie Natel C, FM-Radiosender und CT 1 + -Telefone kaum Probleme verursacht haben. Digital muss ja nicht zwangsläufig gepulst sein, ist es jedoch meistens. Ich frage mich, ob es eine Möglichkeit gibt, digitale Uebertragungsverfahren biologisch verträglicher zu machen und wie.

Elisabeth Buchs

Kurt

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Kurt » 29. Juni 2006 07:35

@ Elisabeth:

Letztendlich ist jede Übertragung analog und gepulste Übertragung gab es auch schon beim analogen TV. UMTS so wie es momentan aufgebaut wird ist nicht gepulst und müsste somit ja verträglicher sein.

bemerkt

Kurt

Silvie

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Silvie » 29. Juni 2006 09:13

UMTS nicht gepulst? Da bin ich aber neugierig, was Ihnen da Fachleute antworten werden. Soweit ich informiert bin, ist es doch gepulst, sogar noch mehr als GSM.

Silvie

Elisabeth Buchs

Re: Wachstumsmotor Digitaltechnologie

Beitrag von Elisabeth Buchs » 29. Juni 2006 10:26

Hallo Kurt

Lesen Sie den Thread in diesem Forum "UMTS - gepulst, nicht gepulst, gepulst..." vom 28.7.05 read.php?f=1&i=5582&t=5582

Wenn Sie ein Fachmann sind, was ich anhand Ihrer Einwände annehme, dann kennen Sie die bei UMTS vorhandenen periodischen Anteile und die Effekte der Leistungsregelung. Dann wissen Sie ebenfalls, dass TV-Sender amplitudenmoduliert sind.

Elisabeth Buchs

Elisabeth Buchs

Bekannte "Befürworter-Sprüche" und mögliche Gegenargumente

Beitrag von Elisabeth Buchs » 29. Juni 2006 13:04

Jede Uebertragung sei analog.
Die Sendeeinrichtungen sind zwar analog ausgelegt, aber wenn Pakete ausgesendet werden, entsteht eine Pulsung.

Ein DECT habe nur 10 mW Leistung.
Hier werden nur die Mittelwerte erwähnt, nicht jedoch der Peak-Wert von 250 mW.

Die Antennen haben nur etwa 50 W Leistung.
Hier wird nur die Sender-Ausgangsleistung angegeben, nicht jedoch die abgestrahlte Leistung ERP.

Eine Glühbirne strahle mit 40 bis 100 W mehr als eine Antenne von etwa 50 W (wieder die Sender-Ausgangsleistung erwähnt)
Die Glühbirne hat eine andere Art von Strahlung. Trifft auch auf den Vergleich mit der Sonne zu. Befürworter halten es auch nicht für korrekt, wenn Röntgenstrahlung mit Mobilfunkstrahlung verglichen wird.

Fernsehsender haben wir schon lange und diese hätten keine Probleme gemacht, deshalb sei auch Mobilfunk problemlos.
Fernsehsender sind oft weit entfernt auf Hügeln, wenn es so wenig Mobilfunkantennen hätte wie Fernsehsender würden diese auch kaum Probleme machen. Ausserdem kenne ich zwei Personen, eine sehr nahe bei einem Fernsehsender, die dadurch elektrosensibel geworden ist und ein anderer Vorgeschädigter, der ebenfalls auf Fernsehsender gesundheitlich negativ reagiert. Deshalb habe ich auch den Fernsehsender bei meinen Beispielen im obigen Beitrag nicht erwähnt.

Was bei UMTS auch noch beachtenswert wäre, ist der CREST-Faktor, der zu "scharfen Zacken" führe.

Ich selber habe zur Zeit gesundheitlich negative Erfahrungen mit GSM, DECT und Radar, jedoch UMTS noch nicht erfahren. Die ETH-UMTS-"Legitimationsstudie" hat es leider versäumt, diese Fragen aufrichtig zu erforschen, die Ergebnisse der TNO-Studie zeigen jedoch eine schlechtere gesundheitliche Verträglichkeit von UMTS.

Elisabeth Buchs

Kurt

Re: Bekannte

Beitrag von Kurt » 30. Juni 2006 08:05

Hallo Elisabeth,

eine Frage bevor ich näher auf die anderen Punkte eingehe:
Was genau ist an der Pulsung eigentlich schlimm? Und was am crest-factor?

fragt

Karl

Elisabeth Buchs

Re: Bekannte Befürworter-Argumente

Beitrag von Elisabeth Buchs » 30. Juni 2006 14:50

Hallo Kurt

Erfahrungsberichte von Betroffenen zeigen, dass Sie auf gepulste Strahlung wie GSM, DECT, W-Lan gesundheitlich negativer reagieren als auf ungepulste Strahlung wie Natel C, FM-Radiosender und CT 1 +-Telefone. Es wird bezüglich Pulsung auch manchmal die nicht unbedingt vergleichbare Parallele zu Stroboskop-Licht erwähnt.

Eine Studie, die auf eine grösserer biologischer Wirksamkeit von gepulster Strahlung hinweist ist die Studie der Universität Zürich: Handys beeinflussen die Gehirnaktivität vom 4.12.02
Die Veränderungen der Hirnaktivität scheinen durch die Pulsmodulation des Handy-Signals verursacht zu werden. Nur die Trägerfrequenz veränderte die Hirnströme nicht.
(http://www.mediadesk.unizh.ch/2002/0703 ... ease_d.pdf)

Es wurde untersucht, ob die Pulsmodulation wichtig ist, um das EEG zu beeinflussen. Pulsmodulierte elektromagnetische Felder veränderten das Wach-EEG vor dem Einschlafen und das Schlaf-EEG in bestimmten Frequenzbereichen. Das Wach-EEG war im Alpha-Bereich und das Schlaf-EEG im Bereich der Schlafspindeln (12 - 14 Hz) verändert. Der Effekt war in der zweiten Nachthälfte am deutlichsten. Schlafdauer und Schlafstadien waren nicht verändert. Kontinuierliche Hochfrequenzfelder hatten keinen Effekt.
(http:/www.unizh.ch/phar/sleep/handy/zusammenfassung.htm)

Als Crest-Faktor bezeichnet man das Verhältnis zwischen Spitzenwert und Effektivwert. Ob dieser biologisch relevant ist, wäre Aufgabe der Forschung, die zur Abklärung solcher Fragen ein wenig anders vorgehen sollte als bei der TNO-"Replikationsstudie".

Ich bin gespannt, was Sie auf die andern Punkte antworten werden. Der Ball geht zurück an Sie.

Elisabeth Buchs

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