Im Sommer wachsen die Antennen schneller

Vital

Im Sommer wachsen die Antennen schneller

Beitrag von Vital » 11. Juli 2006 17:09

In der neuen Zeit-Fragen befindet sich ein interessanter Artikel über die Mobilfunk-Industrie mit dem Titel: Im Sommer wachsen die Antennen schneller oder wie die Finten der Mobilfunkindustrie uns krank machen. Sehr lesenswert. Dazu noch etwas über unsere Initiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung.

Habt ihr übrigens gewusst, dass die Antennenbetreiber keine Haftpflichtversicherungen für die Folgeschäden mehr kriegen ? Selbst ein Atomkraftwerk kann man versichern, nur keine Händimasten......

Mehr dazu in www.zeit-fragen.ch

Mit bestem Gruss aus Emmen

Vital

Mungg

Re: Im Sommer wachsen die Antennen schneller

Beitrag von Mungg » 11. Juli 2006 19:02

Das ganze scheint System zu haben. Heute durfte ich aus der Presse erfahren, dass die Bauwilligung für die Antenne 50 Meter neben meinem Kopf erteilt wurde. Als Einsprecher habe ich keine Info bekommen, obwohl dies gemäss Zeitungsartikel hätte stattfinden sollen. Vom Bauamt wurde ein Zustellempfänger für alle Einsprecher bestimmt. Was ist, wenn diese Person in den Ferien weilt, bis die Frist (20 Tage!!!!!) für die Beschwerde abgelaufen ist?

Natürlich vegisst man seitens des Gemeinderates nicht, auf die rechtliche Situation zugunsten der Mobilfunkbetreiber und die ETH-Studie hinzuweisen.

Nun frage ich mich: Hat man den Zeitpunkt für die Bewilligung absichtlich zu Beginn der Sommerferien gewählt?

argus

Re: Im Sommer wachsen die Antennen schneller

Beitrag von argus » 11. Juli 2006 19:40

Die Methode ist altbekannt: Baugesuche während der Ferienzeit

An von den Ferien noch Zurückgebliebene:

Zur Gemeinde gehen und verlangen,
-dass die Frist wegen Ferien verlängert werden muss,
- dass die Gemeinde für die Gesundheit ihrer Einwohner verantwortlich ist
- dass die Studie nur für eine kurzfristige Befeldung gilt
- dass daher verlangt werden muss, dass die Antenne, sofern gebaut, nur 45 Minuten pro Woche eingeschaltet werden darf
- dass die Gemeindebehörden sich über die Gültigkeit und Zuverlässigkeit der Studie informieren und sich nicht auf die Interpretation der Betreiber verlassen dürfen


Zudem: eine Kriegkasse gründen und den Fall weiterziehen. Die Folgen, falls die Antenne gebaut wird, sind weitaus kostenintensiver und die verlorene Gesundheit lässt sich mit keinem Geld mehr zurückholen.

argus

Mungg

Re: Im Sommer wachsen die Antennen schneller

Beitrag von Mungg » 11. Juli 2006 20:35

"- dass daher verlangt werden muss, dass die Antenne, sofern gebaut, nur 45 Minuten pro Woche eingeschaltet werden darf"

Genau, und das nur 4 Mal und danach muss die Antenne wieder abgerissen werden. Habe einen entsprechenden Leserbrief schon an die Zeitung geschickt:
Auszug:
"Die ETH-Studie hat überhaupt nichts bewiesen. Wenn die Bewilligungen und Unschädlichkeit des Mobilfunks auf die ETH-Studie abgestützt wird, dann dürfen die aufgestellten Antennen viermal während 45 Minuten in Betrieb sein und nachher müssen sie wieder abgerissen werden. Dies entspräche dann der Unschädlichkeit gemäss Studiendesign."
:-)))

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