Tagung Medizin und Baubiologie

mips

Tagung Medizin und Baubiologie

Beitrag von mips » 6. September 2006 22:40

1 9 . Oktober 2 0 0 6 - E T H Zentrum Zürich

0 8 . 3 0 Türöffnung, Kaffee und Gipfeli - Tageskasse

0 9 . 0 0 Begrüssung durch Moderator
Dr. oec. HSG Hans-Peter Studer

0 9 . 1 5 Eröffnungsrede
Die Hausärztin als Brückenbauerin zwischen
Erfahrung und Wissenschaft
Dr. med. Yvonne Gilli, Fachärztin FMH

0 9 . 3 0 Einführung in das Thema
Wissenschaftliche Untersuchungen und Messmethoden
versus Erfahrungswissenschaft.
Bosco Büeler, Architekt und Baubiologe SIB

1 0 . 1 0 Der aktuelle Stand der Messtechnik, Grundlagen
und Fallbeispiele
Adrian Nussbaumer, Dipl. Elektroingenieur

1 0 . 5 0 Diskussion, Pause

1 1 . 1 0 Innenraumbedingte Erkrankungen
Schadstoffbelastung im Innenraum und ihre Folgen
Dr. Markus Zingg

1 1 . 5 0 Diskussion, Abgabe der Unterlagen

1 2 . 1 5 Mittagessen

1 4 . 0 0 Raumluftbelastung aus der Praxis: Fallbeispiele
Dr. Thomas Wirkner

1 4 . 4 0 Diskussion

1 4 . 5 0 Ein neues Krankheitsbild, das Mikrowellensyndrom
Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam

1 5 . 3 0 Resumée und Podiumsdiskussion

1 6 . 1 5 Abschluss der Veranstaltung

Weitere Infos: http://www.medizin-baubiologie.ch/medizin/pdf/prg.pdf

mips

Was will diese Tagung - was kann sie bewirken?

Beitrag von mips » 7. September 2006 10:49

Die Absicht der Veranstallter (SIB, FGHU) ist es Fachleute aus dem Gesundheitswesen auf die gesundheitliche Belastung aufmerksam zu machen, der heute viele Bewohner und Bewohnerinnen in vielen Bauten ausgesetzt sind. Dazu gehören Elektrosmog, Luftschadstoffe, Mikroorganismen und Allergen.

Mit grossem Aufwand wird deshalb an renomierter Stätte eine sicherlich interessante Tagung veranstaltet - Aber wen erreicht den diese Botschaft?

Man kann im höchstens mit 200 teilnehmenden Aerzten und Aerztinnen, das sind nicht einmal 1% von den rund 26'000 FMH Mitgliedern.

Im besten Falle findet man eine handvoll Führungskräfte aus den 26 kantonalen Sanitätsdirektionen und dem BAG im Plenum.

Man kann bereits heute sagen, dass ein ganz kleiner Teil an Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen etwas erfahren werden, was an dieser Tagung erzählt wird. Reicht das um etwas zu sääen, das schlussendlich auch zu gesünderem Wohnen und Arbeiten in der Schweiz führen wird, dass vermehrt bei Patienten als Ursache ihres Leidens Umwelteinflüsse erkannt und vorallem anerkannt werden? Ich bin skeptisch.

Elisabeth Buchs

Re: Was will diese Tagung - was kann sie bewirken?

Beitrag von Elisabeth Buchs » 8. September 2006 09:52

Diese Tagung kann Kontakte zwischen Betroffenen und teilnehmenden Aerzten ermöglichen und bewirken, dass man die Erfahrungen und Anliegen der Betroffenen nicht nur theoretisch kennt, sondern konkret. Auch wir sollten Netzwerke und Seilschaften bilden und zusammenhalten, wie das Politik, Wissenschaft und Mobilfunkbetreiber in Gremien und Tagungen tun (siehe z.B. Wissenschaftscafe mit Hr. Dürrenberger, Frau Moser und Claudes Georges und Teilnehmer auf dem Monte Verita).

In der Selbsthilfegruppe ist es immer wieder ein Thema, an welchen Arzt können sich Elektrosmog-Geschädigte wenden, wo man nicht psychiatrisiert wird und lindernde Hilfen angeboten werden, z.B. Glutathion-Spritzen als "Ueberlebenshilfe". Auch Fragen und Vorgehen im Sozialversicherungsbereich, wo Renten bis jetzt vor allem über die Psychoschiene zu erhalten sind und Geschädigte z.T. sehr mühsame Erfahrungen gemacht haben, sind wichtig.

Dass auch andere Schadstoffe einbezogen werden, finde ich gut. Ein Kollege hat vor kurzem eine Luftprobe und Staubprobe auf Schadstoffe analysieren lassen. Die Tendenz scheint leider in Richtung vermehrte Unverträglichkeit und Toxizität zu gehen, z.B. die allgegenwärtige Beduftung, der grauslich riechende Digitaldruck, gewisse Textilien, die sich schon beim Berühren negativ anfühlen, neurere für Betroffene weniger gut verträgliche PC's usw.

Mehr als schrittweises Vorgehen gegen eine riesige Uebermacht wird es wohl nicht sein, aber kein Grund, diese Schritte nicht zu machen, jeder, der ein Bewusstsein für die Problematik bekommt ist wichtig.

Elisabeth Buchs

Antworten