Mikrowelle am Kopf

Siegfried Jung

Mikrowelle am Kopf

Beitrag von Siegfried Jung » 7. November 2006 12:45

Siehe Forumbeiträge read.php?f=1&i=7227&t=7227

Zum Thema gesundheitsgefährdende Wirkung von Handystrahlen sei nicht erwiesen
fällt mir spontan das Buch "Mobilfunk, die verkaufte Gesundheit" von Dr. Hans
Christoph Scheiner ein! Wer dieses Buch liest und danach immer noch behauptet
das ein wissenschaftlicher Beweis fehlt, der ist schon selbst total belastet
von den Nebenwirkungen des Mobilfunks! Falls ISBN Nummer erwünscht ist, bitte
kurze Anfrage.

Kurt

Re: Mikrowelle am Kopf

Beitrag von Kurt » 8. November 2006 10:23

Chris!

Was Karl sagt ist alles andere als Wortklauberei.
Sie stellen richtigerweise fest, dass es nicht jeden interessiert, bei
welcher Frequenz eine Schädigung beginnt (Warum eingentlich nur die
Frequenz?). Es sollte aber logisch nachvollziehbar sein, dass folgendes gilt:
Oberhalb bestimmter Leistungsdichten tritt definitv eine Schädigung auf, das
ist unbestritten. Es ist auch unbestritten, dass bei Intensität NULL keine
Schädigung auftritt.
Folglich muss irgendwo zwischen NULL und der bekannten Schädigungsschwelle
(mindestens) ein Schwellwert existieren. Soweit ist alles, wie gesagt, hieb-
und stichfest nachvollziehbar.

Wenn Sie allerdings fordern, dass diese Schwelle selbst NULL sein soll, dann
muss ich Ihnen leider sagen, dass so eine Forderung unsinnig ist, denn
selbst ohne jedes künstlich erzeugte Feld ist die uns umgebende Intensität
grösser als NULL. Weiterhin ist das seit Jahrzehnten betriebene Sendernetz
von TV- und Rundfunk für Intensitäten verantwortlich, die meistenteils die
Expositionen selbst nach Einführung des Mobilfunkes dominieren.
Maßnahmen und Folgerungen haben sich also keineswegs an der blossen Existens
von, unbestreitbar bei hohen Intensitäten vorhandenen, Schädigungen zu
richten sondern an der Erfahrungstatsache, dass bei genügend
Sicherheitsabstand, solange nichts definitv gefährliches nachweisbar ist,
genau dieser Sicherheitsabstand genügt.


Im übrigen kann jeder für sich selbst entscheiden, ober er sich ein Handy an
den Kopf halten will oder nicht. Damit ist schon mal ein Faktor 10000 ...
10000000 weniger "Strahlung" verbunden.

Kurt

Elisabeth Buchs

Re: Mikrowelle am Kopf

Beitrag von Elisabeth Buchs » 8. November 2006 21:39

Hallo Kurt
An einem Vortrag wurden fünf Risikobilder erwähnt:
Katastrophen-Modell (Kleine Ursache - grosse Wirkung)
Silent Spring Modell (Steter Tropfen höhlt den Stein)
Lineares Modell (Die Dosis macht das Gift)
Schwellenwert-Modell (Ab diesem Wert wird' s gefährlich)
Akkomodations-Modell (Man kann sich daran gewöhnen)

Sie scheinen vor allem das Schwellenwert-Modell zu favorisieren. Es ist interessant, sich als Betroffene mit diesen Modellen auseinanderzusetzen. Bezüglich EMF könnten beim Katastrophen-Modell kleine Abweichungen in Stoffwechsel und Nervensystem grosse Auswirkungen auf die individuelle Verträglichkeit von EMF haben. Kleine Auswirkungen von EMF in den Zellen könnten grosse gesundheitliche Beschwerden als Folge auslösen.

Das Silent Spring-Modell bezüglich EMF würde bedeuten, dass eine Langzeitexposition mit rel. geringen Feldern ebenso schädlich ist wie eine Kurzzeitexposition bei hohen Belastungen, z.B. mein langjähriger Aufenthalt an meinem früheren belasteten Geburts- und Wohnort.

Beim linearen Modell geht es darum, dass eine lineare Wirkung zwischen Dosis und Wirkung besteht und beim Schwellenwert-Modell, dass von einem gewissen Schwellenwert an das Schadensrisiko ansteigt, unterhalb die Dosis nicht wahrgenommen wird. Meine Erfahrungen damit sind, dass es einen solchen Schwellenwert gibt, wo ich unterhalb keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehr habe, (jedoch in ganz andern Grössenordnungen als die offiziellen Grenzwerte). Nicht sicher bin ich, ob das Befinden bei gar kein Elektrosmog nicht noch eine Besserung ergeben würde. Ich habe auch festgestellt, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen sich mit zunehmender Belastung oberhalb meines individuellen Schwellenwertes verschlimmern.

Das Akkomodations-Modell, dass sich der Organismus daran gewöhnen kann, kann ich nicht bestätigen, es kann eine Art Scheingewöhnung stattfinden wie an meinem früheren Wohnort und wenn dann das Mass voll ist, brechen die Gesundheitsprobleme massiv aus. Sind die Probleme einmal da, verschlimmert sich die Empfindlichkeit eher, als dass eine Gewöhnung auftritt.

Vielleicht finden Sie schon irgendwo ein Haus auf dem Land bei einem näheren TV-oder Radiosender und einer weiter entfernten Mobilfunkantenne wo "meistenteils" zutrifft, sehr oft ist jedoch heute der Mobilfunk und je nach dem die DECT und W-Lan von Nachbarn die Hauptbelastung in den Häusern und Wohnungen.

Wenn Sie schreiben "solange nichts definitiv gefährliches" nachgewiesen werden kann, halten Sie nicht viel vom Vorsorgeprinzip. Wir Betroffenen können nicht auf diese restlosen Beweise warten, vor allem nicht, weil immer mehr der Verdacht aufkommt, dass nach diesen Beweisen nicht aufrichtig gesucht wird, um das ungehinderte Aufrüsten nicht zu gefährden. Den Betroffenen wird Verhaltenstherapie vorgeschlagen, um besser zu lernen mit den Beschwerden umzugehen. Von Exponenten der WHO, des BfS, es soll 35 "Expertenkomitees" geben, die einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsbeschwerden und EMF nicht anerkennen. Arrogante oberflächliche Egomanen, denen es egal ist was wir denken und fühlen und ob sie uns schleichend und qualvoll umbringen. Ich hoffe nur, dass es eine höhere Macht gibt, die das verhindert, wenn unsere Möglichkeiten gegen diese Uebermacht nicht ausreichen.

Elisabeth Buchs

Kurt

Re: Mikrowelle am Kopf

Beitrag von Kurt » 8. November 2006 23:37

Hallo Frau Buchs,

also, eigentlich hätte meine Antwort ja hierher gehört:
read.php?f=1&i=7227&t=7227

Ja, ich gehe davon aus, dass das Schwellenwertmodell gültig ist.

Frage: Wo kommen Sie mit Feldern in Kontakt, die die offiziellen Grenzwerte ausschöpfen? Bzw., anders gefragt: Wieweit müssten Ihrer Meinung nach die Intensitäten abgesenkt werden? Wie schon mehrfach bemerkt bringt z. B. eine Absenkung der Grenzwerte um Faktor 10 i. d. R. nichts. Fast immer würde es genügen, die Sicherheitszone etwas zu erweitern und schon werden die niedrigeren Grenzwerte eingehalten ohne dass eine einziges Watt weniger abgestrahlt wird.

zum Vorsorgeprinzip: Durch die Wahl der Grenzwerte, die 50fach unterhalb termischer Effekte liegen ist dieses Prinzip doch schon realisiert, oder nicht? Weiterhin ist es so, dass selbst diese Werte nur zu einem sehr geringen Teil ausgeschöpft werden. D. h., in der Praxis hat man einen Sicherheitsabstand von mindestens Faktor 2500 und mehr.

Ihre Aussage, dass nach ES nicht aufrichtig gesucht wird kann ich nicht teilen. Es werden sehr viele Untersuchungen durchgeführt jedoch ist der Nachweis bislang noch nicht gelungen. Wie gesagt, wenn Sie so starke Beschwerden haben, dann sei zum wiederholten Mal die Frage erlaubt, wieso Sie die ganzen Jahre vor der flächendeckenden Einführung des Mobilfunks nichts gemerkt haben?

Kurt

thron

Kurt der Hirnwäsche-Blubberer !

Beitrag von thron » 9. November 2006 00:24

lieber kurt,

texte wie die ihrigen, schon nur ungelesen auf dem monitor erscheinend, lösen das reinste hirnwäsche-schaumbad aus den lüftungsschlitzen jeden PCs aus…

und wissen sie warum?
-- ein PC hat um quanten mehr geist als sie es je in ihrem hirnwäsche-schaumbad-hirni je haben werden.

nur ein kleines bsp. aus ihrem txt zur veranschaulichung des zustandes ihrer hals-parkierten seifenkiste:

in ihrem hirnwäsche-txt behaupten sie aufgrund des vorhandenseins natürlicher eFelder der biosphäre, auf die unschädlichkeit künstlicher telematik-eFelder schliessen zu können.

das ist etwa genauso aus-allen-löchern-schäumend wie die behauptung, es spielt keine rolle ob man einem PKW seifenwasser oder benzin tankt.

lieber karl,
trinken sie doch mal eine flasche entschäumer, das wird ihnen guuuuuht tun…

sunset

Thermische und nichtthermische Wirkung

Beitrag von sunset » 9. November 2006 08:43

Die Grenzwerte orientieren sich letztlich an der thermischen Wirkung von Mikrowellenstrahlung; um Mikrowellenstrahlung handelt es sich bei der Mobilfunkstrahlung. Die Grenzwerte werden um einfach um mehrere Grössenordnungen niedriger angesetzt als der Wert, bei dem einen einen die Strahlen verbrutzeln würden. Solche Grenzwerte berücksichtigen nur den Durchschnittswert der getakteten Mobilfunkstrahlung. Sie sagen nichts über die Art der Strahlung aus, und auch nichts über die auftretenden Spitzen und die Wirkung der Taktung auf den Organismus. Wenn es um n i c h t thermische Wirkungen geht, dann weisen die gültigen Grenzwerte eine unbrauchbare Masseinheit oder Messweise auf; sie beschreiben die Strahlung viel zu wenig genau. Wenn in 67 Prozent einer von der Universität Bern als repräsentativ bezeichneten Auswahl von Studien biologische Wirkungen von Mobiltelefonstrahlung unterhalb der Richtwerte belegt werden (nur in Englisch, http://www.ehponline.org/members/2006/9149/9149.pdf), dann sind offenbar die geltenden Richtwerte für diejenigen Personen, bei denen die biologischen Wirkungen gesundheitliche Relevanz erreichen, zu hoch angesetzt.

Hans-U. Jakob

Re: Kurt der Hirnwäsche-Blubberer !

Beitrag von Hans-U. Jakob » 9. November 2006 08:48

Kut behauptet:
"weiterhin ist das seit Jahrzehnten betriebene Sendernetz
von TV- und Rundfunk für Intensitäten verantwortlich, die meistenteils die Expositionen selbst nach Einführung des Mobilfunkes dominieren."
Die Messungen von Hans-U. Jakob belegen:
Hochfrequenter Elektrosmog kommt in der Stadt Freiburg (CH) zu 95% von Mobilfunksendern und zu weniger als 5% von Radio- und TV-Sendern.
Und in der Sadt Bern zu 90% von Mobilfunksendern und nur zu
maximal 10% von Radio- und TV-Sendern.
Damit man auf ein Verhältnis von 50:50% kommt muss man schon näher als 1km an eine Radio- oder TV-Station herangehen.
Das heisst Sie müssen auf den Bantiger oder Gibloux hinaufsteigen.
Alles andere ist übelste Mobilfunker-Propaganda und riecht nach einem falschen Professor namens Berz.
Hans-U. Jakob

open mind

Vorbild Dubai

Beitrag von open mind » 9. November 2006 09:48

Kurt schreibt:

"[...] und schon werden die niedrigeren Grenzwerte eingehalten ohne dass eine einziges Watt weniger abgestrahlt wird."

Seine Maxime wäre demnach, dass kein einziges Watt weniger abgestrahlt werden muss.

WATT over mind sozusagen ;-)

Hauptsache es strahlt, aber zünftig!


Dass es auch anders geht, belegt folgender Bericht von Marianne Buchmann, über ihre Messungen in Dubai.

s. z. B. hier:
http://openminds.twoday.net/stories/2014397/

Warum schaffen's die in Dubai, sowenig wie möglich zu strahlen und dennoch ein einwandfrei funktionerendes Mobilfunknetz anzubieten und wir hier in der "gescheiten" Schweiz verstrahlen was die Antennen hergeben...???

...ach ja, die globale Elite will doch nicht einen ihrer beliebtesten Treffpunkte verstrahlen.


Lieber Kurt, wie länger ich ihr einlullendes und verwirrendes Marketing-Geschwätz lese, desto mehr habe ich es hier mit 'Agent Smith' aus der Matrix zu tun...

Haben Sie Kurt schon einmal darüber nachgedacht, dass man Sie beliebig austauschen kann. Sie sind (wie ich Sie hier! in diesem Forum "erlebe") nichts weiter als ein "Funktionär", einer der für etwas "funktioniert", was das Leben schleichend zerstört.

So raffiniert schleichend, dass die Menschen nicht dagegen Sturm laufen werden.

Haben Sie auch schon mal an Ihr Leben gedacht...?

Dass niemand einmal belangt und in die Verantwortung genommen werden kann, ist eine Unzahl an Strahlungsquellen bis ins hinterste Haus im Lande propagiert worden. Das nennen die Marketingstrategen (in ihrem erotisierenden Wahn) dann Markt-PENETRATION.

Und tatsächlich ist es so, dass die "von oben" erzwungene/verordnete/durchgesetzte/abgesicherte Massenverstrahlung einer Art "Massenvergewaltigung" an der Bevölkerung und deren Gesundheit gleicht.


...Tut mir leid, man muss wenigstens die Dinge so benennen, wie sie sind, wenn man anderswie nicht viel dagegen tun kann.


Liebe Grüsse
open mind

Elisabeth Buchs

Re: Mikrowelle am Kopf

Beitrag von Elisabeth Buchs » 9. November 2006 11:25

Hallo Kurt

Da dieses Forum nicht über die Möglichkeit verfügt, dass frühere Threads durch neue Beiträge dazu wieder nach oben geholt werden, ist es wichtig, dass eine Linkangabe zum früheren Thread gemacht wird.

Ich habe von meinem individuellen Grenzwert geschrieben, unterhalb dessen ich keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehr habe. Dieser liegt bei etwa 0,02 V/m für Hochfrequenz in Schlafräumen für den Daueraufenthalt bei der mir bis jetzt bekannten HF, möglicherweise gibt es noch schlechter verträgliche. Ich unterstütze jegliche Bestrebungen nach Grenzwertsenkungen, weil sie in die richtige Richtung gehen. Für mich als Betroffene entscheidender wäre jedoch ein Ausbaustopp, Abschaffung von UMTS, kein WiMAX, DECT und W-Lan keine Dauerstrahler.

Wenn Sie bei den vielen Untersuchungen zu ES die "32 Studien des Herrn Repacholi" bzw. Rubin meinen mit vorwiegend Provokationstests von unter einer Stunde nach dem Schema "spüren sie was", halte ich diese für ungenügend. Es wird zuwenig nach biologischen Parametern gesucht und die praktisch jeder Studie mitgelieferte Psychoschiene ist tendenziös.

Wie Sie auf der Gigaherz-Hauptseite unter "Elektrosmog hat viele Gesichter" lesen können, habe ich die Auswirkungen von Elektrosmog bzw. NF bereits vor Einführung des flächendeckenden Mobilfunks gemerkt. Jedoch gibt es viele Betroffene, die gerade wegen dieser flächendeckenden Einführung des Mobilfunks gesundheitliche Probleme bekommen haben.

Elisabeth Buchs

sunset

Spüren Sie was?

Beitrag von sunset » 9. November 2006 19:31

Die Frage bei Mikrowellenbestrahlung (= Mobilfunkstrahlung): "Spüren Sie was?" ist so intelligent wie die selbe Frage bei radioaktiver oder Röntgenbestrahlung zu stellen. Keiner hat ein Sinnesorgan für keine dieser Strahlungsarten. Dennoch bestreitet keiner die schweren Schäden, welche radioaktive und Röntgenstrahlen bewirken.

Die Tatsache, dass von elektromagnetischer Strahlung Geschädigte diese Strahlung nicht direkt mit einem Sinnesorgan fühlen (vergleichbar mit Riechen oder Sehen), wird jedoch immer wieder rhetorisch geschickt, so dass es auf erstes Zuhören einleuchtet, als "Beweis" gebracht, dass jede Symptomschilderung von Betroffenen, elektromagnetische Strahlung schädige die Gesundheit oder beeinträchtige das Wohlbefinden, nur Einbildung und Produkt von Wahrnehmungsstörungen sei, verwendet. Dieses auch in Gutachten von Professoren und anderen Universitätsangehörigen.

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