Elektrosensibel == Leben zerstört?

unwichtig

Elektrosensibel == Leben zerstört?

Beitrag von unwichtig » 23. Dezember 2006 13:19

Hi!

Immer mehr wird mir bewusst das mit meiner EMF Sensibilität, obwohl ich schon verdammt froh bin die Ursachen für die unsäglichen Probleme endlich gefunden zu haben, im Grunde mein Leben in dieser Gesellschaft zerstört ist.

Wenn es möglich wäre dauerhaft von zu Hause zu arbeiten bringt mich das schon ein schönes Stück nach vorne. Vielleicht hilft auch die Entfernung des Sondermülls aus meinem Gebiss ein wenig? Obwohl die Strahlung dadurch nicht 0.1% weniger wird. Ansonsten sehe ich schwarz, alleine ein paar Lebensmittel zu kaufen gestaltet sich schon schwierig, schnell zücken 1-5 Leute ihre Handpuste (Handy) und verpesten den Laden.

Werde am besten mal fragen wann es besonders leer ist. das ist zwar keine Garantie für einen HF armen Einkauf, aber die Wahrscheinlichkeit steigt. Alles andere kann man online bestellen, schöne neue Welt...

Allen schöne Feiertage

Übrigens:
Das Forum ist in den letzten Tagen kaum erreichbar gewesen, ständig Error Meldungen.;(

Forum-Administration: An der kurz- und langfristigen Behebung des Computer-Problems wird gearbeitet. Danke für das Verständnis!

conny

Re: Elektrosensibel == Leben zerstört?

Beitrag von conny » 25. Dezember 2006 23:29

Mir geht es ähnlich schlecht, wohne 2 km vom Flughafen, die Eisenbahn ist nah, insgesamt neuerdings an drei Standorten UMTS-Antennen, die mein Einkaufen und zur Schule-gehen meiner Kinder gefährden und last but not least, DECT-Telefone in der Nachbarschaft. Wenn ich das Internet nicht hätte, wüßte ich von der Ursache und Wirkung dieser Gefahren nichts, aber auch der PC stört mich, ich weiß auch nicht, wohin ziehen. Meine Beschwerden habe ich dem Arzt erzählt, der mich zur Psychotherapie schickt. Ich hatte eine Kur, der nur meine orthopäd. Beschwerden behandelte, die aber sich durch diese gen. Ursachen dramatisch verschlimmert hatten.
Schlafen und Wohnen, Arbeiten und Leben ist quasi ohne Beschwerden nicht mehr möglich. Ich bin sehr verzweifelt. Auch wegen meiner Kinder.

unwichtig

Re: Elektrosensibel == Leben zerstört?

Beitrag von unwichtig » 26. Dezember 2006 14:16

Hi Conny!

Danke für Deine Nachricht. Zu Hause geht es inzwischen deutlich besser, nach Entfernung einiger DECT Geräte komme ich auf 0,2-3 uW/m^2. Auf der Arbeit, ca. 200 Meter von einem Flughafen sind es 5-20 mW/m^2 also ein paar tausend Mal soviel!

Antennen gibt es an meinem Wohnort ca. 46 in ca. 200-250 Meter Umkreis auf fünf Masten. Unter http://emf.bundesnetzagentur.de/ kann man Sie für Deutschland recht einfach ausfindig machen nach Eingabe von PLZ und Strasse. Leider gibt es keinen Maßstab, mit "googleearth" kann man den Abstand zur eigenen Wohnung aber einfach bestimmen, wenn man die Antenne wieder findet.

Allerdings kann ich immer noch nichts von den Mobilfunkantennen in der Nähe messen, ich vermute Sie werden von den noch vorhandenen DECT Geräten in der Nachbarschaft mühelos überstrahlt.

Man darf sich aber nicht nur auf den Abstand zu Mobilfunkantennen verlassen sondern muss Sendeleistung, Hauptstrahlrichtung sowie die Antennenneigung berücksichtigen. Wobei sich dummerweise Ersteres mit der Auslastung verändert und die Leistung und Neigung dummerweise ferngesteuert vom Anbieter verändert werden kann.

Bisher waren Ärzte recht verständnisvoll, mussten aber Ihre völlige Hilflosigkeit eingestehen. Auf Psychotherapie wurde ich bisher noch nicht angesprochen, würde mich auch dagegen verwehren. Es geht hier um ganz klaren und messbaren Einfluss der gepulsten Hochfrequenz auf unser kompliziertes Biosystem und nicht um was auch immer für Einbildungen.

Ich würde mal mit den Nachbarn reden und Sie auf gigaherz.ch und buergerwelle.de hinweisen um sich über die Gefahren zu informieren, vielleicht auf die noch immer erhältlichen CT1+ Geräte, als deutlich ungefährlichere (kein Dauerstrahler und ungepulst) Alternative verweisen.

Gerade DECT Geräte sind oft mit Abstand die schlimmste Quelle, durch ihre Nähe, immerhin hat man hier eher die Möglichkeit Einfluss zu nehmen. Ein funktionierendes Messgerät kann da mit seinem sonoren Ton beim Aufspüren von DECT durchaus als nicht zu unterschätzender Argumentationsverstärker dienen...Man muss aber genau aufpassen was man kauft, hier sind leider diverse schwarze Schafe am Markt, die völlig unbrauchbare Geräte vertreiben.;(

Der ausführliche Test bei buergerwelle.de gibt einen ersten Eindruck. Sollten wir durch Zufall im Umkreis des gleichen Flughafens wohnen, bin ich auch gerne bereit mal bei Dir zu messen.

Ich überlege auch in Richtung Abschirmung, will aber zunächst noch mit den verbleibenden Nachbarn reden, was die billigere und auch für Sie selbst eindeutig gesündere Alternative darstellt.

Gruß

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