Mehr Antennen - weniger Elektrosmogbelastung???

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 30. August 2007 22:05

Gigathlet hat geschrieben:Bildchen-, sprich Datenübertragung ist übrigens viel unentfindlicher gegenüber Fehlübertragungen (Bitverlust) als Sprache. Darum wird Bildchenübertragung in der Netzwerkplanung nicht berücksichtigt.
Wenn das so ist, ist mir aber nicht klar, weshalb es dann UMTS, HSPDA, PWLAN und WiMAX benötigt, das ist doch alles nur für das drahtlose Internet. Bei nur einer GSM-Grundversorgung wäre ich nicht einmal ein Antennengegner, das kam erst mit dem völlig durchgeknallten masslosen Aufrüsten, wo die ganze Welt in einen Hotspot verwandelt werden soll und wo wir Betroffenen keine Chance mehr haben, irgendwo zu leben.

Elisabeth Buchs

Gast

Beitrag von Gast » 30. August 2007 22:15

Ich finde nicht nur ein einzelnes Haar in der Suppe, ich finde sogar einen ganzen Büschel.
Ich habe mit NIS Berechnungen und Messungen jahrelang meine Brötchen verdient, darum weiss ich ganz genau, bei wievielen Anlagen auf GSM1800 zugunsten von UMTS verzichtet wurde.
Wenn man den Zusammenhang zwischen BCCH und Watt ERP nicht versteht, hat man (frau) das 1x1 der Mobilfunktechnik nicht verstanden.
Zum Glück bestehen Wohnungen nicht nur aus Betonwänden mit 15dB Dämpfung, sondern haben auch noch Fenster, sonst würden die Anlagegrenzwerte wirklich keinen Sinn machen.
Ich verabschiede mich nun aus diesem Forum. Werde dem einen oder anderen aber bestimmt in igrendeiner Form über den Weg laufen, da ich in der Zwischenzeit die Fronten gewechselt habe, und mich um den Vollzug der NIS Verordnung kümmere.

In diesem Sinne

NIS

Beitrag von NIS » 30. August 2007 22:31

Gigathlet hat schon recht. Leistungsreduktionen bei den Berechnungen auf den Standortdatenblättern müssen nur wegen den OMEN, bei welchen der 10mal tiefere Anlagegrenzwert gilt, gemacht werden, um keine Überschreitungen zu erhalten. Habe noch nie erlebt, dass bei einem OKA die Imissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden. Dazu müsste man voll im Hauptstrahl in einer Entfernung von vielleicht maximal 5m stehen, um 50V/m zu erreichen.

NIS

Beitrag von NIS » 30. August 2007 22:33

Elisabeth Buchs hat geschrieben:
Gigathlet hat geschrieben:Bildchen-, sprich Datenübertragung ist übrigens viel unentfindlicher gegenüber Fehlübertragungen (Bitverlust) als Sprache. Darum wird Bildchenübertragung in der Netzwerkplanung nicht berücksichtigt.
Wenn das so ist, ist mir aber nicht klar, weshalb es dann UMTS, HSPDA, PWLAN und WiMAX benötigt, das ist doch alles nur für das drahtlose Internet. Bei nur einer GSM-Grundversorgung wäre ich nicht einmal ein Antennengegner, das kam erst mit dem völlig durchgeknallten masslosen Aufrüsten, wo die ganze Welt in einen Hotspot verwandelt werden soll und wo wir Betroffenen keine Chance mehr haben, irgendwo zu leben.

Elisabeth Buchs
UMTS und Co. werden in Zukunft GSM ablösen. Genauso wie das Natel C abgelöst wurde. Darum läuft die Planung von UMTS900 auf Hochtouren.

Annette

Beitrag von Annette » 30. August 2007 22:37

Die 400 W ERP sind gemäss Standortdatenblättern eine Verharmlosung, denn unter etwa 1000 W ERP pro Senderichtung UMTS und ebenfalls 1000 W ERP GSM pro Sendrichtung wird heutzutage nicht mehr angefangen, auch wenn die Antennen bereits alle paar Hundert Meter aufgestellt sind, z.B. Bern-Bümpliz. Dort ist die Elektrosmog-Belastung wie man gerne nachmessen kann, überhaupt nicht reduziert, sondern hat in den letzten Jahren ständig zugenommen, den Betroffenen geht es schlecht und sie können dort kaum mehr wohnen.
Wie hoch ist die Elektrosmogbelastung in Bümliz?

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 30. August 2007 22:53

Anonymous hat geschrieben:.
Wenn man den Zusammenhang zwischen BCCH und Watt ERP nicht versteht, hat man (frau) das 1x1 der Mobilfunktechnik nicht verstanden.

Statt Widerlegungen kommen von Ihnen nur arrogante Techniker-Sprüche.

Zum Glück bestehen Wohnungen nicht nur aus Betonwänden mit 15dB Dämpfung, sondern haben auch noch Fenster, sonst würden die Anlagegrenzwerte wirklich keinen Sinn machen.

Können Sie sich vorstellen, dass manche Betroffene hinter zum Teil zweifachen Abschirmungen übernachten, weil sie sonst die Gesundheitsbeschwerden wegen Mobilfunk nicht aushalten oder im Keller übernachten.

Ich verabschiede mich nun aus diesem Forum. Werde dem einen oder anderen aber bestimmt in igrendeiner Form über den Weg laufen, da ich in der Zwischenzeit die Fronten gewechselt habe, und mich um den Vollzug der NIS Verordnung kümmere.

Das sind die Richtigen, ehemalige Mobilfunker, die dann für den Staat arbeiten. Ich hoffe sehr, dass wir einanander nie mehr über den Weg laufen, ich werde gegen jede Antenne, die mich aus meinem Haus vertreiben soll, mit allen Mitteln vorgehen.

In diesem Sinne

open mind
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Beitrag von open mind » 31. August 2007 09:04

Hallo "Gast",

was wollen Sie sich um den Vollzug der NIS kümmern???

Die NIS ist Scheinwerk, strotzt vor Kompliziertheit, so dass keiner merken soll, dass die NIS-Verordnung keinen einzigen Menschen und keine Kuh im Stall schützt.

Das ist der wahre Betrug, dass unser Parlament ein solches Scheinwerk abgesegnet hat!


Wer eins und eins richtig zusammenzählen kann, hat diesen Betrug schon lange gemerkt.

Ich bedauere Sie, dass Sie Ihre Energie in etwas stecken wollen, dass keinen Bezug zur Realität hat.

Nun denn, viel Glück auf Ihrem Weg!

+open mind+
NISV-Grenzwerte = Nicht einklagensfähige, Straf-freie VERSTRAHLUNGS-Zulassungswerte.

WAIDS = Wireless Aired Immune Deficiency Syndrome.

Der Weltrekord im Handy-Weitwurf hat aktuell der Finne Tommi Huotari inne mit 89,62 Metern.

Tom

Beitrag von Tom » 31. August 2007 11:16

NIS hat geschrieben: UMTS und Co. werden in Zukunft GSM ablösen. Genauso wie das Natel C abgelöst wurde. Darum läuft die Planung von UMTS900 auf Hochtouren.
Und der Nachfolger von UMTS ist auch bereits unterwegs :!:
Auf die neue Technik möchte ich mich hier nicht einlassen, Baugesuchsdossiers sollten reichen :wink:

NIS

Beitrag von NIS » 31. August 2007 12:58

open mind hat geschrieben:
Die NIS ist Scheinwerk, strotzt vor Kompliziertheit, so dass keiner merken soll, dass die NIS-Verordnung keinen einzigen Menschen und keine Kuh im Stall schützt.

Das ist der wahre Betrug, dass unser Parlament ein solches Scheinwerk abgesegnet hat!


Wer eins und eins richtig zusammenzählen kann, hat diesen Betrug schon lange gemerkt.

+open mind+
Sie meinen bestimmt mit NIS die NISV. Für diese gibt es beim BAFU eine Vollzugsempfehlung. Logisch, strukturiert und nachvollziehbar aufgebaut.

Fast jede Antenne in der Stadt ist aufgrund einer AGW Überschreitung bei OMEN leistungsmässig reduziert, im Gegensatz zum ländlichen Gebiet. Die sinnvolle Aufteilung OMEN/OKA greift also und beschützt Sie vor höherer Strahlung, wenn wir den AGW nicht hätten.

unwichtig
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Ersatz von GSM durch UMTS?

Beitrag von unwichtig » 31. August 2007 13:51

Abbau von GSM durch UMTS wird hier propagiert. Ein schlechter Witz, natürlich werden die Dienste noch lange parallel laufen um die Kunden zu versorgen.

Damit es keiner von außen sehen kann (Links auf Englisch):

Diese Basisstation von Nortel kann alles auf einmal: GSM 900/850/1800/1900 MHz GSM dual-band;
UMTS 2100/1900 MHz, future 900 MHz UMTS dual-band (future)


Patent für eine Antenne die gleichzeitig GSM und UMTS sendet (April 2001).

Mehr über die Wunderantennen.

Wie so oft kommt man hier nur mir geeigneten Messgeräten weiter, um zu sehen was da wirklich rauskommt.

Die Realität sieht doch so aus:

JAYBEAM Wireless has developed single-band, wide-band, dual-band and tri-band panel antennas with fixed or adjustable electrical tilt.
Bild

Wie immer gilt sich selbst ein Bild zu machen...
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Elisabeth Buchs
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Mehr Antennen - weniger Elektrosmog???

Beitrag von Elisabeth Buchs » 31. August 2007 15:12

Nochmals zurück auf die Befürworter-Behauptung "mehr Antennen - weniger Elektrosmog", die man immer wieder hört seit der Einführung von UMTS. Das ist doch eine Lüge, die wir unbedingt widerlegen sollten.

Die Antennen sind ob es wenige oder viele sind ausser bei Mikrozellen immer mit mindestens etwa 1000 W ERP pro Senderichtung für UMTS und etwa 1000 W ERP pro Sendrichtung für GSM ausgeschrieben.

Wenn im Umkreis von 1 km eine Antenne steht, ist das doch eine andere Situation als wenn es drei sind. Das Zurückregeln von Antenne und Handy hängt nicht nur von der Distanz ab, sondern vor allem von den Mauern, Blechwänden von Fahrzeugen, wie stark es strahlt ist auch abhängig von der Anzahl Telefonierer.

Die Steuerkanäle sind immer da, auch wenn niemand telefoniert. Bei GSM mache das die Hälfte in V/m aus, das wären z.B. bei einem Haus mit voller Ausnützung der Grenzwerte 3 V/m. Bei UMTS mache der Steuerkanal 10 bis 20 % aus, was 0,6 V/m bis 1,2 V/m ausmache, die immer da wären mit dem unverträglichen UMTS.

Elisabeth Buchs

NIS

Beitrag von NIS » 31. August 2007 15:46

Multi-, Dual- und Tribandantennen sind schon lange im Einsatz. Sehr häufig werden Dualband Antennen verwendet (z.B. Kathrein 742264 oder 742265), sie können für 900MHz + 1800 oder 2100MHz eingesetzt werden. Sie sind desshalb häufig im Einsatz, weil eben GSM1800 durch UMTS ersetzt wird. Durch das Studium von 600 Baugesuchsdossiers müsste die prozuentale Verteilung der verschiedenen Antennentypen in etwa bekannt sein.

Bereits 2008 wird UMTS900 ein Thema sein.

Hans

Beitrag von Hans » 31. August 2007 15:47

Hallo Elisabeth,
Dann liege ich mit meiner "Lieber viele kleine als eine grosse"-Antennen-Theorie nicht ganz falsch. Ob man 1W Endstufenleistung noch als Mikrozelle bezeichnen kann, weiss ich nicht. Aber, so rein aus dem Bauch heraus, meine ich, dass dies sicherlich verträglicher wäre als ein paar wenige 1000W+ EPR Grillstationen. Den Anbietern entständen so zwar höhere Kosten, aber das Geld scheint ja vorhanden zu sein. Und in der Nacht, wenn wenig läuft auf dem Natelnetz, können so diverse Mikrozellen auf StandBy zurückfahren da in ihren kleinen Bereich gerade nichts los ist. Was bei einer grossen Zelle nicht so schnell vorkommen wird.

Gruss
Hans, vielleicht schon wieder mit einer falschen Annahme unterwegs.


Ps: Bin zwar auch ein Natelabhängiger (Berufswegen gezwungen vom Arbeitgeber) aber durchaus der Meinung, dass es so wie jetzt nicht weitergehen kann und darf.

Marc

Beitrag von Marc » 31. August 2007 18:08

Bin gegen den Mobilfunk, doch es muss eine Lösung gefunden werden.
Um glaubwürdig zu bleiben sollte ein Roundtable mit den Mobilfunkbetreibern statt finden. So wie es heute ist, gibt es zwei Lager. Entweder man ist strikte dagegen oder dafür. Die Befürworter sind leider zu zahlreich und ein entgegen halten schwierig, ohne gleich ein Pfahlbauer aus Phyn zu sein.

Wenn wir einen Konsens finden, wird die Problematik ernst genommen. Dann haben wir auch Medien die sich interessieren.

unwichtig
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Re: Mehr Antennen - weniger Elektrosmog???

Beitrag von unwichtig » 31. August 2007 18:16

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Nochmals zurück auf die Befürworter-Behauptung "mehr Antennen - weniger Elektrosmog", die man immer wieder hört seit der Einführung von UMTS. Das ist doch eine Lüge, die wir unbedingt widerlegen sollten.

Die Antennen sind ob es wenige oder viele sind ausser bei Mikrozellen immer mit mindestens etwa 1000 W ERP pro Senderichtung für UMTS und etwa 1000 W ERP pro Sendrichtung für GSM ausgeschrieben.

Wenn im Umkreis von 1 km eine Antenne steht, ist das doch eine andere Situation als wenn es drei sind. Das Zurückregeln von Antenne und Handy hängt nicht nur von der Distanz ab, sondern vor allem von den Mauern, Blechwänden von Fahrzeugen, wie stark es strahlt ist auch abhängig von der Anzahl Telefonierer.

Die Steuerkanäle sind immer da, auch wenn niemand telefoniert. Bei GSM mache das die Hälfte in V/m aus, das wären z.B. bei einem Haus mit voller Ausnützung der Grenzwerte 3 V/m. Bei UMTS mache der Steuerkanal 10 bis 20 % aus, was 0,6 V/m bis 1,2 V/m ausmache, die immer da wären mit dem unverträglichen UMTS.

Elisabeth Buchs
Mehr Antennen, weniger Strahlung?
Kommentar dazu von Siegfried Zwerenz:

Die mit Umweltschutz begründete Zielsetzung der Konzentration möglichst vieler Sender auf einem Masten, führt zu einer weiteren gefährlichen Erhöhung der Strahlungsbelastung.

Wenn mehrere Betreiber auf einem Mast kommen, dann erhöht sich die Strahlenbelastung durch mehrere Antennen auf dem Mast. Somit werden dann zwar einige weniger bestrahlt, dafür bekommen aber andere mehr Strahlung ab. St. Florian lässt grüßen! Dieser Vorschlag ist also auch keine Lösung.

Da nun die Sendeanlagen noch in mehreren Kilometern Entfernung Leistungen bringen, bei denen heute schon bekannt ist, dass Menschen und Tiere dadurch erkranken können, dann gibt es doch nur eine Lösung: weg mit dieser Technik! Es müssen Techniken gesucht werden, die unschädlich sind.

Viele kleine Sender mit minimaler Leistung sind auch keine Lösung, weil damit viel mehr Antennen aufgebaut werden und diese somit näher an die Menschen kommen. Die Belastung nimmt nämlich mit der Nähe zur Antenne im Quadrat zu. Deshalb hätten dann insgesamt gesehen die Menschen höhere Belastungen!!!

Die Strahlenbelastung durch hohe Sender ist nämlich nicht ungleich höher, sondern viel niedriger, weil die Antennen weit von der Bevölkerung weg sind, selbst wenn die Leistung des Senders erhöht würde.

Allerdings reicht wie schon oft angeführt leider auch nicht ein Abstand von mehreren 100 Metern. Mensch und Tier wird trotzdem krank, es dauert eben nur etwas länger.

Es ist richtig, dass wir andere Techniken, die gesundheitsunschädlich sind, brauchen, weil eben mit der jetzigen Technik kein Gesundheitsschutz gegeben ist.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

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