Serotonin bei 21 Teilnehmern um 30+ Prozent gesunken

open mind
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Serotonin bei 21 Teilnehmern um 30+ Prozent gesunken

Beitrag von open mind » 27. September 2007 15:34

http://www.all-in.de/nachrichten/allgae ... 760,234503
(das allgäu online)

berichtet:


Verändern Mobilfunkstrahlen die Hormone?

Untersuchung Initiative legt „auffällige“ Ergebnisse von Blut- und Urinauswertung vor

von Kerstin Pätzold | Kempten

Noch bevor der Sendemast auf dem Sparkassengebäude in der Lindauer Straße im Dezember 2006 in Betrieb ging, sind sie aktiv geworden. 25 Teilnehmer der Mobilfunkinitiative Kempten West gaben Blut- und Urinproben ab und füllten einen speziellen Fragebogen aus. Fünf Monate später - im Mai 2007 - wiederholten sie das Prozedere. Erstmals sollte nämlich nachgewiesen werden, dass Strahlung sich negativ auf ihre Gesundheit auswirke. Jetzt hat die Initiative die Ergebnisse vorgelegt und spricht von „erschreckend deutlich veränderten Hormonwerten“.

Bevor verschiedene Werte in einem Institut für Hormonbestimmung in Mönchengladbach ausgewertet wurden, hatte ein Kemptener Labor die Blut- und Urinproben aufgearbeitet. „Von jedem Probanden wurde ein so genanntes Differentialblutbild bestimmt sowie die Werte des Stimmungshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin.“, erklärt Anwohnerin Anna Blanz. Die ausgebildete Ärztin, die sich selbst betroffen fühlt, hat die Proben genommen, eingeschickt und die Ergebnisse zusammengefasst. Dabei hätten sich vor allem zwei Werte bei allen Probanden im Laufe der fünf Monate „erschreckend deutlich“ verändert, erklärt die Ärztin:

l„Einerseits hat sich gezeigt, dass sich die Ausschüttung von Melatonin in die Morgenstunden verschoben hat“, so Blanz. Normalerweise erreiche der Spiegel des Schlafhormons etwa ein bis zwei Stunden nach dem Zubettgehen seinen Höhepunkt und falle in den Morgenstunden wieder ab. „Ein Mangel an Melatonin in der Nacht bedeutet verkürzte Tiefschlafphasen“, folgert Blanz. Dies zeige sich in unruhigem Schlaf mit häufigem Erwachen. Symptomatisch für die erhöhten Werte am Morgen sei, dass man morgens schwer aus dem Bett komme und sich „gerädert“ fühle.

„Und genauso geht es uns Anwohnern“, zeigt sich Raphael Hägele, Vorsitzender der Initiative, durch die Untersuchung bestätigt. An einen Zufall glaube keiner.

l Gleichzeitig, so Blanz, sei der Wert des Stimmungshormons Serotonin bei 21 Teilnehmern um 30 Prozent und mehr gesunken. Dies sei eine „besorgniserregende Tendenz“. Serotoninmangel könne dauerhaft zu Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, innerer Unruhe oder Appetitstörungen führen.

Die Mobilfunkinitiative will die Ergebnisse nun dem Oberbürgermeister vorlegen.
NISV-Grenzwerte = Nicht einklagensfähige, Straf-freie VERSTRAHLUNGS-Zulassungswerte.

WAIDS = Wireless Aired Immune Deficiency Syndrome.

Der Weltrekord im Handy-Weitwurf hat aktuell der Finne Tommi Huotari inne mit 89,62 Metern.

unwichtig
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Beitrag von unwichtig » 27. September 2007 18:57

Sehr interessant, danke! In den UK gab es einen Fall, wo eine solche Untersuchung so laut angekündigt wurde, dass der Betreiber gleich darauf verzichtete den Mast aufzustellen!

Anscheinend wusste man sehr genau wie das Ergebnis ausfallen würde? Vielleicht eine gute Idee für eine Bürgerinitiative, wenn man Das tun kann bevor der gefährliche Mast steht.

Sog. Cofounder wären natürlich interessant, wie sieht es aus mit DECT und WLAN bei den 25 Teilnehmern. vor allem die DECT Seuche ist sehr verbreitet. WLAN holt auf. Interessant wären die jeweiligen Belastungen, vorher und mit dem Mast?

Ich glaube nicht daran, das es eine lineare Beziehung zwischen Stärke der Strahlung und Auffälligkeiten bei den Werten gibt. Davon muss man sich wohl verabschieden. Während einer bei 1000 oder mehr uW/m2 zunächst einige Jahre problemlos schläft, geht jemand anders bei weniger als 100 uW/m2 elendig zu Grunde nach einigen Monaten.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

charles
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Beitrag von charles » 27. September 2007 20:10

Das ist alles kalter Kaffee.

Es sind mehrere die diesen Bluttest gemacht haben.

Das Problem ist leider, das die zuständige Behörden es nicht akzeptieren wollen. Man betont, dass die Bürger zwischendurch auch Spinat oder Sauerkraut gegessen haben.
Und man müsse dann beweisen dass das geänderte Blutbild nicht von Spinat kommt.

Ich komme immer auf dasselbe zurück.
Die Ärtzteschaft soll mal untersuchen bei wieviel Strahlung die Blutbilder durch die Strahlung ändern dürfen.
Überhaupt.

Die Einzigen die dies vernünftig gemacht hatten waren die Schuljungs, die unmittelbar vor und nach Bestrahlung die Blutbilder untersucht haben.

Monaten später ist viel zu lange her.

Elisabeth Buchs
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Blutuntersuchungen

Beitrag von Elisabeth Buchs » 1. Februar 2008 15:30

Arzt: Bluttests sprechen gegen Sendemast
Untersuchung Mobilfunk-Initiative legt weitere Ergebnisse vor - Klage gegen Stadt eingereicht
Kempten | johs | Der Handymast in der Lindauer Straße sorgt bei den Anwohnern weiterhin für Unruhe. Auch eine zweite Blutuntersuchung seit Inbetriebnahme der Anlage auf dem Sparkassengebäude habe bei den Teilnehmern eine „deutliche Veränderung der Hormonwerte“ ergeben, erklärte Dr. Markus Kern von der Allgäuer Ärzte-Initiative. Bei einer Versammlung der „Mobilfunkinitiative Kempten West“ legte Kern die Ergebnisse der Analyse rund 100 Zuhörern vor.

Noch bevor der Sendemast im Dezember 2006 in Betrieb ging, gaben 25 Teilnehmer der Mobilfunkinitiative Blut- und Urinproben ab. Im Mai vergangenen Jahres wurde das Prozedere wiederholt. Im Laufe der fünf Monate habe sich der Hormonhaushalt bei den Probanden deutlich verändert, schilderte Kern. Um zu beweisen, dass das Ergebnis nicht von der Jahreszeit abhängig sei, erfolgte im November 2007 eine erneute Untersuchung. Zwar hätten sich die Werte im Vergleich zur ersten Analyse laut Kern etwas verbessert. „Seit Inbetriebnahme des Sendemasten hat sich der Hormonhaushalt aber um ein Vielfaches verändert“, sagte der Facharzt für psychosomatische Medizin.

Vor allem zwei Werte seien „besorgniserregend“: Die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin habe sich bei den Teilnehmern in die Morgenstunden verschoben. Die Folge davon sei ein unruhigerer Schlaf. Ebenso seien die Werte des Stimmungshormons Serotonin deutlich gesunken. Dies könne zu einer Zunahme von Angstgefühlen oder Aggressivität führen.

„Auch meine Schlafqualität hat sich erheblich verschlechtert“, erklärte Raphael Hägele. Eine Konsequenz hat der Vorsitzende der Mobilfunkinitiative daher bereits für sich gezogen. „Ich werde aus meiner Wohnung ausziehen“, teilte er in der Versammlung mit.

Anwohner Rolf Willers dagegen hat mit zwei weiteren Mitgliedern vor einem Monat Klage gegen die Stadt Kempten beim Verwaltungsgericht Augsburg eingereicht. „Die Genehmigung der Anlage im Bauausschuss verstößt gegen das Baurecht“, glaubt Willers. Denn die Bauhöhe des Handymasten und der Abstand zu den umliegenden Gebäuden würden seiner Meinung nach nicht den geltenden Vorschriften entsprechen.

An der Diskussion beteiligten sich auch einige Stadträte. Um gegen Mobilfunkmasten vorgehen zu können, müsse zuerst das Bundesgesetz geändert werden, lautete eine parteiübergreifende Meinung. Für Verstimmung sorgte die Abwesenheit des Oberbürgermeisters. Nicht nur bei den Mitgliedern der Initiative, sondern auch bei einem Parteikollegen: „Das Thema ist wichtig. Er hätte wenigstens einen Stellvertreter schicken müssen“, erklärte Wilhelm Jörg, Beisitzer im CSU-Kreisvorstand. In der nächsten Sitzung dieses Gremiums will er daher das Thema Mobilfunk auf die Tagesordnung setzen lassen.

Quelle: http://www.all-in.de/nachrichten/allgae ... 760,290535

Kommentar: Wenn sich an verschiedensten Orten vor und nach Inbetriebnahme einer Mobilfunkantenne immer wieder ähnliche Ergebnisse zeigen, zeigt dies immer mehr eine Signifikanz. Nur seltsam, dass die "offizielle" Forschung so nichts finden will oder rumeiert, dass die gefundenen Effekte nicht unbedingt gesundheitsschädlich zu sein brauchen, als ob es die Erfahrungsberichte von Mobilfunk-Geschädigten nicht geben würde. Wenn sich die Antenne in unserem Dorf nicht vermeiden lasse, hat der Haupteinsprecher und Arzt auch bereits die Möglichkeit solcher Bluttests erwähnt.

Elisabeth Buchs

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