Therapie

mips als

Beitrag von mips als » 19. Oktober 2007 02:03

Jemand der in einer natürlichen Umgebung keine, in einer belasteten Umgebung aber schon Probleme hat, würde ich nicht als krank, sondern als umweltgeschädigt bezeichnen.

Elisabeth Buchs
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Re: mips als

Beitrag von Elisabeth Buchs » 19. Oktober 2007 07:38

Anonymous hat geschrieben:TETRA- Sender in Zürch, das dürfte nicht sein. In der Schweiz wurde lediglich für TETRAPOL eine Lizenz erteilt.
Hallo Mips

Gemäss Seco-Bericht soll TETRA in der Schweiz an einigen Orten auch vorhanden sein, z.B. am SBB-Billetschalter in Zürich, siehe viewtopic.php?t=10815&highlight=seco

Auch existiert ein Faktenblatt TETRA vom Bakom, was kaum der Fall wäre, wenn dieses TETRA bei uns nicht vorkommen würde.

Elisabeth Buchs

BLUE SKY
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Audio-Effekte

Beitrag von BLUE SKY » 19. Oktober 2007 09:01

Ich benötige einige Zeit, um all die bisherigen Äusserungen und Anregungen, die auf meine Frage an charles folgten, zu verarbeiten.

Was mir bei der Lektüre spontan einfiel:
Es gibt in der Neurophysiologie Untersuchungen zu Phänomenen, die als "nicht-bewusste Wahrnehmung" (begrifflich schwierig; kennt jemand den Fachterminus?) interpretiert werden. Ich denke an Effekte, die im Wechselspiel zwischen linker und rechter Gehirnhälfte unter gewissen Bedingungen entstehen können.
So kann z. B. ein Rechtshänder (sein Strachzentrum ist in der linken Gehirnhälfte) einen visuellen Reiz, den er mit der rechten Gehirnhälfte verarbeitet mit der linken jedoch nicht, auf Nachfrage nicht benennen. Er scheint es auch selbst nicht zu erkennen. Dennoch zeigt er ein Verhalten, als habe er den Reiz wahrgenommen.

Wenn man schöne Musik im Radio hört, stellt man sich mit dem "Audio-System" (bitte die Unangemessenheit dieses technischen Terminus zu entschuldigen) darauf ein. Zugleich jedoch befindet man sich im Feld der Radiowellen, die technisch exakt in Ihrer Modulation der Musik (soweit das Mikrophon diese "aufnehmen" konnte) entsprechen.
Ich halte eine "Synchronisation" der Wirkungen der Radiowellen auf das bio-psychische System und der Vorgänge im ebenfalls bio-psychischen "Audio-System" für nicht ausgeschlossen. Das Gesagte soll sich auf analoges Radio beziehen.
Das Leben ist schön.

Tilly

Keine Scharlatanerie!

Beitrag von Tilly » 19. Oktober 2007 18:06

Auszug von meinem Posting vom Di Okt 16, 2007 5:24 pm :


Charles hat Folgendes geschrieben:
„Meiner Meinung nach, sind es nur *kranke* Menschen die Elektrosensible sind.“

Elisabeth Buchs hält sehr richtig die Charles- Theorie für fragwürdig und schreibt Folgendes:
„Ob das stimmt mit den kranken vorbelasteten Menschen und der Elektrosmog für andere unschädlich ist, ist die große Frage?"

Auch „Unwichtig“spricht es noch etwas schärfer an und hält es für fatal im Folgendem:
„Die Aussage nur Betroffene werden durch Esmog geschädigt halte ich für fatal.“

Die Meinung von Charles Claessens schreibt er gebetsmühlenhaft schon länger.

Diese einseitige Darstellung ist nach meiner Meinung nicht nur fragwürdig oder fatal, sondern ist gefährlich, weil es als primär die Vorschädigung der Menschen hervorhebt.


Hier einige Ergänzungen dazu:

Es soll meinerseits noch einmal begründet werden, warum die Behauptung von
Charles Claessens, dass nur vorgeschädigte, kranke Menschen elektrosensibel werden
können, nicht nur fragwürdig oder fatal sondern vielmehr für die Auseinandersetzung
mit der Mobilfunklobby sehr gefährlich ist.

Diese Theorie ist deshalb so gefährlich, weil es unseren Gegnern in die Hände spielt
zu behaupten, dass alle möglichen Umwelteinflüsse, Luftverschmutzungen, Gifte,
Rauchen, Alkohol und vieles andere, an den Beschwerden der Menschen schuld seien.

Die Mobilfunkbelastung könne es auf keinen Fall sein, weil ja die Grenzwerte eingehalten
werden.

Bei der ionisierenden Strahlung ( Röntgenstrahlung oder Radioaktivität ) besteht kein
Zweifel, diese Strahlung ist für alle Menschen lebensgefährlich, ob vorbelastet oder nicht.
Hierbei spielt nur die Überschreitung der entsprechenden Strahlen-Dosis die
entscheidende Rolle, wann die Strahlenkrankheit zum Ausbruch kommt.
Dabei spielt es keine Rolle zu welchen Zeitpunkt des Lebens der Mensch bestimmte
Strahlungseinheiten abbekommen hat. Der Körper vergisst das nicht, es wirkt also
kumulativ.

Die jahrelangen Beobachtungen und Erfahrungen vieler Ärzte, die in den zahlreichen
Ärzteappellen seinen Niederschlag gefunden hat, haben ergeben, dass die typischen
Krankheiten, die im Umkreis von Mobilfunksendern aufgetreten sind, z.B. Krebshäufigkeit
und andere Beschwerden, erst bei längerer Strahlungsdauer ca. 3-10 Jahren aufgetreten
sind. ( siehe Naila- Studie ).

Hierbei besteht der dringende Verdacht, dass auch bei der Mobilfunk- Strahlung
die Strahlen- Dosis die entscheidende Rolle spielt.



Wer also kumulativ seine Grenze im Körper überschritten hat, bekommt die typischen
Beschwerden.
Auf die Dauer helfen dann kaum irgendwelche Ausleitungen von Giften aus dem Körper,
sondern nur die Abschaltung der Strahlenbelastung.
Die kostspielige Scharlatanerie, den Menschen mit obskuren Methoden helfen zu wollen,
treibt immer größere Blüten.
Uns bleibt nur die Auseinandersetzung mit der Mobilfunklobby gegen die zu hohen
Grenzwerte und die Durchsetzung von strahlungsarmen Erholungsgebieten für die Betroffenen.

Es hat sehr lange gedauert bis man erkannt hatte, dass ionisierende Strahlung tödlich
sein kann. Das hat viele Opfer gefordert.

Man wird eines Tages anerkennen müssen, dass der Übergang von ionisierender Strahlung
zur nicht- ionisierenden Strahlung fließend ist, d.h. bei entsprechender Dosis bzw.
Einwirkdauer entstehen ebenfalls lebensbedrohliche Auswirkungen.

Wie sagte doch Prof. Adlfofer sinngemäß: Wenn nicht bald gehandelt wird, kommt
später das böse Erwachen.
Wer es schneller haben will, sollte Mobilfunksender mit allen Mitteln zum Abschalten
bringen.

Es lebe der mutige Kampf gegen die Verbrecher, die noch immer für den Mobilfunk
Unbedenklichkeitserklärungen hervorbringen!

Es grüßt
Tilly

Gast

Beitrag von Gast » 20. Oktober 2007 01:25

Wenn man schöne Musik im Radio hört, stellt man sich mit dem "Audio-System" (bitte die Unangemessenheit dieses technischen Terminus zu entschuldigen) darauf ein. Zugleich jedoch befindet man sich im Feld der Radiowellen, die technisch exakt in Ihrer Modulation der Musik (soweit das Mikrophon diese "aufnehmen" konnte) entsprechen.
Ich halte eine "Synchronisation" der Wirkungen der Radiowellen auf das bio-psychische System und der Vorgänge im ebenfalls bio-psychischen "Audio-System" für nicht ausgeschlossen. Das Gesagte soll sich auf analoges Radio beziehen.
Dass wiederkehrende Amplitudenspitzen Reize auf neuronale Zellen ausüben können, vor allem wenn diese in einem bestimmten Rhythmus erfolgen, hat für mich eine gewisse Plausibilutät. Ich kann mir aber selbst bei einem AM- Signal kaum vorstellen, dass da eine eigendliche Demodulation erfolgen könnte, geschweige bei einem FM-Signal.

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BLUE SKY
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Beitrag von BLUE SKY » 20. Oktober 2007 10:15

Anonymous hat geschrieben:
Wenn man schöne Musik im Radio hört, stellt man sich mit dem "Audio-System" (bitte die Unangemessenheit dieses technischen Terminus zu entschuldigen) darauf ein. Zugleich jedoch befindet man sich im Feld der Radiowellen, die technisch exakt in Ihrer Modulation der Musik (soweit das Mikrophon diese "aufnehmen" konnte) entsprechen.
Ich halte eine "Synchronisation" der Wirkungen der Radiowellen auf das bio-psychische System und der Vorgänge im ebenfalls bio-psychischen "Audio-System" für nicht ausgeschlossen. Das Gesagte soll sich auf analoges Radio beziehen.
Dass wiederkehrende Amplitudenspitzen Reize auf neuronale Zellen ausüben können, vor allem wenn diese in einem bestimmten Rhythmus erfolgen, hat für mich eine gewisse Plausibilutät. Ich kann mir aber selbst bei einem AM- Signal kaum vorstellen, dass da eine eigendliche Demodulation erfolgen könnte, geschweige bei einem FM-Signal.

Forum Admin: Bitte Name oder Nickname angeben
Mir ging es - induktiv - um Anregung von Überlegungen ausserhalb bestehender Theorien.
Demodulation im Sinne einer technischen Komplett"auflösung" ist wohl nicht möglich und nicht von mir gemeint - muss jedoch eben gar nicht unbedingte alleinige Voraussetzung für bio-psychische Wirkungen sein.
Ihr Beispiel der Reizung von Neuronen durch Amplitudenspitzen folgt dem ebenfalls berechtigten deduktiven Ansatz.

Ich weiss von Veröffentlichungen von Untersuchungen an damals sogenannnten "Kriegsamputierten" zu deren Phantomschmerzen.
Es zeigte sich u.a. Folgendes:
Wurde ein Armstummel durch die Öffnung einer Sichtblende gesteckt , zeigten Probanden "Schmerzreaktionen", wenn - für sie nicht ersichtlich - auf der anderen Seite Schläge auf denjenigen Bereich ausgeführt wurden, in dem sich der amputierte Teil des Armes befunden hätte.
(Ich muss mal nachgraben, ob ich den medizin-wissenschaftlichen Artikel aus den 1920/30ger Jahren noch habe.)
Nebenbemerkung:
So betrachtet, könnte die Überschrift der Kuhn'schen Kritik "Wie Elektrosensible zum Phantom verkümmern" an den Untersuchungen zur sogen. Elektrosensibilität als Ausdruck "unbewussten Wissens" aufgefasst werden. http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/ ... hn_iv.html
Die Sprache der linken Gehirnhälfte kann von den Inhalten der rechten überformt werden, wenn eine Diskrepanz vorliegt.
Diese Diskrepanz kann sich in einer Reduktion als auch in einer "Erweiterung" der Bedeutungsebene des sprachlich Ausgedrückten geltend machen, ein Bsp. sind die bekannten "Freudsche Versprecher". Sie entsprechen insofern funktional dem Bild eines unkonntrolierten Ausdrucks unbewussten Wissens oder Vorstellung.

Sokrates sagte : "Ich weiss, dass ich nichts weiss."
Freud sagte m.E. : "Ich weiss, dass ich mehr weiss als ich weiss."
Das Leben ist schön.

murphy

Beitrag von murphy » 21. Oktober 2007 04:14

lieber blue sky:die beliebte trennung in rechte und linke gehirnhälfte ist hirnphysiologisch gesehen irreführend bis falsch.diese trennung findet sich im bereich des stammhirns und des kleinhirns und des zwischenhirns nicht.diese stukturen können nur jeweils nur als einheit gesehen werden.bei den dann folgenden grosshirnhemisphären ist eine unterscheidung in links und rechts wenig hilfreich,da diese mit mllliarden sogenannter komissurfasern miteinander verbunden sind.selbst die unterscheidung in stammhirn,kleinhirn,zwischenhirn,grosshirn ist nur grob anatomisch.zusammen bilden alle vier mit dem rückenmark eine untrennbare einheit.

mfg murphy

BLUE SKY
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wie kann Wissen entstehen?

Beitrag von BLUE SKY » 21. Oktober 2007 12:16

murphy hat geschrieben:lieber blue sky:die beliebte trennung in rechte und linke gehirnhälfte ist hirnphysiologisch gesehen irreführend bis falsch.diese trennung findet sich im bereich des stammhirns und des kleinhirns und des zwischenhirns nicht.diese stukturen können nur jeweils nur als einheit gesehen werden.bei den dann folgenden grosshirnhemisphären ist eine unterscheidung in links und rechts wenig hilfreich,da diese mit mllliarden sogenannter komissurfasern miteinander verbunden sind.selbst die unterscheidung in stammhirn,kleinhirn,zwischenhirn,grosshirn ist nur grob anatomisch.zusammen bilden alle vier mit dem rückenmark eine untrennbare einheit.

mfg murphy
Das kann ich - fast - alles unterschreiben.
Fast: Für manche Funktionen hat sich eine Unterschiedlichkeit der Gehirnhäften und damit die Bedeutung der Art ihres jeweiligen Zusammenspiels auf der Grundlage der grösseren Einheit erwiesen.
Sonst gäbe es z.B. keine Händigkeit.
Ich vermag nicht die Intention Ihres Einwands in Bezug auf meine Aussagen vom 18.10 (auf die Sie sich wohl beziehen) zu verstehen.
Was an der Aussage möchten sie in Frage stellen/relativieren?

BLUE SKY hattte Folgendes geschrieben:
[...]
Was mir bei der Lektüre spontan einfiel:
Es gibt in der Neurophysiologie Untersuchungen zu Phänomenen, die als "nicht-bewusste Wahrnehmung" (begrifflich schwierig; kennt jemand den Fachterminus?) interpretiert werden. Ich denke an Effekte, die im Wechselspiel zwischen linker und rechter Gehirnhälfte unter gewissen Bedingungen entstehen können.
So kann z. B. ein Rechtshänder (sein Strachzentrum ist in der linken Gehirnhälfte) einen visuellen Reiz, den er mit der rechten Gehirnhälfte verarbeitet mit der linken jedoch nicht, auf Nachfrage nicht benennen. Er scheint es auch selbst nicht zu erkennen. Dennoch zeigt er ein Verhalten, als habe er den Reiz wahrgenommen.


Mit dieser Aussage wollte ich nur ein Beispiel nennen dafür, dass wissenschaftliche Befunde vorliegen, die zeigen, dass es "unbewusste Wahrnehmung" einschliesslich Reizantwort gibt.
Selbst die Deutung unter Einbeziehung einer in gewissem Umfang festzustellenden Lateralität der Grosshirnhemisphären ist anerkannt.
Ob sie in Bezug auf weitergehende Klärung hinreichend ist, darf im Kontext meiner Intention hier dahingestellt bleiben.
Denn ich wollte damit darauf hinweisen, dass gerade damit ein Problem bei der Deutung der Untersuchungen bez. "Elektrosensiblen"/ Elektroreagiblen berührt wird.
Insbesondere dann, wenn das Studiendesign die sprachliche Vermittlung in die Erhebungsmethodik mit einbezieht.
Denn - wie das Beispiel zeigen sollte -, lässt eine Inplausibilität der Ergebnisse von Informationsgewinnung über die sprachliche Ebene ( also z.B. sowohl Fragen an als auch Antworten des Probanden) nicht den Schluss zu, dass "Wahrnehmungen"/Verarbeitungen von Reizen nicht stattfänden.
Es besteht eine offene Situation bez. der Klärung, ob ggf. eine "Nichtkommunikabilität" der Verarbeitung beim Probanden vorliegt.
Diese Betrachtunsweise gäbe eine Grundlage für die Frage, inwieweit auch auf Seiten der Studiendesigner eine Nichtkommunikabilität wirksam wein könnte.
Dies würde sich beispeilsweise in Form einer "Undenkbarkeit" von Vorstellungen ausdrücken, in dem Sinne, dass ihnen die Einführung von Inhalten in die sozial auf Sprach- und Denkebene geführte Wissenschaft nicht herstellbar wäre.
Anders gesagt:
Unter Auslassung der Frage, welche Rolle eine "Inkommunikabilität" möglicherweise spielt, setzt sich das Spiel in bizarre Formen fort, weil die Probanden nicht wissen/verstehen können, wie sie vermitteln sollen, was sie erfahren und die Studiendesigner nicht verstehen/wissen, was sie sich nicht vorstellen können.
Einstweilen können Beide nichts tun, um eine Kommunikabilität der Probanden- und Untersuchererfahrungen herzustellen.

Wem sollte das nützen?

Womöglich könnte es helfen, Lösungen zu träumen.
Hier das wissenschaftsgeschichtliche Beispiel von Kekule, das
unter http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_ ... Stradonitz im Kapitel "Bindungstheorie" wiedergegeben ist:

Zitat:

Vor Kekulés Theorie gab es nur vage Vorstellungen, wie die Atome in einem Molekül miteinander verknüpft sind. Viele Chemiker zu seiner Zeit dachten, dass die Strukturen von Molekülen nicht erkennbar sein konnten, da Reaktionen ja die Struktur unvorhersagbar verändern würden. Kekulé untersuchte verschiedene Kohlenstoffverbindungen, insbesondere Benzol.

Schon im Jahre 1858 postulierte Kekulé:
Kohlenstoffatome können sich zu Ketten in beliebiger Länge und Komplexität verbinden.
Kohlenstoffatome sind immer 4-wertig, können also vier Bindungen eingehen.
Die Untersuchung von Reaktionen ermöglicht es, Informationen über die Anordnung der Atome zu gewinnen.
Überraschend einfach machte er so die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen verständlich und brachte Ordnung in das vorherrschende Wirrwarr. Benzol blieb jedoch eine offene Frage.
Kekulé berichtete 1890 von einem Wachtraum. In der Nacht seiner Entdeckung sei er an seinem Schreibtisch gesessen und habe im Halbschlaf das Funkenspiel des Kaminfeuers betrachtet. Mit einem Male, so erzählte er, hätte ein Traum die lang gesuchte Lösung gebracht: Er habe die Kohlenstoff- und Wasserstoffatome vor seinen Augen tanzen gesehen. In diesem Traum sei ihm das alte, alchimistische Symbol der Ourobourosschlange erschienen, deren Kopf in den eigenen Schwanz beißt.


Die Übertragung des Bildes der Ringschlange von der Symbolebene auf die rationale Ebene der chemischen Theorie führte ihn zu Deutung der Ringstruktur des Benzolmoleküls.
Das Leben ist schön.

Kurt

kumulative Wirkung bei NIS?

Beitrag von Kurt » 23. Oktober 2007 07:55

Tilly hat geschrieben:Auszug von meinem Posting vom Di Okt 16, 2007 5:24 pm :

Die jahrelangen Beobachtungen und Erfahrungen vieler Ärzte, die in den zahlreichen
Ärzteappellen seinen Niederschlag gefunden hat, haben ergeben, dass die typischen
Krankheiten, die im Umkreis von Mobilfunksendern aufgetreten sind, z.B. Krebshäufigkeit
und andere Beschwerden, erst bei längerer Strahlungsdauer ca. 3-10 Jahren aufgetreten
sind. ( siehe Naila- Studie ).
Hallo Tilly,

um die Häufung von Krebserkrankungen zu beweisen hat sich die Naila-"Studie"
schon mehrfach nachweislich als ungeeignet erwiesen. Das in dieser Untersuchung
erzielte Ergebnis ist nicht signifikant.
Tilly hat geschrieben: Hierbei besteht der dringende Verdacht, dass auch bei der Mobilfunk- Strahlung
die Strahlen- Dosis die entscheidende Rolle spielt.


Man wird eines Tages anerkennen müssen, dass der Übergang von ionisierender Strahlung
zur nicht- ionisierenden Strahlung fließend ist, d.h. bei entsprechender Dosis bzw.
Einwirkdauer entstehen ebenfalls lebensbedrohliche Auswirkungen.
...
Es grüßt
Tilly

Dass die Dosis eine Rolle spielt ist zweifelsfrei erwiesen und richtig.
Ebenso richtig ist, dass es keinen wirklich scharfen Übergang zwischen
ionisierender und nichtionisierender Strahlung gibt.
ABER: Im Sinne dessen, worüber wir hier reden kann man den Übergang
getrost als absolut scharf betrachten, denn er findet im Bereich des Übergangs
von blauen auf nahes UV-Licht statt, also im Bereich einiger eV.
Mobilfunkstrahlung hingegen befindet sich mehr als 5 Zehnerpotenzen (!) darunter
was die Photonenenergie anbelangt. Von dieser Strahlung kann MIT SICHERHEIT
angenommen werden, dass davon keinen ionisierende Wirkung ausgeht.
Damit ist auch klar, dass solange im thermischen Gleichgewicht keine chemischen
Reaktionen beeinflusst werden dies auch bei noch so langer Einwirkdauer nicht
geschieht. Wäre es anders müssten Sie sich wegen Ihrer Infrarotfernbedienung auf jeden
Fall mehr Sorgen machen, denn
- Die Strahlung ist gepulst
- Die Ausgangsleistung ist mehrere 10 mW (gemittelt)
- Die Photonenenergie ist knapp unterhalb der Schwelle zur ionisierenden Strahlung.

Kurt

charles
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Beitrag von charles » 23. Oktober 2007 10:18

Wissenschaftler, die sich mit Photonen beschäftigen, sagen mir etwas ganz anderes.

Die Photonen und Phononen werden von den EMF sogar angereizt.
Und dies weit unterhalb der Grenzwerte.

Tilly

Die Ärzte haben recht!

Beitrag von Tilly » 23. Oktober 2007 13:05

An Kurt!

Einige wichtige Fragen an Sie, um zu ergründen, ob es weiter einen Sinn hat, dass man Ihre Postings hier noch lesen sollte:

Sehen Sie hier Ihre Aufgabe darin, für den Mobilfunk Unbedenklichkeitserklärungen zu propagieren?

Sind Sie davon überzeugt, dass die vielen Ärzte, die die Ärzteappelle unterschrieben haben, alle falsche Schlussfolgerungen gezogen haben?

Was würden Sie sagen, wer dem Dr. Carlo das Haus angezündet hat?

Kennen Sie den Ausspruch von Galilei?

„Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf.
Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher.“

Glauben Sie, die Wahrheit über die Gefährlichkeit des Mobilfunks
zu kennen ?


Tilly

Kurt

Geht es um Ärzte?

Beitrag von Kurt » 23. Oktober 2007 20:41

Tilly hat geschrieben:An Kurt!

Einige wichtige Fragen an Sie, um zu ergründen, ob es weiter einen Sinn hat, dass man Ihre Postings hier noch lesen sollte:
Es steht Ihnen frei, meine Postings zu lesen und zu beantworten.
Ob "man" das als sinnvoll erachtet? Ich gehe davon aus, dass alle anderen
Diskutanten erwachsen genug sind, das für sich selbst zu entscheiden.
Tilly hat geschrieben: Sehen Sie hier Ihre Aufgabe darin, für den Mobilfunk Unbedenklichkeitserklärungen zu propagieren?
Ganz klar: Nein!
Mir geht es lediglich darum, auf Fehler hinzuweisen.
Sie werfen ionisierende Strahlung und Mobilfunksignale in einen Topf
und behaupten oder suggerieren zumindestens, dass der Übergang
so fliessend sei, dass die Wirkung von FUnksignalen ähnlich derer ist,
wie sie bei Röntgenstrahlen auftreten. Nicht nur das, Sie bauen
auf dieser erwiesenermassen falschen Aussage (Lüge?) mit Hilfe
nachweislich unseriösen Studien (Naila) eine Argumentatioskette auf.
Die Folge ist, dass die Argumentationskette in sich zusammenbricht.

Frage an Sie: Was erwarten Sie denn? Dass ich Ihnen zustimme,
wenn Sie so grundfalsche Aussagen machen? Ich verweise Sie auf
Ihr eigenes Zitat von Galilei weiter unten!
Tilly hat geschrieben: Sind Sie davon überzeugt, dass die vielen Ärzte, die die Ärzteappelle unterschrieben haben, alle falsche Schlussfolgerungen gezogen haben?
Ja, davon bin ich überzeugt.
Tilly hat geschrieben: Was würden Sie sagen, wer dem Dr. Carlo das Haus angezündet hat?
???
Tilly hat geschrieben: Kennen Sie den Ausspruch von Galilei?

„Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf.
Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher.“
Ich kanne ihn nicht, finde ihn aber gut. Ich rate Ihnen dringend, diesen
Spruch in Zukunft mehr zu beherzigen. Ich halte mich schon immer daran
ohne ihn gekannt zu haben :-)
Tilly hat geschrieben: Glauben Sie, die Wahrheit über die Gefährlichkeit des Mobilfunks
zu kennen ?


Tilly
Ich glaube über Mobilfunk garnichts denn Glaubensfragen gehören
eindeutig in die Kirche und nicht in eine Diskussion um ein technisch
geprägtes Thema.

Ich betone nochmal, damit auch Sie es verstehen: Mir geht es nicht im
mindesten darum, über Gefahren oder über Leiden zu diskutieren.
Mir geht es nur darum auf Irrtümer und Fehler hinzweisen, die durch
bestehendes, immer wieder aufs neue verifiziertes Wissen nachgewiesen
werden.
Frage: Worum geht es Ihnen, wenn Sie nachweislich falsche Aussagen
verbreiten? Und wie schätzen Sie Ihre Wirkung ein, wenn es einem
unvoreingenommen Leser immer wieder gelingt meine Aussagen zu
verifizieren und Ihre Aussagen immer wieder als widersprüchlich,
falsch und ohne jede wissenschaftlich abgesicherte Grundlage zu erleben?

Kurt

Kurt

Photonen

Beitrag von Kurt » 23. Oktober 2007 20:57

charles hat geschrieben:Wissenschaftler, die sich mit Photonen beschäftigen, sagen mir etwas ganz anderes.

Die Photonen und Phononen werden von den EMF sogar angereizt.
Und dies weit unterhalb der Grenzwerte.
Charles,

welcher Wissenschaftler sagt Ihnen dies? Vielleicht jemand, der sich
mit photon photon Wechselwirkung befasst?

Sie wissen schon, dass Photonen selbst die Träger der elektromagnetischen Energiepakete sind?
http://de.wikipedia.org/wiki/Photon
Mir ist jetzt nicht direkt bekannt, wie eine
Photon-Photon-Wechselwirkung zustandekommen soll, die - wie Sie es
nennen - ein Photon "unterhalb der Grenzwerte 'anreizt' (was immer das
sein soll... )", wenn man nicht *sehr* hohe Energien verwendet.
Und hier rede ich nicht von eV sondern von GeV!

Zum Thema "Phonon" empfehle ich als Einstieg
http://de.wikipedia.org/wiki/Phonon

Kurt

charles
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Beitrag von charles » 23. Oktober 2007 22:11

Hallo Kurt,

Wikipedia ist nicht *Alleswisser*.

Schauen Sie mal auf :
http://www.biophotonicsresearchinstitute.com/index.htm
und
http://www.unifiedphysics.com/

Tony Fleming ist Mitglied BEMS, und veröffentlich dort regelmässig.
Auch schreibt er in die Bioelectromagnetics Newsgroup bei Yahoo!
Ich habe schon vieles von ihm lernen dürfen.

Der fleissige Mitleser Bernhard soll sich das auch mal ansehen und studieren, so weit er es verstehen kann.

Elisabeth Buchs
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Registriert: 27. Januar 2007 21:48

Re: Geht es um Ärzte?

Beitrag von Elisabeth Buchs » 23. Oktober 2007 22:16

Hallo Kurt

Zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Krebs gibt es noch weitere Studien:

Müllendorf (Österreich). In der Ortschaft mit 1.200 Einwohnern kam es zu einer Verdreifachung von neuaufgetretenen Krebsfällen nach fünf Jahren Latenzzeit nach Installation des ersten Sendemastes (Vortrag Dr. W. Jandrisovits auf dem Bamberger Mobilfunksymposium Januar 2005).

Netanya (Israel). In der im Journal of Cancer Prevention April 2004 veröffentlichten Studie wurde das Neuauftreten von Krebserkrankungen in der Nähe eines Mobilfunksenders im Vergleich mit einer unbestrahlten Region untersucht. Die Autoren R. und D. Wolf finden vierfach erhöhte Krebsraten bei Frauen.

West Midlands (England): Bei einer Erhebung, an der Dr. J. Walker beteiligt war, zeigt sich eine ungewöhnliche Krebshäufung im Bereich der höchsten Strahlungsintensität um eine seit acht Jahren sendende Basisstation. Die Untersuchung der Krebscluster in Verbindung mit der geschätzten und gemessenen Strahlenintensität wurde von Dr. Walker bereits mehrfach mit demselben Ergebnis durchgeführt.

Zu weiteren krebsfördernden Effekten wie eine Unterdrückung der körpereigenen Melatoninproduktion und eine (z. T. hierdurch) erhöhte Prävalenz freier Radikale gibt es Hinweise in vivo und in vitro.

Demers et al. 1991: 2.9fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Männern. (Kleine Fallzahl, daher statistisch nicht signifikant)
Loomis et al. 1994: 1.38fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Statistisch signifikant. Untergruppe Telefon-Elektrikerinnen: 2.17fache Brustkrebsrate)
Cantor et al. 1995: 1.15fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Grosse Fallzahl, daher statistisch sehr signifikant)
Tynes et al. 1996: 1.5fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Funkerinnen. Grosse Fallzahl, daher statistisch sehr signifikant)
Dolk et al. 1997a: Bis 1.64fache Brustkrebsrate bei Männern welche in der Nähe eines Radiosenders wohnen. (Kleine Fallzahl, daher statistisch nicht signifikant)
Van Wijngaarden et al. 2001: Teilweise erhöhte Brustkrebsraten bei beruflich exponierten Frauen, bis 2.06fach (statistisch signifikant)
Zudem gibt es diverse Studien zur Blockierung der krebsheilenden (antiproliferative) Wirkung des körpereigenen Hormons Melatonin und des Östrogen-Rezeptor-Modulators Tamoxifen durch elektromagnetische Felder:

Liburdy et al. 1993
Harland & Liburdy 1997
Harland et al. 1999
Ishido et al. 2001
Blackman et al. 2001
Girgert et al 2005
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