Was uns 2007 bewegt hat

Elisabeth Buchs
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Was uns 2007 bewegt hat

Beitrag von Elisabeth Buchs » 23. Dezember 2007 18:46

Was uns dieses Jahr bewegt hat:

Der Kampf gegen die Mobilfunk-Antennen geht weiter. Trotz der NIS-Verordnung lässt sich einiges dagegen tun:
Gemeindeinitiativen: keine gemeindeeigenen Gebäude und Grundstücke für Antennen.
Gemeindeinitiativen zum Verbieten von Antennen in Wohnzonen oder zur Einschränkung der Antennenleistungen.
Planungszonen schaffen durch die Gemeinde.
Aenderungen im Gemeindereglement.
Bemängelung von QS-System und ungenügender Messbarkeit von UMTS.
Naturschutz, Heimatschutz
Landwirtschaftszone
Jedoch sollten nicht nur die Antennen bekämpft werden, sondern auch die Handynutzer höchstens mit Mass handytelefonieren und keine Bildchenübertragungen und kein drahtloses Internet nutzen.

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren:
Ein grosser Erfolg von Gigaherz war der vorzeitige Abbruch des WiMAX-Pilotversuchs in Boltigen bzw. das Ausbremsen der WiMAX-Entwicklung in der Schweiz.
Geplanter Kampf notfalls bis vor Bundesgericht gegen die völlig unnötige weitere Verstrahlung durch Handy-TV.

Das Risiko der gesundheitlichen Schädlichkeit hat sich weiter bestätigt:
Die Valley-Studie um den Sender Holzkirchen zeigte einen eindeutigen Rückgang der gesundheitlichen Beschwerden nach Abschaltung des Senders.
Studie von Hacker et al: Strahlung von Handymasten kann das Immunsystem schwächen.
In Oberammergau sorgte eine Variante von GPRS mit einer 8 1/3 Hz-Pulsung, die jetzt zumindest nur noch bei Nutzung vorhanden ist, für eine dramatische gesundheitliche Verschlechterung bei dortigen Anwohnern.
Eine Studie von Prof. Adlkofer zeigt, dass die Strahlung von UMTS-Handys noch zehnmal genschädigender sei als diejenige von GSM-Handys.
Ein Zusammenschluss bedeutender Wissenschaftler der Bio-Initiative Working Group fordert aufgrund einer Auswertung von 2000 Studien eine drastische Senkung der heutigen Grenzwerte und Beschränkungen der weiteren Entwicklung von risikoreichen Technologien.
Die EU-Agentur EEA vergleicht W-Lan-Strahlung mit Asbest und warnt nach der Veröffentlichung des wissenschaftlichen Berichts der BioInitiative eindringlich vor den Gefahren elektromagnetischer Strahlung und will die EU-Regierungen dazu bewegen, vorbeugende Massnahmen hinsichtlich dieser schnell expandierenden Technologien zu treffen.
Das Brüsseler Parlament beschliesst eine Senkung der Grenzwerte.

Jedoch:
Eine Nachfolgestudie von Salford stellte fest, dass bei wöchentlich zweistündiger Befeldung während eines Jahres kein Leck in der Blut-Hirn-Schranke und keine dark neurons gefunden wurden, da möglicherweise eine Anpassung des Zentralnervensystems auf wiederholte Auswirkungen auftreten kann, jedoch gab es Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis, die durch vorzeitiges Altern des CNS verursacht werden könnten.
Kurzzeitstudien zeigten sich einmal mehr als untauglich zur verbesserten Erkenntnis über die Elektrosensibilität: Kaul-Studie und Elaine Fox-Studie.
Die EPROS-Schlafstudie zeigte, dass die Probanden nicht unterscheiden konnten, ob eine richtige oder falsche Abschirmung vorhanden war, es zeigte sich eine verlängerte Einschlafzeit unter abgeschirmten Bedingungen. Mögliche Gründe wären, dass die Felder immer noch zu hoch waren oder dass die einzelnen Nächte ohne Befeldung für eine Besserung nicht ausreichten.

Bestätigt in der NZZ-Forschung und in einer Studie des Bafu hat sich auch die grosse Wertverminderung von Liegenschaften in Antennennähe.

Eine weitere Seuche bedroht uns, die W-Lan-Seuche wie z.B. Public W-Lan in St. Gallen, Luzern, Riederalp und zunehmend in Schulen wie auch in Privatwohnungen und Häusern. In einer Pariser Bibiliothek musste aufgrund von gesundheitheitlichen Beeinträchtigungen der W-Lan abgeschaltet werden.

Dass es auch anders geht als mit maximaler und dauernder Verstrahlung zeigt die Entwicklung eines DECT durch die Firma Orchid, das auch mit mehreren Hörern, die nicht auf der Basis liegen nur strahlt, wenn telefoniert wird und beim Telefonieren die Sendeleistung anpasst.

Nicht nur Menschen, sondern die ganze Natur und Umwelt können von der Strahlung betroffen sein:
Studie zur Kälberblindheit
Mögliche Schädigung an Bienen und Start der Bienenstudie von Gigaherz
Festgestellte Baumschäden durch Dr. Volker Schorpp
Allfälliger Einfluss auf das Klima?

Auch die Medien haben sich zum Teil in mutiger Art und Weise geäussert:
ARD Sendung: Bei Anruf Hirntumor
I think they are wrong: Sendung von BBC zur WiFi-Kritik durch Sir William Stewart
Jedoch: Bösartiger Text von Manfred Dworschak im Spiegel, der sich zunehmend als Befürworter-Organ zeigt.
Negative Auesserung gegenüber elektrosmog-geschädigten Menschen durch Frau Dr. Kaul.

Dies und das:
Das NFP 57-Projekt wird vorgestellt, die Leitungsgruppe zeigt sich als industrielastig, die Gegner-Organisationen und Betroffenen werden nicht einbezogen, die ausgewählten Projekte werden als zuwenig relevant für die Volksgesundheit beurteilt und es gibt kein Projekt zur Elektrosensiblen-Forschung.

Von den Aerzten für Umweltschutz sind umweltmedizinische Beratungsstellen geplant, wenn dies ein Erfolg werden soll, ist es wichtig, den Einfluss gewisser Personen draussenzuhalten.

Auseinandersetzung mit den Vorgängen im izgmf-Forum, welche teilweise auf überzogene Art und Weise als Kritiker-Kritiker agieren.

Geplantes Glühbirnen-Verbot, stattdessen nur noch elektrosmogerzeugende Energiesparlampen.

Auch die Hochspannungsleitungen sind ein grosses Anliegen von Gigaherz, zumindest die neuen sollen zur Reduktion der gesundheitsschädlichen Magnetfelder z.B. in gasisolierten Leitungen in den Boden verlegt werden.

Gigaherz ist nun offiziell anerkannt als gemeinnützige und steuerbefreite Umweltorganisation.
Der Gigaherz-Kongress war wiederum ein voller Erfolg, bezüglich Themen, Referenten und Besucherzahlen. An der geplanten Generalversammlung vom 2. Februar 2008 wird Herr Jakob u.a. eine Powerpoint-Präsentation der wichtigsten Ereignisse dieses Jahres zeigen.
Neugestaltung der Gigaherz-Homepage und des Forums.

Der Widerstand lebt und geht weiter. Werden Sie Mitglied, denn nur vereint sind wir stark.

Dass die Entscheidungsträger die Masslosigkeit eindämmen und nicht einseitig auf die Befürworterseite abstellen sollten unter Missachtung von Betroffenen und Gegnern und wie es im schlimmsten Fall herauskommen kann, zeigte sich hier: Australien, Mann zerstörte Mobilfunkbasisstationen mit Panzer.

Elisabeth Buchs