"Gigaherz stoppt Handy-TV" doch nicht erfolgreich

Gerry

"Gigaherz stoppt Handy-TV" doch nicht erfolgreich

Beitrag von Gerry » 27. März 2008 19:03

In der "heute" von heute steht, dass das Handy-TV doch pünktlich zur EM starten kann. Swisscom hat gestern beim Spiel Schweiz gegen Deutschland das Handy-TV vorgeführt.

Da war wohl die Aktion von gigaherz doch nicht so erfolgreich.

paul
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Re: "Gigaherz stoppt Handy-TV" doch nicht erfolgre

Beitrag von paul » 27. März 2008 19:55

Gerry hat geschrieben:In der "heute" von heute steht, dass das Handy-TV doch pünktlich zur EM starten kann. Swisscom hat gestern beim Spiel Schweiz gegen Deutschland das Handy-TV vorgeführt.

Da war wohl die Aktion von gigaherz doch nicht so erfolgreich.
Naja, man muss schon alles lesen...
Die werden vielleicht irgendwie per "Notrecht" das Netz für die Dauer der Euro08 einschalten - und keiner guckt hin!
Ich frage mich nach wie vor, wofür die zusätzliche Strahlung in die Luft gepustet wird. Ganz offensichtlich geht es NICHT um ein nachgefragtes Produkt.

heute vom 27.März, s9
BASEL
Wegen Einsprachen von Elektrosmog-Gegnern sei der Start von Handy-TV (DVB-H) gefährdet, berichtete "20 Minuten" letzte Woche. Gestern Abend versuchte Swisscom diese Zweifel zu zerstreuen. Vor dem Match Schweiz-Deutschland demonstrierte Swisscom Mann Felix Graf das Handy TV erfolgreich auf seinem Nokia N77. "Die TV Signale kommen nicht über eine Testantenne, sondern übers normale Swisscom Netz", sagt Graf. "Das Handy-TV wird zur EM laufen."
Ein grösseres Problem als das Netz dürfte aber die Verbreitung geeigneter Handys sein. Momentan ist nur das N77 DVB-H tauglich - und das wird in der Schweiz noch nicht mal verkauft." bö

Tom

Beitrag von Tom » 27. März 2008 20:38

Aus einer Liste entnommen
Swisscom DVB-H Sender

REIN AU WAEDENSWIL TZ 23 K5 SUI 33 V N
REIN Bern Schanzenpost 40 K5 SUI 31,8 V N
REIN Bettingen S Chrischona 34 K4 D 36 V N
REIN Bolligen Bantiger 40 K5 SUI 40 V N
REIN Burgdorf Silo 40 K5 SUI 31,6 V N
REIN Chardonne Mt Pelerin 36 K4 SUI 42 V N
REIN Ecublenz Mza 36 K5 SUI 30 V N
REIN Gingins Barillette 36 K5 SUI 42 V N
REIN Hinwil Bachtel 23 K5 SUI 42 V N
REIN Hofstetten So 34 K5 SUI 33 V N
REIN Koeniz Ulmizberg 40 K5 SUI 40 V N
REIN Lausanne Bellevaux 36 K5 SUI 30 V N
REIN Lausanne Chailly 36 K5 SUI 27 V N
REIN Lausanne Pully Ct 36 K5 SUI 27 V N
RAUS Mt Saleve (F) 36 C F 32,8 V D
REIN Mt Saleve (F) 36 K4 F 44 V N
REIN Nenzlingen Eggflue 34 K5 SUI 36 V N
REIN OTELFINGEN 23 K5 SUI 27 V N
REIN Ostermundigen 40 K5 SUI 33 V N
REIN Port Valais Chalavornaire 36 K5 SUI 41,8 V N
REIN REGENSDORF HOCHHAUS 23 K5 SUI 24 V N
REIN Schoenbuehl Roeduber 40 K5 SUI 33 V N
REIN Signal de Bougy 36 K5 SUI 37 V N
REIN WANGEN ORANGE 23 K5 SUI 33 V N
REIN WUERENLOS SUNRISE 23 K5 SUI 34,8 V N
REIN Zuerich Uetliberg 23 K5 SUI 42 V N
REIN Zuerich Zuerichberg 23 K5 SUI 41,1 V N

Überhaupt nichts von Handy ZV Stop zu sehen :roll:

Hans-U. Jakob
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Re: "Gigaherz stoppt Handy-TV" doch nicht erfolgre

Beitrag von Hans-U. Jakob » 28. März 2008 08:59

Gerry hat geschrieben:In der "heute" von heute steht, dass das Handy-TV doch pünktlich zur EM starten kann. Swisscom hat gestern beim Spiel Schweiz gegen Deutschland das Handy-TV vorgeführt.

Da war wohl die Aktion von gigaherz doch nicht so erfolgreich.
Der PR-Trick fand in Basel statt. Wo die Schweiz 4:0 verloren hat. Auch hier hatte die Swisscom den Schnabel zuvor zu weit aufgerissen.
Mit dem Handy-TV lässt sich halt kein Länderspiel gewinnen. Höchstens eine totale Blamage übertragen.

Wir dagegen haben von Anfang an klipp und klar gesagt, dass wir vom Verein aus nur 2 Musterprozesse bis vor Bundesgericht führen werden. Und dies in den Schlüsselpositionen Bern (Ulmizberg) und Zürich (Zürichberg) für weitere Aktionen fehlen uns Zeit und Geld. Wenn wir diese gewinnen, sind die andern Sender auch illegal und müssen wieder abgebrochen werden.
Ulmizberg und Zürichberg sind zur Zeit durch Beschwerden blockiert, die durch die Instanzen gezogen werden. Das kann noch etwa 1.5 Jahre dauern.
Wenn Swisscom trotzdem an andern Orten baut, tun sie das auf eigenes Risiko.
Uebrigens hat Swisscom bis zu 100 Sendestationen für diesen Unsinn vorgesehen. Wer von einer dieser Stationen bedroht wird, kann selbstverständlich selber Beschwerde dagen führen. Gigaherz stellt dafür gerne Mustertexte zur Verfügung. Also meldet Euch

Hans-U. Jakob (Präsident von Gigaherz)

Uebrigens: Die untenstehende Liste von Tom ist eine Wunschliste der Swisscom. Da steht noch vieles in den Sternen.

Gumm

Beitrag von Gumm » 28. März 2008 10:08

Ich sehe das Dilemma von Gigaherz. Bis die 1.5 Jahre vorüber sind, werden bestimmt viele andere DVB-H Sender in Betrieb gehen. Sollte Gigaherz nicht Recht bekommen, bleiben alle Sender in Betrieb. Der Mustereinsprachetext macht eigentlich keinen Sinn, weil man erst in 1.5 Jahren weiss, ob er fachlich und rechtlich stimmt. Und kommt in 1.5 Jahren das Urteil, würde man ja schlauerweise das Urteil als Grundlage für Einsprachen nehmen. Also wozu einen Mustereinsprachetext?

Gemäss diesem Forum ist für Gigaherz alles klar und eindeutig, dann könnte Gigaherz doch bei allen DVB-H und anderen Sendern Einsprache erheben, man hat doch das Verbandsbeschwerderecht? Durch die klare Sachlage bekäme man doch immer Recht, bräuchte sich also wegen den Kosten keine Gedanken zu machen. Auch die Zeit sollte kein Grund sein, man hat doch den Mustereinsprachetext.

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 28. März 2008 14:13

Gumm hat geschrieben:Ich sehe das Dilemma von Gigaherz. Bis die 1.5 Jahre vorüber sind, werden bestimmt viele andere DVB-H Sender in Betrieb gehen. Sollte Gigaherz nicht Recht bekommen, bleiben alle Sender in Betrieb. Der Mustereinsprachetext macht eigentlich keinen Sinn, weil man erst in 1.5 Jahren weiss, ob er fachlich und rechtlich stimmt. Und kommt in 1.5 Jahren das Urteil, würde man ja schlauerweise das Urteil als Grundlage für Einsprachen nehmen. Also wozu einen Mustereinsprachetext?

Gemäss diesem Forum ist für Gigaherz alles klar und eindeutig, dann könnte Gigaherz doch bei allen DVB-H und anderen Sendern Einsprache erheben, man hat doch das Verbandsbeschwerderecht? Durch die klare Sachlage bekäme man doch immer Recht, bräuchte sich also wegen den Kosten keine Gedanken zu machen. Auch die Zeit sollte kein Grund sein, man hat doch den Mustereinsprachetext.
Offenbar haben Sie noch nie eine Baubeschwerde bis ans Bundesgericht gezogen, sonst wäre Ihnen der Zeitaufwand besser bekannt.
Wir haben 26 Kantone und jeder reagiert auf eine Gigaherz-Einsprache komplett anders. Da können sie ihren schriftstellerischen Talenten freien Lauf lassen und hunderte von Stunden verbraten.
Dann will jede Instanz mit Kostenvorschüssen bedient werden, da können sie für 100 Einsprachen bis ans Bundesgericht vorerst glattweg 800'000 bis 1,2 Millionen Franken investieren.
Also was soll jetzt diese Besserwisserei wieder. Senden sie uns vorerst bitte einmal eine Spende von Fr. 600'000, dann reden wir gerne wieder über Ihre Ideen.
Hans-U. Jakob

Sommerzeit

Beitrag von Sommerzeit » 28. März 2008 15:11

Viele Einsprachen bedeuten auch viel Arbeit für die Richter. Und die Richter werden mit Steuergeldern bezahlt!

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 28. März 2008 17:04

Sommerzeit hat geschrieben:Viele Einsprachen bedeuten auch viel Arbeit für die Richter. Und die Richter werden mit Steuergeldern bezahlt!
Oh je, oh je. Wäre das schön! Die Richter werden von der unterliegenden Partei bezahlt und sicher nicht vom Steuerzahler. Bevor nicht vom Einsprecher Kostenvorschüsse in Gesamthöhe der voraussichtlichen Kosten geleistet worden sind, machen die vorerst einmal gar nichts. Un dann bedienen sie sich in den Urteilsbegründungen erst noch vielfach mit den von den Mobilfunkern zur Verfügung gestellten Textkonserven. Die wissen oft gar nicht was damit gemeint ist und so erhalten Einsprecher oft Antwort auf Fragen, die sie gar nicht gestellt haben. Da wird einfach die komplette Datei geladen und weg damit. Das bessert sich erst auf Stufe Bundesgericht etwas. Aber nur manchmal. Das Bundesgericht hat spezielle Vorbeter und Soufleure. Das ist manchmal das reinste Cabaret. Das Weinen habe ich mir längstens abgewöhnt. Das passiert mir nur noch vor Lachen.
Hans-U. Jakob

Gast

Beitrag von Gast » 28. März 2008 19:45

Ob es sich wohl bei Tom, Gumm und Sommerzeit um die selbePerson handelt? Einiges spricht dafür- Vor allem die Tasache, dass die Zielrichtung bei allen die Selbe ist. Potenzielle Einsprecher abzuhalten gegen ein Projekt das Recht auf Einsprache zu Nutzen!

Nur wer fällt schon auf dermass dumme Mache herein?

Forum Admin: Gumm und Sommerzeit haben die selbe IP.

herbstvogel

Beitrag von herbstvogel » 28. März 2008 20:57

da muss ich auch was beichten...ich benutze auch verschiedene unregistrierte -Gastnamen.
Das hat damit zu tun dass ich mich in einer sehr unangenehmen Situation befinde seitdem man in meiner Gemeinde und bei den Nachbaren meine Haltung zu Elektrosmog kennt.
Ich schütze damit lediglich meine Familie. Seit ich verheiratet bin und eine Tochter habe, bin ich sehr vorsichtig geworden.
Jahrzehnte lang habe ich mich als Alleinstehender auf der ganzen Welt herumgetrieben und mich immer engagiert geäussert. Schon früh (1973) habe ich Bedenken gegen Elektrosmog geäussert. Meine Familie, Bekannten und Freunde sollen nichts von meinen Aktivitäten in verschiedenen Foren und Organisationen wissen. Dies zum Schutz vor Repressionen. Das unser Telefon nun nicht mehr abgehört wird ist schon ein Fortschritt. Da ich selber Techniker bin und Jahrelang in der Abhörbranche gearbeitet habe, weis ich wovon ich spreche. Es ist trotzdem erstaunlich, dass in der Mobilfunkindustrie die gleichen Instrumenete benutzt werden wie in grossen westlichen Geheimdiensten. Schlussendlich sind wir doch in der kleinbürgerlichen, neutralen Schweiz. Wenn der Kuhmist an meinen Hosen klebt, kann ich kaum glauben was hier in der Schweiz um des Profits Willen und gegen jeden Respekt für die Gesundheit gemacht wird.

Peter

Beitrag von Peter » 29. März 2008 01:09

Wir dagegen haben von Anfang an klipp und klar gesagt, dass wir vom Verein aus nur 2 Musterprozesse bis vor Bundesgericht führen werden. Und dies in den Schlüsselpositionen Bern (Ulmizberg) und Zürich (Zürichberg) für weitere Aktionen fehlen uns Zeit und Geld. Wenn wir diese gewinnen, sind die andern Sender auch illegal und müssen wieder abgebrochen werden.
Haben Sie den Musterprozess zurück gezogen, Herr Jakob?
Züriberg sendet seit dieser Woche und nur ein paar Tage später auch der Uetliberg.
Wen stört es eigentlich wenn auf einem Berg gesendet wird mit weit und breit keiner Urbanisierung? Oder haben Sie das für Besucher der Waldhütte gemacht?

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 29. März 2008 09:12

Peter hat geschrieben: Haben Sie den Musterprozess zurück gezogen, Herr Jakob?
Züriberg sendet seit dieser Woche und nur ein paar Tage später auch der Uetliberg.
Wen stört es eigentlich wenn auf einem Berg gesendet wird mit weit und breit keiner Urbanisierung? Oder haben Sie das für Besucher der Waldhütte gemacht?
Falschmeldungen und Lügen gehören seit jeher in die Werkzeugkiste der Mobilfunkbetreiber. Davon haben wir uns noch nie beeindrucken lassen.
Die Berechnungen für den Kinder-Waldspielplatz auf dem Zürichberg ergaben eine Grenzwertüberschreitung von 15%
Und der Züriberg-Sender verseucht die Luft selbst nach 4km Distanz noch mit 0.2V/m. Der Salzburger Vorsorgewert wäre 0.06V/m.
Von einem Rückzug der Beschwerden ist weit und breit nicht die Rede.
Hans-U. Jakob

Fitna

Beitrag von Fitna » 29. März 2008 15:59

Ich dachte der Salzburger Vorsorgewert wurde nirgendwo in einen gesetzlichen Grenzwert umgesetzt. Und seit 2005 hat man sich von der Idee verabschiedet: http://www.salzburg.com/nwas/archiv_art ... es=0[url]

Peter

Beitrag von Peter » 29. März 2008 16:56

In Schwamendingen mit direkter Sicht auf den Sendemasten, komme ich nie auf 0,2 V/m. Vor ein paar Monaten gemessen waren es gerade mal 0,027 V/m.
Die Anlage hat nur ein paar UKW Sender, Funk, und DVB-T. Auch unter dem Sendemast gibt es keine Überschreitungen.
Sobald das Wetter zum grillieren einlädt werde ich mit einem Kollegen abmachen und wir werden die Feuerstelle genau ausmessen mit geeichten Profigeräten.

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 29. März 2008 17:19

Fitna hat geschrieben:Ich dachte der Salzburger Vorsorgewert wurde nirgendwo in einen gesetzlichen Grenzwert umgesetzt. Und seit 2005 hat man sich von der Idee verabschiedet: http://www.salzburg.com/nwas/archiv_art ... es=0[url]
Zur Präzisierung:
Auf dem Kinder-Waldspielplatz auf dem Züriberg wird der Schweizer Grenzwert für Orte empfindlicher Nutzung um 15% überschritten, falls der unnötige DVB-H-sender kommt.
Selbstverständlich werden die Mobilfunker in gewohnter Arroganz behaupten, ein Kinderspielplat sein kein Ort empfindlicher Nutzung.
Die Salzburger Vorsorgewerte sind Werte bei welchen alle Menschen (über-)leben könnten und hatten noch nie gesetzliche Funktionen, weil die Mobilfunker mittels Unterwanderung der Behörden und der Forschung, ihre Grenzwerte selber festlegen.
Hans-U. Jakob

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