swisscom mobile: "Es sei wissenschaftlich unmöglich, vo

thron

swisscom mobile: "Es sei wissenschaftlich unmöglich, vo

Beitrag von thron » 7. Juni 2004 11:21

Carsten Schloter, Chef von Swisscom Mobile:
"Die Forderung von Politikern, die Unschädlichkeit von UMTS sei zu beweisen, sei unrealistisch. Es sei wissenschaftlich unmöglich, von irgendeiner Technik die Unschädlichkeit zu beweisen."

robin

Re: swisscom mobile: schloter & co

Beitrag von robin » 8. Juni 2004 12:03

womit sich die kreatur gleich selbst geoutet hat, wie rein materiell-opportun sie funktioniert.

wenn die behauptung “Es sei wissenschaftlich unmöglich, von irgendeiner Technik die Unschädlichkeit zu beweisen” korrekt wäre, die naturwissenschaft als ganzes wäre damit in frage gestellt —
diese aussage kann ja nur auf dem wunschdenken gewuchert sein, der telematik-industrie weiterhin willkürlich freie hand zu lassen…

die geschichte zeigt das für unheil jeweils immer entsprechend unheilige allianzen von engstirnigkeit, wirtschaftsinteressen und verbogenen wissenschaftlichen meinungsbildnern verantwortlich waren.

heute sind diese vorgänge zwar sehr viel subtiler, sind aber doch das produkt eines eigentlich hoch-offensichtlichen konstruktionsfehlers. die trotz demokratie fehlende gewaltentrennung zwischen grundlagenforschung, umsetzung & marktzulassung generiert gepaart mit dem zunehmend gespannten klima enger märkte wiederum zunehmend hochrisiko-behaftete marktleistungen nicht nur in der telematik-industrie.

die als solches von den entscheidern vielfach kaum erkennbar sind, nachdem sie von einer monokausalen gesellschaft und einem veralteten industriezeitalter-bildungssystem auf die maxime "füdli & geld” abgerichtet wurden.

die summe sämtlicher UNABHÄNGIGER studien zum thema telematik-elektrosmog lässt klar mindestens 2 schlüsse zu. schon jetzt geht ein erhebliches gesundheitliches risiko für jegliches organische leben davon aus. dieses wird sich noch markant erhöhen, wenn der eingeschlagene weg wie geplant fortgesetzt wird.

der toxische summen-einflusses auf die trans-zellulären stoffwechsel-steuervorgänge, im extremfall & endeffekt sogar auf die zell-strukturelle integrität ist dasselbe wie wenn man über der schweiz in SUPERZEITLUPE (je nach esmog-stärke & -typ wochen bis jahre) eine thermo-nukleare bombe zünden würde.

in der superzeitlupen-form aber als diabolische hochpreis, gesellschafts-veranlagungs-bedingt sogar als superbequem-statussymbol-dienstleistung vermarktbar.

ich unterstelle keinem der verantwortlichen das je wissentlich-böswillig angegangen zu haben. jetzt aber wo erfahrungen und unabhängige studien eine eindeutige sprache sprechen auf stur zu stellen und so mit MUNDSCHÄUMENDEN argumenten am materiellen erfolg festhalten zu wollen; nicht einmal die nötigen risikoreduzierungs-massnahmen diskutieren & angehen zu wollen. das ist schlicht und einfach hirnvernagelte gierige dummheit — die potentiellen risikoauswirkungen werden ja dann von der allgemeinheit physisch und monetär zu berappen sein!

wer heute immer noch glaubt mobilfunk-gegner sind knallköpfe kann gerne in mein früheres büro mal ein paar monate arbeiten gehen
— 3 mobilfunk-antennen im radius von 100 - 300m, sendeleistung 2x gross (>1000W), 1x klein (100W), aus 2 richtungen, büro weil im dachstock auf derselben höhe wie die antennen, einziger schutz von allen antennen: durchgehende fensterfront —
nachdem was ich und mitarbeiter dort erlebt haben braucht mir NIEMAND mehr blöd von wegen mobilfunk & harmlos vorbeizukommen…

M. Hahn

beweis der nichtexistenz

Beitrag von M. Hahn » 14. Juni 2004 16:21

entschuldigung, Ihre replik führt verbal recht hoch aber doch am thema vorbei. es ist in der wissenschaft in der tat vom prinzip her unmöglich, zu beweisen, dass etwas nicht existiert. übliches vorgehen in der wissenschaft ist, genau das zu behaupten (hypothese), dass etwas nicht existiert, und es wird dann der versuch gemacht, diese hypothese zu falsifizieren.
wenn man das "etwas" nicht gefunden hat, so bedeutet das zwar noch lange nicht, dass es tatsächlich nicht existiert, aber man geht einstweilen davon aus. das ist NICHT das gleiche, wie wenn man behauptete, die nicht-existenz sei bewiesen.

diesen unterschied zu verstehen ist m.e. massgeblich.

die forderung, irgend etwas nicht zu tun, bis die wissenschaft den beweis der unschädlichkeit dieses tuns geführt hat, bedeutet folgerichtig: dieses niemals zu tun.

umgekehrt: beweisen, dass etwas schädlich ist, darum geht es. und man sollte der wissenschaft nicht vorwerfen, dass sie dies derart versucht, indem sie als arbeitshypothese genau das gegenteil annimmt. anders geht es nicht.
nun muss man "nur noch" eine vorstellung haben, ab welcher rest-irrtumswahrscheinlichkeit man den beweis als erbracht ansieht. hier steckt das eigentliche problem.

dies war, wie Sie sicher erkennen, definitiv kein konkreter beitrag zur frage, ob es den beweis der gefährlichkeit von funkwellen unterhalb aktueller grenzwerte derzeit nun gibt oder nicht. man möge mir bitte nicht vorwerfen, ich hätte mich hiermit zu dieser frage irgendwie geäussert. dass die mehrzahl der forenteilnehmer diesen beweis für längst erbracht sieht, weiss ich im übrigen auch.
und ich bin auch nicht darauf bedacht, auf diesen text hin nun mit antworten "gefüttert" zu werden. das ist nicht nötig.

m.hahn

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