Muttenz: Handy-Antenne als Baum getarnt?
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The Future's Black
Muttenz: Handy-Antenne als Baum getarnt?
© Basler Zeitung; 26.07.2004; Seite 19
Baselland
Handy-Antenne als Baum getarnt?
Orange will in der Kernzone von Muttenz eine Mobilfunkantenne als grünen Baum tarnen. Gegen das Vorhaben läuft eine Unterschriftensammlung. Auch der Gemeindepräsident gibt dem Projekt wenig Chancen.
Muttenz. Kaum war das Baugesuch für die an der Baslerstrasse 10 geplante Handy-Antenne im Amtsblatt ausgeschrieben worden, hat Doris Hubschmid Einsprache erhoben. «Gegen so etwas muss man sich einfach wehren», sagt die Frau, vor deren Nase die Antenne zu stehen käme. Hubschmid hat eine Unterschriftensammlung lanciert. Bis am Dienstag haben, wie sie der BaZ meldete, rund 300 Personen ihr Begehren unterstützt. «Wenn nicht Ferien wären, hätte ich noch mehr Unterschriften bekommen», ist Doris Hubschmid überzeugt.
Ihrer Ansicht nach entspricht das Gesuch für eine 24 Meter hohe Handy-Antenne in einem Hinterhof mitten im Dorfkern nicht dem Zonenreglement. «Die Kernzone ist sehr heikel und erhaltenswert.» So etwas sei dort sicher nicht erlaubt. Zudem ist Hubschmid, die selber kein Handy benutzt, nicht damit einverstanden, wenn immer mehr neue Mobilfunkantennen aufgestellt werden. Sie sei zwar nicht gegen die Mobiltelefonie, falls man sie sinnvoll einsetze. Neue Anbieter brauche es aber nicht, in Muttenz sei ja die Grundversorgung gewährleistet. «Die sollen doch das Netz der Swisscom benutzen», sagt sie an die Adresse von Orange. Ausserdem macht Doris Hubschmid geltend, dass sich immer mehr Leute vor möglichen gesundheitlichen Schäden der Handy-Strahlen fürchten.
«Wir sind uns bewusst, dass es ein besonderes Gesuch ist», sagt Tilman Eberle von der Fachstelle Umwelt bei Orange. Weil sie in einer wertvollen Kernzone zu stehen käme, würde die geplante Antenne optisch möglichst auf die Umgebung angepasst. «Die Antenne soll gestaltet werden wie ein grüner Baum, mit einem Stamm und mit Ästen.» Der Mobilfunkanbieter Orange habe im Dorfkern von Muttenz verschiedene Möglichkeiten eingehend geprüft, doch der Standort an der Baslerstrasse 10 sei die einzig mögliche Variante. «Die Antenne muss dort sein, wo die Leute telefonieren wollen», sagt Tilman Eberle. Aus technischen Gründen sei es auch nicht möglich gewesen, auf eine bestehende Antenne von anderen Mobilfunkanbietern zurückzugreifen. In der Schweiz seien die Grenzwerte sehr streng.
Wegen der strengen Richtlinien können von einer einzelnen Antenne weniger starke Signale ausgesendet werden. Dies führe dazu, dass rund 30 Prozent mehr Antennen errichtet werden müssen. Die in Muttenz geplante Mobilfunkantenne bringe eine Verbesserung des Grundsignals und sei gleichzeitig ein Ausbau in Richtung der neuen UMTS-Technologie, sagt Eberle.
Gemäss Gemeindepräsident Peter Vogt hat Orange schlechte Karten. «Die Chance ist gross, dass auch der Gemeinderat Einsprache erheben wird», erklärt Vogt der BaZ. Ohne den Entscheid des Gemeinderates vorwegzunehmen, könne er sich kaum vorstellen, dass die Antenne bewilligt werde. Das letzte Wort hat das kantonale Bauinspektorat.
Rolf Zenklusen
Baselland
Handy-Antenne als Baum getarnt?
Orange will in der Kernzone von Muttenz eine Mobilfunkantenne als grünen Baum tarnen. Gegen das Vorhaben läuft eine Unterschriftensammlung. Auch der Gemeindepräsident gibt dem Projekt wenig Chancen.
Muttenz. Kaum war das Baugesuch für die an der Baslerstrasse 10 geplante Handy-Antenne im Amtsblatt ausgeschrieben worden, hat Doris Hubschmid Einsprache erhoben. «Gegen so etwas muss man sich einfach wehren», sagt die Frau, vor deren Nase die Antenne zu stehen käme. Hubschmid hat eine Unterschriftensammlung lanciert. Bis am Dienstag haben, wie sie der BaZ meldete, rund 300 Personen ihr Begehren unterstützt. «Wenn nicht Ferien wären, hätte ich noch mehr Unterschriften bekommen», ist Doris Hubschmid überzeugt.
Ihrer Ansicht nach entspricht das Gesuch für eine 24 Meter hohe Handy-Antenne in einem Hinterhof mitten im Dorfkern nicht dem Zonenreglement. «Die Kernzone ist sehr heikel und erhaltenswert.» So etwas sei dort sicher nicht erlaubt. Zudem ist Hubschmid, die selber kein Handy benutzt, nicht damit einverstanden, wenn immer mehr neue Mobilfunkantennen aufgestellt werden. Sie sei zwar nicht gegen die Mobiltelefonie, falls man sie sinnvoll einsetze. Neue Anbieter brauche es aber nicht, in Muttenz sei ja die Grundversorgung gewährleistet. «Die sollen doch das Netz der Swisscom benutzen», sagt sie an die Adresse von Orange. Ausserdem macht Doris Hubschmid geltend, dass sich immer mehr Leute vor möglichen gesundheitlichen Schäden der Handy-Strahlen fürchten.
«Wir sind uns bewusst, dass es ein besonderes Gesuch ist», sagt Tilman Eberle von der Fachstelle Umwelt bei Orange. Weil sie in einer wertvollen Kernzone zu stehen käme, würde die geplante Antenne optisch möglichst auf die Umgebung angepasst. «Die Antenne soll gestaltet werden wie ein grüner Baum, mit einem Stamm und mit Ästen.» Der Mobilfunkanbieter Orange habe im Dorfkern von Muttenz verschiedene Möglichkeiten eingehend geprüft, doch der Standort an der Baslerstrasse 10 sei die einzig mögliche Variante. «Die Antenne muss dort sein, wo die Leute telefonieren wollen», sagt Tilman Eberle. Aus technischen Gründen sei es auch nicht möglich gewesen, auf eine bestehende Antenne von anderen Mobilfunkanbietern zurückzugreifen. In der Schweiz seien die Grenzwerte sehr streng.
Wegen der strengen Richtlinien können von einer einzelnen Antenne weniger starke Signale ausgesendet werden. Dies führe dazu, dass rund 30 Prozent mehr Antennen errichtet werden müssen. Die in Muttenz geplante Mobilfunkantenne bringe eine Verbesserung des Grundsignals und sei gleichzeitig ein Ausbau in Richtung der neuen UMTS-Technologie, sagt Eberle.
Gemäss Gemeindepräsident Peter Vogt hat Orange schlechte Karten. «Die Chance ist gross, dass auch der Gemeinderat Einsprache erheben wird», erklärt Vogt der BaZ. Ohne den Entscheid des Gemeinderates vorwegzunehmen, könne er sich kaum vorstellen, dass die Antenne bewilligt werde. Das letzte Wort hat das kantonale Bauinspektorat.
Rolf Zenklusen
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Hans-U.Jakob
Re: Muttenz: Handy-Antenne als Baum getarnt?
Orange lügt wieder einmal, dass die Balken krachen!
Die Schweiz hat nicht strengsten Grenzwerte, sondern die schlechtesten in ganz Europa. Weil diese in Innenräumen gemessen werden müssen, während im Ausland überalll AUSSEN und dort wo sich Menschen auch nur kurzfristig aufhalten können.
EM-Strahlung hat dieselbe Ausbreitungscharakteristik wie Licht und jeder der schon mal fotografiert hat, weiss ganz genau, dass in Innenräumen automatisch 10 bis 100 mal weniger Licht herrscht als aussen. Die Schweizer Grenzwerte sind deshalb als totaler Schwindel zu betrachten, welcher den Mobilfunkern in der Schweiz erlaubt, ihre Antennen wesentlich näher an die Häuser heranzubauen als im übrigen Europa.
Orange-Antennen haben eine Reichweite von 30 Kilometern. Jede Antenne kann jedoch pro Senderichtung (jeder Mast hat 3 Senderichtungen) nur gerade 30 Verbindungen aufbauen. Genügt das nicht mehr, muss eine weitere Antenne in die Mitte zwischen 2 bestehende gebaut werden. Genügt das wiederum nicht mehr, noch eine weitere dazwischen. Auf jeder 5. Antenne werden wiederum die selben Frequenzen verwendet, wie auf der ersten. Deshalb darf jeweils von der ersten zur fünften keine direkte Sichverbindung bestehen. Oder die Strahlenkegel müssen stark abwärts (direkt in die Wohnungen hinein) gerichtet werden.
Die zahlreichen Antennen dienen weder der besseren Gesprächsqualität, noch dem besseren Schutz der Menschen, sondern ganz einfach dem höheren Profit der Mobilfunkbetreiber.
Hans-U.Jakob
Die Schweiz hat nicht strengsten Grenzwerte, sondern die schlechtesten in ganz Europa. Weil diese in Innenräumen gemessen werden müssen, während im Ausland überalll AUSSEN und dort wo sich Menschen auch nur kurzfristig aufhalten können.
EM-Strahlung hat dieselbe Ausbreitungscharakteristik wie Licht und jeder der schon mal fotografiert hat, weiss ganz genau, dass in Innenräumen automatisch 10 bis 100 mal weniger Licht herrscht als aussen. Die Schweizer Grenzwerte sind deshalb als totaler Schwindel zu betrachten, welcher den Mobilfunkern in der Schweiz erlaubt, ihre Antennen wesentlich näher an die Häuser heranzubauen als im übrigen Europa.
Orange-Antennen haben eine Reichweite von 30 Kilometern. Jede Antenne kann jedoch pro Senderichtung (jeder Mast hat 3 Senderichtungen) nur gerade 30 Verbindungen aufbauen. Genügt das nicht mehr, muss eine weitere Antenne in die Mitte zwischen 2 bestehende gebaut werden. Genügt das wiederum nicht mehr, noch eine weitere dazwischen. Auf jeder 5. Antenne werden wiederum die selben Frequenzen verwendet, wie auf der ersten. Deshalb darf jeweils von der ersten zur fünften keine direkte Sichverbindung bestehen. Oder die Strahlenkegel müssen stark abwärts (direkt in die Wohnungen hinein) gerichtet werden.
Die zahlreichen Antennen dienen weder der besseren Gesprächsqualität, noch dem besseren Schutz der Menschen, sondern ganz einfach dem höheren Profit der Mobilfunkbetreiber.
Hans-U.Jakob
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mips
Re: Muttenz: Handy-Antenne als Baum getarnt?
Sehr geehrter Herr Jakob
Ich korrigiere Sie sehr ungerne, aber auch in der Schweiz müssen nebst den Anlagegrenzwerten, die lediglich an Orten mit empfindlicher Nutzung gelten, die Immissionsgrenzwerte, die an jedem Ort wo sich Menschen aufhalten können (gar Gleitschirmflieger), eingehalten werden. Hingegen haben Sie recht, dass die Aussage über strenge Grenzwerte falsch ist.
Die Anlagegrenzwerte bewirken aber maximal eine Verschärfung der Grenzwerte von 15% und das nur in ein paar gesuchten Aussnahmefällen (sendernahes Haus in Leichtbauweise). Unter Berücksichtigung dessen, dass in der Schweiz nicht nur die Standardmessungenauigkeit, sondern die erweiterte Messungenauigkeit zugunsten (40-45% statt 20-22,5%) der Mobilfunkbetreiber angewendet werden, bringen den Betroffenen diese 15% überhaubt nichts.
Aber was diskutieren wir über ein paar Prozent, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die Grenzwerte um mindestens den Faktor 100 zu hoch sind.
Immissionsgrenzwert GSM1800 58V/m
Immissionsgrenzwert GSM900 42V/m
Anlagegrenzwert GSM1800 6 V/m
Anlagegrenzwert GSM900 4 V/m
Salzburger Vorsorgewert 0,04V/m
Ich korrigiere Sie sehr ungerne, aber auch in der Schweiz müssen nebst den Anlagegrenzwerten, die lediglich an Orten mit empfindlicher Nutzung gelten, die Immissionsgrenzwerte, die an jedem Ort wo sich Menschen aufhalten können (gar Gleitschirmflieger), eingehalten werden. Hingegen haben Sie recht, dass die Aussage über strenge Grenzwerte falsch ist.
Die Anlagegrenzwerte bewirken aber maximal eine Verschärfung der Grenzwerte von 15% und das nur in ein paar gesuchten Aussnahmefällen (sendernahes Haus in Leichtbauweise). Unter Berücksichtigung dessen, dass in der Schweiz nicht nur die Standardmessungenauigkeit, sondern die erweiterte Messungenauigkeit zugunsten (40-45% statt 20-22,5%) der Mobilfunkbetreiber angewendet werden, bringen den Betroffenen diese 15% überhaubt nichts.
Aber was diskutieren wir über ein paar Prozent, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die Grenzwerte um mindestens den Faktor 100 zu hoch sind.
Immissionsgrenzwert GSM1800 58V/m
Immissionsgrenzwert GSM900 42V/m
Anlagegrenzwert GSM1800 6 V/m
Anlagegrenzwert GSM900 4 V/m
Salzburger Vorsorgewert 0,04V/m
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Hans-U.Jakob
Re: Muttenz: Handy-Antenne als Baum getarnt?
Lieber mips
Sogar das BUWAL gibt uns mit Schreiben vom 27.2.2003 zu, dass die Schweizer Vorsorgewerte nur in etwa 10% aller Mobilfunkantennen greifen würden. Bei uns lagern unterdessen 450 Dossiers von Mobilfunkantennen und die Wirksamkeit der schönen Schweizer Werte kommt hier bei weniger als 1% aller Fälle zum Zug.
Stellen Sie sich vor sie fahren jeweils mit 50km/h auf Kreuzungen zu und ihre Bremsen wirken so zwischen 1 und 10% aller Fälle.
Wann war eigentlich ihre Beerdigung? (War nur ein Sommerwitz)
Trotzdem liebe Grüsse in die Wolken, Hans-U.Jakob
Sogar das BUWAL gibt uns mit Schreiben vom 27.2.2003 zu, dass die Schweizer Vorsorgewerte nur in etwa 10% aller Mobilfunkantennen greifen würden. Bei uns lagern unterdessen 450 Dossiers von Mobilfunkantennen und die Wirksamkeit der schönen Schweizer Werte kommt hier bei weniger als 1% aller Fälle zum Zug.
Stellen Sie sich vor sie fahren jeweils mit 50km/h auf Kreuzungen zu und ihre Bremsen wirken so zwischen 1 und 10% aller Fälle.
Wann war eigentlich ihre Beerdigung? (War nur ein Sommerwitz)
Trotzdem liebe Grüsse in die Wolken, Hans-U.Jakob
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Elisabeth Buchs
Grenzwerte sind "Grunzwerte"
Und sind ähnlich wirksam, wie wenn auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 500 Stundenkilometer gelten würde und auf den übrigen Strassen 200 Stundenkilometer.
Mit den neuen Salzburgerwerten von 0,04 V/m jedoch sollten auch Elektrosensible noch leben können und auch Handy-Telefonieren sollte noch möglich sein.
Jedoch sollte auch der übrige Elektrosmog, Niederfrequenz einbezogen werden.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Mit den neuen Salzburgerwerten von 0,04 V/m jedoch sollten auch Elektrosensible noch leben können und auch Handy-Telefonieren sollte noch möglich sein.
Jedoch sollte auch der übrige Elektrosmog, Niederfrequenz einbezogen werden.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
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mips
Re: Grenzwerte sind "Grunzwerte"
Herr Jakob sie haben mich missverstanden
Ich habe Sie nur dahingehend korrigiert, dass in der Schweiz nicht nur an OMEN Grenzwerte eingehalten werden müssen, im Aussenbereich gelten genau die selben Grenzwerte wie in den meissten Industrieländern.
Ich habe nie behauptet, dass die Anlagegrenzwerte in 15% eine Grenzwertverschärfung bedeuten, sondern dass sie in ein paar ausgesuchten Sonderfällen eine Verschärfung der Grenzwerte um 15% möglich ist.
Das heisst, dass bei einem Sendernahen Leichtbau, Dachstockausbau (Wärmedämmung ohne Alufolie), unter Einhaltung der Immissionsgrenzwerte im 900MHz- Bereich 4,6V/m möglich sind, die den Anlagegrenzwert somit um 15% übersteigen. Aber wie erwähnt, das sind gesuchte Ausnahmefälle.
Aber eigendlich sollte meine Kernaussage sein, was interessieren uns schon +/- 15 %, wenn wir um 10'000% zu hohe Grenzwerte haben.
Ich habe Sie nur dahingehend korrigiert, dass in der Schweiz nicht nur an OMEN Grenzwerte eingehalten werden müssen, im Aussenbereich gelten genau die selben Grenzwerte wie in den meissten Industrieländern.
Ich habe nie behauptet, dass die Anlagegrenzwerte in 15% eine Grenzwertverschärfung bedeuten, sondern dass sie in ein paar ausgesuchten Sonderfällen eine Verschärfung der Grenzwerte um 15% möglich ist.
Das heisst, dass bei einem Sendernahen Leichtbau, Dachstockausbau (Wärmedämmung ohne Alufolie), unter Einhaltung der Immissionsgrenzwerte im 900MHz- Bereich 4,6V/m möglich sind, die den Anlagegrenzwert somit um 15% übersteigen. Aber wie erwähnt, das sind gesuchte Ausnahmefälle.
Aber eigendlich sollte meine Kernaussage sein, was interessieren uns schon +/- 15 %, wenn wir um 10'000% zu hohe Grenzwerte haben.
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Coni
Re: Grenzwerte sind "Grunzwerte"
Lieber mips,
ist Ihnen bekannt, wie die Salzburger ihre tiefen Vorsorgewerte technisch hinkriegen? Kann man dort trotz der tieferen Strahlung z.B. im 2. Untergschoss, im Auto oder auf dem Velo fahrend telefonieren?
Hat man auch Erfahrungen gesammelt darüber, wie sich die gesundheitlichen Beschwerden in Salzburg entwickelt haben, seit der Einführung dieser Grenzwerte? Vielleicht ist dies ein Ansatz dafür, eine Besserung der Situation bei uns zu erreichen, ohne die Plastikfigürchen aus Ägypten.
Ich denke es müssen vor allem die Handybenutzer aufgeklärt und sensibilisiert werden. Sie sind der Motor dieses unsinnigen Vehikels. Das Konzept Salzburg, falls es funktioniert, wäre dazu dienlich. Man stelle sich vor, einer von zehn würde sein Handy aus dem Verkehr ziehen. Das würde den Betreibern ganz schön zu denken geben.
Grüsse, Coni
ist Ihnen bekannt, wie die Salzburger ihre tiefen Vorsorgewerte technisch hinkriegen? Kann man dort trotz der tieferen Strahlung z.B. im 2. Untergschoss, im Auto oder auf dem Velo fahrend telefonieren?
Hat man auch Erfahrungen gesammelt darüber, wie sich die gesundheitlichen Beschwerden in Salzburg entwickelt haben, seit der Einführung dieser Grenzwerte? Vielleicht ist dies ein Ansatz dafür, eine Besserung der Situation bei uns zu erreichen, ohne die Plastikfigürchen aus Ägypten.
Ich denke es müssen vor allem die Handybenutzer aufgeklärt und sensibilisiert werden. Sie sind der Motor dieses unsinnigen Vehikels. Das Konzept Salzburg, falls es funktioniert, wäre dazu dienlich. Man stelle sich vor, einer von zehn würde sein Handy aus dem Verkehr ziehen. Das würde den Betreibern ganz schön zu denken geben.
Grüsse, Coni
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Hans-U.Jakob
Re: Grenzwerte sind
Die Salzburger-Werte sind lediglich Empfehlungen der Landessanitätsdirektion Salzburg (Dr.med.Gerd Oberfeld) und werden von den Mobilfunkbetreibern nirgends eingehalten, weil dazu in Oesterreich keine gesetzlichen Grundlagen bestehen.
Anfänglich lagen diese empfohlenen Werte noch bei 0.6V/m und einzelne Mobilfunker verpflichteten sich vertraglich, diese Werte freiwillig einzuhalten. Nachdem die Landessanitätsdirektion jedoch eigene Messgeräte angeschafft hatte, musste sie konstatieren, dass sie schamlos angeschwindelt worden war und der Vertrag nicht im Entferntesten eingehalten wurde.
Die heutigen Salzburger Empfehlungen liegen bei 0.02V/m für Innenräume und 0.06V/m aussen. Wollte man diese Werte in der Schweiz einhalten, dürfte eine durchschnittliche Schweizer Basisstation nicht näher als 4 (vier) Kilometer an bewohntes Gebiet herangebaut werden.
Uebrigens: Ein Handy funktioniert laut Orange bis auf 0.0000038V/m hinunter. Das haben wir schriftlich von Orange, schwarz auf weiss bestätigt bekommen.
Hans-U. Jakob
Anfänglich lagen diese empfohlenen Werte noch bei 0.6V/m und einzelne Mobilfunker verpflichteten sich vertraglich, diese Werte freiwillig einzuhalten. Nachdem die Landessanitätsdirektion jedoch eigene Messgeräte angeschafft hatte, musste sie konstatieren, dass sie schamlos angeschwindelt worden war und der Vertrag nicht im Entferntesten eingehalten wurde.
Die heutigen Salzburger Empfehlungen liegen bei 0.02V/m für Innenräume und 0.06V/m aussen. Wollte man diese Werte in der Schweiz einhalten, dürfte eine durchschnittliche Schweizer Basisstation nicht näher als 4 (vier) Kilometer an bewohntes Gebiet herangebaut werden.
Uebrigens: Ein Handy funktioniert laut Orange bis auf 0.0000038V/m hinunter. Das haben wir schriftlich von Orange, schwarz auf weiss bestätigt bekommen.
Hans-U. Jakob
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Coni
Re: Grenzwerte sind
Lieber Herr Jakob,
danke für die Ausführungen. Das mit den 4 Kilometern Abstand ist sehr eindrücklich. Aber wie wäre es denn, wenn die Antennen mit geringerer oder noch besser viel geringerer Feldstärke arbeiten würden? Die Antennen stehen ja bereits in grosser Zahl und ein Handy funktioniert angeblich bei unglaublich geringer Feldstärke. Wo liegt denn der Hund begraben?
Grüsse, Coni
danke für die Ausführungen. Das mit den 4 Kilometern Abstand ist sehr eindrücklich. Aber wie wäre es denn, wenn die Antennen mit geringerer oder noch besser viel geringerer Feldstärke arbeiten würden? Die Antennen stehen ja bereits in grosser Zahl und ein Handy funktioniert angeblich bei unglaublich geringer Feldstärke. Wo liegt denn der Hund begraben?
Grüsse, Coni
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Hans-U.Jakob
Re: Grenzwerte sind
Da liegt nicht ein Hund, sondern ein Handyot begraben. Und zwar im Parkhaus im WC des 7.Untergeschosses, wo er nach der Verrichtung seines dringenden Geschäftes gerade kein WC-Papier vorfindet. Zur Vortsetzung seines immens wichtigen Tagesablaufes muss er doch per Handy den Notfalldienst benachrichtigen können, damit er rechtzeitig aus seiner misslichen Lage befreit werden kann.
Wären die Antennen auf der Erdoberfläche zu schwach, um 7 Betondecken zu durchdringen, würde er womöglich da unten noch elendiglich erstinken.
Deshalb habe ich, anstatt eines Handys, stets eine halbe Rolle Closett-Papier bei mir.
Niemand wird behaupten können, dass das jetzt von mir wieder eine geschmacklose Antwort war. Oder?
Hans-U.Jakob
Wären die Antennen auf der Erdoberfläche zu schwach, um 7 Betondecken zu durchdringen, würde er womöglich da unten noch elendiglich erstinken.
Deshalb habe ich, anstatt eines Handys, stets eine halbe Rolle Closett-Papier bei mir.
Niemand wird behaupten können, dass das jetzt von mir wieder eine geschmacklose Antwort war. Oder?
Hans-U.Jakob