Moratorium
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Florian Speer
Moratorium
hallo schweizer kollegen,
ist es richtig, dass die nötigen unterschriften für das moratorium
aus personal- , zeitmangel usw. nicht zusammengekommen sind?
wäre es möglich einen neuen, erfolgversprechenden versuch zu machen?
beste grüße
florian speer
ist es richtig, dass die nötigen unterschriften für das moratorium
aus personal- , zeitmangel usw. nicht zusammengekommen sind?
wäre es möglich einen neuen, erfolgversprechenden versuch zu machen?
beste grüße
florian speer
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Gigaherz
Re: Moratorium
Ihre Vermutung ist richtig.
Zu Ihrer Frage: nochmals eine Initiative? In der Schweiz dauert es, selbst wenn genügend Stimmen für ein Referendum zustande kommen, bis zur Abstimmung durch das Volk mindestens 2 Jahre. Dann stehen die Antennen schon alle. Daher wird es sich wahrscheinlich das Moratoriumskommitee überlegen, nochmals eine solche Initiative zu starten. Die finanzielle und personelle Belastung ist, wie man gesehen hat, sehr gross. Wenn man sich anschaut, welche Mittel durch eine finanzkräftige Lobby bei anderen Initiativen aufgewendet werden, ist leicht verständlich, dass den Aktivisten diese für einen solchen Kraftakt gefehlt haben.
Gigaherz
Zu Ihrer Frage: nochmals eine Initiative? In der Schweiz dauert es, selbst wenn genügend Stimmen für ein Referendum zustande kommen, bis zur Abstimmung durch das Volk mindestens 2 Jahre. Dann stehen die Antennen schon alle. Daher wird es sich wahrscheinlich das Moratoriumskommitee überlegen, nochmals eine solche Initiative zu starten. Die finanzielle und personelle Belastung ist, wie man gesehen hat, sehr gross. Wenn man sich anschaut, welche Mittel durch eine finanzkräftige Lobby bei anderen Initiativen aufgewendet werden, ist leicht verständlich, dass den Aktivisten diese für einen solchen Kraftakt gefehlt haben.
Gigaherz
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mips
Re: Moratorium
Das Ziel sollte nicht ein Antennenmoratorium sein, sondern Vorsorgegrenzwerte, die dieser Bezeichnung auch gerecht werden.
Schade dass die Moratoriumsinitiative die Unterschriftensammlung nicht erfolgreich abschliessen konnte. Auch kein wunder, denn diese wurde die grösste mobilfunkkritische Vereinigung der Schweiz nicht mitgetragen. Das Zustandekommen der Initiative hätte in der Schweiz zu einer wertvollen politischen Disskusion geführt. Im besten Falle hätte das Parlament einen Gegenvorschlag mit tieferen Grenzwerten der Moratoriumsinitiative gegenüber gestellt.
Nun haben witr mittelfristig politsch nur die Möglichkeit von Lobbying bei den Parlamentariern und sind gänzlich von dessen Unterstütung abhängig.
Schade dass die Moratoriumsinitiative die Unterschriftensammlung nicht erfolgreich abschliessen konnte. Auch kein wunder, denn diese wurde die grösste mobilfunkkritische Vereinigung der Schweiz nicht mitgetragen. Das Zustandekommen der Initiative hätte in der Schweiz zu einer wertvollen politischen Disskusion geführt. Im besten Falle hätte das Parlament einen Gegenvorschlag mit tieferen Grenzwerten der Moratoriumsinitiative gegenüber gestellt.
Nun haben witr mittelfristig politsch nur die Möglichkeit von Lobbying bei den Parlamentariern und sind gänzlich von dessen Unterstütung abhängig.
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Evi
Re: Moratorium
Wir müssten es hier nicht mehr zum xten Mal wiederholen:
1. Dem Moratoriumstext fehlte leider die Forderung nach einem verträglichen Grenzwert.
2. Wurde im Vorfeld von Leuten, die mit Volksinitiativen über grosse Erfahrung verfügten, mit grossem Nachdruck darauf hingewiesen, dass es eine sehr straffe Organisation in jedem Kanton braucht, um eine Unterschriftensammlung erfolgreich durchzuführen, was heisst, dass viel mehr Leute viel mehr Freizeit in die Sache hätten investieren müssen.
3. Wurde trotzdem für die Initiative Propaganda gemacht (Intenet, Rundbriefe) und
4. haben trotzdem viele Mitglieder sehr viel Zeit für die Unterschriftensammlung investiert.
Es hat keinen Zweck, heute noch darüber zu klagen, dass etwas, was leider nicht sorgfältig genug geplant wurde, nicht gelungen ist. Es heisst vielmehr: aus Fehlern lernen und zusammen zu stehen.
Evi.
1. Dem Moratoriumstext fehlte leider die Forderung nach einem verträglichen Grenzwert.
2. Wurde im Vorfeld von Leuten, die mit Volksinitiativen über grosse Erfahrung verfügten, mit grossem Nachdruck darauf hingewiesen, dass es eine sehr straffe Organisation in jedem Kanton braucht, um eine Unterschriftensammlung erfolgreich durchzuführen, was heisst, dass viel mehr Leute viel mehr Freizeit in die Sache hätten investieren müssen.
3. Wurde trotzdem für die Initiative Propaganda gemacht (Intenet, Rundbriefe) und
4. haben trotzdem viele Mitglieder sehr viel Zeit für die Unterschriftensammlung investiert.
Es hat keinen Zweck, heute noch darüber zu klagen, dass etwas, was leider nicht sorgfältig genug geplant wurde, nicht gelungen ist. Es heisst vielmehr: aus Fehlern lernen und zusammen zu stehen.
Evi.
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Hans-U.Jakob
Re: Moratorium
Evi hat leider wieder schwer untertrieben.
In der Schweiz dauert es erfahrungsgemäss vom Beginn einer Unterschriftensammlung weg, bis dass der verlangte Gesetzestext zum Greifen kommt, mindestens 7 Jahre. 2 Jahre für Unterschriftensammlung, 2 Jahre für die Parlamentsdebatten, 1 Jahr für die Volksabstimmung und 2 Jahre für die Ausarbeitung und Implemnteirung der Gesetzestexte und Vollzugsverordnungen.
Und wer nicht ein Werbebudget von mindestens 1 Million und einen ständigen Stab von 200 Helfern zur Verfügung hat, sollte sowieso die Finger von einer Volksinitiative lassen.
Also hört bitte mit euren gut gemeinten Vorschlägen auf. Das sind unrealistische Träumereien. Geld regiert die Welt.
Hans-U.Jakob
In der Schweiz dauert es erfahrungsgemäss vom Beginn einer Unterschriftensammlung weg, bis dass der verlangte Gesetzestext zum Greifen kommt, mindestens 7 Jahre. 2 Jahre für Unterschriftensammlung, 2 Jahre für die Parlamentsdebatten, 1 Jahr für die Volksabstimmung und 2 Jahre für die Ausarbeitung und Implemnteirung der Gesetzestexte und Vollzugsverordnungen.
Und wer nicht ein Werbebudget von mindestens 1 Million und einen ständigen Stab von 200 Helfern zur Verfügung hat, sollte sowieso die Finger von einer Volksinitiative lassen.
Also hört bitte mit euren gut gemeinten Vorschlägen auf. Das sind unrealistische Träumereien. Geld regiert die Welt.
Hans-U.Jakob
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Hans-U.Jakob
Re: Moratorium
Noch etwas vergessen:
In der Schweizer Gesetzgebung ist die sogenannte Besitzstandgarantie tief verankert.
Anlagen, die einmal nach einer bestimmten Norm gebaut worden sind, müssen nie mehr oder nur mit Sanierungsfristen von bis zu 10 Jahren, wie zB. beim Mobilfunk vorgesehen, um- oder abgerüstet werden.
Also ein Moratorium, das nach nach 17 Jahren greift?
Was soll das denn? Bis dahin seid Ihr alle Grossmütter oder Grossväter. Ich vielleicht sogar Urgrossvater.
Da müssen wir uns etwas Schlaueres einfallen lassen.
Hans-U. Jakob
In der Schweizer Gesetzgebung ist die sogenannte Besitzstandgarantie tief verankert.
Anlagen, die einmal nach einer bestimmten Norm gebaut worden sind, müssen nie mehr oder nur mit Sanierungsfristen von bis zu 10 Jahren, wie zB. beim Mobilfunk vorgesehen, um- oder abgerüstet werden.
Also ein Moratorium, das nach nach 17 Jahren greift?
Was soll das denn? Bis dahin seid Ihr alle Grossmütter oder Grossväter. Ich vielleicht sogar Urgrossvater.
Da müssen wir uns etwas Schlaueres einfallen lassen.
Hans-U. Jakob
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Beat Meyer
Re: Moratorium
Das AKW Kaiseraugst würde stehen, hätten die Atomkraftgegner damals legale und demokratische Spielregeln benutzt.
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mips
Re: Moratorium
Dann sollen die Mobilfunkkritiker zuerst einmal einen Mobilfunkstandort mit ein paar Tausend über längere Zeit besetzen. Leider sieht die Unterstützung genen die heutige Mobilfunkpraxis wesendlich anders aus, als bei Anti-AKWs.
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Hans-U.Jakob
Re: Moratorium
Einzelne Sendemasten zu besetzen nützt leider wenig, da die Nachbarmasten sofort dessen Ausfall kompensieren. Die haben Reichweiten von 30 bis 50 Kilometer (bei Sichtverbindung)
Wir brauchten also ein Heer von x-Tausend Leuten um wirkungavoll gegen 20'000 Senderstandorte in der Schweiz vorzugehen.
Da müssen wir uns noch etwas Schlaueres einfallen lassen.
Hans-U. Jakob
Wir brauchten also ein Heer von x-Tausend Leuten um wirkungavoll gegen 20'000 Senderstandorte in der Schweiz vorzugehen.
Da müssen wir uns noch etwas Schlaueres einfallen lassen.
Hans-U. Jakob
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Marianne
Re: Moratorium
Das kommt wahrscheinlich daher, dass die atomare Gefahr den Menschen viel besser bekannt und bewusst war (Hiroshima, Nagasaki) als heute die Mobilfunktechnik. Wer es nicht am eigenen Leib erlebt hat, sieht die Gefahren gar nicht. Hat er es schon erlebt, ist es bereits zu spät. Und viele getrauen sich nicht, über ihre Leiden zu sprechen, denn sie werden ja von noch nicht Betroffenen und erst recht von den Handyfreaks als Spinner und Psychopathen abqualifiziert.
Ausserdem: Es gibt nur ein einziges Kaiseraugst, aber inzwischen etwa 25 000 Antennen. Kann mir einer sagen, wie wir diese Standorte zu Tausenden mit Protestaufmärschen belagern? Der Vergleich Atomkraftwerke - Mobilfunkantennen hinkt also gleich in einigen Punkten
Marianne
Ausserdem: Es gibt nur ein einziges Kaiseraugst, aber inzwischen etwa 25 000 Antennen. Kann mir einer sagen, wie wir diese Standorte zu Tausenden mit Protestaufmärschen belagern? Der Vergleich Atomkraftwerke - Mobilfunkantennen hinkt also gleich in einigen Punkten
Marianne
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mips
Re: Moratorium
Marianne hat es auf den Punkt gebracht - seit Hiroshima/Nagasaki ist die Menscheheit sensibilisiert für die Gefahren radioaktiver Strahlung. Beim Mobilfunk sieht das anders aus. Vielen sehen schon ein, dass mit diesen Sendern eine Umweltbelastung vorhanden ist, aber wie beim Auto, das schliesslich die Umwelt auch massiv belastet, wollen die meisten nicht auf diese Technologie verzichten. Sie wissen gar nicht, dass mit wesentlich tieferen Sendestärken, ausgenommen von Kellern, Tiefgaragen, Metallbauten und Auto ohne Aussenantenne, Mobilfunk praktisch überall empfangen werden kann.