Strom durch die Luft

Remo

Strom durch die Luft

Beitrag von Remo » 27. Februar 2009 09:27

Darüber wurde ja auch schon geschrieben, nun strahlte das ZDF-Heute-Journal einen Beicht aus, der via unten stehenden Link abrufbar ist (Pop-Up-Fenster). Darin wurde auch die Frage nach Elektrosmog gestellt, worauf der Erfinder behauptet, es gäbe keinen! Kann man das so stehen lassen oder ist es eher Schönschwätzerei? Ein Fall für Herrn Jakob!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702468

charles
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Beitrag von charles » 27. Februar 2009 14:18

Meine Stellungnahme:

1. Rund 1890 hatte Nikola Tesla schon in Colorado Springs elektrische Strom durch die Luft gejagt. 40 Km weiter stand ein Empfangsstation wo man damit 40 Lampen brennen liess.
Als Nebeneffekt (Logitudinalwellen) waren die Kühe und Pferde im nahgeliegene Weiden umgefallen!

2. Alles was magnetisch ist wirkt ein auf unser Körper.
Das können magnetische Wechselfelder sein, stark oder schwach, aber sie haben einen Einfluss. Sicher auch bei den gezeigte rechteckige Antennen.

Auch magnetische Gleichfelder haben einen Einfluss auf unser Körper.
Das ist meistens bei metallische Teile an unsere Betten und Matratzen.
Aber denke auch an Erdstrahlen, Wasseradern und Verwerfungen im Boden.

Der Erfinder hat sein Hand zwischen den Antennen gehalten bei der Frage ob es Elektrosmog geben würde, und da er nichts gespürt hat, meint er dass es keinen Elektrosmog gibt.
Aber so wirkt das nicht.
(Es ist wie der Wissenschaftler, der senen Kopf unter Seewasser hielt, und sagte *weil er nichts hören konnte, es also keine Geräusche unter Wasser gibt*. Mitlerweilen wissen wir mittels spezielle Mikrofone, das es Unterwasser sehr viele Geräusche gibt, von u.a. Wale, Dolphinen, usw.)

Um zu behaupten, es gäbe keinen Elektrosmog bei diese Erfindung, ist reiner Blödsinn, und eine glatte Lüge.
Zuletzt geändert von charles am 27. Februar 2009 17:18, insgesamt 3-mal geändert.

Hans-U. Jakob
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Re: Strom durch die Luft

Beitrag von Hans-U. Jakob » 27. Februar 2009 16:57

Remo hat geschrieben:Darüber wurde ja auch schon geschrieben, nun strahlte das ZDF-Heute-Journal einen Beicht aus, der via unten stehenden Link abrufbar ist (Pop-Up-Fenster). Darin wurde auch die Frage nach Elektrosmog gestellt, worauf der Erfinder behauptet, es gäbe keinen! Kann man das so stehen lassen oder ist es eher Schönschwätzerei? Ein Fall für Herrn Jakob!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702468
Ich kann den Link nicht öffnen. Vielleicht hat es zu viel Strom in der Luft?
Elektrosmog ist nichts anderes als Strom in der Luft.
Ohne Strom in der Luft auch kein Elektrosmog.
Und Ohne Elektrosmog kein Strom in der Luft.

Das mit den Lampen gab es auch beim Kurzwellensender Schwarzenburg.
In der Riesenweid oben, 4km vor den Fernost-und Nahost-Antennen konnte man das Licht erst ausmachen, nachdem der Sender die Richtung nach Zentral-Afrika gewechselt hatte.
Das letzte Opfer dort starb zwischen Weihnacht und Neujahr 08, 10 Jahre nach Abbruch des Senders im Alter von 43 Jahren an KREBS!!!
In der Schweiz gibt es sogar eine gesetzliche Regelung, dass der Strombezug durch die Luft unter oder neben einer Hochspannungsleitung verboten sei.
Also: Elektrosmog ist Strom in der Luft.
Hans-U. Jakob

umtsno

Re: Strom durch die Luft

Beitrag von umtsno » 27. Februar 2009 19:19

Remo hat geschrieben: der Erfinder behauptet, es gäbe keinen! Kann man das so stehen lassen oder ist es eher Schönschwätzerei?
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702468
Vor 3 Jahren genau (am 3.3.06) wurde ich fast 3 Jahre lang von der Indymedia Deutschland ausgesperrt, weil ich dort in einem Artikel über Elektrosmog die Forschungen von Prof. Meyl erwähnte. Es brauchte einen MIT-Preis für Marin Soljacic (USA 2006) und meine Information vom 13.2.2007 über "Resonaz mit Marin Soljacic einem "Trittbrettfahrer" und die Hoffnung für Nachhilfestunde für deutsche Techniker" bis endlich Leute die sich mit elektromagnetischen Resonanz beschäftigen fernsehfähig wurden.
http://www.iddd.de/umtsno/odpsejm/meyl.htm

umtsno

Der Erfinder behauptet zu Recht, es gebe keinen Elektrosmog

Beitrag von umtsno » 1. März 2009 18:05

Ich konnte auch den Link zum Video nicht öffnen aber ich finde es ist so was möglich.

Keiner hat sich meiner o.g. Information über strahlungsfreie Resonaztechnik angenommen. Darum muß ich hier deutlich werden und empfehlen mindestens einige Bilder aus der preisgekrönten Arbeit von Prof. Marin Soljacic Wireless Non-Radiative Energy Transfer (.pdf, 3.3 MB) Massachusettes Institute of Technology 2006, USA sich genauer anzuschauen.

Ich unterstütze Prof. K. Meyl, weil ich an strahlungsfreie Kommunikationstechniken hoffe. Teoretische Grundlagen liefert nach Tesla und Professor Meyl jetzt auch Prof. Soljacic.

siv12

Link

Beitrag von siv12 » 2. März 2009 07:24

Ich konnte den Link öffnen. Jene, die Probleme hatten sollen es so versuchten:

www.zdf.de
dann oben den Link ZDF MEDIATHEK wählen
dann den Link SENDUNG VERPASST? wählen
dort DONNERSTAG 26. FEBRUAR wählen
dann die Sendung um 21.45 wählen: HEUTE-JOURNAL

Es geht dann ein Pop-Up-Fenster auf mit der Sendung; wer die Option Pop-Up-Fenster halt gesperrt hat auf seinem PC, der kann sich nicht gucken.

Holzinger

Re: Strom durch die Luft

Beitrag von Holzinger » 2. März 2009 17:59

umtsno hat geschrieben:
Remo hat geschrieben: der Erfinder behauptet, es gäbe keinen! Kann man das so stehen lassen oder ist es eher Schönschwätzerei?
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702468
Vor 3 Jahren genau (am 3.3.06) wurde ich fast 3 Jahre lang von der Indymedia Deutschland ausgesperrt, weil ich dort in einem Artikel über Elektrosmog die Forschungen von Prof. Meyl erwähnte. Es brauchte einen MIT-Preis für Marin Soljacic (USA 2006) und meine Information vom 13.2.2007 über "Resonaz mit Marin Soljacic einem "Trittbrettfahrer" und die Hoffnung für Nachhilfestunde für deutsche Techniker" bis endlich Leute die sich mit elektromagnetischen Resonanz beschäftigen fernsehfähig wurden.

http://www.iddd.de/umtsno/odpsejm/meyl.htm
Nachfolgender Auszug erscheint mir besonders interessant:

Höherer Unsinn: "Grenzwerte" und "SAR-Werte"

13.02.2007

von Dr. Angelika Schrodt

"Grenzwerte" und "SAR-Werte" beziehen sich ausschliesslich auf Transversalwellen (die technisch genutzte Hertz'sche Strahlung bsteht aus Transversalwellen), für die die bekannten Grenzwerte und SAR-Werte festgelegt wurden. Jeder Hochfrequenztechniker weiss aber, dass es im Nahfeld einer Antenne gar keine Transversalwellen, sondern nur "Rauschen" gibt. Demzufolge ist jede Grenzwert-Diskussion dort unsinnig, wo es gar keine Transversalwellen gibt, und demzufolge sind im Nahfeld einer Antenne ebenso die SAR-Werte nur höherer Unsinn.

Fassen wir also zusammen: Im Nahfeld einer Antenne gibt es die Wellen gar nicht, für die das Bundesamt für Strahlenschutz "Grenzwerte" oder "SAR-Werte" festgelegt hat.

Da erst ausserhalb des Nahfeldes einer Antenne Transversalwellen auftreten, muss man sich bei der technischen Zulassung der Handys gem. DIN-Norm mit Messungen im Abstand von 1 m, 3 m und 10 m behelfen. Aber halten die Menschen nicht das Handy direkt an den Kopf?

Was für eine Strahlung befindet sich denn nun im Nahfeld von Antennen? Nun, ganz einfach: Longitudinalwellen, auch Skalarwellen genannt. Es handelt sich dabei technisch gesehen um "Rauschen": ein Gemisch aus verschiedenen Wellenlängen und Frequenzen. Manche sprechen auch von Tesla-Strahlung.

Nun weiss jeder Hochfrequenztechniker, dass er im Nahfeld nichts messen kann, aber nicht etwa, weil dort nichts wäre, sondern weil man das, was da ist, (noch) nicht messen kann.

Demzufolge konnte man für das, was man nicht messen kann, auch keine Grenzwerte festlegen. Peinlich, aber man behilft sich damit, dass man so tut als ob man im Nahfeld, wo man nichts messen kann, etwas gemessen hätte, um mit diesem Trick die Grenzwerte auch in Nahfeld für gültig zu erklären. Dieser Umstand ist dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Mobilfunkindustrie bestens bekannt ist.

Die "Grenzwerte-Diskussion" dient demzufolge der Irreführung der Öffentlichkeit
- bisher durchaus mit grossem Erfolg.

Soviel wissen wir aber: Bei Skalarwellen handelt sich um eine biologisch wirksame und zugleich energiereiche Strahlung.

Christopher

Höherer Unsinn

Beitrag von Christopher » 2. März 2009 23:25

Holzinger hat geschrieben: Nachfolgender Auszug erscheint mir besonders interessant:

Höherer Unsinn: "Grenzwerte" und "SAR-Werte"
Das ist mal ein Text, den ich beim besten Willen nicht unwidersprochen stehen lassen kann.

Die Überschrift sagt schon eigentlich schon alles über den Inhalt des Textes aus. Es handelt sich im Folgenden nämlich tatsächlich um Unsinn (ob er höher ist oder nicht, darüber könnte man jetzt streiten).
Holzinger hat geschrieben: "Grenzwerte" und "SAR-Werte" beziehen sich ausschliesslich auf Transversalwellen (die technisch genutzte Hertz'sche Strahlung bsteht aus Transversalwellen), für die die bekannten Grenzwerte und SAR-Werte festgelegt wurden. Jeder Hochfrequenztechniker weiss aber, dass es im Nahfeld einer Antenne gar keine Transversalwellen, sondern nur "Rauschen" gibt. Demzufolge ist jede Grenzwert-Diskussion dort unsinnig, wo es gar keine Transversalwellen gibt, und demzufolge sind im Nahfeld einer Antenne ebenso die SAR-Werte nur höherer Unsinn.
Fassen wir also zusammen: Im Nahfeld einer Antenne gibt es die Wellen gar nicht, für die das Bundesamt für Strahlenschutz "Grenzwerte" oder "SAR-Werte" festgelegt hat.

Da erst ausserhalb des Nahfeldes einer Antenne Transversalwellen auftreten, muss man sich bei der technischen Zulassung der Handys gem. DIN-Norm mit Messungen im Abstand von 1 m, 3 m und 10 m behelfen. Aber halten die Menschen nicht das Handy direkt an den Kopf?

Was für eine Strahlung befindet sich denn nun im Nahfeld von Antennen? Nun, ganz einfach: Longitudinalwellen, auch Skalarwellen genannt. Es handelt sich dabei technisch gesehen um "Rauschen": ein Gemisch aus verschiedenen Wellenlängen und Frequenzen. Manche sprechen auch von Tesla-Strahlung.

Nun weiss jeder Hochfrequenztechniker, dass er im Nahfeld nichts messen kann, aber nicht etwa, weil dort nichts wäre, sondern weil man das, was da ist, (noch) nicht messen kann.

Demzufolge konnte man für das, was man nicht messen kann, auch keine Grenzwerte festlegen. Peinlich, aber man behilft sich damit, dass man so tut als ob man im Nahfeld, wo man nichts messen kann, etwas gemessen hätte, um mit diesem Trick die Grenzwerte auch in Nahfeld für gültig zu erklären. Dieser Umstand ist dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Mobilfunkindustrie bestens bekannt ist.

Die "Grenzwerte-Diskussion" dient demzufolge der Irreführung der Öffentlichkeit
- bisher durchaus mit grossem Erfolg.
Wo die gute Frau Doktor die Meinung her hat, daß sich die Grenzwerte allein auf Transversalwellen beziehen, weiß ich nicht. Die Grenzwerte beziehen sich auf elektromagnetische Felder.

Die Ursache, warum man Transversalwellen nutzt, liegt schlicht und einfach daran, daß in einem nichtleitenden Medium (wie es Luft nunmal ist) außerhalb des Nahfeldes physikalisch keine anderen Wellen möglich sind. Der "Beweis" der ominösen Skalar-/Longitudinalwellen von Meyl ist Bauernfängerei - die Formel, die dieser herleitet, ist nur unter zwei Randbedingungen zulässig: Im Nahfeld - und in einem leitfähigen Medium (also z.B. einem metallischen Leiter, einem Plasma ...). Die Luft, die uns gemeinhin umgibt, erfüllt diese Bedingung nicht. Und das Nahfeld befindet sich - wie der Name schon sagt - nur in der Nähe des Senders. Die Aussage, innerhalb einer bestimmten Umgebung des Senders gäbe es überhaupt keine Transversalkomponente des Feldes ist übrigens schlicht und einfach falsch.

Die Ursache, warum Feldstärken erst in einer gewissen Mindestentfernung vom Sender (pi mal Daumen 3 bis 10 Wellenlängen) sinnvoll gemessen werden können, liegt in der sehr inhomogenen Feldverteilung innerhalb des Nahfeldes. Da können die Feldstärken innerhalb von wenigen Zentimetern um Größenordnungen schwanken. Klar, daß unter solchen Umständen keine aussagekräftige Messung möglich ist.

Von "Rauschen" redet beim Nahfeld mit Sicherheit kein ernstzunehmender Experte. Die Feldstärkeverteilung im Nahfeld sind nämlich genau definiert durch die Dielektrizitätskonstante der Umgebung der Antenne, die Wellenlänge und die Form der Antenne. Rauschen ist etwas Zufälliges.

Vor diesem Hintergrund leuchtet auch die Wahl der SAR für die Grenzwerte ein. Wenn die Messung von Feldstärken im Nahfeld der Antenne keinen Sinn hat, muß man einen anderen Parameter wählen. Und da bis heute mit der Erwärmung nur ein einziger Mechanismus anerkannt ist, der zu Schädigungen durch Mikrowellen führen kann, wird eben ein Parameter zur Grenzwertbestimmung genutzt, der diesen Mechanismus abbildet.

Da die Erwärmung von Gewebe eine Folge des Leistungseintrags durch Mikrowellen sein kann und dies auch klar messbar ist, ist die Aussage von Frau Schrodt widersprüchlich. Einerseits sagt sie, im Nahfeld gibt es keine Transversalwellen. Andererseits sagt sie, die SAR-Messung mißt nur die Transversalwellen - also müssen die Transversalwellen im Nahfeld, wo es sie ja gar nicht gibt, eine Wirkung haben. Hä?
Holzinger hat geschrieben:Soviel wissen wir aber: Bei Skalarwellen handelt sich um eine biologisch wirksame und zugleich energiereiche Strahlung.
Hier wird der Unsinn am schönsten offensichtlich. Woher will man denn wissen, daß die Longitudinalwellen "biologisch wirksam und zugleich energiereich" sind, wenn man sie nicht einmal messen kann? Um eine biologische Wirksamkeit festzustellen, müßte ich doch erstmal messen, ob ein bestimmter Effekt an einer Stelle, wo ich eine Wirkung sehe, überhaupt vorhanden ist!

Für mich ist an dem zitierten Ausschnitt vor allem eines interessant: Wie wenig durchdacht von machen Menschen argumentiert wird - und wie begierig das trotzdem von anderen Menschen aufgegriffen wird. Will man sich keine eigenen Gedanken machen? Es ist mir klar, daß das physikalische nicht jedermanns Sache ist - aber der Widerspruch zwischen der "Unmessbarkeit" der Longitudinalwellen einerseits und der vorgeblich belegten biologischen Wirksamkeit müßte eigentlich jedem auffallen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich wünsche einen schönen Abend. Die Welt ist schon ohne Longitudinalwellen kompliziert genug :)

Christopher

Gast

Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Gast » 3. März 2009 09:27

Christopher hat geschrieben: ..
Die Ursache, warum Feldstärken erst in einer gewissen Mindestentfernung vom Sender (pi mal Daumen 3 bis 10 Wellenlängen) sinnvoll gemessen werden können, liegt in der sehr inhomogenen Feldverteilung innerhalb des Nahfeldes. Da können die Feldstärken innerhalb von wenigen Zentimetern um Größenordnungen schwanken. Klar, daß unter solchen Umständen keine aussagekräftige Messung möglich ist.

Von "Rauschen" redet beim Nahfeld mit Sicherheit kein ernstzunehmender Experte. Die Feldstärkeverteilung im Nahfeld sind nämlich genau definiert durch die Dielektrizitätskonstante der Umgebung der Antenne, die Wellenlänge und die Form der Antenne. Rauschen ist etwas Zufälliges.
Wie jetzt, Feldstärken schwanken um "Größenordnungen innerhalb von wenigen Zentimetern im Nahfeld" und einen Satz später sind Sie "genau definiert im Nahfeld"? Logisch klingt das nicht gerade...

Die neusten Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm sind nämlich alarmierend.

Temperaturerhöhung bis 100 Grad

An einem Modellsystem aus künstlichen Zellmembranen haben die Forscher kurzzeitige Temperaturerhöhungen um bis zu einhundert Grad gemessen.

Professor Dr. Dr. Markus Antonietti (Direktor des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung): "Da wird hundertmal so viel Energie absorbiert wie bisher gedacht. Das ist der Horror!"[..] "Aber wir kennen jetzt den Mechanismus, der zur Zellschädigung führen könnte. Als Wissenschaftler bin ich besorgt"

Dumm, das es im Gehirn keinerlei Rezeptoren gibt um den Menschen auf die immense Schädigung die bei jedem Mobilfunk Gespräch entstehen aufmerksam zu machen...Diese wurden von der Evolution nicht vorgesehen, Sie konnte ja auch nicht damit rechnen, das sich Menschen freiwillig solche Strahlenkanonen ans empfindlichste Körperteil halten.

Forum Admin: Bitte Name oder Nickname angeben

Holzinger

Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Holzinger » 3. März 2009 10:14

Christopher hat geschrieben: Die Ursache, warum Feldstärken erst in einer gewissen Mindestentfernung vom Sender (pi mal Daumen 3 bis 10 Wellenlängen) sinnvoll gemessen werden können, liegt in der sehr inhomogenen Feldverteilung innerhalb des Nahfeldes. Da können die Feldstärken innerhalb von wenigen Zentimetern um Größenordnungen schwanken. Klar, daß unter solchen Umständen keine aussagekräftige Messung möglich ist.
Mit dieser Aussage haben Sie sich ein Eigentor geschossen.
Wenn Sie eingestehen, dass im Nahfeld keine aussagekräftige Messung möglich ist,
dann ist es auch nicht möglich unbedenkliche SAR-Werte für Handys festzulegen, die
direkt am Kopf des Menschen ( Nahfeld ) gehalten werden.
Das ist das, was zu beweisen war.

Also stimmt es: „ Höherer Unsinn: "Grenzwerte" und "SAR-Werte"


Außerdem sollten Sie sich hier nicht als Oberlehrer aufspielen und beleidigen Sie nicht die Menschen, die der Mobilfunk- Mafia berechtigterweise das Handwerk legen wollen, indem Sie Folgendes geschrieben haben:
„Für mich ist an dem zitierten Ausschnitt vor allem eines interessant: Wie wenig durchdacht von machen Menschen argumentiert wird - und wie begierig das trotzdem von anderen Menschen aufgegriffen wird. Will man sich keine eigenen Gedanken machen?“

Sie haben uns gezeigt, wie unlogisch Ihre Gedanken sind.

Holzinger

Christopher

Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Christopher » 3. März 2009 12:16

Anonymous hat geschrieben: Wie jetzt, Feldstärken schwanken um "Größenordnungen innerhalb von wenigen Zentimetern im Nahfeld" und einen Satz später sind Sie "genau definiert im Nahfeld"? Logisch klingt das nicht gerade...
Ist aber kein Widerspruch. Die örtliche Verteilung der Feldstärke im Nahfeld ist genau definiert. Wenn man aber bei einer Messung die Antenne um wenige Zentimeter verschiebt, dann misst man plötzlich völlig andere Werte. Bei der Rückkehr zu genau der gleichen Stelle kommt man aber wieder auf den gleichen Wert wie vorher. Während im Fernfeld die Feldstärke nur noch von der Entfernung der Antenne abhängt (in einem Kugelkoordinatensystem also nur von r), hängt sie im Nahfeld eben auch von den anderen Koordinaten (im Kugelkoordinatensystem die Parameter Theta und Phi) ab.
Wenn man im Nahfeld als einzigen Parameter die Entfernung zur Antenne angibt, wird man also nie vorhersagen können, welche Feldstärke man messen wird. Gibt man dagegen die genauen Koordinaten an, so wird man wieder reproduzierbar messen können.

Ich hoffe, daß es mir dieses Mal besser gelungen ist, den Unterschied zwischen Nahfeld und Rauschen darzustellen. Die erste Formulierung war tatsächlich leicht missverständlich.
Anonymous hat geschrieben:
Die neusten Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm sind nämlich alarmierend.

Temperaturerhöhung bis 100 Grad

An einem Modellsystem aus künstlichen Zellmembranen haben die Forscher kurzzeitige Temperaturerhöhungen um bis zu einhundert Grad gemessen.

Professor Dr. Dr. Markus Antonietti (Direktor des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung): "Da wird hundertmal so viel Energie absorbiert wie bisher gedacht. Das ist der Horror!"[..] "Aber wir kennen jetzt den Mechanismus, der zur Zellschädigung führen könnte. Als Wissenschaftler bin ich besorgt"

Dumm, das es im Gehirn keinerlei Rezeptoren gibt um den Menschen auf die immense Schädigung die bei jedem Mobilfunk Gespräch entstehen aufmerksam zu machen...Diese wurden von der Evolution nicht vorgesehen, Sie konnte ja auch nicht damit rechnen, das sich Menschen freiwillig solche Strahlenkanonen ans empfindlichste Körperteil halten.
Für meinen Geschmack ist die Formulierung "Das ist der Horror" nicht die Art und Weise, wie sich ein seriöser Wissenschaftler ausdrücken würde - aber vermutlich sind da eher der Presse die Pferde durchgegangen :)

So neu sind die erwähnten Forschungsergebnisse übrigens nicht mehr, die zitierte Formulierung findet sich in einem Artikel von Zeit Wissen von 2006. Auch wenn hier im Labor ein Mechanismus nachgewiesen wurde, heißt das noch lange nicht, daß er "in vivo" auch so auftritt (z.B. werden in lebendem Gewebe weit weniger starke Temperaturspitzen auftreten, weil es durch den Blutkreislauf eine Wärmeabfuhr gibt). Es gibt außerdem keine Angabe, mit welcher Leistung eingestrahlt wurde und ob und ggf. wie das Signal moduliert war.

Falls es tatsächlich massive Schädigungen gäbe, müßten sich dann nicht schon längst gewaltige Anstiege der Krebsfallzahlen gezeigt haben? Die Statistiken geben sowas aber nicht her.

charles
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Beitrag von charles » 3. März 2009 13:15

Der Unterschied zwischen Nahfeld und Fernfeld liegt darin dass im Fernfeld, die elektrische und die magnetische Komponente mit einander verflochten sind, und man braucht da nur das elektrische Feld zu messen, um mittels eine Formel die Leistungsflussdichte zu berechnen. Die magnetische Komponente kann man daraus berechnen.
(Breitbandmessgeräte machen die Berechnung der Leistungsflussdichte automatisch.)

Anders ist es beim Nahfeld. Dort sind die elektrische und die magnetische Komponente NICHT mit einander verknöpft.
Deswegen genügt es nicht im Nahfeld nur die elektrische Komponente zu messen: Auch muss dazu die magnetische Komponente getrennt gemessen werden, um daraus die Leistungsflussdichte berechnen zu können.

Deswegen wird auch immer abgeraten die leistiungsflussdichte im Nahfeld zu messen, weil die normale HF-Messgeräte nur die elektrische Komponente messen.

Das ist auch eine meiner viele Kritikpunkte an die TNO Studie. Dort hat man im Nahfeld (ca 40 cm vor die Antenne) nur die elektrische Komponente gemessen, was falsch ist.

Christopher

Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Christopher » 3. März 2009 13:25

Holzinger hat geschrieben:
Christopher hat geschrieben: Die Ursache, warum Feldstärken erst in einer gewissen Mindestentfernung vom Sender (pi mal Daumen 3 bis 10 Wellenlängen) sinnvoll gemessen werden können, liegt in der sehr inhomogenen Feldverteilung innerhalb des Nahfeldes. Da können die Feldstärken innerhalb von wenigen Zentimetern um Größenordnungen schwanken. Klar, daß unter solchen Umständen keine aussagekräftige Messung möglich ist.
Mit dieser Aussage haben Sie sich ein Eigentor geschossen.
Wenn Sie eingestehen, dass im Nahfeld keine aussagekräftige Messung möglich ist,
dann ist es auch nicht möglich unbedenkliche SAR-Werte für Handys festzulegen, die
direkt am Kopf des Menschen ( Nahfeld ) gehalten werden.
Das ist das, was zu beweisen war.

Also stimmt es: „ Höherer Unsinn: "Grenzwerte" und "SAR-Werte"


Außerdem sollten Sie sich hier nicht als Oberlehrer aufspielen und beleidigen Sie nicht die Menschen, die der Mobilfunk- Mafia berechtigterweise das Handwerk legen wollen, indem Sie Folgendes geschrieben haben:
„Für mich ist an dem zitierten Ausschnitt vor allem eines interessant: Wie wenig durchdacht von machen Menschen argumentiert wird - und wie begierig das trotzdem von anderen Menschen aufgegriffen wird. Will man sich keine eigenen Gedanken machen?“

Sie haben uns gezeigt, wie unlogisch Ihre Gedanken sind.

Holzinger
Und Sie haben gezeigt, daß Sie meinen Beitrag nicht gelesen haben. Ich habe nie behauptet, daß mit einer Antennenmessung im Nahfeld die SAR bestimmt wird. Für die SAR werden überhaupt keine Feldstärken gemessen, wie die Messmethode funktioniert ist an anderen Stellen im Netz leicht verständlich dokumentiert. Kurz zusammengefasst: Es wird die lokale Erwärmung in einem "Dummy-Schädel" gemessen, wodurch auch begrenzte Stellen mit hohen Leistungsdichten (resultierend in stärkerer Erwärmung) gefunden werden können.
Da Leistungsdichte und Feldstärke gekoppelt sind, hat man damit auch die Regionen hoher Feldstärke abgedeckt.

Welche Messmethode würde in Ihren Augen denn beim Nahfeld sinnvolle Ergebnisse liefern?

Christopher

Hans-U. Jakob
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Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Hans-U. Jakob » 3. März 2009 14:37


Und Sie haben gezeigt, daß Sie meinen Beitrag nicht gelesen haben. Ich habe nie behauptet, daß mit einer Antennenmessung im Nahfeld die SAR bestimmt wird. Für die SAR werden überhaupt keine Feldstärken gemessen, wie die Messmethode funktioniert ist an anderen Stellen im Netz leicht verständlich dokumentiert. Kurz zusammengefasst: Es wird die lokale Erwärmung in einem "Dummy-Schädel" gemessen, wodurch auch begrenzte Stellen mit hohen Leistungsdichten (resultierend in stärkerer Erwärmung) gefunden werden können.
Da Leistungsdichte und Feldstärke gekoppelt sind, hat man damit auch die Regionen hoher Feldstärke abgedeckt.

Welche Messmethode würde in Ihren Augen denn beim Nahfeld sinnvolle Ergebnisse liefern?

Christopher
Christopher, Sie haben noch etwas vergessen. Der Dummy-Schädel ist mit einer Salzwasserlösung gefüllt und in diesem Salzwasser wird die Temperaturzunahme bei Bestrahlung durch ein EMF gemessen.
Ich amüsiere mich jedesmal köstlich ob dieser Messmethode, weil das Innere meines Schädels sicher nicht aus Salzwasser besteht. Böse Zungen behaupten zwar dieses sei aus Sägemehl. Auch da würde das Resultat nicht stimmen.
Item. Bei Nahfeldmessungen müssen ganz einfach das E- und das H-Feld getrennt gemessen und dann multipliziert werden. Haben wir schon immer so gemacht. Siehe www.gigaherz.ch/419 letztes Bild
Hans-U. Jakob

Holzinger

Re: Höherer Unsinn

Beitrag von Holzinger » 3. März 2009 17:39

Christopher hat geschrieben:...wie die Messmethode funktioniert ist an anderen Stellen im Netz leicht verständlich dokumentiert. Kurz zusammengefasst: Es wird die lokale Erwärmung in einem "Dummy-Schädel" gemessen, wodurch auch begrenzte Stellen mit hohen Leistungsdichten (resultierend in stärkerer Erwärmung) gefunden werden können.
Da Leistungsdichte und Feldstärke gekoppelt sind, hat man damit auch die Regionen hoher Feldstärke abgedeckt.

Welche Messmethode würde in Ihren Augen denn beim Nahfeld sinnvolle Ergebnisse liefern?

Christopher
Sie stellen mir die Frage: „Welche Messmethode würde in Ihren Augen denn beim Nahfeld sinnvolle Ergebnisse liefern?

Zu der Lektion, die Ihnen Herr Jakob verpasst hat möchte ich noch eins draufsetzen.
--- Wer hier in dies Forum schreibt, dem müsste längst bekannt sein, dass nicht nur die
thermische Strahlenbelastung sondern auch die nichtthermische Belastung eine Rolle
spielt. Auf die nichtthermischen Folgen ist Herr Jakob auch eingegangen.

--- Zu der Messmethode im Nahbereich sollten Sie sich das Vorangegangene richtig
durchlesen. Es wurde festgestellt und dieser Umstand dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Mobilfunkindustrie bestens bekannt, dass im Nahfeld von Antennen eine Strahlung vorhanden ist, die man Longitudinalwellen auch Skalarwellen nennt. Manche sprechen auch von Tesla-Strahlung.
Nun weiß jeder Hochfrequenztechniker, dass er im Nahfeld nichts messen kann, aber nicht etwa, weil dort nichts wäre, sondern weil man das, was da ist, (noch) nicht messen kann.
In dieser Richtung hat man leider noch zu wenig geforscht, um Messmethoden zu
entwickeln. Das hat sicher auch einen bestimmten Grund.

Aber solange, wie Menschen mit Longitudinalwellen im Nahbereich belastet werden,
deren Intensität und Verträglichkeit nicht bekannt ist, muss das Bundesamt für Strahlenschutz bzw. die Mobilfunkindustrie diese Technologie abstellen.
Das ist eine Regel, die bei Medikamenten auch gilt, wenn es Bedenken bei den Nebenwirkungen gibt.

Also den Mobilfunk abschalten und schleunigst eine ungefährliche
Mobilfunktechnologie entwickeln. So einfach ist das.

Holzinger

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