auf nach stäfa? was haltet ihr davon?
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Gast
auf nach stäfa? was haltet ihr davon?
Keine Gemeinde im Bezirk wehrt sich so vehement gegen Mobilfunkantennen wie Stäfa. Ein Rundgang mit dem Handy zeigt jedoch: Mit der Versorgung steht es im Dorf nicht zum Besten.
Die Stäfner haben sich dem Kampf gegen den Antennen-Wildwuchs verschrieben und ernten dafür vielerorts Applaus. Den Entscheid der Gemeindeversammlung, Mobilfunkanlagen in Wohn- und Industriezonen zu verbieten, finden viele Bürger vorbildlich. Auch in Herrliberg hätte sich ein Komitee eine Regelung gewünscht, wie sie Stäfa 2007 beschlossen hat. Eine vergleichbare Initiative wollte der Herrliberger Gemeinderat aber nicht zur Abstimmung bringen. Es sei unwahrscheinlich, dass der Kanton einen solchen Beschluss der Gemeinde akzeptieren würde, lautete die Begründung. Juristisch ist der Stäfner Mobilfunk-Beschluss umstritten, weil er nach Auslegung der Mobilfunkanbieter gegen übergeordnetes Recht auf Bundes- und Kantonsebene verstösst. Für den Schutz vor Strahlung – und darum geht es den meisten Antennengegnern insgeheim – sind nicht die Gemeinden, sondern der Bund zuständig. Er setzt die zulässigen Grenzwerte fest. Die Mobilfunkanbieter haben unter anderem mit diesem Argument gegen die beabsichtigte Stäfner Regelung Rekurs eingereicht. Vor der Baurekurskommission erhielten sie Recht, doch hat die Gemeinde den Entscheid weitergezogen. Die Befürworter der Stäfner Regelung betonen, es handle sich um einen Akt der Standortplanung und nicht um die generelle Verhinderung von Antennen. Zudem funktioniere die Mobilfunkversorgung in Stäfa einwandfrei.
Wer kein Festnetz hat, ist im Abseits
Das trifft nicht ganz zu. In Stäfa gibt es lediglich vier Antennenanlagen – zwei von Swisscom, eine von Orange und eine von Sunrise. An mehreren Orten im Dorf hat man nur schwachen oder gar keinen Empfang. Wer mit der S-Bahn Richtung Männedorf fährt, gerät in ein Funkloch. Der Grund dafür ist nicht nur der Tunnel unmittelbar beim Stäfner Bahnhof. In seinem Büro an der Goethestrasse muss ein Jurist jeweils die Treppe zum ersten Stock hochsteigen, damit er mit seinem Handy telefonieren kann. Offenbar sind die Wände im Erdgeschoss zu dick.
An der Tränkebachstrasse sah sich eine Frau vor einiger Zeit sogar vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Sie hat keinen Festanschluss, und ihr Orange-Handy hat nur auf dem Balkon Empfang. Als einmal der Internetanschluss der Frau nicht funktionierte, musste sie vom Balkon aus den Cablecom-Kundendienst anrufen und von diesem die Anweisungen zur Behebung des Problems entgegennehmen. Vom Balkon ging sie ohne Handy ins Wohnzimmer zurück, rückte die Kabel des Internetanschlusses zurecht, ging wieder hinaus auf den Balkon, um sich dort die nächsten Schritte erklären zu lassen – und so fort.
Diese Beispiele sind keine Einzelfälle. Ein Spaziergang durchs Dorf mit je einem Handy von Swisscom, Sunrise und Orange zeigt, dass es in Stäfa mehrere Funklöcher gibt (siehe Karte 1). In der Binz zum Beispiel haben die Kunden von Sunrise und Orange nur schlechten oder gar keinen Empfang. Auffallend ist auch: Wer in Stäfa telefoniert, wird häufig nicht von den Antennen im Dorf oder von jenen aus den Nachbargemeinden versorgt. Das Funksignal kommt oft von der anderen Seeseite. Im Lattenberg zum Beispiel wechselt die Antenne mehrmals. Mal zeigt das Display des Handys die Funkzelle Meilen an, dann wieder kommt das Signal von Horgen oder Schindellegi. An der Seestrasse, auf der Höhe der Avia-Tankstelle, strahlt das Funksignal von Lachen herüber. Steht man hinter einem grossen Haus, ist der Empfang deutlich schlechter.
Beim Patrioten-Denkmal an der Oetiker Haab wird es für das Sunrise-Handy ganz turbulent: Mal hat es guten Empfang, plötzlich wieder gar keinen. Dafür ist in Uerikon der Empfang wieder besser. Schlechter schneiden dagegen Swisscom und Orange ab. Deren Handys müssen immer wieder nach einer Antenne suchen. In Uerikon, so scheint es, ist das Telefonieren nur dank den Antennen am anderen Seeufer möglich. Das Funksignal legt lange Wege zurück und kommt abwechselnd aus Lachen, Reichenburg oder Schindellegi.
Sunrise-Messung zeigt Lücken auf
Für Roger Schaller von Sunrise ist diese Situation paradox. Denn je weiter eine Antenne weg ist, desto grösser ist die Sendeleistung des Handys – und damit auch die Strahlung. «Im Grunde haben sich die Stäfner einen schlechten Dienst erwiesen, als sie Antennen in Wohn- und Industriezonen verboten haben und sich nun quer über den See hinweg versorgen.» Die aus Sicht der Handykunden unbefriedigenden Erfahrungen, die der «Tages-Anzeiger» bei einem Rundgang durch das Dorf gemacht hat, kann Roger Schaller von Sunrise bestätigen. Die Mobilfunkfirma hat den teilweise schlechten Empfang in Stäfa mit eigenen Messungen erhärtet.
Ein sogenannter Drive- Test, bei dem die Stärke des Funksignals gemessen wird, zeigt dem Telekommunikationsunternehmen die Qualität des Netzes auf. Das Ergebnis ist ernüchternd. «In Stäfa haben wir kein qualitativ hochstehendes Netz», sagt Sunrise-Vertreter Schaller. Das liege einerseits an den neuen Rahmenbedingungen, welche die Planung von Antennen erschweren würden, andererseits an diversen Rechtsverfahren. Die Situation werde sich aber bessern, weil kürzlich eine Antenne im Dorfzentrum bewilligt worden sei.
Einwandfrei – das heisst nicht nur auf der Strasse, sondern auch in den Wohnungen – funktioniert die Versorgung mit Handysignalen aber längst nicht in allen Stäfner Quartieren. Das zeigen die grünen Abschnitte in Karte 2. Vielerorts können Sunrise-Kunden lediglich im Freien telefonieren (orange Abschnitte) oder sogar nur mit grosser Mühe ein SMS verschicken (rot). Und in manchen Gebäuden, etwa in der Migros, geht gar nichts. Nicht nur bei Sunrise, auch bei Orange. Wer den Einkaufszettel vergessen hat und zu Hause anrufen will, um zu erfahren, was sich noch im Kühlschrank befindet, ist daher aufgeschmissen.
quelle: www.tages-anzeiger.ch
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Die Stäfner haben sich dem Kampf gegen den Antennen-Wildwuchs verschrieben und ernten dafür vielerorts Applaus. Den Entscheid der Gemeindeversammlung, Mobilfunkanlagen in Wohn- und Industriezonen zu verbieten, finden viele Bürger vorbildlich. Auch in Herrliberg hätte sich ein Komitee eine Regelung gewünscht, wie sie Stäfa 2007 beschlossen hat. Eine vergleichbare Initiative wollte der Herrliberger Gemeinderat aber nicht zur Abstimmung bringen. Es sei unwahrscheinlich, dass der Kanton einen solchen Beschluss der Gemeinde akzeptieren würde, lautete die Begründung. Juristisch ist der Stäfner Mobilfunk-Beschluss umstritten, weil er nach Auslegung der Mobilfunkanbieter gegen übergeordnetes Recht auf Bundes- und Kantonsebene verstösst. Für den Schutz vor Strahlung – und darum geht es den meisten Antennengegnern insgeheim – sind nicht die Gemeinden, sondern der Bund zuständig. Er setzt die zulässigen Grenzwerte fest. Die Mobilfunkanbieter haben unter anderem mit diesem Argument gegen die beabsichtigte Stäfner Regelung Rekurs eingereicht. Vor der Baurekurskommission erhielten sie Recht, doch hat die Gemeinde den Entscheid weitergezogen. Die Befürworter der Stäfner Regelung betonen, es handle sich um einen Akt der Standortplanung und nicht um die generelle Verhinderung von Antennen. Zudem funktioniere die Mobilfunkversorgung in Stäfa einwandfrei.
Wer kein Festnetz hat, ist im Abseits
Das trifft nicht ganz zu. In Stäfa gibt es lediglich vier Antennenanlagen – zwei von Swisscom, eine von Orange und eine von Sunrise. An mehreren Orten im Dorf hat man nur schwachen oder gar keinen Empfang. Wer mit der S-Bahn Richtung Männedorf fährt, gerät in ein Funkloch. Der Grund dafür ist nicht nur der Tunnel unmittelbar beim Stäfner Bahnhof. In seinem Büro an der Goethestrasse muss ein Jurist jeweils die Treppe zum ersten Stock hochsteigen, damit er mit seinem Handy telefonieren kann. Offenbar sind die Wände im Erdgeschoss zu dick.
An der Tränkebachstrasse sah sich eine Frau vor einiger Zeit sogar vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Sie hat keinen Festanschluss, und ihr Orange-Handy hat nur auf dem Balkon Empfang. Als einmal der Internetanschluss der Frau nicht funktionierte, musste sie vom Balkon aus den Cablecom-Kundendienst anrufen und von diesem die Anweisungen zur Behebung des Problems entgegennehmen. Vom Balkon ging sie ohne Handy ins Wohnzimmer zurück, rückte die Kabel des Internetanschlusses zurecht, ging wieder hinaus auf den Balkon, um sich dort die nächsten Schritte erklären zu lassen – und so fort.
Diese Beispiele sind keine Einzelfälle. Ein Spaziergang durchs Dorf mit je einem Handy von Swisscom, Sunrise und Orange zeigt, dass es in Stäfa mehrere Funklöcher gibt (siehe Karte 1). In der Binz zum Beispiel haben die Kunden von Sunrise und Orange nur schlechten oder gar keinen Empfang. Auffallend ist auch: Wer in Stäfa telefoniert, wird häufig nicht von den Antennen im Dorf oder von jenen aus den Nachbargemeinden versorgt. Das Funksignal kommt oft von der anderen Seeseite. Im Lattenberg zum Beispiel wechselt die Antenne mehrmals. Mal zeigt das Display des Handys die Funkzelle Meilen an, dann wieder kommt das Signal von Horgen oder Schindellegi. An der Seestrasse, auf der Höhe der Avia-Tankstelle, strahlt das Funksignal von Lachen herüber. Steht man hinter einem grossen Haus, ist der Empfang deutlich schlechter.
Beim Patrioten-Denkmal an der Oetiker Haab wird es für das Sunrise-Handy ganz turbulent: Mal hat es guten Empfang, plötzlich wieder gar keinen. Dafür ist in Uerikon der Empfang wieder besser. Schlechter schneiden dagegen Swisscom und Orange ab. Deren Handys müssen immer wieder nach einer Antenne suchen. In Uerikon, so scheint es, ist das Telefonieren nur dank den Antennen am anderen Seeufer möglich. Das Funksignal legt lange Wege zurück und kommt abwechselnd aus Lachen, Reichenburg oder Schindellegi.
Sunrise-Messung zeigt Lücken auf
Für Roger Schaller von Sunrise ist diese Situation paradox. Denn je weiter eine Antenne weg ist, desto grösser ist die Sendeleistung des Handys – und damit auch die Strahlung. «Im Grunde haben sich die Stäfner einen schlechten Dienst erwiesen, als sie Antennen in Wohn- und Industriezonen verboten haben und sich nun quer über den See hinweg versorgen.» Die aus Sicht der Handykunden unbefriedigenden Erfahrungen, die der «Tages-Anzeiger» bei einem Rundgang durch das Dorf gemacht hat, kann Roger Schaller von Sunrise bestätigen. Die Mobilfunkfirma hat den teilweise schlechten Empfang in Stäfa mit eigenen Messungen erhärtet.
Ein sogenannter Drive- Test, bei dem die Stärke des Funksignals gemessen wird, zeigt dem Telekommunikationsunternehmen die Qualität des Netzes auf. Das Ergebnis ist ernüchternd. «In Stäfa haben wir kein qualitativ hochstehendes Netz», sagt Sunrise-Vertreter Schaller. Das liege einerseits an den neuen Rahmenbedingungen, welche die Planung von Antennen erschweren würden, andererseits an diversen Rechtsverfahren. Die Situation werde sich aber bessern, weil kürzlich eine Antenne im Dorfzentrum bewilligt worden sei.
Einwandfrei – das heisst nicht nur auf der Strasse, sondern auch in den Wohnungen – funktioniert die Versorgung mit Handysignalen aber längst nicht in allen Stäfner Quartieren. Das zeigen die grünen Abschnitte in Karte 2. Vielerorts können Sunrise-Kunden lediglich im Freien telefonieren (orange Abschnitte) oder sogar nur mit grosser Mühe ein SMS verschicken (rot). Und in manchen Gebäuden, etwa in der Migros, geht gar nichts. Nicht nur bei Sunrise, auch bei Orange. Wer den Einkaufszettel vergessen hat und zu Hause anrufen will, um zu erfahren, was sich noch im Kühlschrank befindet, ist daher aufgeschmissen.
quelle: www.tages-anzeiger.ch
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Simeon
Ein Ort ohne 'qualitativ hochwertiges Netz' ist genau das, was ich suche.
Ich habe den Vorteil, dass ich mich noch nicht von dem Mobilfunk-Zeug abhängig gemacht habe. Daher gehöre ich auch noch nicht zu denen, die keine 5 Minuten überstehen ohne als Nervebündel auf das Display von solch einem Spielzeug schauen zu müssen (und überlege mir bevor ich einkaufen gehe, was ich benötige).
Ich sehe das so: Wer in so einer wenig bestrahlten Gemeinde wohnt, trägt das Risiko des Handygebrauchs selbst. In den Regionen, die von Antennen zugstellt sind, wird das Risiko auf alle verteil, auch wenn die damit gar nichts zu tun haben (wie passiv-Rauchen nur ohne Möglichkeit des Entkommens). Stäfa hat sich nach meiner Meinung keinen schlechten Dienst erwiesen.
Wenn es eine langfrist-Garantie für die erwähnten Funklöcher gäbe, wäre Stäfa für mich ein möglicher zukünftiger Wohnort.......
Fazit: Stäfa, find ich gut!
Gruss
Ich habe den Vorteil, dass ich mich noch nicht von dem Mobilfunk-Zeug abhängig gemacht habe. Daher gehöre ich auch noch nicht zu denen, die keine 5 Minuten überstehen ohne als Nervebündel auf das Display von solch einem Spielzeug schauen zu müssen (und überlege mir bevor ich einkaufen gehe, was ich benötige).
Ich sehe das so: Wer in so einer wenig bestrahlten Gemeinde wohnt, trägt das Risiko des Handygebrauchs selbst. In den Regionen, die von Antennen zugstellt sind, wird das Risiko auf alle verteil, auch wenn die damit gar nichts zu tun haben (wie passiv-Rauchen nur ohne Möglichkeit des Entkommens). Stäfa hat sich nach meiner Meinung keinen schlechten Dienst erwiesen.
Wenn es eine langfrist-Garantie für die erwähnten Funklöcher gäbe, wäre Stäfa für mich ein möglicher zukünftiger Wohnort.......
Fazit: Stäfa, find ich gut!
Gruss
Ich würde mir auch wünschen dass Schlieren mit seinen 18 Antennen die momentan zum grossen Teil in der Industrie und nähe Bahnhof stehen, aufhört weiter zu bewilligen (müssen?)
Die neue geplante Antenne mitten im alten Dorfkern, neben dem Kinderhort und Spielplatz, neben dem Altersheim und dem neuen Dorfteil ist meiner Meinung nach vollkommen überflüssig. Schlieren hat im gegensatz zu Stäfa praktischt überall einen hervorragenden Handy Empfang. Dass das Lilienzentrum nun auch im 2ten Garage-UG empfang haben soll und die Schüler von der nahen Schule aus Bilder und Filme verschicken können, finde ich absolut überflüssig.
Ich finde die Haltung von Stäfa vorbildlich. Solange nur der kleinste Verdacht besteht dass Mobilfunkstrahlung eine Schädigung (wenn auch nur langfristig) hervorruft, sollte diese weder akzeptiert, noch weiter ausgebaut werden dürfen.
Die Pharmaindustrie zum Beispiel, hat trotz ihren finanziellen Interessen in solchen Fällen ganz klare Auflagen. Beim kleinsten Verdacht wird das Medikament sofort aus dem Verkehr gezogen.
Die neue geplante Antenne mitten im alten Dorfkern, neben dem Kinderhort und Spielplatz, neben dem Altersheim und dem neuen Dorfteil ist meiner Meinung nach vollkommen überflüssig. Schlieren hat im gegensatz zu Stäfa praktischt überall einen hervorragenden Handy Empfang. Dass das Lilienzentrum nun auch im 2ten Garage-UG empfang haben soll und die Schüler von der nahen Schule aus Bilder und Filme verschicken können, finde ich absolut überflüssig.
Ich finde die Haltung von Stäfa vorbildlich. Solange nur der kleinste Verdacht besteht dass Mobilfunkstrahlung eine Schädigung (wenn auch nur langfristig) hervorruft, sollte diese weder akzeptiert, noch weiter ausgebaut werden dürfen.
Die Pharmaindustrie zum Beispiel, hat trotz ihren finanziellen Interessen in solchen Fällen ganz klare Auflagen. Beim kleinsten Verdacht wird das Medikament sofort aus dem Verkehr gezogen.
Hallo,
ich habe nicht verstanden, was der annonyme "Gast" mit seinem ausführlichen Artikel letztlich zum Ausdruck bringen wollte. Was wünscht denn er sich?
U. a. nahm ich folgendes kopfschüttelnd zur Kenntnis:
Es gibt Menschen, die sich ganz bestimmt vor schier unlösbar scheinende Aufgaben gestellt sehen. Leider gibt es auf unserer Welt unzählige echte Probleme, unter denen Menschen zu leiden haben. Gehört sowas dazu?!
Schöne Grüße
Ulido
ich habe nicht verstanden, was der annonyme "Gast" mit seinem ausführlichen Artikel letztlich zum Ausdruck bringen wollte. Was wünscht denn er sich?
U. a. nahm ich folgendes kopfschüttelnd zur Kenntnis:
Warum hat die Frau kein Festnetz? Gibt es sowas im Ort etwa nicht?An der Tränkebachstrasse sah sich eine Frau vor einiger Zeit sogar vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Sie hat keinen Festanschluss, und ihr Orange-Handy hat nur auf dem Balkon Empfang. Als einmal ....
Er muss die Treppe nicht hochsteigen, weil niemand außer er selbst es ist, der sich zwingt, so eine Strahlenkeule sogar im Gebäude benutzen zu wollen.In seinem Büro an der Goethestrasse muss ein Jurist jeweils die Treppe zum ersten Stock hochsteigen, damit er mit seinem Handy telefonieren kann. Offenbar sind die Wände im Erdgeschoss zu dick.
Es gibt Menschen, die sich ganz bestimmt vor schier unlösbar scheinende Aufgaben gestellt sehen. Leider gibt es auf unserer Welt unzählige echte Probleme, unter denen Menschen zu leiden haben. Gehört sowas dazu?!
Schöne Grüße
Ulido
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unwichtig als Gast
Ich denke der Beitrag war reine Provokation. So wie der Unfug dass Handies ständig Leben retten. Müssen ja früher alle 500 Meter Tote an den Landstraßen gelegen haben? Nicht das ich mich erinnern kann, aber der Eindruck ergibt sich....Ulido hat geschrieben:Hallo,
ich habe nicht verstanden, was der annonyme "Gast" mit seinem ausführlichen Artikel letztlich zum Ausdruck bringen wollte. Was wünscht denn er sich?
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Simeon
Hallo Unwichtig
Sie haben vermutlich recht, wenn Sie sagen, dass das Provokation sein könnte.
Man kann den Artikel aber auch umdrehen und zeigen, wie lächerlich sich die Menschen machen, deren einziges Problem die ständige Erreichbarkeit ist. Mit ein wenig geistiger Präsenz könnte man deren Problemchen nämlich lösen (z. B. Festnetz). Das Ziel des Beitrags ist vermutlich schon, die Mobilfunkkritiker als die ‚Bösen‘ hinzustellen, die manche Menschen von deren ‚Glück‘ abhalten. Das Problem sind aber nicht die Mobilfunkgegner sondern der Mobilfunk. Die Mobilfunklobby tut ja alles, um dies unter dem Tisch zu halten und da muss leider noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden. Wo das Wissen nicht vorhanden ist, gibt es auch kein Risikobewusstsein und damit keine Änderung der Praxis…….
Wie wäre es denn mit Aktionstagen: Verteilung von Flugblättern (z.B. der Wiener Ärztekammer) vor den einschlägigen Mobilfunkshops?
Sei's wie's will: Das Vorgehen von Stäfa find ich gut und vorbildlich. Insbesondere, nachdem fast die gesamte Bürgerschaft hinter dem Vorgehen steht.
(Wenn ich aber im Tagesanzeiger lese, dass der Umweltschutzgedanke / das Gesundheitsargument bei der Standortplanung nicht als Argument gebracht werden darf, dann bekomme ich Magengeschwüre. Wenn die Gesundheit nicht das höchste Gut ist, das es zu schützen gibt, was denn? Zudem entmündigt man die dortigen Bürger, die das Vorgehen unterstützen. Die im Artikel erwähnten Leute mit den Problemchen sind damit wohl in der Minderheit und müssen sich beugen. Das ist eben Demokratie! …was sich von einer Wirtschaftdiktatur eben schon massiv unterscheidet.)
Grüsse und schönes Wochenende
(Vielleicht noch einer zum Nachdenken:
Der Mars trifft auf dem Weg um die Sonne auf die Erde.
Sagt der Mars: Hey Erde du siehst aber schlecht aus. Bist du krank?
Sagt die Erde: Ja, mir geht es nicht besonders. Ich habe Homo-Sapiens.
Sagt der Mars: Nimm’s nicht zu schwer, das vergeht…..)
Sie haben vermutlich recht, wenn Sie sagen, dass das Provokation sein könnte.
Man kann den Artikel aber auch umdrehen und zeigen, wie lächerlich sich die Menschen machen, deren einziges Problem die ständige Erreichbarkeit ist. Mit ein wenig geistiger Präsenz könnte man deren Problemchen nämlich lösen (z. B. Festnetz). Das Ziel des Beitrags ist vermutlich schon, die Mobilfunkkritiker als die ‚Bösen‘ hinzustellen, die manche Menschen von deren ‚Glück‘ abhalten. Das Problem sind aber nicht die Mobilfunkgegner sondern der Mobilfunk. Die Mobilfunklobby tut ja alles, um dies unter dem Tisch zu halten und da muss leider noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden. Wo das Wissen nicht vorhanden ist, gibt es auch kein Risikobewusstsein und damit keine Änderung der Praxis…….
Wie wäre es denn mit Aktionstagen: Verteilung von Flugblättern (z.B. der Wiener Ärztekammer) vor den einschlägigen Mobilfunkshops?
Sei's wie's will: Das Vorgehen von Stäfa find ich gut und vorbildlich. Insbesondere, nachdem fast die gesamte Bürgerschaft hinter dem Vorgehen steht.
(Wenn ich aber im Tagesanzeiger lese, dass der Umweltschutzgedanke / das Gesundheitsargument bei der Standortplanung nicht als Argument gebracht werden darf, dann bekomme ich Magengeschwüre. Wenn die Gesundheit nicht das höchste Gut ist, das es zu schützen gibt, was denn? Zudem entmündigt man die dortigen Bürger, die das Vorgehen unterstützen. Die im Artikel erwähnten Leute mit den Problemchen sind damit wohl in der Minderheit und müssen sich beugen. Das ist eben Demokratie! …was sich von einer Wirtschaftdiktatur eben schon massiv unterscheidet.)
Grüsse und schönes Wochenende
(Vielleicht noch einer zum Nachdenken:
Der Mars trifft auf dem Weg um die Sonne auf die Erde.
Sagt der Mars: Hey Erde du siehst aber schlecht aus. Bist du krank?
Sagt die Erde: Ja, mir geht es nicht besonders. Ich habe Homo-Sapiens.
Sagt der Mars: Nimm’s nicht zu schwer, das vergeht…..)
Re: auf nach stäfa? was haltet ihr davon?
Naja...das ist aber ein typisches Cablecom-Problem...die können nicht ein paar Ratschläge aufs Mal erteilen, welche dann am Ort des Geschehens selbstständig ausprobiert werden können. Die Lösung heisst immer Handy am Ohr, zusammen mit dem Supporter wackeln an allen Kabeln, aus und ein stecken, "Hand auflegen" und warten, bis zentraleseitig irgend was geheimnisvolles geschaltet wurde, und plötzlich alle Lämpchen am Cablemodem leuchten. Und niemand weiss am Schluss, warum es geht...Anonymous hat geschrieben: An der Tränkebachstrasse sah sich eine Frau vor einiger Zeit sogar vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Sie hat keinen Festanschluss, und ihr Orange-Handy hat nur auf dem Balkon Empfang. Als einmal der Internetanschluss der Frau nicht funktionierte, musste sie vom Balkon aus den Cablecom-Kundendienst anrufen und von diesem die Anweisungen zur Behebung des Problems entgegennehmen. Vom Balkon ging sie ohne Handy ins Wohnzimmer zurück, rückte die Kabel des Internetanschlusses zurecht, ging wieder hinaus auf den Balkon, um sich dort die nächsten Schritte erklären zu lassen – und so fort.
Dieses Cablecom-Problem hat aber nichts mit unlösbar oder mangelhafter Mobilfunk-Infrastruktur zu, man könnte sich auch den Cablecomm Supporter nach Hause bestellen; sollte ja nicht täglich vorkommen.
Und dann der arme Jurist, der nicht Handy telefonieren kann...vielleicht sollte er es mal mit Festnetz probieren, da ist der Empfang auch im Erdgeschoss, hinter dicken Mauern recht gut...
Not in der Migros...haha...ich kann nicht mehr!
Sind die Meschen heute wirklich nicht mehr imstande, um an den Posti-Zettel zu denken, dann müssen sie halt das nötigste Einkaufen, das was man immer so braucht: Brot, Käse, Butter, Joghurt...oder ähnlich, ist nicht wirklich schwierig...und es braucht dafür bestimmt KEINEN MOBILFUNK in der Migros!!
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schilte6i
Realsatire - als vorauseilendes Einschleimen...
"Am lustigsten aber sind die Leute, die Satire nicht verstehen." (TITANIC) Gilt auch für Realsatire...
Sagt mal, könnt ihr wirklich nicht besser lesen?? Bei "Anonymous" handelt es sich um den Zürcher Tages-Anzeiger. Der Artikel stammt von Michel Wenzler und ist in der Ausgabe vom 12. März zu finden. Der anonyme Gast hat leider keine vollständigen Quellenangaben geliefert, ich habe sie selber herausgesucht und gebe sie euch nun weiter.
Der Artikel ist über weite Strecken Realsatire und daher vielleicht für einige nicht ohne weiteres einzuordnen. Wenzler bringt lächerliche bis absurde Beispiele dafür, wie die ach so gebeutelte Stäfner Bevölkerung unter den Mobilfunkgegnern (immerhin die überwältigende Mehrheit der Gemeindeversammlung und der Gemeinderates!!) zu leiden hat.
Das Traurige daran: diese lächerlichen Beispiele sind völlig ernst gemeint, als grossformatiges Einschleimen bei den Mobilfunk-Inserenten und als Drohung für andere Gemeinden, die sich wehren; Tenor: wenn ihr nicht spurt, sitzt ihr im Finsteren - Funkloch...
Eine solche Gemeinde, die auch nicht spurt, liegt gegenüber Stäfa am andern Seeufer. In Wädenswil hat die Baukommission eine seit drei Jahren geplante UMTS-Antenne in der Siedlung Baumgarten schon zweimal abgelehnt. sunrise rekurriert jetzt erneut.
(Zürichsee-Zeitung vom 12. März)
Sagt mal, könnt ihr wirklich nicht besser lesen?? Bei "Anonymous" handelt es sich um den Zürcher Tages-Anzeiger. Der Artikel stammt von Michel Wenzler und ist in der Ausgabe vom 12. März zu finden. Der anonyme Gast hat leider keine vollständigen Quellenangaben geliefert, ich habe sie selber herausgesucht und gebe sie euch nun weiter.
Der Artikel ist über weite Strecken Realsatire und daher vielleicht für einige nicht ohne weiteres einzuordnen. Wenzler bringt lächerliche bis absurde Beispiele dafür, wie die ach so gebeutelte Stäfner Bevölkerung unter den Mobilfunkgegnern (immerhin die überwältigende Mehrheit der Gemeindeversammlung und der Gemeinderates!!) zu leiden hat.
Das Traurige daran: diese lächerlichen Beispiele sind völlig ernst gemeint, als grossformatiges Einschleimen bei den Mobilfunk-Inserenten und als Drohung für andere Gemeinden, die sich wehren; Tenor: wenn ihr nicht spurt, sitzt ihr im Finsteren - Funkloch...
Eine solche Gemeinde, die auch nicht spurt, liegt gegenüber Stäfa am andern Seeufer. In Wädenswil hat die Baukommission eine seit drei Jahren geplante UMTS-Antenne in der Siedlung Baumgarten schon zweimal abgelehnt. sunrise rekurriert jetzt erneut.
(Zürichsee-Zeitung vom 12. März)
Und sie bewegt sich doch ...
Hallo,
zumindest bei einigen würde sich die Welt auch ohne Handy weiterdrehen.
Ein Schülerversuch, ohne Handy zu (über)leben
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/ ... 8/index.do
Schöne Grüße
Ulido
zumindest bei einigen würde sich die Welt auch ohne Handy weiterdrehen.
Ein Schülerversuch, ohne Handy zu (über)leben
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/ ... 8/index.do
Schöne Grüße
Ulido
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Peter
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Simeon
Mein Kommentar:Peter hat geschrieben:Dafür schaltet in Stäfa das Handy auf höhere Leistung=mehr Akkuverbrauch=mehr Strahlung für den Benutzer.
Es gibt Leute die brauchen es beruflich und nicht zum herum plaudern aus Vergnügen.
a) die höhere Strahlung am Handy trifft primär diejenigen die denken, ein Leben ohne Mobilfunk /Handy sei nicht mehr möglich und ist damit verursachergerecht
b) da der Mobilfunk überwiegend für privates Gequassel und Bildchenkram genutzt wird, trifft es in diesem Fall eben (leider) ein paar wenige, die diese auch geschäftlich nutzen möchten. Mit anderen Worten: Würde man diese Technik sinnvoll einsetzen, wären nicht ständig neue Sender erforderlich etc. etc.
Gruss
Simeon
Berufstelefonierer sind auch Freizeittelefonierer
Hallo,
wenn jemand beruflich auf sein Handy nicht verzichten kann, so ist das
sein persönliches Risiko, was er da eingeht. Wie es jeder Berufstätige in jeder Berufssparte in irgendeiner anderen Form leider auch zu tragen hat.
Es gibt wohl keine Tätigkeit ohne spezifisches Berufsrisiko.
Und wirklich leid würden mir nur diejenigen Berufzwangs-Telefonierer tun, die sich wegen der Strahlung sorgen oder sogar was spüren und die das Handy trotzdem nutzen müssen. Und die dann aber auch aus Vorsichtsgründen nach Feierabend und privat überhaupt kein Handy mehr anfassen. Nur ist diese Personengruppe gar nicht existent. Es gibt so gut wie keinen Berufstelefonierer, der das Handy nicht zusätzlich auch
in der Freizeit verwendet.
In der Regel kümmert es die Jobtelefonierer überhaupt nicht, ob das Gerät strahlt und ob die Strahlung was bewirken kann. Sonst würden sie sich nicht privat noch zusätzlich exponieren
Schöne Grüße
Ulido
wenn jemand beruflich auf sein Handy nicht verzichten kann, so ist das
sein persönliches Risiko, was er da eingeht. Wie es jeder Berufstätige in jeder Berufssparte in irgendeiner anderen Form leider auch zu tragen hat.
Es gibt wohl keine Tätigkeit ohne spezifisches Berufsrisiko.
Und wirklich leid würden mir nur diejenigen Berufzwangs-Telefonierer tun, die sich wegen der Strahlung sorgen oder sogar was spüren und die das Handy trotzdem nutzen müssen. Und die dann aber auch aus Vorsichtsgründen nach Feierabend und privat überhaupt kein Handy mehr anfassen. Nur ist diese Personengruppe gar nicht existent. Es gibt so gut wie keinen Berufstelefonierer, der das Handy nicht zusätzlich auch
in der Freizeit verwendet.
In der Regel kümmert es die Jobtelefonierer überhaupt nicht, ob das Gerät strahlt und ob die Strahlung was bewirken kann. Sonst würden sie sich nicht privat noch zusätzlich exponieren
Schöne Grüße
Ulido
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Thomas
Re: Berufstelefonierer sind auch Freizeittelefonierer
Welchen Beruf übst du aus, dass du so abfällig redest?Ulido hat geschrieben:Hallo,
wenn jemand beruflich auf sein Handy nicht verzichten kann, so ist das
sein persönliches Risiko, was er da eingeht. Wie es jeder Berufstätige in jeder Berufssparte in irgendeiner anderen Form leider auch zu tragen hat.
Ulido
Es ist kein persönliches Risiko welches man ein geht sondern das Handy gehört zum Arbeitsalltag. Warum sollte ich meinen Arbeitsplatz, meine Existenz riskieren weil du glaubst die Strahlung macht dich krank.
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Hans-U. Jakob
- Beiträge: 1325
- Registriert: 10. Februar 2007 15:37
Re: Berufstelefonierer sind auch Freizeittelefonierer
Einbildung ist, wenn man(n) glaubt, seinen Beruf nicht ohne Handy ausüben zu können.Thomas hat geschrieben: Welchen Beruf übst du aus, dass du so abfällig redest?
Es ist kein persönliches Risiko welches man ein geht sondern das Handy gehört zum Arbeitsalltag. Warum sollte ich meinen Arbeitsplatz, meine Existenz riskieren weil du glaubst die Strahlung macht dich krank.
Während meiner beruflichen Karriere habe ich über 20 Jahre lange mit modernster Technologie dafür gesorgt, dass rund eine halbe Million Menschen stets genügend sauberes Trinkwasser hatten. Und stellt euch vor: Alles ohne Handy und niemand ist verdurstet oder wurde vergiftet. Nicht einmal zu Unterbrüchen in der Wasserversorgung ist es gekommen. Alles glatt und reibungslos und komplett ohne Handy verlaufen. Unglaublich aber wahr. Warum wohl? Weil es UEBERALL Festnetztelefonie gibt.
Hans-U. Jakob
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Thomas
Re: Berufstelefonierer sind auch Freizeittelefonierer
Welchem Jahrgang (19xx) sind sie entsprungen? Die Arbeitsbedingungen und Arbeitsabläufe haben sich in diversen Bereichen verändert. Wer nicht mehr aktiv am Berufsleben teil nimmt, versteht nicht wovon ich spreche. Man muss mobil erreichbar sein für die Mitarbeiter, die Kunden, den Chef und so weiter.Hans-U. Jakob hat geschrieben: Einbildung ist, wenn man(n) glaubt, seinen Beruf nicht ohne Handy ausüben zu können.
Während meiner beruflichen Karriere habe ich über 20 Jahre lange mit modernster Technologie dafür gesorgt, dass rund eine halbe Million Menschen stets genügend sauberes Trinkwasser hatten. Und stellt euch vor: Alles ohne Handy und niemand ist verdurstet oder wurde vergiftet. Nicht einmal zu Unterbrüchen in der Wasserversorgung ist es gekommen. Alles glatt und reibungslos und komplett ohne Handy verlaufen. Unglaublich aber wahr. Warum wohl? Weil es UEBERALL Festnetztelefonie gibt.
Hans-U. Jakob
Ihre Zeilen sind anmassend und ausgesprochen respektlos.
Meine Frage war an Ulido gerichtet.