Bald schauen die Behörden zu, wenn verdächtige Personen im Internet surfen. Die Massnahme hätte eigentlich geheim bleiben sollen.
Vertrauliche Dokumente, die der WOZ vorliegen, zeigen: Der Bund plant die vollständige Ueberwachung des Internetverkehrs von verdächtigen Personen. Ab dem 1. August müssen die Provider technisch aufrüsten. Künftig sollen sie in der Lage sein, die Internetnutzung ihrer KundInnen unmittelbar an die Behörden zu übertragen.
... muss der Provider gemäss Büpf die Technologie selber bereitstellen. Wenn er dann tatsächlich einmal die Daten einer Kundin oder eines Kunden anzapfen muss, zahlt ihm der Staat eine Entschädigungspauschale. Wie hoch diese ausfallen wird, ist noch unklar, sie dürfte sich laut Insidern in der Grössenordnung von tausend Franken bewegen. "Du musst also fast hoffen, dass möglichst viele deiner Kunden kriminell werden, wenn du die Investitionen amortisieren willst", so ein kleiner Anbieter, der anonym bleiben will.
http://www.woz.ch/artikel/2009/nr29/schweiz/18143.html
WOZ von heute: Big Brother - Der Staat surft mit
Re: WOZ von heute: Big Brother - Der Staat surft mit
schilte6i hat geschrieben:Bald schauen die Behörden zu, wenn verdächtige Personen im Internet surfen. Die Massnahme hätte eigentlich geheim bleiben sollen.
Vertrauliche Dokumente, die der WOZ vorliegen, zeigen: Der Bund plant die vollständige Ueberwachung des Internetverkehrs von verdächtigen Personen. Ab dem 1. August müssen die Provider technisch aufrüsten. Künftig sollen sie in der Lage sein, die Internetnutzung ihrer KundInnen unmittelbar an die Behörden zu übertragen.
... muss der Provider gemäss Büpf die Technologie selber bereitstellen. Wenn er dann tatsächlich einmal die Daten einer Kundin oder eines Kunden anzapfen muss, zahlt ihm der Staat eine Entschädigungspauschale. Wie hoch diese ausfallen wird, ist noch unklar, sie dürfte sich laut Insidern in der Grössenordnung von tausend Franken bewegen. "Du musst also fast hoffen, dass möglichst viele deiner Kunden kriminell werden, wenn du die Investitionen amortisieren willst", so ein kleiner Anbieter, der anonym bleiben will.
http://www.woz.ch/artikel/2009/nr29/schweiz/18143.html
Der folgende ähnliche, Artikel war vorgestern im 20 Minuten abgedruckt.
Wer findet die (schlecht) versteckte Werbebotschaft für Funkspielzeuge?
Überwachung des Internet-Verkehrs (20 Minuten vom Do, 16.7.09, Seite6)
Bern. Der Bund plant die Überwachung des Internet-Verkehrs von verdächtigen Personen: Künftig sollen Schweizer Provider in der Lage sein, Daten über die Webnutzung ihrer Kunden direkt an die Behörden zu überweisen. Darum müssen diese bis Ende Juni 2010 technisch aufrüsten, so die Wochenzeitung "WOZ". In noch unveröffentlichten Dokumenten sei von einer "Echtzeitüberwachung der kompletten Kommunikation des Breitband-Internetanschlusses" die Rede. Sprich: Sobald gegen eine Verdachtsperson ein Strafverfahren eröffnet worden sei, dürfte deren Aktivität in Blogs, Foren und Chats überwacht werden. Ausgenommen vom Lauschangriff sei lediglich die Internetnutzung via UMTS oder GSM - also zum Beispiel mit einem iPhone. Für die Übermittlung der Daten sollen Provider eine Entschädigungspauschale in der "Grössenordnung von tausend Franken" erhalten, so Insider. Die Effektivität der Massnahme sei aber fraglich: "Jeder kleine Internetgangster kann seine Kommunikation vernünftig verschlüsseln. Die Behörden sind dann so schlau wie zuvor", so Fredy Künzler vom Zürcher Provider Int7.