Neues Nationales Forschungsprogramm Auswirkungen von Mobilfunkantennen untersuchen
Bern (sda) Die Auswirkungen von Mobilfunkantennen sollen wissenschaftlich untersucht werden. Der Bundesrat hat am Freitag beschlossen, ein Nationales Forschungsprogramm über nichtionisierende Strahlung zu lancieren.
Mit einem Budget von insgesamt fünf Millionen Franken sollen während vier Jahren die Folgen der nichtionisierenden Strahlung für Umwelt und Gesundheit erforscht werden. Nichtionisierende Strahlung- auch Elektrosmog genannt - wird unter anderem von Mobilfunkantennen abgegeben.
Intensive Strahlung schädlich
Die Strahlung entsteht überall dort, wo elektrischer Strom fliesst und Radio- sowie Mikrowellen ausgesendet werden. Intensive Strahlung gefährdet die Gesundheit. Als nicht bewiesen gilt die Wirkung von schwacher Strahlung.
Nach Schätzungen spürt jedoch etwa ein Prozent der Bevölkerung auch schwache Strahlung. Diese «elektrosensiblen Personen» reagieren mit Symptomen wie Schlafstörungen. In einer Verordnung sind die Grenzwerte für die nichtionisierende Strahlung festgelegt.
Auswirkungen auf Zellen untersuchen
Im Zentrum der geplanten Forschung steht die Gefährdung von Organismen. Geplant sind epidemiologische und zellbiologische Studien. Auch mit Risikomanagement und Risikokommunikation sollen sich die Wissenschaftler beschäftigen, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mitteilte.
Der Schweizerische Nationalfonds wird nun Schwerpunkte setzen. Forscherinnen und Forscher können voraussichtlich ab Herbst beim Nationalfonds konkrete Forschungsprojekte einreichen. Mit der Lancierung des Forschungsprogramms reagiert der Bundesrat auf entsprechende Forderungen von Umweltorganisationen und Kantonen.
(SDA-ATS)