Aesch: Fragen nach Todesfall bei Swisscom Natel-Antenne

The Future's Black

Aesch: Fragen nach Todesfall bei Swisscom Natel-Antenne

Beitrag von The Future's Black » 28. April 2005 09:23

© Neue Luzerner Zeitung; 28.04.2005; Seite 31

Luzerner Zeitung Kanton

Aesch

Fragen nach Todesfall bei Natel-Antenne

In Aesch starb ein Mann in unmittelbarer Nähe einer Mobilfunkantenne. Eine Gruppierung fordert Abklärungen.

Der 67-jährige Mann half am Samstag, 9. April, auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Aesch bei den Arbeiten auf dem Hof. Er war auf dem Heuboden eines Stalles beschäftigt, aus dessen Dach eine herkömmliche Natel-Antenne der Swisscom ragt. Der Helfer starb um zirka 15 Uhr.

Der Fall brachte die Gruppe Wohnqualität Aesch auf den Plan. In einer Medienmitteilung stellt sie die Frage: «Natürlicher Tod oder Unfall infolge erhöhter Strahlenbelastung?»

Drei Forderungen

Und der Aescher Ruedi Brügger stellt namens der Gruppe drei Forderungen: eine detaillierte Abklärung der Todesursache, die Abschaltung der Antenne und die Drosselung der Strahlwerte aller Natel-Antennen. Dazu wurde eine Unterschriftensammlung lanciert, Brügger will zudem die erste Forderung heute Abend an der Gemeindeversammlung zur Sprache bringen.

Swisscom hat nach dem Todesfall die Strahlen der beanstandeten Antenne gemessen. Ergebnis: Der Wert beträgt nur einen Zehntel des Grenzwertes.

Zu spät für eine Untersuchung?

Der Gemeinderat weiss von den Forderungen der Gruppe Wohnqualität, wird dazu an der heutigen Gemeindeversammlung aber nicht viel sagen. Gemeindepräsident Hanspeter Schmid: «Eine Todesursache abzuklären ist Sache des Amtsstatthalteramtes.»

Beim Amtsstatthalteramt Hochdorf heisst es, für eine Untersuchung sei es vermutlich zu spät. «Denn der Tote wurde bereits beerdigt. Es war eine Urnenbeisetzung», sagt Amtsstatthalter Roman Stocker.

Es gebe bislang indes keinerlei Hinweise darauf, dass die Antennen-Abstrahlung etwas mit der Todesursache zu tun habe. «Dem Arzt war nichts aufgefallen, als er die Leiche untersuchte», sagt Stocker. Das Amtsstatthalteramt werde aber weitere Abklärungen treffen, so weit es zum heutigen Zeitpunkt noch möglich sei.

Die Vermutung der Gruppe Wohnqualität zeigt also Wirkung. Obwohl Ruedi Brügger die Wahrscheinlichkeit, die Strahlen seien für den Tod des Mannes verantwortlich, selber als sehr minim einschätzt: «Zu 99 Prozent starb der Mann an einer natürlichen Todesursache.»

RAINER RICKENBACH

Elisabeth Buchs

Re: Aesch: Fragen nach Todesfall bei Swisscom Natel-Antenne

Beitrag von Elisabeth Buchs » 28. April 2005 17:26

Natürlich starb der Mann an einer "natürlichen" Todesursache. Die Natur hat keinen exklusiven Tod durch Mobilfunkstrahlung vorgesehen.

Was dafür sein kann, dass Mobilfunk "natürliche" Gesundheitsbeschwerden wie Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit und "natürliche" Todesfälle wie Krebsentstehung und plötzlichen Herztod fördert und das ist dann unnatürlich. Was man daran merkt, dass bei einem Aufenthalt an einem elektrosmogarmen Ort die "natürlichen" Gesundheitsbeschwerden plötzlich weg sind.

Deshalb wehren wir uns gegen die "unnatürliche" Verstrahlung, auch wenn sie uns nur "natürliche" Beschwerden und "natürliche" Todefälle beschert.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

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