In der 20 Minuten-Zeitung vom 12. Mai steht folgende erfreuliche Nachricht:
Antennen-Boom: Bern will ein «sanftes» Handynetz
Übernimmt Bern beim Mobilfunk bald eine Pionierrolle? Die Stadtregierung unterstützt eine Forderung der Linken nach strengeren Kriterien für das Aufstellen von Handyantennen.
Keine Mobilfunk-Antennen mehr in Wohn- und Schulzonen sowie eine bessere Koordination der Handynetze: Diese Forderungen haben die Grünen bereits vor einigen Monaten an die Berner Stadtregierung gestellt. Denn: «Das Thema ist aktueller denn je, wir erhalten fast wöchentlich Anfragen von besorgten Anwohnern», sagt Martina Dvoracek vom Grünen Bündnis (GB).
Als schweizweit erste Stadt soll Bern in den nächsten Jahren deshalb ein Pilotprojekt für solch einen «sanften Mobilfunk» durchführen. Der Gemeinderat ist interessiert und will sich nun beim Bund und bei Handy-Anbietern für das Projekt einsetzen. «Entsprechende Abklärungen laufen», bestätigt Generalsekretär Peter Tschanz auf Anfrage von 20 Minuten.
«Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert», findet die grüne Initiantin Martina Dvoracek. «Die öffentliche Hand muss endlich Verantwortung für die Gesundheit der Menschen übernehmen.»
Raffaela Moresi
Publiziert am: 12. Mai 2005 22:52
Antennen-Boom: Bern will ein "sanftes" Handynetz
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Chris
Re: Antennen-Boom: Bern will ein "sanftes Handynetz"
Jeder Vorstoss, der die Minimierung der Bestrahlung der Bevölkerung zum Ziel hat, ist zu begrüssen, so auch das Berner Pilotprojekt. Von sanftem Mobilfunk kann jedoch erst gesprochen werden, wenn die Gesamtbevölkerung keinem höheren Level mehr ausgesetzt ist, als dies in massgeblichen Studien und Erfahrungswerten, die ja – wie immerfort von der Politik und der Wirtschaft heruntergeleiert- angeblich noch fehlen – explizit dargelegt sind. Das heisst im Klartext: Niemand dürfte mehr einer Bestrahlung von mehr als 0,02 V/m ausgesetzt sein, auf UMTS-Antennen müsste verzichtet werden, denn mit diesen lassen sich solche Werte nicht erreichen. Es muss ferner darauf verzichtet werden, dass in Tiefgaragen und im 7. Untergeschoss noch mobil telefoniert wird. Eltern und Lehrerschaft müssten nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Mobiltelefone bei Kindern überhaupt nichts zu suchen haben, denn für diese Gruppe sind sie absolut gesundheitsschädlcih und generieren, auch durch das völlig überflüssige Senden von SMS, das ja nur der Unterhaltung und der Spielerei dient und nicht dem Notfall, ebenso überflüssigen Elektrosmog-Nebel. Das alles und noch mehr müsste kommuniziert werden, alle müssten also eingebunden werden, damit ein Projekt „sanftes Handynetz" Aussicht auf Erfolg hätte.
Chris
Chris
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Juerg Leus
Re: Antennen-Boom: Bern will ein "sanftes Handynetz"
Diese Vorstösse sollten viel weiter gehen. Der Mobilfunk sollte auf den Stand von 1990 gebracht werden. Erst dann herrscht wieder Normalität in Sachen Gesundheitsschädlichkeit.
Jürg Leus
Jürg Leus