Hallo Karl
Es ist kaum möglich für epidemiologische Studien Gebiete zu finden, wo eine einzige Mobilfunkantenne vorhanden ist und die Leute noch kein DECT haben. Man könnte versuchen, bei einer weiteren Studie die Feldstärken einzubeziehen. Was man jedenfalls nicht tun sollte, ist die Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko aufgrund der beiden Studien zu ignorieren und ungehindert das ganze Land mit noch mehr Mobilfunkantennen zu überziehen.
Welche Studien, die sich auf Sendemasten beziehen, haben Ihrer Meinung nach mehr Gehalt, bzw. würden Sie zitieren, wenn Sie auf der Gegnerseite stehen würden?
Ob Sie wohl Studien, die Ihren Interessen entgegenkommen wie der Kurzzeitversuch über Elektrosensibilität der BAuA ähnlich kritisch betrachten.
Die Studien zum oxidativen Stress, wo mit SAR im W/kg-Bereich gearbeitet wurde, würden mich interessieren, ebenfalls ob überhaupt schon einmal eine Studie zum oxidativen Stress bei Werten, wie sie bei Basisstationen erzeugt werden, gemacht worden ist. Das Verfahren, wie oxidativer Stress gemessen werden kann, wäre ebenfalls interessant zu wissen. Uebrigens habe ich nicht ohne Grund "möglicherweise" geschrieben. Da ich mit einer grossen Sicherheit, wie sie überhaupt nur möglich sein kann, weiss, dass mir Elektrosmog (ab einem gewissen Ausmass, weit unterhalb der Grenzwerte schadet) und die Erfahrungsberichte von andern Betroffenen kenne, wäre ich sehr interessiert an Wirkungsmechanismen. Jedenfalls dürfte die Regierung aufgrund der Hinweise und Erfahrungstatsachen nicht weiterhin den ungehinderten Ausbau fördern, sondern sollte einen Baustopp für weitere Antennen verfügen.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Presseschau 3.5.05: Würenlos: Keine Antennen bei Schulanlage
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Karl
Re: Presseschau...
Hallo Frau Buchs,
da es, wie Sie schreiben kaum möglich ist, geeignete Gebiete zu finden und da insbesondere das Gebiet, um das es in der Naila-Studie geht besonders schlecht geeignet ist kann man diese Studie als wenig aussagekräftig bezeichnen.
Es fällt mir sehr schwer Studien mit besserer und fundierter Aussage gegen Sendemasten zu finden. Die REFLEX-Studie z. B., in der eine Menge interessanter Ergebnisse zu finden sind befasst sich dort, wo Effekte zu beobachten sind wie gesagt mit Feldstärken, die ausschliesslich beim Telefonieren mit dem Handy auftreten oder mit niederfrequenten Magnetfeldern, die im Zusammenhang mit Sendemasten ebenfalls keine Rolle spielen. Es finden sich auch die von Ihnen angesprochenen Beispiele zu oxidativem Stress.
Ich bin der gleichen Ansicht, dass man keinen Hinweis ignorieren sollte. Aber man sollte bei offenkundigen Schwächen (der Studie) auch so ehrlich sein, dies zuzugeben und die durchaus konstruktive Kritik auch aufnehmen und umsetzen.
Karl
da es, wie Sie schreiben kaum möglich ist, geeignete Gebiete zu finden und da insbesondere das Gebiet, um das es in der Naila-Studie geht besonders schlecht geeignet ist kann man diese Studie als wenig aussagekräftig bezeichnen.
Es fällt mir sehr schwer Studien mit besserer und fundierter Aussage gegen Sendemasten zu finden. Die REFLEX-Studie z. B., in der eine Menge interessanter Ergebnisse zu finden sind befasst sich dort, wo Effekte zu beobachten sind wie gesagt mit Feldstärken, die ausschliesslich beim Telefonieren mit dem Handy auftreten oder mit niederfrequenten Magnetfeldern, die im Zusammenhang mit Sendemasten ebenfalls keine Rolle spielen. Es finden sich auch die von Ihnen angesprochenen Beispiele zu oxidativem Stress.
Ich bin der gleichen Ansicht, dass man keinen Hinweis ignorieren sollte. Aber man sollte bei offenkundigen Schwächen (der Studie) auch so ehrlich sein, dies zuzugeben und die durchaus konstruktive Kritik auch aufnehmen und umsetzen.
Karl