Wenn Müdigkeit ein Dauerzustand ist

Eva Weber
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Wenn Müdigkeit ein Dauerzustand ist

Beitrag von Eva Weber » 30. März 2012 12:54

Münchner Merkur 30. März 2012

"Wenn Müdigkeit ein Dauerzustand ist"

"Chronisches Erschöpfungssyndrom"

"Müdigkeit ist meist eine Folge von zu wenig Schlaf oder von körperlicher Überanstrengung. In der Regel geht der Erschöpfungszustand daher spätestens dann wieder vorbei, wenn sich Übernächtigte und Überanstrengte ordentlich ausschlafen. Doch Müdigkeit kann auch ein belastender Dauerzustand sein: Mediziner kennen sie in dieser Form als ein Symptom des Chronischen Ersschöpfungssyndroms, auch Chronic Fatigue Syndome (CFS) genannt.

Das sei eine komplexe Erkrankung, die sich vor allem in einer extremen Erschöpfung äußert, erläutert der Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom Fatigatio, eine Selbsthilfeorganisation für CFS-Patienten. Neben der "lähmenden Erschöpfung" mache sich CFS unter anderem durch Kopf-, Hals-, Muskel und Gelenkschmerzen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungenen bemerkbar.

"Man fühlt sich müde - unabhängig vom biologischen Rhythmus", erläutert Prof. Peter Falkai von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. "Die Leute stehen morgens auf, sind gerädert, kommen nicht richtig in die Gänge und sind schlecht gelaunt." Dann komme wieder die "grauenvolle Nacht", in der sie schlecht schlafen. "Sie haben oft das Gefühl, sie hätten eine Dauergrippe", beschreibt Falkai den Zustand.

Was genau sich hinter dem Syndrom verbirgt, ist nicht endgültig geklärt. Als Auslöser werden laut Fatigatio zum Beispiel Immunfehlfunktionen, Viren, hormonelle Störungen, Pilze psychische Faktoren, Stress oder Umwelteinflüsse diskutiert. Kern der Erkrankung sei offenbar eine Schwächung oder chronische Aktivierung des Immunsystems.

Laut Prof. Wolfgang Huber, Internist, Nephrologe und Umweltmediziner in Heidelberg, ist das Syndrom eine systemische Entzündungserkrankung, bei der Stoffwechsel und Energieversorgung der Zellen aus dem Gleichgewicht geraten sind. "Die Batteriezelle entleert sich", schildert er die Vorgänge im Körper. Oft gehe der Erkrankung ein Infekt mit körperlichem Zusammenbruch voraus. Schädliche Umwelteinflüsse könnten ihren Teil beitragen. Vor allem Belastungen durch Quecksilber aus Amalgamfüllungen oder Kontakt mit Holz- und Insektenschutzmitteln spielten hier eine Rolle.

Die Diagnose von CFS sei jedoch kompliziert, sagt Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Weil es ein so breites Spektrum unspezifischer Symptome gibt, die oft mit denen anderer Erkrankungen identisch seine, müssten zunächst organische oder psychosomatische Erkrankungen ausgeschlossen werden. Es gehe darum, herauszufinden, warum der Patient leidet. "Man sucht da ein bisschen wie nach der Nadel im Heuhaufen. Der Arzt braucht zum Teil monatelang, bis er die Ursache findet."

Zunächst müsse er prüfen, ob der Patient nicht aufgrund starker körperlicher Anstrengung oder einer kräftezehrenden Opersation erschöpft ist, erläutert Wesiack. Dann kläre der Arzt ab, ob andere Erkrankungen dahinterstecken. Auch Stress oder Depressionen kämen in Betracht. "Erschöpfung ist auch ein Kardinalsymptom der Depression", sagt er. Wenn Menschen Angehörige verloren haben, eine Erkrankung der Kinder miterleben mussten oder am Arbeitsplatz Ärger auszuhalten haben, könne auch das solche Begleiterscheinungen hervorrufen.

Ähnlich schwierig ist laut Wesiack die Therapie von CFS-Patienten. Für den behandelnden Arzt bestehe das größte Problem darin, dass es bei dem Syndrom keine klare Diagnose gibt. Wo soll er also dann bei der Therapie ansetzen? Es gebe bei CFS keine Pauschalregel, wann und wie eine Therapie anschlägt, muss auch Huber einräumen.

Für die Betroffenen ist dieser Zustand oft sehr belastend. Sie leiden nicht nur unter der Krankheit, sondern auch unter den sozialen und psychischen Folgen. Laut Fatigatio nehmen selbst manche Ärzte sie nicht ernst und stempelten sie als psychisch labil ab. Falkai empfiehlt sich von einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie untersuchen zu lassen, wenn man mindestens 14 Tage lang das beschriebene Krankheitsgefühl hat und der Hausarzt keine Ursache dafür finden kann. Felix Rehwald"



Menschen die unter Mobilfunk leiden, haben u.a. diese Symptome.
Jedoch scheint immer mehr das Wichtigste zu sein, mögliche Auswirkungen von gepulster Mikrowelle, also EMF, gar nicht ins Gespräch zu bringen. Ärzten muss unter allen Umständen klar gemacht werden, dass es Auswirkungen durch Mobilfunk nicht gibt, da die "Wärme-Grenzwerte" eingehalten sind, der Mensch also nicht erwärmt wird durch Strahlung. Es scheint das vornehmste Ziel von Wirtschaft, Politik und Strahlenschutz, entsprechender Wissenschaft und deren Umweltärzten zu sein, den niedergelassenen Ärzten die Unbedenklichkeit dieser Kommunikationstechnik stets vor Augen zu führen, um ungestört weitermachen zu können, die Sucht der Menschen nach immer mehr unsinniger Kommunikation dabei weidlich auszunützend. Eigene Erfahrung sagt mir, dass ein hoher Prozentsatz der an CFS Erkrankten an der uferlosen Überfrachtung unseres Lebenraumes durch elektromagnetische Felder leidet.

Eva Weber