Für mich ist das Thema "Elektrosmog" noch relativ neu, ich habe mich erst vor Kurzem zur Messung meines Schlafplatzes durch einen Baubiologen entschlossen. Nun ergeben sich für mich einige Fragen, ich möchte hierzu um Ihre Unterstützung bitten:
Der Baubiologe konnte feststellen, dass elektrische Leitungen in der Nähe des Heizungsrohr-Systems (Kupferrohre, ca. 4 cm Durchm.) Störfelder aufspielen; er hat am Kopfbereich meines Schlafplatzes ein niederfrequentes (50 Hz) elektrisches Wechselfeld von 41 V/m gemessen, am Heizungsrohr selbst liegen 380 V/m an. Dies seien Werte, die extrem bedenklich seien und eine Veränderung der Situation erfordern. Die Werte bleiben auch bei Sicherung-Aus zu hoch. Man könnte das Problem lösen, indem man das Heizungsrohr-System an die Erde (Haupt-Potentialausgleich - HPA) anbinden würde, diese würde fehlen, so der Baubiologe.
Ein später zur Beseitigung dieses Mangels hinzugezogener Elektriker allerdings hat hat mit einem Messgerät eine Durchleitung von der Phase aus einer Steckdose auf das Heizungsrohr gelegt (als Erde) und eine Durchleitung "von 230 Volt" festgestellt; er sagte ausdrücklich, dass eine gute Erde bestehen würde. Dies stellt nun aber einen großen Widerspruch zur Aussage des Baubiologen dar.
Trotzdem hat der Elektriker in der Wohnung als auch im Keller zwischen Heizungsrohr, Wasserleitung und Erde des Stromnetzes quer-vererdet (um die Erdung insgesamt zu stärken, so seine Darstellung).
Wie lassen sich die widersprechenden Befunde von Baubiologen und Elektriker verstehen? Hat einer Recht einer nicht, oder handelt es sich um die Folgen unterschiedlicher technischer Paradigmen?
http://www2.produktinfo.conrad.de/daten ... Balken.pdf
Ich selbst habe dann einmal mit einem einfachen Spannungsfinder (zeigt Stromkabel unter Putz durch "Zirp-Ton" an) im Schlafzimmer herumexperimentiert. Ich nehme an, dass dieser das durch die Wechselphase des Netzstromes bedingte magnetische Wechselfeld anzeigt. Man kann so m.E. Beziehungen erkennen zwischen Sicherung-Aus und dem Erden des Heizungsrohres zur Netz-Erde bzw. Wasser-Rohr und als Folge davon die jeweiligen Abnahme des magnetischen Wechselfeldes (weniger "Zirpen") auf dem Heizungsrohr.
• Was genau zeigt so ein Spannungsfinder an?
• Kann man vom "Zirpen" des Spannungsfinders irgendie auf elektrische Wechselfelder schließen?
• Wie lässt sich ungefähr das physikalische Verhältnis von 50 Hz-Wechselstrom und magnetischen und elektrischen Wechselfeldern beschreiben?
• Wie ist ungefähr das Ausbreitungsverhalten von magnetischen und elektrischen Wechselfelder um eine elektrische Leitung (z.B. Ausbreitung in Zentimentern und Stärke (in µT bzw. V/m) bei z.B. 10W/ 230V)?
Ich danke herzlich für jeden sachdienlichen Hinweis!
Schönen Gruß,
der *Brummer*