Dorothea Bär zur Digitalisierung

Eva Weber
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Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 30. Januar 2018 20:00

Man schaue sich dieses Video ab 30 Minuten an.
https://www.youtube.com/watch?v=U4K-7PK49cw

Dorothea Bär, Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr & Logistik, spricht zur Digitalisierung und wie man diese skeptischen Bürgern schmackhaft macht - und zwar in etwa so:

Kranke Menschen können es mit entsprechenden Gadgets per Telemedizin entschieden einfacher haben.
(Darin sehe ich auch ein Einsparen von Ärzten, besonders auf dem Land und zudem weiter zunehmende Abhängigkeit von elektronischen Teilen, betrieben durch Funk. Datenschutz wird abgetan, was macht es schon wenn einer den Impfpass sieht?!)

Der Handywecker läutet womöglich ab und zu eine halbe Stunde später, weil die Verkehrslage günstig ist, und es kann auch gleich der beste Weg gemeldet werden.
(Toll! Das alleine ist es doch schon wert, dass sich der Mensch nächtens sein Schlafzimmer verstrahlen lässt. (Ironie).

Autonomes Fahren wird auch besser akzeptiert, wenn man an die 80-jährige Frau mit der Staroperation denkt, die zum Arzt muss und nicht mehr ihre ungeliebte Schwiegermutter um Transport bitten muss.
(Ja geht's noch? Wo lebt denn diese Frau Bär? Innerhalb von 4 Sekunden muss, falls sich die Automatik abmeldet, das Steuer übernommen werden. Natürlich ein Klacks für eine Star operierte 80-Jährige, schlecht sehend, denn sonst müsste sie ja nicht die ungeliebte Schwiegertochter zum Chauffieren bitten, wenn sie zum Arzt muss!)

Mir kommt unweigerlich der Gedanke, wie man wohl unter Druck der Industrie stehen muss, um so abstruse Aussagen im Fernsehen zu machen.

Ei, ei, ei - noch ist Fasching!!

Zum Schluss zitierte Trittin Entwicklungsminister Müller: "Macht entfernt sich von Demokratie!"

Eva Weber

Eva Weber
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Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 31. Januar 2018 00:32

Berichtigung

Der letzte Satz meines vorangegangenen Beitrags muss heißen:
Zum Schluss zitierte Trittin den Ex-Umweltminister Töpfer: "Macht entfernt sich von Demokratie!"

anstatt
Zum Schluss zitierte Trittin Entwicklungsminister Müller: "Macht entfernt sich von Demokratie!"

Ich bitte das Versehen zu entschuldigen.

Eva Weber

conviva

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von conviva » 31. Januar 2018 16:45

Eva Weber hat geschrieben:Man schaue sich dieses Video ab 30 Minuten an.
https://www.youtube.com/watch?v=U4K-7PK49cw

Dorothea Bär, Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr & Logistik, spricht zur Digitalisierung und wie man diese skeptischen Bürgern schmackhaft macht - und zwar in etwa so:

Kranke Menschen können es mit entsprechenden Gadgets per Telemedizin entschieden einfacher haben.
(Darin sehe ich auch ein Einsparen von Ärzten, besonders auf dem Land und zudem weiter zunehmende Abhängigkeit von elektronischen Teilen, betrieben durch Funk. Datenschutz wird abgetan, was macht es schon wenn einer den Impfpass sieht?!)

Der Handywecker läutet womöglich ab und zu eine halbe Stunde später, weil die Verkehrslage günstig ist, und es kann auch gleich der beste Weg gemeldet werden.
(Toll! Das alleine ist es doch schon wert, dass sich der Mensch nächtens sein Schlafzimmer verstrahlen lässt. (Ironie).

Autonomes Fahren wird auch besser akzeptiert, wenn man an die 80-jährige Frau mit der Staroperation denkt, die zum Arzt muss und nicht mehr ihre ungeliebte Schwiegermutter um Transport bitten muss.
(Ja geht's noch? Wo lebt denn diese Frau Bär? Innerhalb von 4 Sekunden muss, falls sich die Automatik abmeldet, das Steuer übernommen werden. Natürlich ein Klacks für eine Star operierte 80-Jährige, schlecht sehend, denn sonst müsste sie ja nicht die ungeliebte Schwiegertochter zum Chauffieren bitten, wenn sie zum Arzt muss!)

Mir kommt unweigerlich der Gedanke, wie man wohl unter Druck der Industrie stehen muss, um so abstruse Aussagen im Fernsehen zu machen.

Ei, ei, ei - noch ist Fasching!!
Eva Weber
Die bestrahlt strahlenden Grünen.
Das wäre auch ein Beitrag für die Rubrik Gefahren durch Vergessliche und Schusselige viewtopic.php?f=2&t=41692
Die ungeliebte Schwiegermutter der 80-Jährigen ... :mrgreen: fährt ihre Schwiegertochter.

conviva

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von conviva » 31. Januar 2018 17:12

"Die Macht" entfernt sich vom offenen Gespräch auf Augenhöhe, sonst wäre sie nicht "die Macht".

"WLAN ist das neue Asbest", zitiert Frau Bär in der 39. Minute einen Leserbrief. Wie schlimm. https://www.youtube.com/watch?v=U4K-7PK49cw
"Unter den Linden" sieht es schon so aus, dass sich da durchaus Schlimmeres entwickeln könnte:
Baumschäden im Hochfrequenzfeld von Mobilfunksendeanlagen in Berlin, Sept. 2017, Teil B
https://www.weisse-zone-rhoen.de/app/do ... 1517216466
Baumschäden 'Unter den Linden: Unter den Linden, Brandenburger Tor, Seite 48-64

Eva Weber
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Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 31. Januar 2018 23:38

"Wlan ist das neue Asbest" schrieb jemand an Digitalkönigin Dorothea Bär. Ich sehe aus ihrem Blick, den wohl jeder im Video anders deutet in etwa: "Schaut doch wie blöd diese Leute sind, wie gestrig und deppert." Letzteres ist bayrisch. Sie zeigte ihre ganze Geringschätzung gegenüber Menschen, die auf Schäden aufmerksam machen und wahrscheinlich unter dieser Technik leiden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie noch nie das Buch "Späte Lehren aus frühen Warnungen" (Umweltbundesamt) gelesen hat. Darin steht einiges über Asbest. Ich lese nun nicht extra nach, aber ich glaube mich zu erinnern, dass die Asbest-Schäden schon um 1900 bekannt waren und ein englischer Arbeiter eine sehr hohe Entschädigung zugesprochen bekam. Dokumentierte Schäden gingen weiter - und wann hat die Industrie aufgehört dagegen zu arbeiten? Die Politik reagiert? Alles nicht bewiesen!

Bei Mobilfunk wird es schlimmer werden, denn Techniker und involvierte Wissenschaftler lassen keinen Beweis aufkommen, und sie sind mittlerweile offensichtlich außer Rand und Band. Die Politik ist begeistert. Sie kann dem Ganzen auch nur folgen - genau wie stets der Autoindustrie.

Dorothea Bär sagte noch etwas Schönes in diesem Video. Ich weiß allerdings nicht, wie dumm der sein muss, der das toll findet. In etwa: "Ausgerechnet wenn sich die Kinder auf dem Rücksitz wieder einmal umbringen, muss man auf den Weg schauen und womöglich lesen wie man weiter zu fahren hat!" Tja, schon das alleine rechtfertigt die Straßen immens mit Infrastruktur aufzurüsten, ein Fahrzeug mit rundum Laser auszustatten und mit einem 100m weit reichenden Radar, eine Wohltat für Fahrer und Anwohner der Straßen. Grenzenloses Lob dem autonomen Fahren durch Frau Bär.

Warum bin ich so wütend? Seit ca. 3 Wochen ist es hier gar nicht mehr auszuhalten. Vibrieren, vibrieren! Fast den ganzen Tag massiv den Kopf in Abschirmstoff eingewickelt. Abschirmkleidung fast ständig an. Ungeheurer Schwindel, Brummen, Pfeifen, Klicken - Kopfschmerz, ein utopischer Wunsch einmal wieder ein paar Stunden durchzuschlafen ohne durch starkes Vibrieren des ganzen Körpers, begleitet von Herzrhythmusstörungen und Atemnot wachgerüttelt zu werden. Ich setzte mich mit dem Betreiber in Verbindung. Mit RET-Modul könnte man die Antenne ganz einfach per Funkspruch ein klein wenig verändern, aber nur die Technik wird optimiert. Der Mensch spielt keine Rolle! Der ganze Dreck (fünf Techniken, wobei nun zwei davon zusammengelegt sind und dieses MB09 ergeben) ist unbeschreiblich.

Heute habe ich den ganzen Tag genäht, um eine doppelte Wandabschirmung in meiner Küchenschlafecke zu erreichen. Ein Haufen Arbeit und es dann mühevoll aufzuhängen. Aufpassen, dass man vor Schwindel nicht von der Leiter fällt. Und ein Haufen Geld, von dem wiederum der Staat kräftig kassiert. Früher ging ich dafür X-mal ins Theater oder Konzert. Geht heute nicht mehr, da die "Konzertbesucher" bei schönster Musik SMS lesen und schreiben müssen. Besonders gut sieht man das in Münchens Prinzregententheater, weil der Raum wie ein Amphitheater angeordnet ist.

Das beste Beispiel wie Menschen behandelt werden, wenn sie unter Strahlung leiden, sind die Radarsoldaten!!
Wie viele sind während jahrelanger Verhandlungen verstorben? Selbst ionisierende Strahlung - nicht bewiesen!

Kürzlich rief ich jemanden an, der sehr von Mobilfunk betroffen ist. Ich mache es sehr selten, da jeder mit sich selbst zu tun hat und es eigentlich nichts bringt. Ich schreibe viel und auch Leserbriefe, die kaum gebracht werden, sagte ich, und wie geht es Dir? Eva, wir haben die A....karte gezogen. Ich schlafe in der Gästetoilette auf dem Fliesenboden.

Jedes Kind tut mir leid, das in dieses Narrenhaus geboren wird.

Eva Weber

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Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 2. Februar 2018 11:35

Das sollte man gelesen haben!

https://www.mobilitaet-von-morgen.de/2- ... smart-home

„Die vollvernetzte und autonome Autozukunft verspricht viele Innovationen, die den Fahrer zunehmend entlasten werden“, sagt Mobilitätsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. „Im autonomen Fahrmodus kann man auch für den Feierabend planen. Dabei macht ein Küchenassistent Rezeptvorschläge und überprüft im Smart-Home, ob die hierfür nötigen Zutaten im Kühlschrank vorhanden sind. Diese Anwendungsmöglichkeiten werden unser Leben vereinfachen.“

Meinung:
Menschen, die unter Funk leiden oder sich auch nur kritisch gegenüber allgegenwärtiger gepulster nicht ionisierender Befeldung, sprich Mobilfunk, äußern, werden öffentlich ganz selbstverständlich als Spinner und nützliche Idioten bezeichnet. Da ich zu den von Funk gesundheitlich schwer Betroffenen, also zur Gruppe der Spinner und nützlichen Idioten gehöre, freut es mich ungemein, zu sehen, welchen für mich offen zu Tage tretenden Zuwachs aus mMn bestens ausgebildeten Kreisen, wie Elektroingenieuren, Hochfrequenztechnikern, Wissenschaftlern, Strahlenschützern und sonstigen der Menschheit nur Bestes tuenden Hirnen, die so liebenswürdig betitelte Gruppe zunehmend hat. Ob diese Neulinge schon unter Funk leiden und auf welche Art, weiß man noch nicht. Aber irgendwie besteht schon ein gewisser Realitätsverlust. Sie sehen es wohl als ihre Lebensaufgabe und Grundlage zur Sicherung eines guten Auskommens, den Menschen in eine Technik hineinzuzwingen, die ihn einmal nahezu ohne Gebrauch seines Gehirns funktionieren lässt. Inwieweit damit allerdings ein für ein schönes, gesundes, mit Freude am Dasein und an der Arbeit verbundenes Leben, durch deren abstruse Gehirnergüsse noch möglich ist, ist für mich, als unter Funk Leidende, keine Frage mehr.

Eva Weber

conviva

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von conviva » 2. Februar 2018 18:22

SZ-Montagsinterview vom 28.01.2018
"Die Grenze ist überschritten"
Interview von Michael Bauchmüller und Stefan Braun
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/m ... -1.3843812
Technik ist dazu da, Menschen das Leben zu vereinfachen, sagt der Philosoph Armin Grunwald. Doch zunehmend schaffe sie riskante Abhängigkeiten.
Irgendwann klingelt das Handy. Aber aus der Tasche holt Armin Grunwald kein Multitalent von einem Smartphone, sondern ein Handy, wie es bald im Museum neben dem Fernsprecher liegen wird. Er schätze das Gerät, für den Rest habe er ja den Laptop. Das sagt viel über den Philosophen und Physiker Grunwald, der sich so gern mit Fortschritt befasst, von Robotern bis zur künstlichen Intelligenz.

Auszug:
Die Abhängigkeit von der Technik hat zugenommen
Frage: Was, wenn wir an einen Punkt kommen, wo wir zwar die Probleme erkennen, aber ohne die neuen Hilfsmittel nicht mehr leben können?
Grunwald: Die Abhängigkeit von Technik hat in den letzten 300 Jahren massiv zugenommen. Wir erfinden die Technik für bestimmte Zwecke, aber wenn sie einmal da ist, passen wir uns an. Ein Navi etwa ist eine tolle Geschichte, aber wenn man nur noch damit unterwegs ist, dann verlernt man auch etwas. Das Strukturgedächtnis, die Fähigkeit zur Wahrnehmung räumlicher Gebilde. Auch das ist technikphilosophisch gesehen immer schon passiert. Dass mit neuen Techniken alte überflüssig werden, ist Teil der schöpferischen Zerstörung. Deshalb sind experimentelle Archäologen heute damit beschäftigt, Anlagen nachzubauen, um überhaupt die Methoden zu begreifen, wie Kathedralen oder Pyramiden gebaut wurden. Dieses Wissen verschwindet. Das ist prinzipiell normal, kann aber dann schlimm werden, wenn man sich von neuen Techniken über ein kritisches Maß hinaus abhängig macht.
Frage: Aber wo liegt dieses Maß, wer entscheidet das?

Eva Weber
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Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 17. März 2018 16:13

Orientierungssinn gerade noch rechtzeitig entdeckt.

conviva hat geschrieben: Die Abhängigkeit von der Technik hat zugenommen
Frage: Was, wenn wir an einen Punkt kommen, wo wir zwar die Probleme erkennen, aber ohne die neuen Hilfsmittel nicht mehr leben können?
Grunwald: Die Abhängigkeit von Technik hat in den letzten 300 Jahren massiv zugenommen. Wir erfinden die Technik für bestimmte Zwecke, aber wenn sie einmal da ist, passen wir uns an. Ein Navi etwa ist eine tolle Geschichte, aber wenn man nur noch damit unterwegs ist, dann verlernt man auch etwas. Das Strukturgedächtnis, die Fähigkeit zur Wahrnehmung räumlicher Gebilde. Auch das ist technikphilosophisch gesehen immer schon passiert. Dass mit neuen Techniken alte überflüssig werden, ist Teil der schöpferischen Zerstörung. Deshalb sind experimentelle Archäologen heute damit beschäftigt, Anlagen nachzubauen, um überhaupt die Methoden zu begreifen, wie Kathedralen oder Pyramiden gebaut wurden. Dieses Wissen verschwindet. Das ist prinzipiell normal, kann aber dann schlimm werden, wenn man sich von neuen Techniken über ein kritisches Maß hinaus abhängig macht.
Nobelpreis für Entdeckung des Orientierungssinns.

http://www.zeit.de/wissen/2014-10/nobel ... paar-moser

"So lösten die Preisträger ein Problem, das Philosophen und Wissenschaftler über Jahrhunderte hinweg beschäftigt habe: "Wie erzeugt das Gehirn eine Karte des Raums, der uns umgibt, und wie können wir uns durch eine komplexe Umgebung navigieren?"

Zum Glück wurde 2014 der Sitz des Orientierungssinns im Gehirn entdeckt, und die erfolgreichen Forscher bekamen dafür den Nobelpreis. Wohl gerade noch rechtzeitig, denn dieser, dem Menschen geschenkte, wunderbar nützliche Sinn, könnte in ein paar Jahren schon verkümmert bzw. gar nicht mehr auffindbar sein.

Übrigens, die US-Navy bildet ihre Offiziere mittlerweile wieder im Gebrauch des Sextanten aus. Ein Zeichen, dass Navis nicht unbedingt immer sicher sind. Vielleicht wäre auch den absoluten Navy-Vertrauern nützlich, ab und zu ihr Hirn mit darin liegendem Orientierungssinn zu benutzen, so lange er noch vorhanden ist.

Eva Weber

Gast

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Gast » 19. März 2018 12:36

Dorothee Bär findet Handy-Verbote für Kinder "unmöglich"
http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 96848.html
"Wenn sich die Eltern den ganzen Tag mit ihren mobilen Geräten beschäftigen - auch beruflich - können sie ihren Kindern doch das Handy nicht wegnehmen. Das ist lebensfremd."

conviva

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von conviva » 19. März 2018 19:24

Gast hat geschrieben:Dorothee Bär findet Handy-Verbote für Kinder "unmöglich"
http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 96848.html
"Wenn sich die Eltern den ganzen Tag mit ihren mobilen Geräten beschäftigen - auch beruflich - können sie ihren Kindern doch das Handy nicht wegnehmen. Das ist lebensfremd."
Die erste Zeile der Artikelüberschrift im manager magazin (!) lautete:
07.03.2018 Digital-Ministerin outet sich als Smartphone-süchtig :P

Zum Thema Sucht ein Beitrag des NDR Bildungsreport vom 17./18.03.2018 .
Der Report behandelt neben anderem in einem Interview eine Untersuchung zur Frage Sucht bei Schülern. Es wurden Schüler und Lehrer befragt. Dabei wurde deutlich, dass es trotz Bemühungen beim Aufsetzen der Studie wegen heftigen Widerstands von Seiten der Lehrer nicht möglich war, in die Unterschung auch die Frage von Suchtverhalten bei Lehrern einzubeziehen. ooohh :cry:
https://www.ndr.de/info/podcast2984.html, ab Audiominute 16:41

mehr zur Studie:
Suchtmittelgebrauch, Computerspiel- und Internetnutzung, Glücksspielerfahrungen und Essverhalten
von 14 bis 17-jährigen Jugendlichen in der Freien Hansestadt Bremen
http://www.sucht-hamburg.de/images/kate ... Bremen.pdf


*******************************************************************************************************************************
“Die aufgeregte Diskussion über die Kernenergie dürfte in Relation zu dem, was uns die Mobilfunknetze noch bescheren werden, nur ein laues Lüftchen sein!”
Dr. Wolfgang Bötsch, CSU, Bundespostminister, 1993

Eva Weber
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Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Eva Weber » 19. März 2018 21:34

Gast hat geschrieben: Dorothee Bär findet Handy-Verbote für Kinder "unmöglich"
"Wenn sich die Eltern den ganzen Tag mit ihren mobilen Geräten beschäftigen - auch beruflich - können sie ihren Kindern doch das Handy nicht wegnehmen. Das ist lebensfremd."
http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 96848.html

Dorothee Bär hat hier sogar einmal recht. Die Eltern sind Vorbild. Die Kinder machen nach was die Eltern vormachen.
Da könnte man fragen, was denn diese Vorbilder alles nicht tun, ja vernachlässigen müssen - der Tag hat bekanntlich nur 24 Stunden? Ich sehe diese Vorbilder beinahe tagtäglich. Mutter am Smartphone - Kind torkelt hinterdrein. Mutter telefoniert und schiebt den Kinderwagen achtlos vor sich her. Kind sagt x-mal Mama, Mama! Mama schaut nicht mal hin, blickt aufs Display. Folgendes habe ich eine Zeitlang beobachtet: Mama sitzt auf der Bank und daddelt ohne aufzublicken. Ca. 1 1/2 jähriges Kind stolpert auf unebener Rasenböschung den See entlang, hin und her, kürzeste Mamaentfernung ca. 6m. Das Wasser ist dort ca. 50cm tief. Mama wartet wohl darauf, dass das Kind schreit, wenn es ins Wasser fällt. Wird es aller Wahrscheinlichkeit aber nicht tun. Vor Schreck ist ein Kleinkind meistens still und schluckt und schluckt. Kinder sind schon in aller Stille in 10cm tiefem Wasser ertrunken. Aber welch ein Vorteil, wenn sie es merkt, kann sie gleich die Rettung rufen. Lebensretter Handy!

Am Schluss des verlinkten Artikels spricht nochmals Dorothee Bär:
"Es gehe darum, was man mit dem Handy anstelle. "Mir ist jemand lieber, der auf dem Kindle seinen "Faust" liest als jemand, der seine Nase andauernd in gedruckte Schundblätter steckt."

Das ist doch mal eine Aussage! Schund gibt's wohl vorwiegend in den Printmedien? Auf dem Kindle liest man "seinen" Faust. Jetzt bin ich mal pingelig. Jeder hat wohl seinen eigenen! Den Zusammenhang in ihrer Aussage kapiere ich nun ganz und gar nicht - aber ich habe ja auch nicht das Große Latinum. Dennoch hat es für einen verantwortungsvollen Beruf gereicht.

Eines würde mich doch tatsächlich einmal näher interessieren: Wie gibt es das, dass zu all diesen haarsträubenden Aussagen und Empfehlungen der Staatssekretärin Dorothee Bär das Bundesamt für Strahlenschutz konsequent schweigt? Ich meine, wofür brauchen wir das BfS in Bezug auf nicht ionisierende Strahlung überhaupt? Bis zu den Grenzwerten ist es doch noch so weit und Mobilfunk ist doch so sicher - erst in 30 -40 Jahren weiß man mehr, sagt, so weit ich mich erinnere, Experte Professor Lerchl.

Eva Weber

conviva

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von conviva » 2. April 2018 21:56

conviva hat geschrieben:
19. März 2018 19:24
Gast hat geschrieben:Dorothee Bär findet Handy-Verbote für Kinder "unmöglich"
http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 96848.html
"Wenn sich die Eltern den ganzen Tag mit ihren mobilen Geräten beschäftigen - auch beruflich - können sie ihren Kindern doch das Handy nicht wegnehmen. Das ist lebensfremd."
Die erste Zeile der Artikelüberschrift im manager magazin (!) lautete:
07.03.2018 Digital-Ministerin outet sich als Smartphone-süchtig :P
Ihre Kinder sind es auch schon.
"Als Kind habe ich früher auf einer Berghütte als erstes nach Limo und Pommes gefragt, die Kinder heute fragen zuerst nach WLAN" http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... -box-pager

"Alle Behörden müssen alle Dienstleistungen auch digital anbieten - rund um die Uhr. Das will ich in dieser Wahlperiode durchsetzen", sagte Bär. "Dann werden die Leistungen billiger, wir sparen Wartezeit und Arbeitsausfälle, Feinstaub und CO2."
Also das mit den Arbeitsausfällen müssten wir noch abwarten. Was Atemwegserkrankungen betrifft ebenso. Die Energie für den Funk kommt aus ...- na, jedenfalls ohne CO2.

"Wir sind Fußball-Weltmeister und Logistik-Weltmeister. Wir wollen auch Digital-Weltmeister werden! Da werden jetzt wieder viele spotten, aber ich habe das Bedenkenträgertum satt. Wenn ich nicht das Ziel habe, Erster zu werden, brauche ich gar nicht anzutreten."
Ich habe es irgendwie nicht mitbekommen, als ich Weltmeister geworden bin. Und das Bedenkenträgertum hat sie "satt". "Wir" wollen Weltmeister werden. Wir werden es allen zeigen. Ohne das will D. Bär gar nicht erst antreten. Fände ich gut. Antreten heißt bei ihr nämlich treten. Entweder alles oder nichts. Drunter geht's nicht, wäre minderwertig. Wille zum Endsieg, statt Diskurs mit Argumentation, Abwägung, Kompromiss. Wie techno-totalitär denkt diese Politikerin? Sie bläst schon mal Probesturm. Ihr ehemaliger Parteikollege wusste es schon. Geht in Deckung, wenn Ihr noch eine findet ...
-> Scheuer will Elektrosensible vernichten viewtopic.php?f=2&t=42248

*******************************************************************************************************************************“Die aufgeregte Diskussion über die Kernenergie dürfte in Relation zu dem, was uns die Mobilfunknetze noch bescheren werden, nur ein laues Lüftchen sein!”
Dr. Wolfgang Bötsch, CSU, Bundespostminister, 1993

Beobachter

Re: Dorothea Bär zur Digitalisierung

Beitrag von Beobachter » 27. Juli 2021 18:55

Alfa ...
Frau Bär, Sie sind als Digital-Staatsministerin so etwas wie das Gesicht der Digitalisierung in Deutschland - werden aber auch verantwortlich gemacht für alles, was nicht läuft.
https://www.tagesspiegel.de/politik/sta ... 50420.html
... und Omega.
Die Sorge für nachfolgende Generationen ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit und die Bewahrung unserer Schöpfung ein konservatives, urchristliches Thema.

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