Warum gab es noch nie eine Demo, öffentliche Infoveranstaltung, oder Leute die Wurfblätter in Briefkästen verteilt haben um andere Leute auf die Elektrosensibität aufmerksam zu machen?
Wenn man weis das zb der Nachbar sensibel ist, würde man Rücksicht nehmen und statt WLAN das Kabel nehmen um den PC ins Internet zu bringen.
Oder wenn man weis das der Sitznachbar im Zug sensibel ist würde man auch auf ihn Rücksicht nehmen und die funkenden Komponenten abschalten. Smartwatch die per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist. Und das Smartphone in den Flugmodus stellen.
Nur leider weis man nicht, ob ein Mensch im Umfeld elektrosensibel ist weil nie gesagt wird. Als nichtwissender will man nur den leidenden helfen, und dazu muss man es wissen.
Ich kann nur ein Rat loswerden, und sprecht es an.
Warum keine Demos oder Wurfblätter für E-Sensiblität
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AKWS
Re: Warum keine Demos oder Wurfblätter für E-Sensiblität
Warum wirst du nicht selbst aktiv? Gute gemeinste Ratschläge gibt es genügend nur keiner der diese dann auch umsetzt.
Re: Warum keine Demos oder Wurfblätter für E-Sensiblität
Eine Weihnachtsgeschichte
Alle Straßen und Schaufenster waren weihnachtlich geschmückt. Es war kalt und alles ein wenig überzuckert. Da hörte ich wunderbare Stimmen, offensichtlich russische. Bald fand ich die Sänger. Es waren vier Männer. Ich stand dort lange. Bei solchen Stimmen und Liedern kämpfe ich immer mit den Tränen. Neben mir stand eine Frau, der ging es offensichtlich genau so. Ich fragte sie spontan, ob ich sie zu einem Glühwein einladen dürfe. Gerne nahm sie an. Wir gingen also weiter zum Glühweinhäuschen. Es war voll. Die Gäste saßen dicht gedrängt auf den Bänken. Viele Smartphones lagen auf den Tischen bzw. wurden benützt. Sich da noch irgendwo dazwischen setzen, das war für mich nichts! Ich meinte, es sei hier nicht gemütlich, wir sollten woanders hingehen. In unmittelbarer Nähe fanden wir eine nette Gaststätte. Sie war leer. Es wurde dort in Kürze eine geschlossene Gesellschaft erwartet, aber für einen Glühwein würde eine halbe Stunde Zeit wohl reichen. So wurde uns ein Vierertisch zugewiesen.
Bald kam der Glühwein, serviert in einem Nikolausstiefel, und wir wärmten uns erst mal die Finger daran. Da kam ein seriös wirkender Herr, ca. 35 Jahre, zur Türe herein und wurde an unserem Vierertisch platziert. Die Begrüßung war völlig normal. Er erwartete noch jemanden. Er setzte sich neben mich und kaum dass er saß, holte er sein Handy hervor. Ich dachte, er wird wohl seiner noch zu erwartenden Begleitung Bescheid sagen, dass er schon da ist bzw. wo er ist. Aber so war das nicht. Es begann eine nicht enden wollende Wischerei und Tipperei.
Meine Gedanken gingen durcheinander. Was tue ich? Ich konnte mich nicht woanders hinsetzen. Normalerweise trinke ich bei so etwas schnell aus und gehe, aber ich hatte jemanden eingeladen und der Glühwein machte seinem Namen alle Ehre, war also glühheiß. Ich wandte mich an ihn. "Bitte entschuldigen Sie, wäre es für Sie sehr schlimm, ihr Smartphone auszumachen, ich vertrage das gar nicht, und wir bleiben ja nicht lange." Er sagte kein Wort, schaute mich an, sodass ich dachte, dem möchte ich ja nicht im Dunkeln begegnen. Lautstark schob er seinen Stuhl zurück, packte wütend seine Jacke, wickelte den Schal um den Hals, schob den Stuhl ebenso laut zurück gegen den Tisch, warf mir einen vernichtenden Blick zu und verließ ohne Gruß das Lokal.
"Na so was", sagte meine Begleitung. Ich erzählte ihr meine Geschichte. Dergleichen habe sie schon öfter gehört. Ihr mache das glücklicherweise nichts aus, aber sie benutze ihr Handy sowieso äußerst selten, da es für sie nicht von besonderem Interesse sei. Diese Geschichte schleicht mir immer noch nach, ist aber nur eine von vielen, wenn auch besonders krass.
Gesegnete Weihnacht!
Eva Weber
Alle Straßen und Schaufenster waren weihnachtlich geschmückt. Es war kalt und alles ein wenig überzuckert. Da hörte ich wunderbare Stimmen, offensichtlich russische. Bald fand ich die Sänger. Es waren vier Männer. Ich stand dort lange. Bei solchen Stimmen und Liedern kämpfe ich immer mit den Tränen. Neben mir stand eine Frau, der ging es offensichtlich genau so. Ich fragte sie spontan, ob ich sie zu einem Glühwein einladen dürfe. Gerne nahm sie an. Wir gingen also weiter zum Glühweinhäuschen. Es war voll. Die Gäste saßen dicht gedrängt auf den Bänken. Viele Smartphones lagen auf den Tischen bzw. wurden benützt. Sich da noch irgendwo dazwischen setzen, das war für mich nichts! Ich meinte, es sei hier nicht gemütlich, wir sollten woanders hingehen. In unmittelbarer Nähe fanden wir eine nette Gaststätte. Sie war leer. Es wurde dort in Kürze eine geschlossene Gesellschaft erwartet, aber für einen Glühwein würde eine halbe Stunde Zeit wohl reichen. So wurde uns ein Vierertisch zugewiesen.
Bald kam der Glühwein, serviert in einem Nikolausstiefel, und wir wärmten uns erst mal die Finger daran. Da kam ein seriös wirkender Herr, ca. 35 Jahre, zur Türe herein und wurde an unserem Vierertisch platziert. Die Begrüßung war völlig normal. Er erwartete noch jemanden. Er setzte sich neben mich und kaum dass er saß, holte er sein Handy hervor. Ich dachte, er wird wohl seiner noch zu erwartenden Begleitung Bescheid sagen, dass er schon da ist bzw. wo er ist. Aber so war das nicht. Es begann eine nicht enden wollende Wischerei und Tipperei.
Meine Gedanken gingen durcheinander. Was tue ich? Ich konnte mich nicht woanders hinsetzen. Normalerweise trinke ich bei so etwas schnell aus und gehe, aber ich hatte jemanden eingeladen und der Glühwein machte seinem Namen alle Ehre, war also glühheiß. Ich wandte mich an ihn. "Bitte entschuldigen Sie, wäre es für Sie sehr schlimm, ihr Smartphone auszumachen, ich vertrage das gar nicht, und wir bleiben ja nicht lange." Er sagte kein Wort, schaute mich an, sodass ich dachte, dem möchte ich ja nicht im Dunkeln begegnen. Lautstark schob er seinen Stuhl zurück, packte wütend seine Jacke, wickelte den Schal um den Hals, schob den Stuhl ebenso laut zurück gegen den Tisch, warf mir einen vernichtenden Blick zu und verließ ohne Gruß das Lokal.
"Na so was", sagte meine Begleitung. Ich erzählte ihr meine Geschichte. Dergleichen habe sie schon öfter gehört. Ihr mache das glücklicherweise nichts aus, aber sie benutze ihr Handy sowieso äußerst selten, da es für sie nicht von besonderem Interesse sei. Diese Geschichte schleicht mir immer noch nach, ist aber nur eine von vielen, wenn auch besonders krass.
Gesegnete Weihnacht!
Eva Weber