Smart Home

Eva Weber
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Smart Home

Beitrag von Eva Weber » 16. Februar 2020 10:30

Wenn das Haus sich selbst verwaltet....


Dieser Artikel ist sehr aufschlussreich. Er zeigt deutlich, wohin man die Bürger haben will und ebenso deutlich, wie weit man sie "hirnlich" schon hat.

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ ... -sich-selb

"Kein vernetztes Gerät ist im Smart Home so populär wie Kameras. Einige von ihnen sind in der Lage, Bewohner am Gesicht zu erkennen, und benachrichtigen Nutzer auf ihrem Smartphone, wenn sie in der Wohnung Unbekannte ausmachen. In Verbindung mit einer Sirene oder Lautsprechern kann man mit Kameras einfache und günstige Alarmanlagen bauen."

Meiner Meinung nach - es sei denn, bestehende Gesetze werden entsprechend angepasst - muss es Pflicht werden, ein großes Türschild anzubringen: "Dieses Haus ist ein Smart Home, d.h. Sie werden überwacht bis in alle Einzelheiten. Geben Sie vorab hierzu Ihre Einverständniserklärung. Bei Einbrechern wird diese vorausgesetzt."

"So können Kinder einen Mama-Alarm einrichten: Nähert sich die Mutter der Haustür, öffnet sich das August Smart Lock, weil es die Nähe des Smartphones erkennt. Daraufhin schaltet sich im Kinderzimmer automatisch das Licht und der Fernseher aus. Kombinationen sind auch mit Türklingeln möglich, die beispielsweise auf dem Fernseher das Türvideo zeigen und zugleich den TV-Ton stumm- und das Licht im Flur einschalten."

Meiner Meinung nach ist das ein gewisser Fortschritt, aber nicht unbedingt für die Entwicklung der Kinder hilfreich. Seinerzeit musste man noch zum Fenster hinausspähen und aufmerksam lauschen, ob vielleicht die Mama schon zurückkommt. Aber Aufmerksamkeit ist ja heute ein Fremdwort.

"Es gibt aber auch ganz andere Szenarien. So lässt sich eine Nest Cam im Kinderzimmer positionieren. Regt sich nachts das Baby, meldet sich im Schlafzimmer das Smartphone, und das Licht geht an. Zugleich startet der Wasserkocher iKettle über IFTTT und bringt den vorbereiteten Babybrei auf Temperatur. Hier lassen sich beliebig viele Aktionen einbinden – auch etwa Abspielen eines Einschlafliedes über einen Lautsprecher, was den Wasserkocher wiederum überflüssig macht."

Meiner Meinung nach wird wirklich an alles gedacht. Was mit Kindern geht, müsste ja auch mit Erwachsenen gehen. Da ich, weil ich unter meinem in der Nähe stehenden "beschützenden" Funkmast leide und ich in der Küche schlafen muss, und in Rettungsdecken, und trotzdem einen "hundsheidernen" (Bairisch: Hochdeutsch in etwa saumäßigen) Schlaf habe, würde nächtens ständig die Kaffeemaschine anspringen oder mir ein "Schlaf Kindlein schlaf" vorgesunden werden. Welch ein Glück, dass ich noch mit Filter und heißem Wasser meinen Kaffee aufbrühe.

Im übrigen bin ich sehr froh, mir nach einem arbeitsreichen Leben sagen zu können: Deine Arbeit war vernünftig und notwendig, was man von so manch krampfhaften Digital-Experten nicht mehr sagen kann.

Eva Weber