Sandra Ciesek, Virologin, UK Frankfurt/Main, zu Long-Covid:
Wir wissen auch leider nicht, wer das entwickelt, warum.
https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript318.pdf
Stand 02.08.2021 NDR.DE/CORONAUPDATE
Das Problem ist, dass es einfach keine einheitliche klinische Definition für dieses Krankheitsbild gibt, weil wir auch über ganz, ganz verschiedene Symptome sprechen. Es sind ja über 200 Symptome mit einem Long-Covid-Syndrom verbunden worden.
Und hier gibt es ganz unterschiedliche Symptome von körperlichen, aber auch psychischen Symptomen, Funktionseinschränkungen und vor allen Dingen auch Einschränkungen der Lebensqualität, die hier eine Rolle spielen. Wenn man sich die Studienlage anschaut oder mit Patienten spricht, dann werden eigentlich bestimmte Symptome recht häufig genannt: Das ist Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen, aber auch Atembeschwerden oder diese Geruchs- und Geschmacks-störungen, die noch lange Zeit präsent sind. Dann gibt es auch immer wieder Berichte über Gedächtnisstörungen. Also dass man sich wirklich schlechter erinnern kann, aber auch Schlaf- oder Angststörungen und depressive Verstimmungen werden berichtet. Und wie gesagt, da sind über 200 Symptome berichtet worden. Einige von diesen Erkrankten entwickeln auch einen Symptomkomplex, der ungefähr vergleichbar ist mit diesem Chronic Fatigue-Syndrom.
Bemerkenswerte Symptome bei Corona-Spätfolgen
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Beobachter
Re: Bemerkenswerte Symptome bei Corona-Spätfolgen
Aktuelle Studie
Corona: Erkrankung an Covid-19 löst „Gehirnnebel“ aus
Von Tanja Koch, 30.07.2021
https://www.fr.de/panorama/coronavirus- ... 84694.html
Nach einer Infektion mit dem Coronavirus nimmt die Intelligenz ab.
Besonders hohe Defizite wurden in den Bereichen logisches Denken, Planen und Problemlösung beobachtet. Wie die Forschenden erklären, äußert sich die in Form von „Gehirnnebel“, Konzentrationsproblemen und Wortfindungsstörungen – den Symptomen, von denen bereits im Zusammenhang mit Corona-Spätfolgen berichtet worden war.
Coronavirus-Fälle mit intensivmedizinischer Behandlung deutlich stärker betroffen
Studie:
Cognitive deficits in people who have recovered from COVID-19
https://www.thelancet.com/journals/ecli ... 2/fulltext
Übers. Abstract:
Die Besorgnis über mögliche kognitive Folgen von COVID-19 wächst, denn es gibt Berichte über "Long COVID"-Symptome, die bis in die chronische Phase anhalten, und Fallstudien, die neurologische Probleme bei schwer betroffenen Patienten aufzeigen. Es gibt jedoch nur wenige Informationen über die Art und die allgemeine Prävalenz kognitiver Probleme nach der Infektion oder über die gesamte Bandbreite des Schweregrads der Erkrankung.
Wie könnte man sich ein Bild davon machen, in welchem Milieu in Bezug auf Elektrosmog sich so betroffene Patienten in der Regel aufhalten?
Corona: Erkrankung an Covid-19 löst „Gehirnnebel“ aus
Von Tanja Koch, 30.07.2021
https://www.fr.de/panorama/coronavirus- ... 84694.html
Nach einer Infektion mit dem Coronavirus nimmt die Intelligenz ab.
Besonders hohe Defizite wurden in den Bereichen logisches Denken, Planen und Problemlösung beobachtet. Wie die Forschenden erklären, äußert sich die in Form von „Gehirnnebel“, Konzentrationsproblemen und Wortfindungsstörungen – den Symptomen, von denen bereits im Zusammenhang mit Corona-Spätfolgen berichtet worden war.
Coronavirus-Fälle mit intensivmedizinischer Behandlung deutlich stärker betroffen
Studie:
Cognitive deficits in people who have recovered from COVID-19
https://www.thelancet.com/journals/ecli ... 2/fulltext
Übers. Abstract:
Die Besorgnis über mögliche kognitive Folgen von COVID-19 wächst, denn es gibt Berichte über "Long COVID"-Symptome, die bis in die chronische Phase anhalten, und Fallstudien, die neurologische Probleme bei schwer betroffenen Patienten aufzeigen. Es gibt jedoch nur wenige Informationen über die Art und die allgemeine Prävalenz kognitiver Probleme nach der Infektion oder über die gesamte Bandbreite des Schweregrads der Erkrankung.
Wie könnte man sich ein Bild davon machen, in welchem Milieu in Bezug auf Elektrosmog sich so betroffene Patienten in der Regel aufhalten?
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Beobachter
Re: Bemerkenswerte Symptome bei Corona-Spätfolgen
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... s5142.html
Long-Covid: Chronisches Fatigue-Syndrom als Folge von Corona
Stand: 10.08.2021 11:32 Uhr
Unabhängig von der Schwere des Covid-19-Verlaufs leiden manche Betroffene später unter einem Zustand der Erschöpfung, der sie lahmlegen kann, dem Chronischen Fatigue-Syndrom, auch ME/CFS oder CFS genannt.
Zur Entstehung des CFS gibt es drei Hypothesen:
Nach der Immun-Hypothese handelt es sich beim CFS im Grunde um ein Autoimmunproblem, eine andauernde überschießende Immunantwort, die aktiv bleibt, obwohl das Virus längst verschwunden ist.
Die Durchblutungs-Hypothese geht von einer chronischen Entzündungsreaktion in den Gefäßen des ganzen Körpers aus, einer sogenannten Endothelitis. In der Folge sind die Gefäße nicht mehr in der Lage, sich zu weiten oder zu verengen. Durch die gestörte Durchblutung arbeiten die Organe nicht mehr richtig, denn ihre Mitochondrien - die kleinsten Energiekraftwerke in den Zellen, sind auch unterversorgt. Zu den Symptomen gehören unter anderem Muskelschmerzen und Vergesslichkeit.
Eine Fehlfunktion des autonomen Nervensystems ist eine weitere Hypothese. Danach stört die Corona-Infektion die Übertragung der Neurotransmitter. Ohne diese Botenstoffe funktionieren Nerven nicht richtig, können zum Beispiel die Muskeln nicht korrekt ansteuern. Das Nervensystem ist im Dauerstress, das führt zu Störungen oder gar Umbauten in den Organen, die nicht mehr richtig arbeiten können.
Bemerkenswert:
Manche Betroffene leiden Monate nach einer zunächst leichten Erkrankung mit ein bisschen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen plötzlich unter schlimmeren Beschwerden, werden kurzatmig, verlieren den Geruchssinn, bekommen Konzentrations-, Gedächtnis- und Sehstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen mit Spastiken oder Krämpfen, selbst im Schlaf. Die Seh-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen werden auch als „Brain fog“ bezeichnet, also als Nebel im Gehirn. Den Betroffenen fällt das Denken extrem schwer, es ist wie vernebelt. Das verstärkt die Müdigkeit und Erschöpfung noch zusätzlich, die typisch für das Chronische Fatigue-Syndrom ist.
Anders als die auch als Fatigue bezeichnete bleierne Müdigkeit nach einer Krebserkrankung, lässt sich das Chronische Fatigue-Syndrom, wie es nach Covid-19 auftritt, nicht wegtrainieren. Schon geringe Anstrengungen führen zum Rückfall.
Long-Covid: Chronisches Fatigue-Syndrom als Folge von Corona
Stand: 10.08.2021 11:32 Uhr
Unabhängig von der Schwere des Covid-19-Verlaufs leiden manche Betroffene später unter einem Zustand der Erschöpfung, der sie lahmlegen kann, dem Chronischen Fatigue-Syndrom, auch ME/CFS oder CFS genannt.
Zur Entstehung des CFS gibt es drei Hypothesen:
Nach der Immun-Hypothese handelt es sich beim CFS im Grunde um ein Autoimmunproblem, eine andauernde überschießende Immunantwort, die aktiv bleibt, obwohl das Virus längst verschwunden ist.
Die Durchblutungs-Hypothese geht von einer chronischen Entzündungsreaktion in den Gefäßen des ganzen Körpers aus, einer sogenannten Endothelitis. In der Folge sind die Gefäße nicht mehr in der Lage, sich zu weiten oder zu verengen. Durch die gestörte Durchblutung arbeiten die Organe nicht mehr richtig, denn ihre Mitochondrien - die kleinsten Energiekraftwerke in den Zellen, sind auch unterversorgt. Zu den Symptomen gehören unter anderem Muskelschmerzen und Vergesslichkeit.
Eine Fehlfunktion des autonomen Nervensystems ist eine weitere Hypothese. Danach stört die Corona-Infektion die Übertragung der Neurotransmitter. Ohne diese Botenstoffe funktionieren Nerven nicht richtig, können zum Beispiel die Muskeln nicht korrekt ansteuern. Das Nervensystem ist im Dauerstress, das führt zu Störungen oder gar Umbauten in den Organen, die nicht mehr richtig arbeiten können.
Bemerkenswert:
Manche Betroffene leiden Monate nach einer zunächst leichten Erkrankung mit ein bisschen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen plötzlich unter schlimmeren Beschwerden, werden kurzatmig, verlieren den Geruchssinn, bekommen Konzentrations-, Gedächtnis- und Sehstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen mit Spastiken oder Krämpfen, selbst im Schlaf. Die Seh-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen werden auch als „Brain fog“ bezeichnet, also als Nebel im Gehirn. Den Betroffenen fällt das Denken extrem schwer, es ist wie vernebelt. Das verstärkt die Müdigkeit und Erschöpfung noch zusätzlich, die typisch für das Chronische Fatigue-Syndrom ist.
Anders als die auch als Fatigue bezeichnete bleierne Müdigkeit nach einer Krebserkrankung, lässt sich das Chronische Fatigue-Syndrom, wie es nach Covid-19 auftritt, nicht wegtrainieren. Schon geringe Anstrengungen führen zum Rückfall.