Bern in süssem Dauerschlaf

Chris

Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Chris » 11. November 2005 12:56

Was ich schon lange gerne wissen möchte: Da strampeln sich Bürger, Initiativgruppen, neuerdings sogar Gemeinden (immerhin bemerkenswert und erfreulich) ab und suchen Wege, wie sie in dem Dschungel von Vorschriften und Verordnungen einen Weg finden, um Antennen zu verhindern, z.T. sogar mit abenteuerlich anmutenden Schachzügen, die einer zivilisierten Gesellschaft eigentlich unwürdig sind. Und in Bern sitzt Moritz Leuenberger und schaut dem allem seelenruhig zu, in den Chefetagen der Mobilfunkfirmen sitzen die CEO's und lachen sich ins Fäustchen ob der Hilflosigkeit der Betroffenen und der Unterstützung, die sie durch den Bund geniessen.

Wann werden sich Gemeindeväter, Stadträte, Bauämter und Verantwortliche auf die Hinterbeine stellen, sich zusammentun und an oberste Stelle (lies Bundesrat Leuenberger) gelangen, um sich für die Rechte der Bürger zu wehren? Diese Rechte sind immerhin eindeutig in der Bundesverfassung Art. 10.1 (Recht auf Leben), Art. 10.2 (Recht auf Unversehrtheit des Leibes und des Geistes) und Art. 10.3 (Verbot von Folter) niedergelegt, stehen aber offenbar nur auf dem Papier.

Die oben angeführten Stellen sind daher aufgerufen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen und den Departementschef in Bern aus seinem Handyschlaf zu wecken.

Autovertreter wollen Autos verkaufen.
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Volksvertreter - ja was verkaufen denn die???

Chris

gesuana

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von gesuana » 11. November 2005 21:29

In der Tat , ja , die verkaufen ihr Volk . Für teures Geld¨.

Wisst ihr , wir mühen uns da ab , suchen nach Sensibilitätstests, verwerfen sie wieder und müssen doch mit der Wahrscheinlichkeit rechnen , dass man nie schlüssige "beweiskräftige" Indizien finden wird. Weil es unter Einbezug von anderen Wehwechen wie Allergien , Schwermetallbelastung , Umweltgiften etc. etc. extrem schwierig , ja unmöglich sein wird , die Ursachen differenziert zuzuordnen . Und wer von uns Menschen des 21. Jahrhunderts hat nicht irgend eine der vielfältigen Zivilisationserkrankungen ??- Zudem ändert sich das Bild bei jedem dauernd , vor ein paar Jahren testete ich positiv auf gewisse Nahrungsmittel wie Milch, Weizen , heute kann ich unbesorgt essen davon und teste wieder negativ , unser Körper wandelt sich ständig . Gerade die Zivilisationskrankheiten sind abhängig von x verschiedenen Bedingungen der aktuellen Lebensphase , wie soll da je eine eindeutige einzige Ursache und deren Folge eruiert werden?? - Tatsache ist und bleibt doch , dass gemäss unserer Statistiken und Beobachtungen der Gesamtgesundheitszustand der Bevölkerung , und damit mein ich den körperlichen Zustand, sowie den Zustand des sozialen und psychischen Verhaltens sich grob am Verändern ist , ins Negative und Bedenkliche.

Gleichwohl sollen wir weiter forschen ! - Mir wird nur immer klarer , dass es zwar absolut wahr ist , dass EMF eminente Folgen für unser aller Leben hat , die Auswirkungen aber in Zusammenwirkung mit anderen Faktoren , Belastungen , Sensibilitäten , fast nicht zu definieren und praktisch unmöglich nachzuweisen sind. -
Was mir aber auch auffällt , ist , dass die Leute der Thematik gegenüber etwas offener geworden sind. Ich halte jedem , den ich kenne den Freienbacher - Appell unter die Nase und ich sehe erfreulicherweise , dass die meisten finden , die Sache müsse jetzt endlich geregelt und gemässigt werden . Die meisten haben nun doch was mitbekommen von den (oft vergeblichen) Bürgerwehren , sie haben die Nase auch voll von der über unsere Köpfe weg entscheidenden Regierung und Industrie . - Es braucht keine so langen Erfklärungen mehr. Nur - selber einen Einsatz leisten, soweit ist es bei den meisten noch nicht.
grüsse gesuana

Tom

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Tom » 12. November 2005 12:58

Einer dieser Volksvertreter (Volksverkäufer) ist der Luzerner FDP-Nationalrat Georges Theiler.

Frage: Gibt es eigentlich unter den ganzen National- und Ständeräten auch nur einen einzigen, der des Volkes Stimme hört und ernst nimmt? Wenn ja, wo ist er? Es sieht so aus, als schaute jeder nur auf seine Pfründe und der oberste Chef im UVEK sitzt wie der Fuchs in seinem Bau und sieht zu, wie die Mäuse (Menschen) um ihr Recht (Überleben) kämpfen, ohne einzugreifen.

Tom.

Elisabeth Buchs

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Elisabeth Buchs » 12. November 2005 13:32

Als einmal bei uns während zwei Monaten eine "Seegfrörni" war, d.h. extrem kalt, so dass kein Bauer mehr irgendwelche Stecken für Elektro-Schafnetze in den gefrorenen Boden bringen konnte, war es ein Unterschied wie Tag und Nacht mit meinem Wohlbefinden, das Schlafen war überhaupt kein Problem mehr, nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen, nach etwa 7 Stunden Schlaf erwachte ich erholt. Nach etwa einem Monat verschwand die Dauermüdigkeit und eingeschränkte Belastbarkeit, ich fühlte mich vital und lebensfroh. Das war so eindrücklich, dass mir seither keiner mehr damit kommen kann, ich bilde mir die Elektrosensibiliät nur ein und es sei ganz was anderes. Und bei dieser enormen Besserung änderte nur eines - der Elektrosmog. Das evt. eingelagerte Schwermetall vergangener Plomben, evt. Allergien, Umweltgifte, psychische Disposition, Umfeld, Haus, Personen, alles blieb sonst gleich.

Ein andere Studie vom Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm findet man:

http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... o_015.html

Dort steht u.a. "wie die Gruppe der "Elektrosensiblen" hinsichtlich psychischer und Labor-klinischer Parameter charakterisiert ist.

Und: Die Untersuchung soll u.a. folgende Punkte umfassen: Gesundheitliche Beschwerden, Symptome, Lebensqualität und Lebenszufriedenheit und begleitende Faktoren.

Meine Meinung dazu: bei einer Studie, die danach aussieht, dass Elektrosensible wieder einmal psychiatrisiert werden sollen, sollte sich KEIN EINZIGER Elektrosensibler melden, sondern entsprechende Protestschreiben schicken, dass solches aus dem Studiendesign entfernt wird. Es soll mir mal einer sagen, wie man Lebensqualität und Lebenszufriedenheit haben kann, wenn man wegen Elektrosmog z.B. kaum schlafen kann oder unter starken Kopfschmerzen leidet und die Bedrohung besteht, dass alles noch viel schlimmer wird: der nächste Mast vor ihrem Schlafzimmer oder auch "nur" ein uneinsichtiger W-Lan-Besitzer, vielleicht noch mit dem neuen 1 W-5 GHz-WLAN.

Es würde mich interessieren, wer bei Studien den Studienaufbau festlegt, was genau wie geforscht wird und der diesbezügliche Einfluss der Mobilfunkindustrie. Dem Staat mit seiner ungenügenden Gewaltentrennung (Hauptaktionär bei Swisscom, verdient an Lizenzen und nicht zu knapp und seiner Schutzfunktion dem Bürger gegenüber), kann auch nicht so vertraut werden. Wer legt fest, welche Universitäten mit solchen Versuchen beauftragt werden, von einigen oft wiederkehrenden Namen gewisser Personen ist schon mehr als bekannt, was sie für eine Gesinnung haben. Wer hat z.B. festgelegt, dass Hr. Dürrenbergers Forschungsstifung Mobilkommunikation mit der TNO-Replikation betraut wird.

Zuletzt noch eine andere Frage: es wurde auch schon der Verdacht geäussert, dass sogenannte Dummies, also falsche Elektrosensible in Studien eingeschleust werden, damit die Studie kein eindeutiges Ergebnis zeige. Was meint Ihr dazu?

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Elisabeth Buchs

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Elisabeth Buchs » 12. November 2005 13:57

Hallo Tom

Doch gibt es, Frau Pia Hollenstein war als Referentin an der SIB-Veranstaltung. Ursula Wyss und Evi Allemann sind auch eher auf unserer Seite, auch Frau Vermoth ist offen gegenüber der Problematik, Frau Sommaruga wohl ebenfalls wenigstens teilweise. Was auffällt, dies sind alles Frauen. Wo bleiben die Männer der Schöpfung unter den Parlamentariern, die etwas für uns tun? Im Parlament sind halt sehr viele, die meinen, ihre Aufgabe wäre ohne Handy unerfüllbar. Ueberhaupt sind die oft technisch orientierten Männer häufiger auf der Befürworterseite oder indifferent. Frauen, die von Natur aus, vielleicht wegen ihrer naturgegebenen Aufgabe mit dem Nachwuchs, gesundheitsbewusster und empfindsamer sind, scheinen mir offener für die Problematik. Männer merken die Elektrosensibiliät oft erst, wenn es sie dann sehr bös erwischt. Aber gerade der selber elektrosensible Bundesrat Leuenberger sollte doch aufgrund seiner eigenen Erfahrung etwas für uns Betroffene unternehmen.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Evi

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Evi » 12. November 2005 16:13

Ja, wie klingt denn das? Frau Pia Hollenstein, Ursula Wyss und Evi Allemann sind auch eher auf unserer Seite. (also nur "eher") ,Frau Vermoth ist offen gegenüber der Problematik (aber nur "offen"), Frau Sommaruga wohl ebenfalls, wenigstens teilweise (aber nur "teilweise").
Was wir brauchen sind solche, die sich vehement einsetzen, ihre Stimme erheben und nicht nur eher oder nur offen und nur teilweise unsere Probleme ernst nehmen. Diese alle aber vermissen wir. Was da abläuft geht nach dem Muster "Wasch den Bären, aber mach ihm den Pelz nicht nass." Es müsste also einmal einer kommen, der tüchtig auf die Pauke haut, dass die vielen, die in den Ratssälen sitzen von ihren Sitzen aufspringen, als hätte ihnen jemand einen Reissnagel unter den Hintern gelegt. So, wie es jetzt läuft, warten wir noch gut und gerne 30 Jahre auf eine Lösung, ähnlich wie beim Tabak und beim Asbest. Das ist zu lange, denn jeder Mensch hat nur ein einziges Leben, das begrenzt ist und hier und heute stattfindet.

Evi

gesuana

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von gesuana » 12. November 2005 16:57

Frauen scheinen offener für die Thematik. Fällt mir auch schon einige Zeit auf. Grundsätzlich ist es wohl so : Männer stehen eher auf der Technik-verliebten Seite ...solange bis es sie persönlich trifft. - Frauen sind oftmals vorsichtiger mit sich und der Umwelt , achtsamer . Bei vielen Eltern , denen ich die Sache näher bringen will , lehnen sich nach meinen ersten Worten die Väter mit verschränkten Armen im Stuhl zurück , die Frauen beugen sich zu mir vor und horchen überrascht und intressiert.- Da das Weibliche das aufnehmende Prinzip ist , dürften wir wohl schneller auf solche Faktoren wie Strahlung reagieren . Und auch ,wie beobachtet, "aufnehmender" und schneller im Begreifen und Erkennen eventueller Gefahren sein. --- Nur erfunden haben es wieder einmal die Männer!
(Bei allem Sinnvollen und Guten, das auch sie erfunden haben.) - Bitte liebe Männer , nützt eure kreative Veranlagung doch jetzt bitte , eine Technik auf den Markt zu bringen, die uns nicht kaputt macht!
gesuana

Carlo

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Carlo » 13. November 2005 00:37

> Ursula Wyss und Evi Allemann sind auch eher auf unserer Seite, auch
> Frau Vermoth ist offen gegenüber der Problematik, Frau Sommaruga
> wohl ebenfalls wenigstens teilweise. Was auffällt, dies sind alles Frauen.

Was mir auffällt: die sind alle SP. So wie Leuenberger. So wie Martin Jäger in Chur. Jaja, die sind immer "ein bisschen(sic!) auf unserer Seite", aber sobald's Spitz auf Knopf kommt, dann haben sie schnell eine Ausrede parat. "Wer hat uns verraten, SozialDemokraten." Wie sagte doch in diesem Forum jemand, SP = Swisscom-Partei.

Hans-U. Jakob

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von Hans-U. Jakob » 13. November 2005 09:21

In Bern findet momentan der Prozess statt, der auch zum Abbruch des Kurzwellensenders Schwarzenburg geführt hat. Nämlich die Erkenntnis, dass die EM-Verseuchung schlussendlich ALLE trifft. Völlig losgelöst von jeder Parteiideologie. Und dass nur ein gemeinsames, geschlossenes Zusammenspannen gegen die allmächtigen und omnipräsenten Strom- und Strahlenbarone etwas bringt.
Ich durfte letzte Woche an einer Versammlung teilnehmen, wo sich praktisch ALLE Parteien vehemment gegen den Bau einer mächtigen Hochspannungsleitung einsetzten und zugleich auch gegen den Wildwuchs des Antennenwaldes.
Ich war mächtig beeindruckt wie das jetzt langsam überall dämmert.
Auch Politiker sind lernfähig.
Das heisst für uns, mit unserer Aufklärungsarbeit ja nicht nachlassen.
Denn Mobilfunker und Stromhändler pumpen weiterhin Millionen in ihre gigantische Propagandawalze. Die wollen ihre Milliarden mit Zins und Zinseszins zurückhaben. Die Gesundheit des dummen Volkes ist denen völlig egal.
Hans-U. Jakob

sibylle gagriel

Re: Bern in süssem Dauerschlaf

Beitrag von sibylle gagriel » 13. November 2005 14:01

Leider kommt die Erkenntnis für viele zu spät. Ich habe schon wieder von einem jungen Menschen gehört mit Gehirnhumor. Ich habe Bern letztes Jahr geschrieben, ob sie uns nicht in einen Dauerschlaf versetzen wollen, um uns dann aufzuwecken, wenn die Nanotechnologie so weit ist, uns ein Leben als Roboter zu ermöglichen.
Herr Baumann schrieb mir, dass meine Anschauungen nicht mit den gängigen wissenschaftlichen Auffassungen zu vereinbaren sind und er deshalb mein Schreiben, das mir zwei Monate Lektüre und Nachforschngen abverlangt hat, nicht berücksichtigen kann.
Ich denke, nun haben die genug Briefe erhalten, Klagen gehöht etc. nun wird etwas geschehen! Aufgewacht sind sie, das kann ich bezeugen, den am Telefon sind auf einmal alle fraundlich!

Sibylle

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