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von Elisabeth Buchs » 23. November 2005 23:32
Wenns es uns nicht so ans Lebendige gehen würde, könnte man von diesen beiden Herren noch fast etwas lernen über taktierendes Formulieren und elegantes Ausweichen. Eines ist klar: von denen können wir keine Hilfe erwarten. (Dabei soll Bubu noch einer der besseren sein, wenn ich da an Frau Moser und Herrn Furrer denke). Wie die z.B. die TNO-Studie klein geredet haben mit möglichen anderen Faktoren (dass bei der Replikation nichts rauskommen darf oder wird, zeigt sich doch schon am ungehinderten Ausbau von UMTS) oder dass Reflex Wirkungen bei einzelnen Zellen gezeigt habe, aber im Gesamtorganismus Reparaturmechanismen möglich seien und von den Elektrosensiblen kein Wort, das hatte schon was. Die Moderatorin Regula Saner hat ihrer Sache gut gemacht bzw. gute Fragen und Einwände gebracht.
Noch etwas zur Forschungsstiftung Mobilkommunikation: Gegründet 2002. Die Forschungsstiftung wird von der ETH Zürich, Orange, Sunrise und Swisscom getragen. Die jährlichen Zuwendungen betragen ca. 800 000 Fr. Fast 70 % davon fliessen in den Forschungsfonds. Die Vergabe der Mittel erfolgt durch den wissenschaftlichen Ausschuss der Stiftung, der Forschungsanträge auf ihre Qualität prüft und auswählt. Geschäftsführer ist Dr. Gregor Dürrenberger.
Der Stiftungsrat hat sieben Mitglieder, drei von der ETH (z.B. Prof. Nils Kuster), einer vom Universitätsspital Zürich, Mirjana Moser vom BAG, Dr. Bernhard Aufdereggen und ein Vertreter von Sunrise.
Wer in diesem wissenschaftlichen Ausschuss sitzt, wäre noch interessant zu wissen. Und nach welchen Kriterien diese Qualitätsprüfungen stattfinden und ausgewählt werden.
Die Befürworterseite sagt, wir sollen beweisen, dass unsere Gesundheitsbeschwerden von EMF kommen, dabei wäre das ein Supergau für sie, würde das Elhypo-Argument wegfallen. Wie sollen wir diesen Beweis führen können, wenn die Versuchsanordnungen z.B. durch Kurzzeitversuche so angelegt werden, dass nichts rauskommt und/oder von Anfang an eine für die Betroffenen untolerierbare Psychoschiene eingebaut wird. Und Elektrosensible haben die Möglichkeit nicht, ihnen angepasste Untersuchungen durchführen lassen zu können. Nach diesem Gespräch mit den beiden Herrn habe ich den Eindruck, dass die nicht um eine Ausrede verlegen wären, sogar wenn die diesbezüglichen Untersuchungen gelingen würden.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs