Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Mark

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Beitrag von Mark » 6. Dezember 2005 18:25

Ja, sicher - das sind interessante Punkte. Was mich einmal interessieren würde von jemandem, der wirklich betroffen ist: Ist irgendjemand von Euch einmal einige Tage und Nächte oder länger an einem Ort gewesen, an dem es keinen Elektrosmog gibt? Zum Beispiel weitab in einem Tal, wo es keinen Natelempfang gibt und weit und breit keine DECT-telefonierenden Nachbarn? Wie hat der Körper und Psyche darauf reagiert? Oder merkt man eine Besserung eh erst nach vielen Wochen? Das würde mich einmal interessieren. Und wie man überhaupt zur (Selbst-?)Diagnose Elektrosmog-anfällig kommt? Der menschliche Körper und die Psyche sind sehr komplex, ich stelle sicher nicht in Abrede, dass da der Elektrosmog negative Einflüsse haben kann. Nur: ist es der Auslöser oder ist es bloss der Tropfen, der das Fass zum Ueberlaufen bringt? Steckt womöglich was anderes dahinter? Damit eins klar ist: ich gehöre nicht zu jenen, welche die Betroffenen als 'Spinner' abtun. Wir haben bei uns im Haushalt auch aufgeräumt mit DECTs, bei uns haben zwar alle ein Handy, die durchschnittlich so alle Woche mal 15 Sekunden gebraucht werden (Taxi bestellen nach Arztbesuch oder nach dem Ausgang), kaum je ein SMS verschicken. Manchmal sind die Handys auch wochenlang ausgeschaltet. Ihr seht, wir sind keine Abstinentler, dennoch wäre Euch wohl sehr geholfen, wenn sich alle so verhalten würden. Denn ein totales Handyverbot wird niemals durchzusetzen sein. Höchstens dass die Sendeleistungen endlich runtergeschraubt werden, es ist tatsächlich ein Witz, dass man bei uns in den Kellern unten prima Empfang hat. Und dann muss man halt auf die Vernunft der Leute hoffen. Doch da wird sich solange nichts tun bis die ersten 25jährigen Dauertelefonierer oder Leute, die in der Nähe von Sendeanlagen wohnen, schwer erkranken. Schade ist auch, dass die Medien, die sonst auf jeden Mist auspringen (Rütli-Schande, Tretende Türkenfussballer oder Pitbull-Köter) hier unisono schweigen und nur sehr selten fundierte Berichte bringen. Das macht natürlich Ihre Arbeit nicht leichter.

Elisabeth Buchs

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Beitrag von Elisabeth Buchs » 6. Dezember 2005 22:55

Hallo Mark

Zwar etwas entfernt vom ursprünglichen Thema Nationalfondsstudie versuche ich mal Ihre Fragen zu beantworten. Ich halte mich für wirklich betroffen. Mein Erfahrungsbericht "Elektrosmog hat viele Gesichter" (http://www.gigaherz.ch/305) kann einige Ihrer Fragen sicher bereits beantworten. Zuhause habe ich immer wieder Zeiten, in denen es mir gut geht, abhängig von der Nähe der Elektrozäune, die ich schlecht vertrage. Es ist nicht so, dass ich keinen Handy-Empfang vertrage, bei uns ist beste Versorgung durch (GSM)Antennen auf einer weiter entfernten Mühle. Als das DECT der Nachbarn durch CT1 ersetzt war, ging es mir wieder prima, auch jetzt mit der erwähnten Abschirmung. Ich spüre Nieder- und Hochfrequenz auf verschiedene Art (Schlaflosigkeit und internes Zittern bei Niederfrequenz, stechende Kopfschmerzen und bleierne Müdigkeit bei Mobilfunkantennen, DECT und Flug- und Schiffsradar). Probleme mit Antennen bekam ich erstmals bei einem Essen mit der Familie nahe bei zwei Antennen, ich bekam stechende Kopfschmerzen und bleierne Müdigkeit, als ich nach Hause kam verschwanden diese langsam. Wenn ich zuviel Strahlung abbekomme z.B. im Wissenschaftscafé, vermutlich nahes DECT, bleibt während zwei bis drei Tagen ein wundes Gefühl und eine erhöhte Empfindlichkeit zurück.

Nach der Sanierung des erhöhten Magnetfeldes am früheren Wohnort dauerte es 5 bis 8 Tage, bis restlos alle Symptome weg waren, jedoch war jeden Tag eine Besserung da. Wenn man kaum schlafen kann oder Kopfschmerzen hat, wirkt sich das natürlich auf die Psyche aus. Was ich mich immer wieder mal frage, ob gewisse Leute, die nichts zu spüren glauben, mit Aggressivität oder Depressivität auf die Felder reagieren.

Die Fasstheorie ist bekannt, ob sie stimmt weiss ich nicht. Frauen scheinen anfälliger für Elektrosensibilität, ältere Menschen, Menschen mit Amalgamplomben u.u. Ich habe den Eindruck, die Elektrosensibilität habe auch eine genetische Komponente (schlechte Entgifter). Das sollte von der Wissenschaft abgeklärt werden z.B. Mainzer Studie. Ich habe Frau Michaelis und Herrn Dr. Dahmen geschrieben, bis jetzt keine Antwort, ist auch eine Antwort. Ich sehe die Elektrosensibilität auch als eine gesunde Reaktion auf etwas Ungesundes und sie hat eine Warnfunktion.

Es sind bereits jungen Handy-Telefonierer erkrankt, lesen Sie den Bericht von Uli Weiner und von Armin Furrer. Zu den Basisstationen kann ich Ihnen den Fallbericht von Frau Ederstein und von Familie Kind empfehlen. Ebenso die 26 Fallbeispiele von Frau Dr. Waldmann-Selsam.

Noch wie ich erkannt habe, dass ich elektrosensibel bin, ich vertrug zuerst den PC mit Röhrenbildschirm auf der Arbeitsstelle so schlecht, dass ich deswegen zu einer schlechteren Stelle wechseln musste. Als am früheren Wohnort ganz starke Symptome auftraten, erinnerte ich mich an die Berichte meiner Mutter und eines Bekannten und liess einen Mess-Spezialisten kommen, der das erhöhte Magnetfeld feststellte und erfolgreich sanieren konnte. Ich hoffe, ich konnte einige Ihrer Fragen klären, eigentlich habe ich mir vorgenommen, kein PC mehr nach 22 Uhr, aber so ist das manchmal mit den guten Vorsätzen.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Marco

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Beitrag von Marco » 9. Dezember 2005 09:05

Liebe Frau Evi

Beobachtungen in Forschungsprojekten ist eine gute Sache. Können Sie mir nur eines sagen, was die Medizin mit Elektrosmog zu tun hat. Der grösste Teil der Medizin ist doch daran interssiert, dass es möglichst viele kranke Menschen gibt, damit diese möglichst viel Geld verdienen können. Elektrosmog gehört in die Physik und hätten wir heute Albert Einstein, dann könnte er uns erklären wie es ist. Die Physik könnte es uns auzeigen, Lösungen und Schutz entwickeln wenn diese neutral und unabhängig sind. Aber auch Sie Frau Evi sind nicht fair und verurteilen schon bevor die Forschungsgruppe begommen hat.

Marco

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