Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Anabela

Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Anabela » 25. Oktober 2025 03:08

Dieses Messgerät benutze ich schon seit ca. 2 Jahren und finde es sehr praktisch. Es ist leicht zu transportieren, da keine Antenne notwendig ist. Überall kann man messen, in der Nähe von Sendemasten, auf der Straße, zu Hause, und an allen Orten, wo man sich aufhält. Schlimm ist es in Zuschauerräumen wo viele Menschen zusammensitzen und z.B. einen Vortrag anhören. Dann gibt es genügend Leute die an ihrem Handy fingern und googeln oder sonst irgentwas im Internet machen. Es entsteht eine stehende Welle im Raum, die sehr stark und unangenehm sein kann.
Man kann die Wlans in den Wohnungen messen, im Zug und im Bus messen, die Mikrowellenherde, die Staubsaugerroboter. Es gibt viel zu messen.
Das Gerät zeigt auf einem Display die Strahlungsdichte an, und gleichzeitig signalizieren farbige Lämpchen, ob die Strahlung sehr gefährlich (rot), mittelstark (gelb) oder unbedenklich (grün) ist.
Einige Werte die ich gemessen habe:
Mikrowellenherd in 2 m Abstand - 500.000 mikroW/m2
In der Nähe eines Sendemasts - 200.000 mikroW/m2
Wlan in der Wohnung - 10.000 - 500.000 mikroW/m2
DECT-Telefon - 50.000 mikroW/m2
In einem Bistro - 6.000 mikroW/m2
Freisprechanlage im Auto - 6.000 mikroW/m2
Staubsaugerroboter - 6.000 mikroW/m2
Mich würde interessieren, was für Erfahrungen ihr mit diesem oder auch mit anderen Strahlen-Messgeräten gemacht habt.
Hier eine Beschreibung:
https://www.yshield.com/en/measurement/ ... _436_1415/

Elisabeth Buchs
Beiträge: 1639
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Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Elisabeth Buchs » 25. Oktober 2025 14:41

Ich habe noch das Acousticom 2, das aber nun nicht mehr hergestellt werde. Andere mir bekannte Betroffene haben das Safe an Sound Pro und sind damit zufrieden.
Das Acousticom 2 im Vergleich mit dem Safe and Sound Classic 3 und dem Safe and Sound Pro
Hier sieht man z.B. einen Vergleich: https://www.youtube.com/watch?v=a_I389-X258

Auch die Niederfrequenz sollte nicht vergessen werden, vor allem bei einem längeren Aufenthalt. Habe eines der Firma G. Vielleicht hätte ich noch das Niederfrequenz-Gerät von EMF-Fields kaufen sollen, siehe https://www.santhema.ch/messgeraete/emf ... tes-geraet

Hochfrequenz, elektrisches Feld und Magnetfeld sind Must Haves zum Messen. Komplexer wird es dann bei Dirty Power (Netzverschmutzung), Kurzwelle/Mittelwelle/Langwelle, Erdung, Neutralleiterbelastung. Es scheint, dass man vor allem bei NF nicht immer endgültig feststellen kann, weshalb es an einem Ort geht, am andern nicht und wenn es früher ging und dann nicht mehr. Am ehesten geht da Probewohnen/Schlafen.
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Leserin

Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Leserin » 29. Oktober 2025 15:15

https://baubiologie.de/wissen/baubiolog ... gebnissen/
Breitband-Messgeräte für Funksignale – große Bandbreite an Messergebnissen

Anabela

Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Anabela » 29. Oktober 2025 23:08

Vielen Dank für die Infos.
Wegen dem dreckigen Strom, spreche ich gerade mit meinem Baubiologen. Dreckiger Strom ist frequenz-moduliert und er enthält Frequenz-Höhepunkte (spikes). Ich werde Stetszerizers installieren. Das sind sog. Filter, welche die Frequenz-Pics ausebnen oder mindern. Es gibt auch Messgeräte mit denen man dreckigen Strom messen kann. https://www.stetzerelectric.com/product ... er-filter/
In Spanien installiert die Stromgesellschaft selbst ein Gerät der Marque Imicon hinter den Stromzähler (d.h. auf der Seite der Wohnung) welches die Frequenz-Pics ausbügelt oder minimiert, sodaß die Bewohner verschont bleiben. Sehr nett von ihr.
Mein Niederfrequenz-Messer ist das Comprotec 33. Am meisten stören mich die EMFs der Tastatur und der Maus, weil man viel Zeit mit ihnen verbringt. Es macht trockene Haut und Schmerzen an den Fingernkuppen. Es wurde besser mit einer Trackballmaus und einer Grounding mat.
https://www.groundology.co.uk/products

Leserin

Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Leserin » 30. Oktober 2025 12:43

Welche Messgeräte gibt es, um dreckigen Strom zu messen?

Uwe Mettmann
Beiträge: 7
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Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Uwe Mettmann » 8. Dezember 2025 22:22

Elisabeth Buchs hat geschrieben:
31. Oktober 2025 09:33
Zum Messen von Dirty Power sind mir der EMI-Meter und der Stetzerizer-Meter bekannt.
Hallo,

Ich bin zufällig auf diesen Thread gestoßen. Da ich das EMI-Meter kenne, kann ich ein paar Informationen zu der Genauigkeit liefern. Die ist sehr schlecht. Die Eignung des EMI-Meter ist für den Frequenzbereich von 10 kHz bis 10 MHz angegeben. Je nach Frequenz zeigt es korrekt an aber auch um den Faktor 44 zu viel. Meist ist die Anzeige ca. um Faktor 10 zu hoch, siehe Tabelle, erste Spalte (Frequenz) und letzte Spalte (Faktor):

Bild

Da nun die Frequenz der gemessenen Dirty-Power unbekannt ist, kennt man nicht den Faktor mit dem man den Wert zu korrigieren hat und somit dies das EMI-Meter aus meiner Sicht kaum zu gebrauchen.

Das kann zu einer völlig falschen Bewertung führen. Nehmen wir als Beispiel eine Solaranlage. Oft haben die Solarinverter eine Taktfrequenz von ca. 20 kHz. Wenn man nun mit dem EMI-Meter einen Wert von 1000 mV misst (ein eigentlich hoher Wert, wenn er denn stimmen würde), sind es tatsächlich nur 22 mV.

Wenn hingegen die Taktfrequenz des Solarinverter eine andere als 20 kHz, ist das Ganze wieder ganz anders aus.

Ich hoffe die Info ist für euch hilfreich.

Gruß

Uwe

Elisabeth Buchs
Beiträge: 1639
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Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Elisabeth Buchs » 9. Dezember 2025 11:52

Kennen Sie das beim Messkurs von Schutz vor Strahlung gezeigte Handyscope TP 450 von Bitzer? Siehe https://www.bitzer.net/home/prod/TP/osc ... pes/tp450/

Das sollte dann genauer sein, aber wohl auch komplexer zum Bedienen und Interpretieren. Möglicherweise spielt auch die "Signalart" eine Rolle bei der Verträglichkeit.

Solaranlagen sollen auch nicht alle gleich schlecht verträglich sein. Z.B. Gemäss Herr Raschle sollen sie auch oft optimierbar sein, wenn man denn selber darauf Einfluss hat und nicht von nahen Nachbarn, noch mit Powerline. Siehe z.B. https://urs-raschle.ch/photovoltaik-kri ... r-richtig/
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Uwe Mettmann
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Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Uwe Mettmann » 9. Dezember 2025 18:55

Elisabeth Buchs hat geschrieben:
9. Dezember 2025 11:52
Solaranlagen sollen auch nicht alle gleich schlecht verträglich sein. Z.B. Gemäss Herr Raschle sollen sie auch oft optimierbar sein, wenn man denn selber darauf Einfluss hat und nicht von nahen Nachbarn, noch mit Powerline. Siehe z.B. https://urs-raschle.ch/photovoltaik-kri ... r-richtig/
Das Dokument möchte ich nicht kommentieren, sorry.
Elisabeth Buchs hat geschrieben:
9. Dezember 2025 11:52
Kennen Sie das beim Messkurs von Schutz vor Strahlung gezeigte Handyscope TP 450 von Bitzer? Siehe https://www.bitzer.net/home/prod/TP/osc ... pes/tp450/
Nein, das TP 450 kenne ich nicht. Es ist auch nur Zufall, dass ich mit dem EMI-Meter beschäftigt habe. Das Thema HF-Störungen auf dem Stromnetz ist ein großes Thema bei Audio-Begeisterten. Diese machen Messungen mit dem EMI-Meter. So ist es gekommen, dass mir ein EMI-Meter zugeschickt wurde, welches ich dann vermessen habe: Klick mich (ist ein bisschen umfangreich, die Quintessenz siehe Tabelle in meinem letzten Beitrag)

Ich habe aber gesehen, dass das TP 450 nur bis 250 kHz messen kann. Das heißt, dass im Beispiel eines Solarinverter die Netzoberwellen erfasst werden und die Schaltfrequenz und deren Oberwellen bis 250 kHz. Die Rauschgrenze dürfte über 70 dBµV (3,2 mV) liegen, so dass Werte unterhalb dieses Wertes nicht mehr gemessen werden können. Bei 150 kHz müssen Solarinverter für den Wohnbereich am 230 V Anschluss einen Grenzwert von 66 dBµV einhalten und bei höheren Frequenzen gelten geringere Grenzwerte. Somit werden die 70 dBµV in der Regel eingehalten und eine Messung zwischen 150 kHz und 250 kHz bringt nicht viel.

Bleiben also die Netzoberwellen und die Schaltfrequenz und deren Oberwellen bis 150 kHz, die man messen könnte.

HF-Störungen von Powerline kann man mit dem TP 450 nicht messen, da die HF-Störungen mit dem hohen Pegel in der Regel deutlich über 250 kHz liegen.

Den Messkurs von Schutz vor Strahlungen kenne ich nicht. Gibt es den als Video? Ich vermute mal nicht und wenn doch, können Sie mir dann bitte einen Link dazu schicken.

Gruß

Uwe


PS:
Normalerweise wird in Foren, die ich kenne, das „DU“ verwendet. Ist das hier anders?

Elisabeth Buchs
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Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Elisabeth Buchs » 10. Dezember 2025 09:24

Herr Mac Taggart sagte einmal, dass Elektrosensible und HIFI-Audio-Menschen Gemeinsamkeiten haben.

Ich habe mit der Behelfsmethode mit dem Weltempfänger bei mir folgendes festgestellt:

Mehr oder weniger auf allen 9 KW-Bändern Störungen. Mit Powerline und Solar auch von nahen Nachbarn verkommt die Kurzwelle zum "Kehrichtband". Ungut z.B. auch für Funker, die es aber nun weniger gibt. Es kann so einen Schulterschluss zwischen Elektrosensiblen und Funkern geben.
LW 150 - 280 kHz keine Störungen festgestellt
MW 530 - 1710 kHz keine Störungen festgestellt

Schutz vor Strahlung, grösste schweizerische Elektrosmog-Schutz-Organisation
Gigaherz, ursprüngliche, älteste Elektrosmog-Schutz-Organisation
Diagnose Funk, in der Schweiz gegründet, nun sehr aktiv in Deutschland

Ich schreibe auch trotz zeitweiliger Anfeindungen unter meinem richtigen Namen. Elektrosensible sollten sichtbar sein und bleiben.

Bis jetzt duze ich nicht persönlich bekannte Menschen auch in Foren nicht.
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Marco_L
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Registriert: 9. September 2025 10:24

Re: Wer hat Erfahrung mit dem Messgerät "Safe and Sound Pro II"

Beitrag von Marco_L » 26. Dezember 2025 20:06

Das mit dem Du muss auch nicht unbedingt sein. Ich finde die Umgangsformen etwa auf symptome. ch auch vonseiten der Moderator(inn) en bisweilen sehr unschön, ja distanzlos und nicht selten regelrecht bevormundend. Hier wäre mir das respektvollere Sie tatsächlich oft lieber...

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