Keine Baubewilligung für Sunrise-Antenne

Elisabeth Buchs

Keine Baubewilligung für Sunrise-Antenne

Beitrag von Elisabeth Buchs » 12. Dezember 2005 16:56

Münchenbuchsee: Erwartungsgemäss hat die Hochbaukommission dem Telekom-Unternehmen Sunrise keine Bewilligung für den Bau einer Mobilfunkantenne am Ulmenweg erteilt. Dieser Entscheid war möglich, weil Sunrise für den Bau eine Ausnahmebewilligung benötigte - gemäss den geltenden Vorschriften sind nämlich im "Hübeli" keine Aufbauten erlaubt. Gegen die Antenne hatte sich im Quartier massiver Widerstand geregt. Sunrise wird gemäss Mediensprecher Tobias von Mandach "mit grösster Wahrscheinlichkeit" Beschwerde bei der kantonalen Baudirektion einlegen. (Bund vom 10. Dez. 05)

Dieser Entscheid freut mich ganz besonders und ich hoffe, dass die Beschwerde von Sunrise nicht durchkommt, weil in diesem Quartier mein elektrosensibler Kollege wohnt, dessen Leben durch den Elektrosmog sehr beeinträchtigt wurde. Er musste von Münchenbuchsee wegziehen wegen des damaligen Kurzwellensenders, sein eigenes gebautes Haus verkaufen wegen Magnetfeldern, litt unter dem nun abgeschafften W-Lan seines Nachbarn, seine ebenfalls elektrosensible Frau übernachtet wegen DECT mitten in der Wohnstube, weil das der einzige Ort im Haus ist, wo die DECT nicht reinkommen. Es ist sehr schlimm, wenn man wegen Elektrosmog sein Heim, wo man sich sonst wohlfühlen würde, aufgeben muss.

Wie lange lassen wir Elektrosensiblen uns noch so schlecht behandeln? Es heisst immer noch, es sei nichts bewiesen und vielleicht seien unsere Beschwerden psychosomatisch. Dabei gibt es nun schon einige Diagnosemöglichkeiten, um wenigstens Hinweise auf das Vorhandensein von Elektrosensibilität zu liefern, z.B. den Leitgeb-Versuch, den Redox-Test, die Tests von Dr. von Klitzing, das Schlafgerät von Prof. Hecht (www.msc-medicalservice.de und www.schlafzentrum-berlin.de). Vor Gericht ist Unterschlagung von Beweismitteln nicht erlaubt und im Grund genommen wird das bei den Elektrosensiblen so gemacht. Die Verantwortlichen, vor allem die Regierungen, die den Mobilfunkern die Legitimation zum Aufrüsten erteilen, werden sich mit allem was ihnen möglich ist, gegen Beweise der Elektrosensibilität wehren. Man stelle sich vor, wenn Elektrosensible die Elektrosmog-Leugner, die sie als psychisch krank hinstellen wollen, wegen Ehrbeleidigung verklagen könnten und Sammelklagen von Geschädigten, die durch den Elektrosmog in ihrem Leben massiv beeinträchtigt werden, umziehen müssen, berufsunfähig werden. Auch wenn die Elektrosensiblen eine Minderheit sind, kann uns nicht der letzte Lebensraum weggenommen werden, das wäre ein indirekter schleichender Genozid.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs